Frage von KarmaMan1982, 65

GdB beantragen bei psychosomatischer Gangstörung?

Meine Krankheitsgeschichte ist ein wenig mysteriös, so ganz kapieren kann ich selbst auch alles nicht! Jedoch habe ich neulichst online einen GdB-Antrag gestellt!

Die ganze Story in Kurzform: Bei mir ist das im Januar losgegangen, da ist mir das rechte Bein wie ausgeschaltet weggesackt als ich vor meiner Senseo stand und auf meinen Kaffee gewartet habe. Am Anfang dachte ich dass ich bestimmt noch ein bisschen müde bin, aber als es nach dem 5. Kaffee immer noch so war stimmt irgendwas echt nicht. Ein paar Tage später macht auch noch das linke Bein mit und die ersten Schmerzen und Zitteranfälle kamen. Ich war am Anfang noch fixiert auf was körperliches wie Bandscheiben, Ischias, MS! Aber als kein Arzt was gefunden hat nach zig Röhrenfahrten und Lumbalpunktion hat mein Neurologe gesagt, dass das psychosomatisch ist! Im Winter 2014/15 hatte ich auch noch eine Blasen-Prostata-Entzündung, seitdem spinnt da unten rum auch gleich mal mit wenn was ist, wenn es ganz heftig ist bin ich glücklich dass es Windeln gibt!

Als es mal ganz schlimm war habe ich sogar einen Rollstuhl ausgeliehen, aber wegen zu wenig Kondition in den Armen komme ich da auch nicht wirklich weit damit!

Als ich jetzt im Sommer 6 Wochen lang auf psychosomatische Schmerztherapie war hat sich herausgestellt, dass ich eine endogene Depression habe die sich psychosomatisch auf den Körper austoben kann!

Danach war längere Zeit ziemlich lange alles gut!

Nun musste ich jetzt danach wieder beim Zug-Fahren längere Zeit sitzen, wobei ich die ganze Zeit Schmerzen im LWS-Bereich hatte. Die Woche danach war die Hölle: Kribbeln in den Beinen, Spastik beim Gehen, Zitteranfälle in Ruhezeiten, Plötzliches Hinfallen im Stehen!

Könnte da eventuell auch was körperliches dahinter stecken? Welche Ärzte könnte ich aufsuchen (Neurologen, Orthopäden, Rheumatologen, ...)?

Was meint Ihr, würde mir der GdB was bringen, wenn ja wieviel meint Ihr dass das bei mir sein könnte? Könnte ich vielleicht sogar schon schwerbehindert (über GdB 50) sein? Bin ich denn schon überhaupt im Allgemeinen behindert?

Meine Diagnosen: F54 G, R26.8 G B, R25.1 G, M54.16 G, F45.41 G, F32.2 G

Außerdem noch: Zusätzlich: Kribbeln an den Füßen bis Unterschenkel, gelegentlich mit Brennen an den Oberschenkeln: fast täglich

Belastungsinkontinenz (wenn es kommt ist es fast zu spät): stressige Tage

Müdigkeit am Tag / Schlaflose Nächte: fast täglich

weicher Stuhlgang: oft

Wetter / Hitzeempfindlichkeit: extreme Wetterlagen

Ekzeme an Händen und Armen: kommt und geht unwillkürlich

Plötzlicher Ausfall der Beine (Hinfallen) / wackelige Beine: früher öfers, zwischendurch seltener, jetzt wieder öfters

Antwort
von 2AlexH2, 38

Wichtig ist für dich eine Diagnose zu bekommen.

Selber habe sehr schlechte Erfahrungen mit vielen Aerzten. 

Gerade im neurologischen Bereich ist oft Ende und man landet aus Bequemlichkeit auf dem Abstellgleis Psychosomatisch. Das dir die Therapie geholfen hat, wuerde ich diesen Weg auf alle Faelle weiterverfolgen.

Ansprechspartner ist am ehesten ein guter Neuorologe, kann aber auch mit dem Hirn zu tun haben. Erkundige dich bei Bekannten nach guten Aerzten und versuche mit einem guten Hausarzt systematisch die Ursache zu ergründen.

Empfehlenswert ist ein sehr guter Physiotherapeut , Atlasologe. 

Ev. musst du verschiedene ausprobieren um jemanden zu finden, der sich mit dieser speziellen Art auskennt.

Ich gehe mal davon aus, dass GdB eine Invalidenrente ist? Um eine zu bekommen wirst du ordentlich durchgecheckt und das dauert. Ich wuerde mich diesbezüglich informieren aber natürlich die Gesundung anstreben, denn das ist kein Spass.

Antwort
von Silo123, 41

Psychosomatisch sagen die Ärzte einfach, wenn sie die Ursache nicht finden.

Oft finden sich Ursachen erst spät, sind dann auch bildgebend nachweisbar. Aber Im Moment macht es vermutlich wenig Sinn weiterzusuchen. Ich würde nach Deiner Schilderung die Ursache im LWS- Bereich vermuten.

In ein paar Jahren wird man vermutlich die Ursache finden können.

Antwort
von Konrad Huber, 28

Hallo KarmaMan1982,

Sie schreiben unter anderem:

GdB beantragen bei psychosomatischer Gangstörung?

Antwort:

http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/9196/der_schwerbehinderte...

Die Antragsverfahren auf Schwerbehinderung werden vom medizinischen Dienst des zuständigen Versorgungsamtes überwiegend nach Aktenlage entschieden!

http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html

Dementsprechend müßen aussagefähige Arzt- und Entlassungsberichte zusammen mit dem Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt eingereicht werden!

Die Schädigungen müßen seit mindestens 6 Monaten vorliegen, eine Besserung ist nicht in Aussicht!

Bei den vielfältigen Schädigungen, welche Sie hier beschreiben, sollten Sie sich an eine kompetente Eirnichtung wenden, welche über die notwendigen Möglichkeiten verfügt, um die Ursachen für Ihre Gebrechen im Detail herauszufinden!

https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Willkommen.1088.0.html

https://psychosomatik.charite.de/

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von sonnymurmel, 41

Ohne dich zu kennen ist eine Befundung nicht möglich.

Der erste Ansprechpartner sollte dein Hausarzt sein. Er wird dich an die Fachärzte überweisen.

Einen Online-Beantragung eines Behinderten-Ausweisses - ohne Befundberichte- bringt sicher nichts.

Es steht mir hier absolut kein Urteil zu, aber deine hier geschilderten Symptome sind m.E. erstmal keine Voraussetzung.

Hinzukommt:

Wie alt bist du? Was machst du beruflich?

Lg

Kommentar von KarmaMan1982 ,

Ich bin 33 und arbeite als Anwendungsentwickler. Momentan beziehe ich Krankengeld! Jemand hat mir neulichst auf meine Symptome hin geschrieben, dass ich mindestens GdB 50 bekommen werde?!

Kommentar von sonnymurmel ,

Ok....... wie bereits erwähnt muss das von ärztl.Seite  befundet werden- ebenso wirst du  einem  separaten Gutachter vorgestellt...

Danach wirst du dann ggf. eingestuft oder nicht.

Gegen das Ergebnis kannst du auch Widerspruch einlegen.

Was sagt denn dein Arzt?

Hast du schon mal über eine Umschulung nachgedacht?

Hier in den Foren wirst du keine seriöse Auskunft bekommen, (können) da dich niemand kennt.

Lg

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