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Garantiert der Bachelor-Abschluss die Qualifikation, die die Wirtschaft fordert?

gefragt von Annalena am 06.02.2007 um 17:24 Uhr

Immer mehr Studenten beenden ihr Studium mit diesem Titel, doch herrscht über dessen Stellenwert auf dem Arbeitsmarkt noch wie vor Unklarheit.


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demosthenes
beantwortet von demosthenes am 6. Februar 2007 17:42
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Spätestens ab 2010 müssen alle Hochschulen in der EU auf Bachelor / Master umgestellt haben.

Der Vorteil des Bachelor gegenüber den bisher in Deutschland üblichen Diplomen ist die stärkere Praxisorientierung, die von der Wirtschaft natürlich gern gesehen wird.

Da in den Unternehmen bisher noch kaum Mitarbeiter mit Bachelor vorhanden sind, besteht natürlich hier und da etwas Unsicherheit bezüglich des "Wertes" eines solchen Abschlusses, aber das wird sich in den nächsten Jahren sehr schnell ändern.

Die Unternehmen werde auch keine Wahl mehr haben, da es dann ja frische Diplomanden nicht mehr geben wird!


anonym
beantwortet von derdaniel am 6. Februar 2007 17:49
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Formal gesehen muss er das sogar: In den Vorgaben der Kultusministerkonferenz wird der Bachelor als ein "erster, berufsqualifizierender Abschluss" eingestuft.

Der Bachelor ist insofern NICHT zu vergleichen mit dem Vordiplom, das erstens weniger Zeit erfordert, zweitens keine Abschlussarbeit beinhaltet und drittens einen anderen inhaltlichen Aufbau erfordert. (Vordiplom = ausschließlich Grundlagen für das Hauptdiplom, Bachelor = Grundlagen + Vertiefung, aber mit einem geringeren Maß an fachlicher Spezialisierung.)


anonym
beantwortet von breitling am 6. Februar 2007 17:53
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ich persönlich habe gute Erfahrung mit Bachelor Studenten gemacht. Es scheint, dass die Ausbildung praxisorientierter ist. Ausserdem werden die Studenten früher mit ihrem studium fertig. In allen anderen Punkten schließe ich mich den vorherigen Antworten an.


anonym
beantwortet von SaliCS am 6. Februar 2007 20:31
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In der chemischen Industrie sieht es so aus, dass niemand den Bachelor will. Das Problem ist, dass dieser offiziell berufsqualifizierend ist. Damit konkuriert er mit klassischen Ausbildungsberufen (Chemielaborant, Chemikant). Die Leute mit der Ausbildung haben den unsagbaren Vorteil, dass sie einen betrieblichen Ablauf kennen und praktisch im Betrieb arbeiten können. Ein Bachelor kann das nicht und denkt dabei zu viel. Verschärfend kommt hinzu, dass der Zugang zum Master über kurz oder lang begrenzt wird. Ich bin nicht prinzipiell gegen das Bachelor-Master-System, doch gibt es noch viel zu tun.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 8. Februar 2007 18:18

Wie bitte kommst Du zu der Aussage, der Zugang zum Master würde über kurz oder lang begrenzt?




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