Frage von kerstin787, 39

Gab es Möglichkeiten des Widerstandes zur Zeit des Nationalsozialismus?

Welche Möglichkeiten gab es, wo waren die Grenzen, wie hätte man Widerstand leisten können? Wäre es sinnvoll? Freue mich auf Antworten, insbesondere von Experten. Danke!

Antwort
von FredHirsch, 12

Hallo!

Zunächst einmal ist es äußerst schwer zu rekonstruieren, welche Verhaltensmöglichkeiten es zu einer bestimmten Zeit gab und wohl noch schwieriger ist es zu beurteilen, welche die nach heutigen Maßstäben "Richtige" wäre.

Möglichkeiten "Nein." zu sagen, gibt es immer, jedoch kann dieses "Nein-Sagen" eben auch zu konsequenzen führen. Es gab auch Jugendliche, die beispielsweise nicht in die HJ eintreten wollten. In einigen Fällen ist bekannt, dass eben diese Jugendliche dann "gemobbt" bzw. bedrängt wurden.

Auch jeder sagen: "Ich finde Hitler nicht gut." Hier muss aber wieder nach den Konsequenzen gefragt werden. Denn im NS-Regime wurden Andersdenkende und Kritiker bzw. politische Gegner verfolgt und sogar getötet (KZ's usw.)

Sicherlich gab es Möglichkeiten in "den Widerstand zu gehen", doch konnte diese dich dein Leben kosten. Sie waren äußerst riskant.

Einige Zeitgenossen sprechen meines Wissens auch von einem passivem Widerstand, was meiner Meinung nach bedeutet, dass sie das NS-System nicht unterstützt haben, sondern es in ihrem Inneren ablehnten, es aber nicht aktiv bekämpften.

Es gab ja auch mehrere "Organisationen", welche sich gegen den NS bekannten. Wie zum Beispiel die "Weiße Rose" oder die "Restitance" in Frankreich, welche jedoch äußerst verschieden sind. Auch gab es beispielsweise der Kommunisten und Sozialdemokraten und ich glaube auch der katholischen Kirche "Widerstand". (Es muss immer gefragt werden, ab wann von Widerstand gesprochen werden kann.)

Hier findest du etwas zum Widerstand: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/widerstand.html

Liebe Grüße

Antwort
von Giovanni47, 13

Diese Frage ist doch kaum zu beantworten, wir alle wissen nicht, wie wir reagiert hätten wenn wir im dritten Reich gelebt hätten. Vermutlich hätten wir uns auch irgendwie angepasst. Schon nach gut einem halben Jahr nach der Machtergreifung war das NS-Regime "so fest im Sattel", dass Widerstand sehr schwierig war. Mit dem "Führerprinzip" war eine eigene Meinung schon verräterisch, sehr leicht konnte man am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis verraten werden. 

Antwort
von Mastrodonato, 17

Widerstand zu leisten gab es viele Möglichkeiten - sie alle aber waren vom Tod und Sippenhaft bedroht - so war es bei dieser totalitären Regierung.¨

Widerstand ist immer schwierig, siehe auch hier:

http://geschichte-forum.forums.ag/t166-widerstand-gegen-totalitare-systeme-sinnv...

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