Gebärmutterhalskrebs - mit fast 18 noch impfen lassen?

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6 Antworten

Die Impfung ist sinnvoll, auch mit 18.

Die HPV-Impfung soll vor einer Infektion mit mehreren Arten der Humanen Papilom-Viren (HPV) schützen, die Gebärmutterhalskrebs u.a. durch Gewebe-Veränderungen und Feigwarzen auslösen können.

Dabei ist nicht der erste Sex entscheidend, sondern der erste Kontakt mit diesen HP-Viren. Da diese Viren oft (aber eben nicht nur!) beim Sex übertragen werden, wird halt vereinfachend gesagt, dass eine Impfung vor dem ersten Sex am erfolgversprechendsten ist - denn wenn bereits ein Ansteckung mit einem der entsprechenden Virustypen erfolgte, bringt die Impfung gegen diesen einen Virustypen nichts mehr.

Und übrigens: ein Kondom schützt nicht völlig vor einer HPV-Ansteckung!

Auch wenn man vor Abschluss der Impfungen Sex hat, muss man sich ja nicht zwingend mit allen der HPV-Typen, gegen die die Impfung wirken soll, angesteckt haben - ist oder war es z.B. für beide das "erste Mal", ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung gering.

Und selbst wenn man bereits mit einem der HPV-Typen angesteckt ist: dann schützt die Impfung immer noch vor einer zusätzlichen Infektion mit den anderen Typen.

Am besten, bzw. sichersten ist es allerdings, wenn die komplette Impfung bereits vor einer möglichen Ansteckung erfolgt - also am besten noch vor dem ersten Sex. Doch auch danach ist diese Impfung noch sinnvoll.

Studien aus Australien haben bereits einen Rückgang der durch HPVverursachten Gewebeveränderungen bei geimpften Mädchen nachgewiesen.

Die Impfung von Mädchen und jungen Frauen gegen humane Papillomaviren (HPV), die in Australien auf eine hohe Akzeptanz stößt, hat dort innerhalb kurzer Zeit die Häufigkeit von genitalen Warzen gesenkt. Nach einer Studie im Britischen Ärzteblatt ... profitieren über einen Herdeneffekt auch die nicht geimpften jungen Männer.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54122

Diese Impfung (wenn vollständig) kann Dich vor einer Ansteckung mit HP-Viren schützen, allerdings nicht vor allen anderen Ursachen von GMH-Krebs. Deshalb sollte man auch mit der Impfung später regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.

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Jede Impfung ist eine individuelle Entscheidung:

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php/impfen-mainmenu-14/aktuelles-mainmenu-42/23-die-hpv-impfung

Unterhalb von den Nebenwirkungen findest Du eine kurze Zusammenfassung, die ich hier mal rein kopiere:


Zusammenfassung


Die Wirksamkeit der HPV-Impfstoffe auf Zellveränderungen am Gebärmutterhals ist gesichert. Dies ist aber keinesfalls mit der Verhinderung von Krebs gleichzusetzen. Wenn überhaupt, dann werden wir erst nach Jahrzehnten wissen, ob die Impfung irgendwelche Erwartungen erfüllt. Nach einem optimistischen Szenario ist ein nur 10prozentiger Rückgang der Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs anzunehmen.

Der Gebärmutterhalskrebs kann durch Safer-Sex, Anti-Raucherkampagnen und effektive Früherkennungsprogramme ausreichend kontrolliert werden. Seine Häufigkeit ist seit Jahren rückläufig.

Präservative bieten einen guten Schutz vor Infektionen mit Risiko-HPV.

Frauen, die regelmäßig an der Früherkennungsuntersuchung teilnehmen,

verringern ihr Krebsrisiko um über 90 Prozent. Im Falle höhergradiger
Dysplasien oder einer drohenden Krebserkrankung ist jedoch ein Eingriff
(Konisation) notwendig.


Bei bereits sexuell aktiven Mädchen oder Frauen ist die Impfung sicher nutzlos.

Die Nachhaltigkeit der HPV-Impfung ist nicht geklärt. Offene Fragen

sind unter anderem die Dauer der Wirkung und das Nachrücken von HPV, die
im Impfstoff nicht berücksichtigt sind (Replacement).


Nicht nachhaltig sind auch die enormen Kosten des Impfprogramms, die

Einsparungen in anderen Gesundheitsbereichen zur Folge haben.


Die HPV-Impfung führt häufig zu Nebenwirkungen, in sehr seltenen

Fällen auch auch von lebensbedrohlichem Charakter (allergischer Schock,
Lungenembolie). Die Impfung kann möglicherweise Autoimmunerkrankungen,
chronische Schmerzen und schwere Kreislaufstörungen auslösen.


Langzeituntersuchungen zur Impfstoffsicherheit existieren nicht. Das

Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfung ist sowohl vom Nutzen als auch vom
Risiko her unklar. Die Impfempfehlung für Mädchen vor Eintritt der
Pubertät ist nicht vereinbar mit einer beweisgestützten ("evidence
based") Medizin.


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Kommentar von MalNachgedacht
23.10.2016, 12:09
Die Wirksamkeit der HPV-Impfstoffe auf Zellveränderungen am Gebärmutterhals ist gesichert.

Hört hört:

 Dies ist aber keinesfalls mit der Verhinderung von Krebs gleichzusetzen.

Es ist mehr als plausibel das anzunehmen - auch bei Früherkennungsuntersuchungen gegen Gebärmutterhalskrebs schaut man nach durch HP-Viren ausgelöste Hautveränderungen weil man weiß dass sich daraus später Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.

Und genau diese verdächtigen Hautveränderungen gegen durch die HPV-Impfung drastisch zurück

 Wenn überhaupt, dann werden wir erst nach Jahrzehnten wissen, ob die Impfung irgendwelche Erwartungen erfüllt.

Zu 100% werden wir das erst in 10 Jahren wissen, Zu 99% ist es aber so, dass die Erwartungen erfüllt werden. Die Impfung macht bislang genau das was von ihr erwartet wurde - sogar noch ein bisschen mehr weil sie per Kreuzimmunität auch noch vor anderen HPV-Typen schützt.

Nach einem optimistischen Szenario ist ein nur 10prozentiger Rückgang der Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs anzunehmen. 

Diese 10% Rückgang bezieht sich auf

alle

 Frauen. Da die Impfung bei bereits bestehender HPV-Infektion nichts ausrichten kann und ein Großteil der heute lebenden Frauen zu alt für die Impfung ist kommt dieser niedrige Prozentsatz zustande. Für heutige Mädchen ist aber nicht interessant wie gut die Oma noch von der HPV-Impfung profitiert sondern wie gut Mädchen in ihrem Alter davon profitieren - und da sind die Rückgänge bei circa 70%....

Der Gebärmutterhalskrebs kann durch Safer-Sex, Anti-Raucherkampagnen und effektive Früherkennungsprogramme ausreichend kontrolliert werden. 

Kondome schützen nur eingeschränkt vor HPV-Infektionen, die Vorstellung durch Anti-Raucher-Kampagnen alle Frauen zu Nichtrauchern zu machen ist illusorisch und effektive Früherkennungsprogramme können zwar meistens die Gefahren durch Gebärmutterhalskrebs reduzieren - erfordern aber gegebenenfalls operative Eingriffe und reduzieren erst einmal nicht die Zahl von Frauen die von Gebärmutterhalskrebs betroffen sind - sondern nur die Zahl der Toten. 

Präservative bieten einen guten Schutz vor Infektionen mit Risiko-HPV. 

Das ist eine lebensgefährliche Falschbehauptung -ausser es handelt sich um Ganzkörper-Präservative

Frauen, die regelmäßig an der Früherkennungsuntersuchung teilnehmen,  verringern ihr Krebsrisiko um über 90 Prozent. Im Falle höhergradiger  Dysplasien oder einer drohenden Krebserkrankung ist jedoch ein Eingriff  (Konisation) notwendig.

Und dieser Eingriff ist eine Operation, die u.a. das Risiko für spätere Fehlgeburten erhöht. Sicher auch nicht lustig für betroffene Frauen ist die Phase der Ungewissheit ob die Operation erfolgreich war.

Was um alles in der Welt spricht denn gegen eine HPV-Impfung - die zusätzlich zu Safer-Sex, regelmässigen Früherkennungsuntersuchungen und Anti-Raucher-Kampagnen erfolgt? Bei bereits sexuell aktiven Mädchen oder Frauen ist die Impfung sicher nutzlos. 

Auch eine Falschaussage - HPV wird zwar meist durch Sex übertragen - aber solange der Sexpartner nicht selbst bereits HPV-infiziert kann er auch keine HPV-Infektion übertragen.

Mädchen sind nicht automatisch nach dem ersten Sex HPV-infiziert - und solange sie das nicht sind ist die Impfung ganz sicher nicht nutzlos

Die Nachhaltigkeit der HPV-Impfung ist nicht geklärt. Offene Fragen  sind unter anderem die Dauer der Wirkung und das Nachrücken von HPV, die 

im Impfstoff nicht berücksichtigt sind (

Replacement

).

Die Dauer der Wirkung kann man heute noch nicht final bewerten - weil es die Impfung schlicht noch nicht lange genug gibt.

Bislang deutet aber nichts darauf hin dass die Wirkung nicht ein Leben lang anhält - sicher ist, dass sie mindestens 20 Jahre hält.

Aber was wäre nun so schlimm daran, wenn man die HPV-Impfung alle 30 Jahre auffrischen müßte? Das wäre zwar lästig aber doch kein ernstes Problem

Das irgendwelche anderen HPV-Typen "nachrücken" wurde bislang (in über 20 Jahren) auch nicht beobachtet....

Die HPV-Impfung führt häufig zu Nebenwirkungen, in sehr seltenen  Fällen auch auch von lebensbedrohlichem Charakter (allergischer Schock,  Lungenembolie).

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen bei der HPV-Impfung ist nicht höher als bei anderen gebräuchlichen Impfstoffen auch - und bislang ist es seit es die Impfung gibt weltweit NOCH NIEMAND durch die Impfung gestorben. So "lebensbedrohlich" scheint die Impfung wohl nicht zu sein.

Hingegen sterben alleine in Deutschland jedes Jahr circa 1500 Frauen an der Nebenwirkung Tod von Gebärmutterhalskrebs...

Die Impfung kann möglicherweise Autoimmunerkrankungen,  chronische Schmerzen und schwere Kreislaufstörungen auslösen.

Das kann der Verzehr von Bio-Schokolade "möglicherweise" auch....

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Die Impfung schützt dich vor bestimmten HP-Viren, die normalerweise problemlose Hautausschläge und sowas machen und dann verschwinden, aber wenn sie sich bei der Infektion in deine Zellen integrieren deine DNA beschädigen können und damit manchmal Krebs auslösen. Wenn Du mit den Viren noch keinen Kontakt hattest (man kann einen Bluttest machen), würde ich sagen, die Impfung ist noch sinnvoll.

Hier hast Du ausführliche Informationen aus einer zuverlässigen Quelle (dem Ort wo die besten Deutschen Forscher Krebs Bekämpfen):

https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv-impfung.php

So viel guten Text kann ich hier nicht schreiben.

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Kommentar von matmatmat
23.10.2016, 08:55

Nachtrag: Die Viren sind natürlich nicht alle Harmlos, aber Warzen sind eine andere Nummer als Krebs und darum gehts und davor kann man sich nur Schützen bevor die Zellveränderungen passiert sind.

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Hallo.las dich impfen.ich hatte gebärmutterhalskrebs wegen diesem Virus und das war ein einziger Alptraum. Die Operation hat über 5 Stunden gedauert. Mach das bloß und habe kein Sex bevor die Impfung wirkt.

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Solange Du noch keinen Sex hattest, ist es möglich. Impfen kann auch jeder andere Arzt, beispielsweise Hausarzt. Nicht nur der Frauenarzt.

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Natürlich ist es noch möglich! Aber beeil sich, ich glaube, ab 18 bezahlt die Krankenkasse das nicht mehr.
Die Impfung kann ggf auch der Hausarzt machen.

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Kommentar von Silo123
23.10.2016, 12:24

Vor Vollendung des 18. ist auf jeden Fall kostentechnisch problemloser.

Ab 18 kann die Kasse noch zahlen, aber oft erst nach Beantragung, Bewilligung.... 

Wir haben es trotzdem bezahlt bekommen, aber mußte erstmal vorgestreckt werden, dann eingereicht.... schon deutlich mehr Aufwand.

Und bei jeder Kasse ist das Verfahren anders.

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