Frage von Expertin03, 100

Gallop auf kleinem Pferd?

Hallo,

Wer meine anderen Fragen schon gelesen hat weiß vielleicht das ich beim Gallop an der Longe fast runter gefallen währe. Ich bin damals auf einem 1.40 großem Pferd geritten. Inzwischen kann ich frei reiten, allerdings nur auf großen Pferden. Den als ich kürzlich wieder auf einem 1.40 großen Pferd Gallopiert bin, währe ich in der Kurve fast nach außen runter gefallen. Seitdem bin ich nur noch auf größeren Pferden geritten etwa 1.75 groß. Das Problem ist, das ich sehr gerne auch auf kleineren Pferden Gallopieren können würde. Habt ihr irgendwelche Tipps für mich, oder was habt ihr für erfahrung.

Ich bedanke mich schonmal für alle eure Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 45

Ponys sind oft flotter und wendiger, was flexiblere  Gleichgewichtsreaktionen erfordert.

Auch kann es daran liegen, dass die Ponys meist schmaler sind, und dein Oberkörper mehr oben  drübe ragt. Durch die andere Proportionierung hebelst du dich schnell selbst aus. 

Das ist natürlich Übung, Dich darauf einzustellen. Du kannst aber zusatzlich entsprechend Gymnastik machen, um deine Gleichgewichtsreaktionen zu verbessern. 

Was mir spontan einfält, wäre zum Beispiel, auf einem Zimmertrampolin im Kreis zu laufen und alle paar Runden die Richtung wechseln. Sicher findest Du im Internet oder bei einem fitnes trainer weitere entsprechende Anregungen.

Kommentar von beglo1705 ,

Urle bitte mach's uns vor und stell uns hierzu ein "Original Urlewas Trainingsvideo" mit rein. ;-)

Kommentar von Urlewas ,

😂 ach, belgo, ich denke, das Internet ist bereits reichlich voll mit entsprechendem Material, ( mit sicher ansehnlichereren Protagonisten) - ich glaub, meine Versuche wolltet ihr nicht ernsthaft sehen 😆😆😆

Kommentar von Urlewas ,

Freut mich, dir helfen Zu können. 

Danke für den Stern! 💫

Antwort
von daisy07509, 63

Hallo expertin03,

Am Anfang ist es immer einfacher auf großen Pferden zu reiten. Nehm doch einpaar reit stunden auf Ponys und irgendwann hast du den Bogen raus.

Ich wünsche dir viel Spaß!

LG daisy07509

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 25

wie die anderen schon sagen. ES DAUERT EINFACH; BIS MACH SICH MIT DEM JEWEILIGEN pFERDCHEN SYCRONISIERT HAT IM bEWEGUNGSABLAUF....

mein Tipp: wenn's denn schon an der Longe ein muß: nimm die äußere Schulter etwas mehr nach vorne, also so daß dein Schultergürtel parallel zu dem des Pferdes ist; bleib dabei aber in der Wirbelsäule senkrecht aufgerichtet, drehe einfach nur den Oberkörper LEICHT nach innen (übe das vorher in Schritt und Trab!)

wir  haben anfangs mit der inneren Hand vorne in den Sattel gegriffen und mit der äußeren hinten - Vorsicht! dabei sitzt Du mit der inneren Schulter nach vorne ! aber vielleicht hilft dir ja diser Trick

leichter lernt es sich natürlich auf der geraden: also aus der Ecke angaloppieren hinter einem sicheren Pferd und VOR der nächsten Ecke wieder Schritt - DABEI lernst du den Rhytmus; später kommen die Kurven dazu

viel Erfolg

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 42

auch ein kleines pferd kann eine grosse galoppade haben. das in verbindung mit mehr schwung und weniger abkürzen in den ecken kann für reiter, die flach galoppierende grosspferde gewohnt sind, schon mal ein bissel ungemütlich werden.

die grösse des pferdes hat nichts mit der galoppade zu tun. allerdings sind kleine pferde wendiger und nehmen daher vor der ecke oder auf dem zirkel von allein das tempo nicht zurück.

der unterschied, den du hast, ist quasi ein galopp, der etwas behäbig ist gegen einen flotten arbeitsgalopp.

dass du schwungvolle pferde sitzen lernst, gross oder klein, das kommt mit der zeit.

Antwort
von WesternCalimero, 6

Dieses Problem haben in der heutigen Zeit sehr viele. Das Problem besteht darin, daß seit etwa 120 Jahren der Drehsitz gelehrt wird, sich die äußeren Bedingungen aber geändert haben:  Wir sind die Generation "mobil".

Stell dir vor, Du sitzt im Auto in einer Linkskurve. Die Fliehkraft drückt Deinen gesamten Körper nach außen (rechts). Nun beugt man sich automatisch mit dem Oberkörper nach links. Damit knickt man aber in der Hüfte ein und das Gewicht ist auf der rechten Seite. Dein Gewicht ist damit schlichtweg auf der falschen Seite.

Pferde treten aber unter das Gewicht, so daß ein solches Verhalten dem Pferd signalisieren würde, daß es nach rechts geht. Außerdem rutscht Du damit unweigerlich nach außen...

Dieses falsche Verhalten übt man täglich über 100 mal (jede Kurve), im Auto, der Bahn oder dem Bus. Auf dem Pferd ist man aber max 1 Stunde und soll das täglich falsche Verhalten ändern........ Davon halte ich gar nichts.

Die bessere Variante ist eine neue Bewegung zu erlernen, um nicht immer wieder in das falsche Verhaltensmuster zurück zu fallen:

  1. Setze Dich auf einen harten Stuhl. Drehe deinen Oberkörper nach links und fühle, auf welchem Sitzbeinhöcker Du sitzt (es hilft manchmal etwas mit dem Hintern zu ruckeln um das genau zu merken). Meist wird das der rechte sein  --Das ist der falsche--
  2. Nun setz´ Dich wieder gerade hin und strecke deine gesamte linke Seite von der Hüfte bis zur Schulter (ohne nach rechts weg zu kippen). Jetzt kannst Du "arrogant" über die angehobene Schulter sehen. Wenn Du jetzt kontrollierst, auf welchem Sitzbeinhöcker Du sitzt, sollte es der linke sein. --Das ist der richtige--

Den Punkt 2 solltest Du als Vollkommen neues Verhalten üben (geht übrigens auch im Bus, der Bahn oder dem Auto).

Nur wenn Dein Gewicht innen ist, kannst Du der Fliehkraft trotzen und im Sattel bleiben.

Gutes Gelingen

Calimero

Kommentar von Urlewas ,

Auf kurvenreichen Strecken als Mitfahrer im Auto ist es besonders interessant. Wenn  man eine Kurve auf sich zukommen sieht, kann man schon mal das Gewicht in Richrung des inneren Knies bewegen, dann klappt es besser. Und zugleich versteht man, was der Reitlehrer will, wenn er davon spricht, " die Wendung rechtzeitig einzuleiten". Dazu muss man nämlich nicht nur das Pferd, sondern auch sich selber vorbereiten, damit es harmonisch  klappt.

Wo man geht und steht, kann man Dinge üben, die fürs reiten hilfreich sind. ( natürlich nur sofern die Konzentration nicht anderweitig gefordert ist )

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