Frage von Rosenblad, 89

Gäbe es ein Christentum und damit Christen ohne die Aussicht auf "ewiges Leben" überhaupt (Röm. 6:23, Matth. 5:13, Luk. 6:35)?

Gleiches gilt wohl für den Islam wenn ich an die pathogene Wirkung der Jungfrauen auf manche "Gläubige" abstelle (Sure 56:36). Rekurrieren manche Religionen wie das Christentum oder der Islam auf ein quasi dopaminerges Belohnungssystem?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerBuddha, 26

wenn man sich mal den monotheismus so ansieht, dann existiert dieser märchenglaube nur deshalb mit milliarden gläubigen, weil es ein belohnungs- und bestrafungssystem gibt........OHNE diese dinge hätten sich niemals so viele menschen diesem glauben unterworfen, denn wenn man mit einer hölle drohen kann, dann kann man schnell menschen zu den unmöglichsten dingen überreden..............

das auferstehungsmärchen von dem menschen jesus hat das christentum erst zu dem gemacht was es dann geworden ist............. ohne diesen menschen namens jesus und ohne dieses märchen, dass hardcore-fanatiker nach seinem tod dann so schön in die welt gesetzt hätten, gäbe es mit sicherheit heute eine andere form dieses glaubens, auch im islam, denn dort wird ja jesus auch als prophet angesehen sogar noch vor mohamed gestellt.......................

der ganze monotheismus ist nur auf lügen aufgebaut und wer sich mal die mühe macht, die geschichted er religionen genauer unter die lupe zu nehmen, erkennt dies sehr schnell..............:)

alle gläubigen im monotheismus sind nur heuchler, denn sie glauben nur deshalb, weil sie genau diese belohnungen für sich in anspruch nehmen wollen............ hört, sieht und liest man ja immer wieder, wenn die gläubigen mit ihren lustigen dingen kommen, von wegen "tag des jüngsten gerichts" oder "ihr kommt in die hölle" usw.......

Kommentar von Haldor ,

Klar, diese Heuchler gibt es, aber siehe mein neuer Kommentar dazu und außerdem Matthäus 7.21!

Kommentar von Rosenblad ,

Das werden dann im Sinne dieser Lehre nicht viele sein, denn die "Eingangsbedingungen" für das "Reich Gottes" sind in der Berpredigt und den Seligpreisungen unmißverständlich dargelegt (Luk. 6:20).

Kommentar von Haldor ,


Klar, das werden nicht viele sein. Wer kann schon so leben, wie es Jesus in der Bergpredigt beschreibt bzw. fordert. Man müsste ein Mensch sein, der sich von der Welt, ihren Verlockungen und Möglichkeiten, klar distanziert.

Aber – so unrealistisch ist das Christentum nun auch wieder nicht. Außerdem existiert im Himmel keine Checkliste, auf der man jeweils abhakt, inwieweit der Mensch die Bedingungen der Bergpredigt erfüllt hat (so wie im Buddhismus, wo man gutes Karma sammeln kann, und schon wird man – salopp ausgedrückt: bei der Reinkarnation mit einem komfortableren Leben belohnt). Im Christentum kommen noch andere zentrale Begriffe (als diejenigen der Bergpredigt) ins Spiel: Buße und Reue und die Gnade Gottes. Auch der Bösewicht hat die Chance, dass er die Gnade Gottes erhält (s. Jesus am Kreuz, sein Verhalten gegenüber dem anderen Gekreuzigten).

Das Leben in der Welt ist zwangsläufig mit Verstricktsein in die Sündhaftigkeit der Welt verbunden. So sagte Luther auf dem Sterbebett: „Wir sind allzumal Sünder!“ M.a.W.: der Mensch kann sich aus eigener Kraft vor Gott nicht rechtfertigen (von wenigen Ausnahmen vielleicht abgesehen, z.B. den Heiligen). Deshalb ermöglicht Jesus dem „Sünder“ den Weg der Erlösung, indem dieser echt seine Untaten bereut und zutiefst gläubig wird und auf die Gnade Gottes vertraut. Dieses „echte Bereuen“, „zutiefst gläubig werden“ und „das aufrichtige Vertrauen auf die Gnade Gottes“ darf nicht berechnend bzw. oberflächlich sein (s. Matth. 7,21); denn – wie heißt es bei Samuel: „Gott sieht das Herz!“

Kommentar von Rosenblad ,

da ich gerade am Schreiben hier bin:

Das Leben in der Welt ist zwangsläufig mit Verstricktsein in die Sündhaftigkeit der Welt verbunden

Wo liegt dann noch der Unterschied zwischen einen Christen der "im Herzen ein guter Mensch" ist und einem Nichtchristen, der wie z.B. meinem Bruder, der als Arzt bei "Ärzte ohne Grenzen" sein ganzes Leben in den Dienst für andere Menschen gestellt hat.

Wer das Christentum für sich im Leben braucht - zur Orientierung, als Haltestange, zu seiner "Verbesserung" - soll es in seine Wirklichkeit einbauen, dann aber bitte ohne Fanatismus, Heuchelei und Herabwürdigung anderer und wer andere Wege im Leben beschreitet der ist weder besser, aber v.a. auch nicht schlechter als jeder Christ der ohne diese sog. Erlösung auskommt, weil er im Erlöser nichts anderes sehen kann als einen Menschen der an sich glaubte - nicht mehr und nicht weniger!

Kommentar von Haldor ,

Da es viele Religionen gibt, die sich in ihrer Ethik alle
gleichen, ist die Erlösung eines Menschen nicht allein auf dem christlichen Weg  möglich. Das glaubte man früher
nicht, mit der Folge, dass sich sogar die Christen untereinander bekämpften.
Ich kenne auch heute noch fanatische Christen, die sofort in einem Zweifelnden einen Heiden sehen und sich von ihm distanzieren. In denen sehe ich die sog. „Gerechten“, von denen auch Jesus – nicht gerade freundlich – spricht.

Nach meiner Auffassung ist das Entscheidende am Menschen
sein gutes Herz und das tätige Mitleid, zu dem er bereit sein sollte, egal ob Christ oder nicht Christ. Was aber  - nach christlicher Auffassung – noch hinzukommen muss, ist das Urteil Gottes (in
Form der Gnade und der Vergebung).

Im Übrigen sind das alles metaphysische Fragen, auf die wir
mit unserem Verstand letztlich keine Antworten geben können. Auch der Papst kennt den Willen und die Absichten Gottes nicht.

Mein Pfarrer hat früher, als ich ihm verzwickte Fragen stellte (z.B. was geschieht mit den guten Menschen in der Antike, die von Christus nichts wussten?), so geantwortet: Für die wird
Gott auch einen Weg finden. Das war m. E. eine treffende Antwort, denn mit ihr anerkannte der Pfarrer, dass es für unsere Fragen eine unübersteigbare Grenze gibt und dass nicht nur der christliche Weg zu Gott finden kann.

Kommentar von DerBuddha ,

danke für die auszeichnung.........:)

Antwort
von Giustolisi, 34

Ohne das Versprechen vom ewigen Leben gäbe es kein Christentum, denn das ist ja der zentrale Inhalt, darauf arbeiten Christen hin. Alle wollen in den Himmel kommen und nicht in der Hölle schmoren, deswegen befolgen sie teils absurde Regeln. Nicht wenige Christen sehen das Leben nur als eine Art Prüfung an, aufgrund derer man dann beurteilt wird.

Antwort
von derguteton, 10

Ich glaube zu 100% an die Auferstehung, beim Tagträumen über die Ostergeschichte bin ich zu einem Punkt gekommen der mich erleuchten lies und das während des Schulunterrichts, selber war ich überrascht weil ich diese Erfahrung nicht kannte, es fühlte sich wie ein omnipräsentes Ewige Licht an, es war so kurz und eindeutig. 

Kommentar von Rosenblad ,

Darf ich fragen welcher Religionsgemeinschaft Du angehörst und welche Wirkung dieses Erlebnis bis heute auf Dich hat?

Kommentar von derguteton ,

steht in meinem Text

Antwort
von NewKemroy, 42

Na, zumindest für die Sektion Christentum, bin ich mir sicher, dass hier nicht etwas verkauft werden soll, was es gar nicht gibt, bloß um die Atheisten zum Sabbern zu bringen.

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich glaube, dass es Gott gibt, ich bin Christ. Wenn Sie einige Gründe/Argumente wissen wollen, um an Gott zu glauben, dann können Sie mich hier fragen oder auf mein Profil gehen, dort findet man Argumente.

Kommentar von Rosenblad ,

Glaube kann man an Alles - nur wie sieht die Wirklichkeit im Leben aus?

Antwort
von Whitekliffs, 29

Die Antwort findest du in 1.Korinther 15

12 Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferstanden sei, wie sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13 Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden! 14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt vergeblich, vergeblich auch euer Glaube! 15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir wider Gott gezeugt haben, er habe Christus auferweckt, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn also Tote nicht auferstehen! (Apostelgeschichte 1.22) 16 Denn wenn Tote nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht auferstanden. 17 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. 19Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen! 20 Nun aber ist Christus von den Toten auferstanden, als Erstling der Entschlafenen. (1. Korinther 6.14) (Kolosser 1.18) 21 Denn weil der Tod kam durch einen Menschen, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; (1. Mose 3.17-19) (Römer 5.18) 22 denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus, darnach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft; (1. Thessalonicher 4.16-17) 24 hernach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater übergibt, wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht. (Römer 8.38) 25 Denn er muß herrschen, «bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat».(Matthäus 22.44) 26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan. (Offenbarung 20.14) (Offenbarung 21.4) 27 Denn «alles hat er unter seine Füße getan». Wenn er aber sagt, daß ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, daß der ausgenommen ist, welcher ihm alles unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott sei alles in allen. 29 Was würden sonst die tun, welche sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich für die Toten taufen? 30 Und warum stehen auch wir stündlich in Gefahr? (Römer 8.36) (Galater 5.11) 31 Täglich sterbe ich, ja, sowahr ihr, Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus habe, unserm Herrn! (2. Korinther 4.10) 32 Habe ich als Mensch zu Ephesus mit wilden Tieren gekämpft, was nützt es mir? Wenn die Toten nicht auferstehen, so «lasset uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!»33 Lasset euch nicht irreführen: Schlechte Gesellschaften verderben gute Sitten. 34 Werdet ganz nüchtern und sündiget nicht! Denn etliche haben keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschämung. (1. Thessalonicher 5.8)

Kommentar von Rosenblad ,

Kann es sein, das die Christen manchmal vor lauter Bibeltexten das Leben gar nicht mehr sehen - allein wenn ich mir den endlosen Diskurs über die Frage einer Trinität oder Nichttrinität anschaue, wo jede Seite der anderen rät "genau" die Bibel zu lesen und sich gegenseitig eine schon unüberschaubare Zahl von Bibelstellen in Frontstellung bringt. Leben, liebe Frau, leben nicht Glaube, den Glauben kann man alles zu was man Vertrauen fasst.

Oder:

Wer über Wasser gegen will, sollte auf den schweren Mantel der Heiligkeit verzichten um nicht unterzugehen.

Kommentar von Whitekliffs ,

Lieber Rosenblad

du hast eine Frage gestellt und ich habe dir geantwortet. Meine Antwort, wenn ich sie selber formuliert hätte, wäre inhaltlich dieselbe gewesen wie obige Bibelstelle.

Wolltest du also eine Antwort oder nicht?

Schade, dass man so angegriffen wird wenn man sich die Mühe macht, eine Frage zu beantworten.

Übrigens: ich LEBE hier bis ich sterbe. Und obwohl ich am Leben hänge und beim Gedanken an Abschied vom Irdischen schon gemischte Gefühle habe, bin ich doch froh, dass dieses irdische Leben halt nicht alles ist, sondern dass noch eine ganz Ewigkeit kommt.

PS: du zitierst doch auch ständig die Bibel?


Kommentar von Rosenblad ,

Warum fühlen sich Christen immer ständig angegriffen – diese Frage stelle ich mir seit dem ich mit Christen diskutiere (psychologisch gesehen würde ich die Diagnose auf einen tiefgreifenden Schuldkomplex stellen der sich oft in einer latenten (leider manchmal auch – trifft jetzt nicht auf Dich liebe „Weiße Klippe“ zu) offenen Aggressionen entladen kann, was ich bei sog. Gottesdiensten oft gegenüber Kindern erlebt habe, die zu lebhaft waren und die „schöne Predigt“ störten.

Ja, ich zitiere die Bibel, um „christlich“ zu sprechen, denn viele Christen verstehen oft gar keine andere Sprache mehr – verstehen aber oft selbst nicht was die Bibel ihnen eigentlich sagen will.
Ewiges Leben gut und schön, aber wenn solch eine Lehre zynisch und unmenschlich wird (Matth. 10:14,15), dann taugt eine solche Religion für die die daran glauben können (eben weil sie ewig leben wollen), aber dann ist es toxisch für die die daran nicht glauben können oder wollen (z.B. aus kulturellen oder epistemologischen Gründen, und nicht wie so oft im Vorwurf gebracht, weil sie „böse“ sind). Zudem wiederspricht sich diese Liebeslehre dann auch selbst.

Oder:
Man kann einen Stein, den man auf andere wirft auch vorher zum Schmuckstein verzieren, was am Schmerz des Getroffenen aber nichts ändert.

Eigene und persönliche Meinung (kein Angriff!!!) Ewiges Leben um den Preis das andere "vernichtet" werden, weil sie nicht an einen selbsternannten Erlöser glauben, dessen Lehre in sich widersprüchlich erscheint - dieser Preis ist mir aus Gründen der Menschlichkeit zu hoch. Mit solch einen "Gott" (ob als Trinität oder nicht) kann ich nichts zu tun haben.


Kommentar von Whitekliffs ,

Hallo Rosenblad

zugegeben, ich habe etwas überzogen reagiert. Um ehrlich zu sein, wenn ein Muslim mir mit Koranversen antworten würde, wäre mir eine selbstformulierte Antwort auch lieber. Aber bei dir als Bibelkenner dachte ich, gehn wir doch gleich zur Quelle, statt abgestandenes Wasser zu trinken.

Was die Vernichtung angeht:

Wenn ich am Ertrinken bin und mit mir viele andere, und es gibt für jeden Ertrinkenden ein Rettungsseil und man wirft uns allen die Rettungsseile zu, sodass jeder wirklich nur die Hand ausstrecken muss und nur noch zugreifen muss und die einen nehmen diese Chance wahr und die anderen sagen 'brauch ich nicht, es geht auch ohne' und ertrinken dann halt, ist das nun die Schuld dessen, der die Rettungsseile gemacht hat? Oder der geworfen hat? Oder der gerufen und gefleht hat 'pack zu'?

Oder wenn du alleine am Ertrinken bist und ein Retter kommt und sagt 'halt dich an mir fest, ich bring dich sicher ans Ufer' und du sagst 'nö, du bist mir nicht gut genug, es soll ein Hubschrauber kommen oder die Königin von England, von dir will ich mich nicht anfassen lassen und ich will deine Hilfe nicht'. 

Wenn du dann ertrinkst, ist das dann die Schuld des Retters?

Kommentar von Rosenblad ,

Wenn der Retter andere ertrinken läßt um mich zu retten, verzichte ich auf meine Rettung - hier kommt vermutlich meine "Neurose" zum Vorschein, die ich von meinem Großvater mütterlicherseits "geerbt" habe (eine Art  neurosis iustitia ) - er hatte 1939 den Wehrdienst verweigert (als einer der ganz wenigen "weltlichen" Bürger) und war dafür zum Krüppel geschlagen worden. Ich habe als ehemaliger DDR-Bürger den Wehrdienst verweigert - mit den bekannten Negativfolgen.

Kommentar von Whitekliffs ,

Wieso lässt er andere ertrinken um dich zu retten? Dass ich das Rettungsseil ergriffen habe, bedeutet doch nicht, dass jetzt jemand anders (du) ertrinken muss? Er hat doch genug Rettungsseile für uns alle!!!!

Kommentar von Rosenblad ,

Du weisst eigentlich selbst, das dieses Beispiel in keinster Weise der Realität entspricht, denn es blendet völlig biografische, soziale, kulturelle, religiöse, soziale, ethnische, epistemologische u.a Stabilitäts-, Orientierungs- und Ordnungsfaktoren des Einzelnen aus - oder würdest Du Dich zum Buddhismus bekehren? Warum ein Mensch an etwas glaubt (oder nicht) ist kein bloßer Willkürakt, sondern fundiert in aller Regel auf selbstgenerierten, rezipierten oder oktroyierten Ontogenismen, die man nuicht einfach neu formiert, wie ein Kleidungsstück oder eine bloße Anschaaung und Einstellung. Tiefe Überzeugungen sind Lebensfundamente, die zudem oft genug sozial ausgreifend sind (Familie die der gleichen Religion angehört).

Wenn mir erlaubt sei meine eigene Haltung einzubringen: Was sollte an einer Religion so anziehend sein, das man seine eigenen weltanschaulichen Metakognitionen einfach über Bord werfen sollte, eine Religion, die in den letzten 2000 Jahren keinen Krieg verhindert hat, sondern sogar befördert, die allein im Mantel der Inquisition oder der Kreuzzüge mehr Tode forderte als die Nazis je in den KZ´s umgebracht haben. Hätte es nicht die Aufklärung gegeben würden wir heute noch in einer mentalen, sozialen und ethischen Finsternis leben.

Was also hat das Christentum anzubieten: Eine Doppelmoral von Liebe und Töten, der nicht errettet werden kann, weil er diese Lehre als absurd, fremd oder unheimlich ansieht, weil das Rettungsseil ihm zu "heiß" ist, der Retter zu fremd, unmenschlich und bedrohlich erscheint.

Denn wer mir mit dem Gericht droht wenn ich nicht so handle wie es gefordert ist, versklavt den Geist des Menschen und tut nichts anderes als Diktatoren - Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich" (Matth. 12:30) Aus meiner Überzeugung heraus, meinem Gewissen und meinem moralischen Veständnis könnte ich nicht widerspruchslos zusehen wie Menschen nur deswegen gerichtet werden weil sie ein bis heute "sinnloses" Opfer, resp. eine Selbstüberzeugung des Menschen Jesu nicht rezipieren.

An diesem Punkt wird für mich Religion, zu dem was es nicht sollte - aber in den letzten 2000 Jahren fast durchgängig war: zu einem Akt der Unmenschlichkeit, zu einem Akt der Grausamkeit, von Rausch, Bestialität, Krieg, Zerstörung und Fanatismus. Denn wäre diese Religion eine Religion der Liebe, dann hätte es z.B. den II. Weltkrieg nie gegeben, weil dieser Krieg ohne Menschen die voller Kriegslust hingegangen und mitgegangen sind (in der überwiegenden mehrzahl Christen) nicht hätte geführt werden können. Oder hast Du je davon gehört das vom Buddhismus eine solche Wucht an Grausamkeiten ausgegangen ist wie vom Christentum (nebenbei ich bin kein Buddhist und weiß auch um die derzeitige Lage der muslimischen Rohingya in Myanmar).

Manchmal frage ich mich schon warum gerade aus einer Religion der Liebe ein solch hohes Maß an Grausamkeiten, Hass und Lüge herausgetreten ist - ich denke aus der christlichen Überforderung, die den Verkünder selbst überforderte als er schrie: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?

Kein gesunder Mensch kann jemals auf Dauer seine Feinde lieben, oder psychischen Schaden (in Form von z.B. massiven Schuldgefühlen) davon zu tragen - diese Last wäre für jeden Menschen der gesund bleiben will, selbstzerstörend und wer sich beginnt selbst zu zerstören, wird auch bereit sein andere zu zerstören oder:

Wer mich nicht lieben kann, den werde ich hassen!


Kommentar von KaeteK ,

Kein gesunder Mensch kann jemals auf Dauer seine Feinde lieben,

Doch kann er...weil die Liebe aus Gott ist, sofern man ein bekehrter Christ ist. Keine Sorge, ich bin psychisch sehr stabil, mehr als vor meiner Bekehrung und das ist jetzt schon über 30 Jahre her. Man sollte eben nur über Dinge mitreden, wenn man sie auch versteht.

1. Johannes 4 19
Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

Antwort
von Hamburger02, 25

Du hast es genau erkannt.

Der Gründer des Cristentums, Paulus selbst, sagt, dass das Christentum ohne den Glauben an die Auferstehung von den Toten hinfällig wäre.

Von Dopamin wusste man früher noch nicht so viel aber davon, wie man das Volk ausbeuten und auf später vertrösten kann, damit es nicht rebelliert.

Antwort
von derguteton, 4

nein gibt es nicht

Antwort
von Haldor, 44

Die Antwort lautet: nein! "Belohnungssystem" ist eine bösartige Unterstellung der Atheisten. Der wahre Christ ist so geartet, dass er von Anfang ein (gläubiger und gottesfürchtiger) Christ sein muss, ohne irgendwelche berechnenden Hintergedanken.

Kommentar von DerBuddha ,

die wahrheit sieht aber anders aus............. der monotheismus wäre OHNE belohnungs- und bestrafungssystem NICHT so weit gekommen und fast alle gläubigen aus diesen religionen WOLLEN IMMER ihrem gott gefallen, ihm dienen, um am ende ihres leben genau diese belohungen zu erhalten.............das ist nun mal fakt..............:)

Kommentar von Haldor ,

Für das Christentum stimmt das nicht, was du sagst, Buddha! Siehe Epheser 2, 8-9: "Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgend etwas rühmen können." Damit zusammen hängt der Satz aus 1. Samuel 16, 7: "Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an."

Der Glaube ist aber keine Leistung, für die es einen Lohn im Himmel gibt, sondern er ist entweder vorhanden (von Anfang an) oder es ist nicht vorhanden. Manchen können einfach nicht glauben, obwohl sie es gerne möchten (s. Franz Moor im Schillerdrama "Die Räuber"; der Bösewicht wollte zu Gott beten, konnte es aber nicht.)

Kommentar von Rosenblad ,

"Belohnungssystem" ist eine bösartige Unterstellung der Atheisten.

Stereotype Trivialität des Denkens: Theisten /Atheisten - so einfach "gestrickt" ist das Leben nicht oder impliziert sich bei Dir die übliche Aggressivität gegen alles was nicht christlich ist.

Die überwiegende Mehrzahl der Christen, die ich kenne glaubt ja gerade wegen dieses "Heils" (zimindest interpretieren sie für sich das Heil mit der Auferstehung zum ewigen Leben) an den "Erlöser".

Und:

Jak. 2:17 - dann sehe die Welt allerdings völlig, aber auch völlig anders aus.

Kommentar von Haldor ,

Das ist der Unterschied zwischen Katholizismus (Erlösung durch "gute Werke", mit Hilfe des Priesters) und Protestantismus ("allein durch den Glauben" - wobei der Gläubige automatisch gute Werke tut). Diese Diskussion führt hier zu weit. - Im Übrigen habe ich nichts gegen Atheisten, soweit sie in der Form des Agnostizismus auftreten.

Kommentar von Rosenblad ,

Seltsame und schon fast unheimliche Wirklichkeitsinterpretation.

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