jbinfo am 20.09.2007 um 17:56 Uhr
"Ich orientiere mich an der Realität des Lebens“, sagte Pauli der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag. Ihr Vorschlag nach einer Befristung der Ehe auf sieben Jahre sei mehr als nur ein Gag. Viele Scheidungsprobleme würden in ihren Augen dann erst gar nicht entstehen: „Schließlich müssen alle Fragen, Unterhalt, Zugewinn, Sorgerecht für eventuelle Kinder vorher behandelt werden. Die Partner stolpern nicht so in die Ehe hinein, wie das leider derzeit häufig der Fall ist“, fügte die 50-Jährige hinzu. http://www.focus.de/politik/deutschland/pauli/wahlprogrammaid133340.html
Wie lange seid Ihr verheiratet ? Ich habe es auch nicht auf 7 Jahre gebracht, lebe aber seit über 15 Jahren in wilder Ehe.

Nicht durchdacht, pure Provokation, will im Gespräch bleiben bzw. sich wieder dort rein bringen, Probleme sind dadurch nicht in den Griff zu kriegen, sondern es werden neue geschaffen... und tausend Gründe mehr.
die idee ist einfach super!
die frau bringt wenigstens vorschläge, die anderen schlafen nur, egal von welcher fraktion.

Muss ich mich jetzt "ambulant" scheiden lassen?
jbinfo am 20. September 2007 18:33 Danke für die Antwort. Eine "quasi ambulante" schnelle Scheidung in diesem Fall kann doch sicher viele Scheidungskosten und auch Scheidungsärger vermeiden. Es wurde dann ja schon vorher fast alles geregelt. Und das sogar ohne Scheidungsemotionen.

...und halte trotzdem nix davon. Aber als ich sah, wie sie bei der Verkündung der frohen Botschaft selber grinsen musste, dachte ich schon, dass die uns auf den Arm nehmen will.
jbinfo am 20. September 2007 18:12 Danke für die Antwort. Vielleicht war ja trotz grinsen auch etwas ernstes dabei gedacht. Ein bisschen frischer Wind kann der ALTHERRENMANNSCHAFT der CSU doch sicher nicht schaden.

Ich glaube, dass genau das Gegenteil eintreten würde. Wenn man den kleinen Kindern erzählt, dass sie eh nur 7 Jahre lang verheiratet bleiben würden, würde das zu einer spontanen Heiratsexplosion kommen. Warum Gedanken über die Zukunft machen, wenn man nach 7 Jahren eh wieder frei ist. Zugegeben finde ich, dass das Konzept Ehe überdacht werden sollte aber nicht auf diese Weise.

Die Ehe für sieben Jahre hat ein Kabarettist schon vor einigen Jahren in seinem Programm gehabt. Die Frau Pauli hat nachgeplappert.

Dieser Vorschlag kann doch nicht ernst gemeint sein!!!
Über ein Konzept "Befristete Ehe" nachzudenken halte ich in der heutigen Zeit für sinnvoll. Aber das hier ist absurd, allein schon die Zahl 7, völlig bescheuert.
jbinfo am 20. September 2007 18:59 Danke für die Antwort. Ob nun 7, 6, 5 oder 3 Jahre ist doch eigentlich egal. Überall gibt es Probezeiten, warum nicht auch bei einer Ehe. Gut, es gibt die Verlobung als Probezeit. Das ist aber etwas anderes da nicht so bindend.

Vom katholischen Standpunkt aus find ichs falsch. Vom praktischen und wirtschaftlichem Aspekt aus find ich zumindest net schlecht.
Warum denn nicht, allerdings nur, wenn es auf freiwilliger Basis passiert, ich wollte mich dazu nicht zwingen lassen.
jbinfo am 20. September 2007 18:19 Danke für die Antwort. Ich denke auch es sollte dann freiwillig sein. Notarvertrag, Laufzeit 7 Jahre mit der Option der Verlängerung wenn keiner der Beiden vom "Kündigungsrecht" Gebrauch macht. Ein bisschen scherzhaft ausgedrückt.
Es fällt mir schwer, bei der Beurteilung dieses Vorschlages fair zu bleiben. Will Frau Pauli sich wichtig machen, sich ins Gespräch bringen, die Linken links überholen...? Bei der Meldung gestern Abend fiel mir spontan ein Satz mit den Tassen im Schrank ein, die fehlen... Und dann noch nach sieben Jahren, sie hat also die "Volksweisheit" des "verflixten siebten Jahres" als Begründung im Kopf... Lächerlich! Dann sollte sie doch konsequent sein und die Ehe ganz abschaffen wollen (das gab`s gedanklich ja auch schon mal!). Aber: Hat Frau Pauli das GG nicht gelesen? § 6 stellt Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Wie sagte doch Heine so treffend: Denk ich an Deutschland... S o l c h e Politiker(innen) rechtfertigen die Aktualität dieses Dichterworts!

wichtigmacherei oder langeweile, an die dazugehörigen kinder denkt sie leider nicht
jbinfo am 20. September 2007 18:24 Danke für die Antwort. "Richtige" Scheidungskinder sind doch auch nicht zu beneiden.
iris66 am 20. September 2007 18:35 das ist richtig, habe ich nicht bedacht. War in dem gedankengang nur gleich bei den Kindern angelangt. Das schwächste glied in der kette hat immer die ar...karte, ob mit oder ohne paulines plan
jbinfo am 20. September 2007 18:40 Stimmt, kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Aber vielleicht wird durch das vorher schon festlegen die Trennung nicht mehr so häufig auf dem Rücken der Kinder ausgetragen.

Die Frau spinnt, aber das wissen wir ja nicht erst seit heute ...

denn sollte her was schief laufen ist ein Problem da, sollte später was schief laufen, ist wieder ein Problem da und bei der Klagefreudigkeit der Deutschen würden sich die Gerichte nicht mehr retten können..irgendwie muss ja Frau Pauli medienwirksam auftreten..Hurra..sie hat es geschafft...
Stimme -evistie -voll und ganz zu

Bei der Scheidungsrate!

Populistischer bay. Unsinn!

Könnte mir vorstellen, dass dann noch mehr Ehen aus noch niedrigeren Beweggründen als ohnehin oft schon auseinander gehen, oder aber andersrum, vielleicht noch schneller und unüberlegter geheiratet wird, mit dem Gedanken im Hinterkopf: naja, wenns nicht klappt, 7 Jahre gehen schnell vorbei. Nee, danke, davon halte ich absolut garnichts.

Genau! Gute Idee, die staatliche Heirat betreffend. Eine kirchliche Heirat dürfte das allerdings nicht betreffen (Eingriff in's Kirchenrecht, etc.). In unserer schnellebigen Zeit ändern sich Menschen eben genauso schnell und wer verheiratet bleiben möchte, verlängert einfach - wie den Personalausweis, nicht mal den gibt's lebenslang...
Also nur Mut, Frau Pauli und das durchziehen!
Viel Erfolg, Ciao, Harty

Danke für die Antwort. Das es sich nur um wieder "ins Gespräch bringen" handelt, denke ich auch. Aber grundsätzlich finde ich die Idee auf vielleicht freiwilliger Basis nicht schlecht. Kann doch sicher viele Scheidungskosten und auch Scheidungsärger vermeiden.
Und - was ist mit den Kindern?
"Richtige" Scheidungskinder sind doch auch nicht zu beneiden.
Die Scheidungskosten entstehen doch aber nicht durch die Scheidung ansich, sondern das Aufteilen der Besitztümer und dem Kram.
Und auch meistens durch 2 teuere Anwälte. Beim Vertrag vorweg braucht man nur einen Anwalt wie beim Ehevertrag.