Bekanntlich wird Gallium (Ga 31) bei 1,09 K mit der Modifikation Alpha-Ga supraleitend. Warum gibt es aber bei den Beta-, Delta- und Gamma-Modifikationen eine viel höhere Sprungtemperatur (um genau zu sein 6,07 K, 7-7,6 K und 7,85 K)? Sehen wir von den Hochdruckmodifikationen ab, so genau will ich es nicht wissen. Die Sprungtemperatur ist ungewöhnlich hoch, daher frage ich mich, was sich im Bau von den Modis so sehr unterscheidet, um diese große Kluft herbeiführen zu können.

Bin da auch nicht so der Experte drin und Physik habe ich nach der 11. Klasse abgewählt. Aber ich meine noch im Hinterkopf zu haben, daß Gallium eine kristalline Struktur hat, die in den unterschiedlichen konfigurationen eben anders aussieht und aufgrund deren Anordnung unterschiedliche Gitterkräfte wirken und somit die Sprungtemperatur eben so hoch und so unterschiedlich ist.

Tja, hab´zwar mal am MPI für Metallforschung in Stuttgart gearbeitet (lang, lang ist´s her), aber den genauen Grund dafür kann ich dir auch nicht sagen. Es ist wohl so, wie DerTroll sagt, dass das Gallium in unterschiedlichen Gitterstrukturen vorliegt, die andere Eigenschaften haben. An Gallium habe ich nur noch die Erinnerung, dass es schon geschmolzen ist, wenn man ein Stück davon abschneiden wollte.
bis du sicher dass die Temperaturen in K sind?...die schrammen um den absoluten Nullpunkt rum?!
Ja, ganz sicher^^ Erst um den absoluten Nullpunkt wird Ga supraleitend
Hallo!
Ich kann deine Frage leider nicht beantworten, da ich kein Experte bin was Supraleitung betrifft. Ich kann dir aber das Buch "Einführung in die Festkörperphysik" von Charles Kittel empfehlen. Der Supraleitung und deren Theorie ist in dem Buch ein ganzes Kapitel gewidmet. Das Problem ist ja auch das es meines Wissens noch keine vollständige Theorie der Supraleitung gibt. Die BCS Theorie versagt ja z.B. bei YBaCu's.
MfG!
Jan.