Frage von Munchy, 48

Gasplanet Reaktion auf Atombombe?

Hi. :)

Könnte man mit einer Atombombe, oder mit mehreren den Gasplaneten, wie z.B Uranus oder Neptun in die Luft sprengen, durch eine Kettenreaktion der enormen Hitze einer Atom(Wasserstoff)bombe? Diese sich dann so heiß wird , dass Neptun sozusagen sich "mit"-erhitzt? Ist ja auch ein Gasplanet

Adrian

Antwort
von Parhalia, 32

Die grösste jemals auf der Erde gezündete Nuklearbombe war m.W. die russische "Zar" mit ca. 50 Megatonnen und die kleine Erde hat es ganz gut überstanden. ( eventuell vergleichbar wie ein Mückenstich für einen Elefanten )

Unsere Erde könnten wir Menschen selbst mit sämtlichen vorhandenen Nuklearsprengköpfen bei gleichzeitiger Zündung nicht ansatzweise zerstören ( physikalisch betrachtet )

Folglich wären die Auswirkungen auf den äusseren Gasplaneten Uranus und Neptun noch sehr viel geringer und höchstens in näherer Betrachtung z.B. eines sie im Orbit umkreisenden Beobachtungssatelliten als Lichtblitz und zeitweilige Störung der Farbe in einem kleinen Bereich ihrer sichtbaren oberen Oberfläche erkennbar.

"Anzünden" oder "Verdampfen" kann man solche Planeten nicht mit uns möglichen "Nadelstichen". Dann müssten die ja schon bei jedem Gewitter ( Blitzschlag ) in ihren jeweiligen Atmosphären durchzünden.

Bei Jupiter und Saturn weiss man inzwischen sogar, dass es dort regelmässig Gewitter mit 1000-10000+ - fach höherer Intensität gibt, als es die stärksten Wirbelstürme auf der Erde vermögen.

Letztlich gibt es noch die Beobachtung des Einschlages der Fragmente des Kometen "Levi-Shoemaker" aus den 1990-er Jahren auf dem Jupiter, wo jedes Fragment mindestens die geschätzte Grösse des Meteors in Yucatan vor ca. 65 Mio Jahren gehabt haben soll. Für die Erde ein globales Ereignis, Jupiter bekam nur ein paar "Pickel". 

Also würde es auch auf Uranus und Neptun nur zu "regionalen" und "zeitweisen" Auswirkungen in ihren Gashüllen führen, aber sie nicht ansatzweise "zerstören".

Kommentar von BurkeUndCo ,

Guter Verglieich, das mit dem Mückenstich. Nur der Effekt ist in Wirklichkeit noch viel kleiner. Selbst die gemeinsame Explosion allen vorhandenen Kernenergioewaffen der Welt würde die Erde noch deutlich weniger stören als der Mückenstich den Elefanten.

Kommentar von Parhalia ,

Richtig. 😉 Sollte auch nur ein ganz grober Vergleich sein.

Jedes der Bruchstücke von "Levi Shoemaker" im Einschlag auf dem Jupiter hätte schon für sich eine Energieeintragung bei der Explosion im Faktor 1000 × X der russischen "Zar" gehabt.

Nach irdischen internationalen Abkommen dürfen atomare Sprengsätze aber eine Energiemenge von ( dazu verglichen "lächerlichen" 50 Megatonnen TNT ) nicht überschreiten . Und die "Zar" hatte auch "nur" eine absolut zerstörerische Wirkung in einem Radius von einigen Dutzend bis 100 KM auf der Erde.

Es ist halt in stark vereinfachter und verständlicher Form kaum in nachvollziehbare Vergleiche zu fassen. 

Deswegen halt mein "kleiner" Vergleich vom "Elefanten und dem Mückenstich". ☺

Antwort
von BurkeUndCo, 8

Nein.

Das ist einfach eine Frage der Größe der Effekte.

Alle Atom- und Wasserstoffbomben der Erde gleichzeitig auf einem Planeten (egal welchem) gezündet, hätten keine große Wirkung.

Gut es gäbe ein etwas größeres Loch, aber die Planeten sind groß, so groß, dass dieses Loch und die Explosion sie weniger strde als ein Flohbiss einen Hund. Einfach vernachlässigbar.

Antwort
von elagtric, 30

Deine Frage ist komisch gestellt.


Willst Du darauf hinaus, ob man (mensch) durch Anschub mit einer Atombombe aus einem Planeten einen Stern herbeibomben könnte ?


Ist theoretisch sicherlich möglich, aber allein schon die Erfindung der Atombombe hat uns doch bewiesen, dass es sehr gefährlich sein kann, die Grenzen der Physik auszutesten. (Energie = Masse mal Lichtgeschwindigkeit ... also eigentlich gigantisch)

Weshalb stecken wir nicht mehr Mühe in diesen kleinen Planeten, auf den wir leben, statt an ungleich höhere Zerstörungskräfte zu denken ?




Kommentar von Parhalia ,

Laut derzeitigem wissenschaftlichen Stand der Kenntnisse benötigen die kleinsten "fusionierenden" Sterne ( rote Zwerge ) mindestens etwa die 10-20 fache Masse des Jupiters, um zur Initiierung der Fusion von Wasserstoff durch Schwerkraft und Kerntemperatur überhaupt befähigt zu sein.

Antwort
von Walum, 26

Atombomben haben viel zu wenig Energie, um irgendwas zu verändern.

Die Energie wird viel zu schnell freigesetzt und brennt viel zu kurz.

Antwort
von schuhmode, 13

Planeten sind groß. Und Gasplaneten sind richtig, richtig groß. Viel zu groß für Atombomben.

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