Frage von staffilokokke, 329

Gäbe es in Europa genauso große Vorbehalte in der Bevölkerung oder Probleme, wenn die Flüchtlinge nicht aus dem Nahen Osten kämen?

...sondern sagen wir mal aus Japan oder Australien ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von suziesext06, 69

ne völlig desorganisierte, unkontrollierte Masseneinwanderung in ein dichtbesiedeltes Land führt doch immer zu fast unlösbaren sozialen Problemen. Auch die Flüchtlinge nach dem Krieg, die doch Deutsche waren, sind teils auf grosse Ablehnung gestossen, da, wo sie im Westen und Süden einquartiert worden waren.

Aber ich glaub, es geht gar nicht um die Herkunft, sondern um das, was sie in ihren Köpfen mitbringen. Was gegenwärtig bei uns in Millionenhöhe eingewandert kommt, sind zu 90% jung, männlich, Moslem. Und die bringen als Ideologie das wohlbekannte islamische Menschen- und Frauenbild mit, sowie den wohlbekannten moslemischen Dünkel: also die Selbstüberschätzung als Rechtgläubige und die tiefe Verachtung für das gastgebende Land, seine Kultur und seine Menschen.

Von keinen anderen Menschen aus China, Japan, Vietnam, Indien, die doch auch hier Heimat gefunden haben, sind isolierte Parallelgesellschaften errichtet worden, in denen Bildungsferne, Integrationsunwillen und die Unfähigkeit, sich den eigenen Lebensunterhalt zu erarbeiten, derart konzentriert zu finden sind - und zwar aus religiös-ideologischen Gründen, dem sunnitischen Islam in seiner mittelalterlichen Auslegung.

Kommentar von suziesext06 ,

hi staffilokokke - danke sehr fürs Sternchen :)

Kommentar von hummel3 ,

Von mir würdest du glatt auch noch ein Sternchen bekommen für diese Antwort! Leider geht das noch nicht bei GF. :-))

Antwort
von Jogi57L, 58

Es geht in Deiner Frage ja nicht um "erwünschte Zuwanderung"... sondern um Flüchtlinge, die meist erstmal von der Allgemeinheit versorgt werden müssen...

.. und ich denke, da würden ohnehin Vorbehalte herrschen.

Erschwerend kommt bei Menschen die kulturell, religiös, ideologisch anders geprägt sind... natürlich noch die Sorge hinzu... ob die überhaupt anpassungsfähig und-willig sind.

z.B.:

.. ich als hochqualifizierter Ingenieur, der technische Probleme besser lösen kann als die meisten anderen Ingenieure.. würde wohl überall mit Handkuss aufgenommen werden, ungeachtet meiner Nationalität und Religion ...

....aber ich als hilfsbedürftiger Mensch, evtl. noch mit Familie... würde nahezu überall auf große Vorbehalte stoßen... und müsste mir -- als rationalisierten Grund-- sicher auch meine Nationalität und Religion anhören müssen....

Kommentar von staffilokokke ,

Ich versuche mir das gerade vorzustellen, eine vierköpfige Bauernfamilie aus ..ja, Japan, haben alles durch einen Tsunami verloren. Irgendwie käme es mir leichter,erträglicher vor, sie zu versorgen, als eine eben solche Familie aus Afghanistan oder Syrien. Nur das sie das gleiche durch Bomben verloren haben. 

Am Ende zählt vielleicht doch nur das Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Kommentar von Jogi57L ,

.. ich denke es zählt nicht nur die Tatsache "Mensch"... sondern ob man eine religiöse, kulturelle, ideologische Verbundenheit empfindet.....oder wenigstens "Sympathie"

aber oft hilft, es sich andersrum vorzustellen....


wie ginge es mir, als "Deutschem Bürokaufmann".. der mit seinen Kids.... weitgehend mittellos....fliehen müsste....?

welche Schweiz, Frankreich, Slowenien, Türkei, Arabien, Afrika, Indien, China, USA, Australien...usw.... würde mich/uns aufnehmen wollen ???

Kommentar von staffilokokke ,

Wenn ich mir das anders herum vorstelle,kommt mir unweigerlich der Gedanke: was hätte ich anzubieten ? Mit Kusshand sei der willkommen, der deutsches Engineering anzubieten hat, aber wehe dem, der nur ein Callcenter-Mitarbeiter ist ...

Kommentar von Jogi57L ,

ja, das kann ich gut nachvollziehen..... wir müssten ein Land finden... das eine entsprechende "Flüchtlingskonvention" hat... und wo wir auf Aufnahme hoffen könnten, jedenfalls erstmal auf "Nahrung, Kleidung, Unterkunft"

Antwort
von butz1510, 196

Die Vorbehalte wären bei Australiern vermutlich sehr gering ("Die sind wie wir") und bei Asiaten nicht ganz so groß wie bei - ich sag's jetzt einfach mal - Muslimen, da Asiaten mit ihrer Religion nicht so hausieren gehen. Bei uns und - wenn ich das richtig interpretiere - auch in Asien bestimmt die Religion nicht das Leben, sondern die Religion wird ins Leben integriert oder eben nicht. Muslime sind da anders trainiert und die Religion spielt einfach eine große Rolle und wird als Verhaltenskodex benutzt. Dazu kommt der innere Konflikt, der sich aufbaut, wenn man mit den hier herrschenden Freiheiten konfrontiert wird, die man aber so nicht kennt und die einen auch erschrecken, weil sie im eigenen Land so nie möglich wären. Diese Freiheiten kennen Australier und Asiaten aber schon, weil es sie in ihren Kulturen auch gibt. Also gibt es da schon mal keinen Kulturschock.

Kommentar von OlliBjoern ,

Das ist ja nicht ganz falsch, es ist aber auch etwas vereinfachend. Es gibt durchaus Iraker, bei denen die Religion nicht das Leben bestimmt, und andererseits Asiaten, bei denen das schon der Fall ist (wenn man an tibetische Mönche denkt; diese sieht man zugegebenermaßen aber nicht hierzulande in der Fußgängerzone).

Kommentar von butz1510 ,

Schon klar, aber es ging mir hier tatsächlich ums Vereinfachen. Dass es immer dies oder das auch noch gibt, liegt in der Natur der Menschen, hätte aber meine Antwort unnötig verlängert.

Kommentar von OrientDreams ,

Als ob die Flüchtlinge alle Religiös sind und mit den "Freiheiten" hier nicht zurecht kommen schaut euch doch mal viele Flüchtlinge an ein Großteil ist geflohen weil sie es so wollen wie es hier ist zb. Alkohol unehelicher Geschlechtsverkehr Drogen und weitere "freiheiten"

Kommentar von butz1510 ,

Es geht doch gar nicht um "alle". Siehe 1. Kommentar oben.

Antwort
von voayager, 124

Deiner Frage liegt ein Webfehler zu Grunde: Japan und Australien betrachten wir berechtigterweise als wirtschaftlich entwickelte und stabile Länder an. Warum sollten gerade Menschen dieser Staaten aus ihrem Land flüchten?! Flüchten sie dennoch, dann sind diese 2 Nationen längst nicht mehr das, wofür wir sie ansehen. Unser Bild über sie würde sich wandeln.

Im übrigen ist es so, dass sich Japaner recht gut in andere Kulturen akklimatisieren, die Australier in ihrer Lebensweise der hiesigen Kultur ähneln.

Antwort
von 1988Ritter, 97

Grundsätzlich wären die Vorbehalte geringer, da:

  • tatsächlich Fachkräfte zu erwarten wären,
  • kein Religionskonflikt importiert würde.

Trotzdem ist auch hier zu beachten, dass Ressourcen nicht unerschöpflich sind, und eine Kapazität schnell überspannt werden kann.

Antwort
von Kasumix, 28

Nein, es geht denke ich mal eher um die Religion an sich und die Werte und Einstellungen, die diese Menschen aufrecht erhalten wollen, pflegen und manchmal auch... uns aufzuzwingen versuchen.

Andere Einstellungen... andere Kulturen... anderes Frauenbild.

Antwort
von Bodybuilder1993, 162

Vorbehalte gibt es immer aber es könnten durchaus weniger sein

Nur die Sache ist Türken Syrer usw Leben schon länger hier und viele fallen halt auch unangenehm auf deshalb gibt es da mittlerweile mehr vorbehalte

Von prügelnden Asiaten habe ich noch nichts gehört aber von türkischen u.a. Schon sehr viel

MfG

Kommentar von Butterfly2605 ,

Das muss aber nicht heißen, dass alle Türken so sind.

Kommentar von Bodybuilder1993 ,

Sag ich ja auch nicht

Kommentar von staffilokokke ,

Das ist leider wahr. Jedenfalls nicht bei uns.

Kommentar von staffilokokke ,

Was die prügelnden Asiaten angeht.

Antwort
von tanztrainer1, 147

Das wäre sicher auch nicht anders.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie damals in den 50ern und teilweise auch noch in den 60ern bei uns über die WK2-Flüchtlinge hergezogen wurde!

Im Haus meiner Großeltern lebten mit uns zwei Flüchtlingsfamílien bis Anfang bzw. Mitte der 60er.

Kommentar von Siefraegt ,

Deutschland, wie es in den 50ern und 60ern existierte, gibt es heute nicht mehr.

Die Menschen sind insgesamt viel offener für andere Kulturen geworden, solange diese, das Vertrauen der Bevölkerung nicht missbrauchen.

Das kann man beispielsweise an den 50.000 " Boat-people" sehen, die aus Vietnam zu uns eingereist sind und heute ein produktiver Teil der Bevölkerung darstellen. Oder auch bei den Italienern und Russlanddeutschen.

Die einzige Bevölkerungsgruppe, die immer wieder dadurch auffällt, dass ein nicht geringer Teil daraus, die europäische Kultur nicht annimmt, sind leider die Muslime. Und das obwohl sie noch vor den oben genannten, zu uns gekommen sind. 

Deswegen wäre mir bei einer Aufnahme von Australiern/Japananern sehr viel wohler zumute, als bei der Aufnahme von von Menschen aus Nah Ost und Nord Afrika.

Antwort
von Dovahkiin11, 141

Schwer zu sagen, wie genau die Bevölkerung reagieren würde, wahrscheinlich aber sehr ähnlich. Die "Argumente", die Pegida- und AfD-Anhänger geben, sind:

-Akkulturation 

-zu hoher finanzieller Aufwand

-zu wenige kompetente Arbeitskräfte

-Terroristen

Weitere fallen mir gerade nicht ein. Bis auf den letzten Aspekt sind alle wahrscheinlich, und man würde noch andere finden.

Kommentar von Siefraegt ,

Dein 1. und 2. Aspekt würden, meiner Meinung nach, ebenfalls nicht greifen. Jedenfalls nicht in dem Umfang, wie es bei den Menschen aus Nah Ost der Fall ist.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Beweisen kann ich nichts, aber in der Hinsicht bin ich mir relativ sicher. Warst du schon im fernen Osten, in Japan beispielsweise? Die Kultur ist sehr unterschiedlich, die Mehrheit ist religiös ist weniger am Islam, sondern mehr am Buddhismus orientiert, das mit dem Christentum noch weniger vereinbar ist. 

Die Integration wäre vermutlich ähnlich teuer, da dort genauso viele deutsch können wie hier. Viele Ungebildete gibt es, regional abhängig, auch überall. Aber die Daten zum allgemeinen Bildungsniveau kenne ich nicht. 

Kommentar von Siefraegt ,

Ich kann natürlich auch nichts beweisen aber, ohne jetzt groß zu googlen, gehe ich stark davon aus, dass das Bildungsniveau in Japan und in weiten Teilen Australiens, höher anzusetzen ist, als in Nordafrika und Syrien. So zeigen es auch die Statistiken.

Auf Wikipedia steht dieser Satz:

"Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht eine hohe religiöse Toleranz in Japan, was zu einem starken Anstieg neureligiöser Bewegungen geführt hat."

Ich finde alleine das, macht die Japaner weitaus "sympathischer", als den Islam aus dem Orient. 

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Ja, von Seiten der Japaner mag durchaus eine größere Toleranz bestehen. Aber die Ausgangsfrage war ja, wie die Vorbehalte in unserer Bevölkerung aussehen. Und die exemplarischen Kritiker in Form von rechten (Pseudo-)Patrioten würden über den Buddhismus wahrscheinlich ähnlich denken wie über den Islam. Da kommen irgendwelche Japsen, die hier überall Tempel bauen wollen und alles mit Buddhas zustellen usw. Weniger befremdlich als der Islam ist der Buddhismus aus Sicht eingefleischter Patrioten meiner Vermutung nach nicht. Und das ist nur ein Gesichtspunkt, hinzu kommen alltägliches Verhalten, Floskeln, Ernährung... Wie das auf genannte Zielgruppe wirkt, ist absehbar. 

Bei dem Bildungsniveau könntest du recht haben. Aber dennoch müsste ein intensiver Ausbau stattfinden, um bspw die Nachfrage an Sprachkursen zu decken. 

Antwort
von paulklaus, 48

Alle Antworten können nur SPEKULATIV sein ! Punkt.

pk

Antwort
von furkansel, 22

Bestimmt gäbe ea dann weniger Vorbehalte.

Antwort
von halbsowichtig, 41

Flüchtlinge aus Vietnam leben bereits in Deutschland. Sie kamen im Vietnamkrieg zu uns und ihre Kinder gelten heute als Bildungselite. Wenn sie auffallen, dann nicht durch Gewaltprobleme, sondern durch gute Abschlüsse.

Der Grund für die reibungslose Integration von Asiaten dürfte ihr positives Verhältnis zu Bildung sein, sowie ihre dezente Religion. Die asiatischen Flüchtlinge forderten keine Sonderrechte ein, missionierten auch nicht, sondern investierten ihre Kraft ins Lernen.

Ansonsten kennt man aus Fernost vor allem hochqualifizierte Gastarbeiter und -studenten. Falls es mit denen Probleme gibt, landen sie zumindest nicht in den Medien.

Insofern würde es wahrscheinlich weniger Vorbehalte geben, wenn ostasiatische Flüchtlinge kämen.

Antwort
von hutten52, 58

Natürlich nicht. Das Problem ist, dass die Länder des Nahen Ostens kulturell ganz anders geprägt sind als Europa.

Ein Beispiel: Nach der großen Pew-Studie glauben 80 % der Menschen dort, dass eine Frau dem Mann stets gehorchen muss. 56 % finden es richtig, dass ein Moslem, der aus dem Islam austritt, getötet werden sollte. Problem ist also die Rückständigkeit und der vormoderne Islam, sein Frauenbild, seine Intoleranz, seine Überheblichkeit und sein Wille zu herrschen.

Der ehemalige Ministerpräsident von Singapur Le Kuan sagte nach jahrzehntelanger Erfahrung mit Einwanderung: "Man kann alle integrieren, nur die Muslime nicht." Probleme mit Polen, Russen, Vietnamesen, Chinesen werden wir nie haben.

Antwort
von Butterfly2605, 129

Ich denke, dass es auch Vorbehalte, wegen der anderen Religion und den verschiedenen Kulturen gibt. Was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Schließlich kann auch eine Gesellschaft mit verschiedenen Religionen und Abstammungen funktionieren.

Wenn die Flüchtlinge aus einem Land kämen, dass Deutschland mehr gleicht, würde es wahrscheinlich nicht so viele Vorurteile herrschen, weil keine fremde Kultur kommen würde. Außerdem wäre es einfacher diese Menschen zu integrieren, weil sie unsere Sitten und Gebräuche schon kennen.

Aber so etwas kann man lernen. Auch die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten können integriert werden und können unsere Kultur kennenlernen.

Kommentar von staffilokokke ,

Hallo. Sicher hast Du recht mit der Integration und Teilhabe an der europäischen Gemeinschaft. Aber mir will Partout kein Land einfallen, wo das mit dem Funktionieren der verschiedenen Religion und Abstammung funktioniert (hat). 

Afrika ? Die Apartheid gibt es immer noch. Und die Stämme haben sich auch vor dem Einmischen der ersten und zweiten Welt bekämpft.

Amerika ? Brauch ich nichts erläutern. 

Australien ? Die Aborigines die "eingestädtet" wurden, liefern sich blutige Straßenschlachten mit der Regierungsgewalt. 

Indien ? Muslime und Hindus leben da auch nicht friedlich miteinander.

Israel ? Der Konflikt mit den Palästinensern existiert seit Anbeginn des Staates. 

Ich will auch glauben, das es geht. Aber ist das nicht nur reines Wunschdenken ?

 


Kommentar von Butterfly2605 ,

Ich meinte so eine Gesellschaft KÖNNTE funktionieren, wenn sich alle Parteien zusammenreißen würden und versuchen würden miteinander auszukommen.

Aber du hast wahrscheinlich Recht und so etwas ist nur Wunschdenken. :(

Antwort
von Schleit, 146

Ich denke, die Vorbehalte kann man mit jedem Land erreichen, wenn man es nur versucht.

Antwort
von hummel3, 7

Auf keinen Fall! - Kaum eine andere Bevölkerungsgruppe der Welt könnte solche Probleme auslösen, wie der Islam mit seinen Anhängern. Sie sind völlig inkompatibel mit dem Rest der Welt, egal wo sie auch auftauchen. 

Kommentar von cherami ,

So ist es wohl - Muslime sind überall "völlig inkompatibel" mit dem Rest der Welt. Nicht einmal untereinander vertragen sie sich friedlich. 

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