Frage von URALL, 153

Galopp zu langsam?

Ich hab seit Februar einen 8-jährigen Springwallach. Ich selber reite seit 6 Jahren. Nun haben wir ein kleines Problem, nämlich galoppiert er viiiiel zu langsam. Echt ich treibe was ich kann aber nach der 6. Runde kann ich auch nicht mehr. Dann muss ich ihn alle 10s mit der Gerte touchieren, dass er nicht wieder in den Trab wechselt. Eig. wollten wir dieses Jahr erste Turniere bestreiten, aber das kann ich wohl vergessen, denn ich krieg ihn nicht schnell genug, dass er über einen Parcour (90cm) springt. Dann will mein RL noch, dass ich ihn im Galopp richtig stelle (also Anlehnung), jedoch wenn ich etwas kleines mit den Zügeln mache, bremst er schon ab (obwohl ich eig. nur im Notfall mit den Zügeln bremse, mehr mit dem Gewicht). Habt ihr Tipps, woran das liegt/wie wir das verbessern können?

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 92

" ich treibe, was ich kann" - genau das ist da Problem!

"Wenn ich etwas kleines mit dem Zügel mache, bremst er schon ab" - dann machst du etwas kleines falsch mit du Zügel - und dein ganzer Text  ( entschuldige, dass ich da in der Kürze nicht netter umschreiben kann..) zeugt davon, dass Du grundlegende Dinge noch nicht ganz verstanden hast, geschweige denn umsetzten kannst.

Ich würde Dir dringend empfehlen, erst mal an dressurmäßig feinem reiten zu arbeiten, ehe du ans Springen denkst. Ich weiß, vielen Springbegeisterten  fehlt da die Geduld - in dem Fall hättest  du das falsch Pferd. Mit diesem Pferd wirst du nie vernünftig über einen Parcours kommen, bevor du feines reiten gelernt hast. 

Also mein Tipp: erst mal feines (!) reiten lernen, um das Pferd motivieren zu können.

Kommentar von Baroque ,

Und wie heißt es so schön:

Bei einem Pferd, das schon stumpf auf den Schenkel reagiert, Bein WEG! Denn es muss zum Nachtreiben eine neue Hilfe bekommen und nicht dieselbe, wie es eh ständig und immer, immer wieder bekommt. Wie soll es unterscheiden zwischen "jetzt sollte was passieren" und "ich wollt's nur nochmal gesagt haben, obwohl Du eh schon tust, was Du sollst".

Bei einem Pferd, das überelektrisiert auf den Schenkel reagiert, Bein DRAN! Denn dieses Pferd muss lernen, dass ein anliegender Schenkel, der einfach nur begleitet, noch nicht gleich was zu bedeuten hat.

Generell gehört ein verbildetes und nicht genug gymnastiziertes Pferd nicht in den Parcours, da nehmen nur Pferd und Reiter langfristig (oder auch mal kurzfristig) Schaden. Ausbildungszeit ist immer wertvolle Zeit und nie Verschwendung, wenn man den richtigen Weg geht.

Antwort
von LyciaKarma, 88

Hat der mit 8 überhaupt schon genug Kraft, so lange zu galoppieren? Wie läuft er im Gelände? 

Ist er nur bei dir so langsam?

Was sagt dein Trainer dazu? 

Kommentar von Tenebrae0815 ,

Warum sollte ein 8 Jähriger nicht genug Kraft für 6 Runden Gallopp haben. wenn er halbwegs regelmäßig geritten wird, sollte das defintiv kein Problem sein.

Kommentar von LyciaKarma ,

Das kommt darauf an, wann er angeritten wurde und wie sonst trainiert wird. Einfach laufen können die meisten Pferde, das Gegenteil davon ist eben, dass sie so langsam sind, weil sie zu wenig Kraft haben. 

Beides hat nichts mit Kraft zu tun. 

Antwort
von yylime, 24

Wenn du immer und immer mit dem Schenkel treibst ist das Pferd abgestumpft.

Mach mehr Dressurtraining und geh ins Gelände und nimm einen 2. Reiter mit einem schnelleren Pferd mit. lass das andere Pferd vor galoppieren, meist will dein Pferd hinterher. Du musst aber trotzdem die Kontrolle behalten und dein Pferd durchparieren können.

Antwort
von viomio82, 91

Vielleicht hat er Schäden an den Gelenken, Sehen und Bändern. Wenn vorher schon mit ihm Turniere ausgeübt wurden ist das ja nix neues.

Oder aber er hat einfach keine Lust...aber den menschlichen Willen aufzwingen ist natürlich auch ne Lösung👎

Kommentar von viomio82 ,

Sehnen

Kommentar von Urlewas ,

Natürlich hat das Pferd keine Lust - ohne Anlehnung  UND Stellung  ( das ist nicht das gleiche...) ist das Pferd nicht gradegerichtet, so dass oben von viomio genannte Schäden, falls noch nicht vorhanden, entstehen würden. Daher schützt sich das Pferd, indem es langsam tut.

Ohne Anlehnung kann man auch nicht die  positive Spannung erzeugen, die das Pferd braucht, um sportliche Leistungen gerne zu erbringen.

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