Frage von Beantworter1112, 364

Gab es in der DDR mehr Zusammenhalt als in der BRD?

Heute kennt doch jeder dieses Rivalitäten wie Düsseldorf und Köln oder Kiel und Hamburg... Sowas gibt es im Osten bzw. Mitteldeutschland gar nicht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Girschdien, 203

Doch. Rivalitäten gab es schon, z.B. zwischen Sachsen und Berlinern. Aber in der DDR war Vitamin B viel wichtiger, als irgendwelche lokalen Rivalitäten. Wobei ich finde, dass der Zusammenhalt heute nicht mehr groß anders ist, als anderswo im Land.

Antwort
von Dahika, 138

Ne, nur Stasispitzel ohne Ende.  Ich habe mal mit einem Kollegen aus der Ex-DDR gesprochen und er sagte, wenn sich mehr als vier Kollegen verabreden würden, wäre klar, dass vermutlich ein IM dabei wäre, der die Ohren spitzte.

Zusammenhalt sieht anders aus.

Ich war 1988 in der DDR zu Besuch, und dort hat man mir auch vom Zusammenhalt der Nachbarn erzählt. Wenn einer in einem Laden Orangen sah, hat er das sofort den Nachbarn erzählt. Etc... Aber das änderte nichts an der Tatsache, dass derselbe nette Nachbar vielleicht alles der Stasi weitererzählte, was im Haus so getratscht wurde. Und natürlich wusste auch die Stasi von meinem Besuch bei den Leuten in Leipzig.

Kommentar von PeVau ,

Ne, nur Stasispitzel ohne Ende.  Ich habe mal mit einem Kollegen aus der Ex-DDR gesprochen und er sagte, wenn sich mehr als vier Kollegen verabreden würden, wäre klar, dass vermutlich ein IM dabei wäre, der die Ohren spitzte.

Genau! Wahrscheinlich war dein Kollege dann derjenige, der die Ohren gespitzt hat. Aber mal ernsthaft: 1988 hatte das MfS ca. 110.000 IM. Das ist ein IM auf ca. 150 Personen.

Es gibt immer wieder dummer Großmäuler, die sich interessant machen wollen, indem sie solchen Blödsinn labern, von dem sie wissen, dass er wohl kaum infrage gestellt werden wird, weil die Adressaten dieses Blödsinnes noch viel weniger Ahnung haben.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/studie-zur-stasi-zahl-der-im-in-der-dd...

Kommentar von dataways ,

Laut Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium\_f%C3%BCr\_Staatssicherheit) waren es ein paar mehr:

Der Stasi-Apparat war ein weitverzweigtes, personalstarkes Instrument repressiver Gewalt und unterhielt bis 1989 etwa 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter mit militärischen Dienstgraden und rund 200.000 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) ohne Dienstverhältnis, die aus allen Bevölkerungskreisen, teilweise mit Druckmitteln, als Spitzel angeworben wurden.


Also  291.000 Horch und Gucks. Und jeder von denen hatte ja nicht nur einen, sondern mehrere Leute bespitzelt. Bei unseren Verwandten auf dem platten Land war es ein Familienmitglied. Die arme Sau hat sich 1990 aufgehängt. Wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich ihn mit nach Westberlin mitgenommen. Mein Vater hat dank ihm vielleicht eine dicke Stasi-Akte und ich möglicherweise eine dünnere, aber mich kratzt so was nicht. Ich hätte wirklich versucht, ihn zu retten, denn Blut ist dicker als Wasser.

Kommentar von Huckebein3 ,

@Dahika,

solche Leute wie du, die mal mit einem Kollegen aus der Ex-DDR gesprochen haben und deshalb glauben, die DDR zu kennen, sind hier auf GF, wäre deine Antwort nicht so unsäglich, ein Lacher.

Außerdem: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch nur einen Menschen aus der Ex-DDR gibt - und sei er noch so anti gewesen - der solch einen hanebüchenen Unsinn von sich gibt.

Entschuldige bitte, aber ich habe den Verdacht, dass du entweder einen typischen Wendehals als Kollegen hast, der jetzt glaubt, die DDR mit Verunglimpfungen noch zusätzlich schlecht machen zu müssen, nach der Devise:Eigentlich war ich schon immer Widerstandskämpfer (eklig), oder du setzt in deiner Unwissenheit einfach voraus, dass alle Ex-DDR-ler dir jetzt Beifall klatschen, obwohl du Null Ahnung von der DDR hast...
Weit gefehlt: Es gab Zusammenhalt in der DDR, im neuen Deutschland - nicht oder nur in winzigen Nischen (die es ja eurer Meinung nach im Osten gab).

Kommentar von 666Phoenix ,

dahika, Du warst 1988 zu Besuch in der DDR? Und man hat Dich einfach reingelassen? Ohne Dir einen Stasi-Spitzel zur Seite zu stellen? 

Mannomann, hattest Du aber auch ein Glück!

Dass die das wussten, kam aus dem zentralen Meldesystem. Wenn heute ein Moslem in die BRD einreist, weiß das nicht nur der BND, kannste glauben! Und woher weißt Du, dass die das wussten? Aus Deinen Beziehungen zur NSA oder was?

Antwort
von Lazarius, 144

Zwischen den Fans von Fußballvereinen z. B. gab es diese Rivalitäten auch. Im Allgemeinen aber war der Zusammenhalt zwischen den Menschen in der DDR besser jedoch nicht generell. Es kam immer auf die Charaktere an mit denen man zusammentraf.

Völlig anders zur Heutigen Zeit gab es im Arbeitsleben kaum Missgunst und Neid. Jeder half den anderen und profitierte von dessen Erfahrung.

Das sind so meine Erfahrungen. Andere Menschen können aber völlig andere Erfahrungen gemacht haben.

LG Lazarius.


Antwort
von Aaaaaaasking, 164

Bei uns in einer 12.000 Einwohner Stadt gibt es sogar rivalitäten zwischen vershciedenen Stadtteilen :D In der DDR mussten viele vielen helfen und Sachen ausleihen aufgrund der Mangel-Wirtschaft. Ich würde aber nicht nur wegen der Solidarität zur Mangel-Wirtschaft zurückkehren.

Antwort
von AnnnaNymous, 148

Die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf lebt sich nur im Karneval aus - alles andere wäre auch Quatsch^^. Das ist dadurch entstanden, dass es 1. zwei große Städte in unmittelbarer Nachbarschaft am Rhein entstanden sind, die sich gegenseitig Konkurenz machen und 2. ist das geschichtlich begründet, aber das war im 13. Jahrhundert und wird wohl heute keine Rolle mehr spielen.

Kommentar von Beantworter1112 ,

NUR im Karneval? :D

Kommentar von AnnnaNymous ,

Naja, da zumindest öffentlich^^ - woanders gehört es nicht hin, denn am Aschermittwoch ist alles vorbei^^

Kommentar von Dahika ,

Ich bin Kölnerin und fahre eigentlich nur beruflich - selten - nach Düsseldorf. Und Alt würde ich nie trinken, denn unser Kölsch ist viel besser. Köln selbst ist viel besser als diese Schicki-Mickistadt Düsseldorf. ;-)

Kommentar von atzef ,

Außerdem spielt man in Köln Fußball. In D-dorf trägt man nur tote Hosen über den Platz. :-)

Antwort
von archibaldesel, 122

Rivalität zwischen Kiel und Hamburg? Das wäre, um in der Gegend zu bleiben, wie die Rivalität zwischen einem Hering und einem Hai.

Kommentar von Mignon4 ,

Ich würde sogar sagen: .... zwischen einer Sprotte und einem Killerwal :-)))

Antwort
von VeritasUna, 7

1) Was ist bei dir Mitteldeutschland? Ich will nicht hoffen, dass du zu den ewig Gestrigen gehörst, die die Oder-Neiße Grenze in Frage stellen. (Hätte es keinen Krieg gegeben, wären die ehemaligen deutschen Ostgebiete immer noch deutsch und dafür ein großes Stück der ehemaligen Sowjetunion immer noch polnisch).

2) Hier meine Erfahrungen:

Ich wohnte vor der Wende in der Nähe von Dresden auf dem Lande. Wenn wir Kohle bekamen und diese in den Keller geschaufelt werden musste, halfen die Nachbarn. Gefeiert und gesoffen ;-)  wurde auch gemeinsam, Man half sich im alltäglichen Leben. ob im Garten, auf dem Bau, bei Garage bauen...

Als ich an der Ostseeküste Urlaub machte mit unserem Trabi mit dresdner Nummer, wurde ich öfters blöde angemacht oder als Sachse beschimpft. Viele Sachsen beschimpften wiederum die Norddeutschen als Fischköppe.

Und die "Fischköppe" und die Sachsen schimpften gemeinsam über die eingebildeten Berliner..

Es kam und kommt immer auf die Menschen an.

Kommentar von Beantworter1112 ,

1) Was tut das zur Sache?

Kommentar von VeritasUna ,

Punkt 2) beschreibt meine Erfahrungen mit Zusammenhalt und Rivalität in der DDR. Also ist das meine (subjektive) Antwort auf deine Frage danach.

Punkt
1) war eine Zugabe. Wollte nur darauf hinweisen, dass der Begriff
"Mitteldeutschland" nicht ganz angebracht ist, zumindest ist er heute
politisch gesehen ein bisschen heikel.

Antwort
von ThadMiller, 153

Dieses Gedisse gibt es immer und überall. Selbst zwischen den kleinsten Dörfern... Hüben wie Drüben.

Antwort
von CamelWolf, 146

Not und ein korruptes System schweißt die Menschen immer zusammen - gegen "die da Oben" oder einfach gegen die, denen es (unberechtigt) besser geht als einem selbst. 

Das jetzt als Zusammenhalt zu bezeichnen wäre meiner Meinung nach unangemessen.

Rivalitäten gibt und gab es auch im Westen, z.T. auf der untersten dörflichen Ebene. Aber das sind und waren eher Rivalitäten mit einem gewissen humoristischen Hintergrund und die werden auch heute teilweise noch lachenden Auges gepflegt.

Kommentar von PeVau ,

Not und ein korruptes System schweißt die Menschen immer zusammen ...

Dass es in der DDR keinen derartigen dekadenten Überfluss an Waren, wie in der Bundesrepublik gegeben hat, bedeutet nicht, dass die DDR-Bevölkerung Not gelitten hätte und das System war alles mögliche, aber es war nicht korrupt.

Und bevor du jetzt mit Beispielen von vereinzelten Korruptionsfällen ankommst, überlege vorher, welches System dann nicht korrupt ist.

Der größere Zusammenhalt in der DDR resultierte aus einem ganz einfachen Grund. Es gab keine derart eklatanten Klüfte in der Gesellschaft, die die Menschen auseinanderdividierten.


Kommentar von CamelWolf ,

Klar..........jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen weshalb die DDR-Bürger in den Westen wollten und nicht umgekehrt.....

Kommentar von PeVau ,

Wen fettere Weiden ziehen, den treibt nicht zwingend die Not. Ich hoffe, so viel Differenzierung überfordert dich nicht.

Kommentar von CamelWolf ,

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein........

Kommentar von Kometenstaub ,

Ach, gab es in der DDR nur Brot??? Das wäre mir neu.

Kommentar von PeVau ,

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein........

Das solltest du mal denen erzählen, die heutzutage auf Suppenküchen und Tafeln angewiesen sind, weil sie sich sonst das Brot nicht kaufen können.

Aber Suppenküchen und Tafeln gab es in der DDR ja auch nicht. :-)

Geld für Kultur hatte übrigens jeder in der DDR. Die war nämlich subventioniert, eben weil der Mensch nicht vom Brot allein lebt.

Kommentar von Huckebein3 ,

@PeVau,

stell dir vor: Nicht einmal Tafeln und Suppenküchen für die Unterschicht hat es in der DDR gegeben!:):):)

Ob von den Immer-schon-Westbürgern wohl jemals einer darauf kommt, dass es in der DDR keine Unterschicht gab, die auf Tafeln und Suppenküchen angewiesen war?
Warum das so war?
Weil die Stasi den hungernden Ossis bei Strafe verboten hat, Tafeln und Suppenküchen einzurichten, um den Klassenfeind nicht merken zu lassen, wie schlecht es uns ging!(Ironie aus)

Kommentar von SchIaufuchs ,

Es gab auch keine Zitronen, außer sauren.

Kommentar von atzef ,

@ CamelWlf

Nee, das reicht noch nicht. Noch immer Schuppen auf den Augen. :-)

In Wahrheit wurde doch die Mauer gebaut um zu verhindern, dass die ganzen Westdeutschen rübermachten! Die DDR musste sich so vor einer ansonsten drohenden Überbevölkerung schützen! :-)

Kommentar von SchIaufuchs ,

Die DDR ist Geschichte. Wozu unbedingt schlecht über sie reden oder über die, die das eine oder andere gute Haar an ihr lassen? Das ist doch völlig unnötig und ermüdend. Es ist ja nun auch nicht etwa so, dass der BRD eine stalinistische Wende drohen würde, die es zu bekämpfen gälte. :)

Kommentar von Huckebein3 ,

dass der BRD eine stalinistische Wende drohen würde, die es zu bekämpfen gälte. :)

...könnte man fast so verstehen, betrachtet man sich die vehemente Verteufelung der DDR durch Anti-DDR-indoktrinierte Nichtossis.

Antwort
von gerolsteiner06, 100

Meinst Du "gibt es nicht" oder "gab es zur DDR-Zeit nicht" ?

In der DDR gab es eine sehr agressive Konfrontation zwischen Berlin und Sachsen (insbes. Dresden). Da gab es regelmäßig schwere Ausschreitungen von Fußballfans in Massenschlägereien bei Spielen zwischen Dynamo Dresden und Dynamo Berlin. Das wurde natürlich nicht publik gemacht und von der Polizei und "den Staatsorganen" unter der Decke gehalten.

Die Aversionen waren so groß, daß bei der Planung der Sommerplätze an der Ostsee zentral geplant wurde wann wer an welche Orte kommt, weil es immer wieder zu Aggressionen gekommen war, wenn beide Gruppen gleichzeitig auf die gleichen Urlaubsplätze einrückten.

Kommentar von lupoklick ,

Schlimm wurde es zum "Geburtstag" von Berlin - in Ost UND West......   Man besann sich sogar in der DDR auf "Preußens Gloria".

 Im DDR-TV.Magazin PRISMA ging es um der Verfall der historischen Bausubstanz Leipzigs. Alle Ressourcen waren nach Berlin abgezogen. Wie schon im vom  Krieg ziemlich verschonten Greifswald geschehen, kam es zu "Ruinen ohne Waffen"...

. Daß die schöne Innenstadt zugunsten gesichtsloser  "Platte" in den Außenbezirken geopfert werden sollte, brachte nicht nur Leipziger "auf die Palme"....

Kommentar von Modem1 ,

Na die Makrelenfresser brauchten da lange dafür. Bekamen dann Mut wo der Staat schon im Koma war.Ein paar Jahre vorher haben die sich noch tot gelacht über Leute die in der Stasi U-haft waren und so "blöd" waren dem Mund aufzureißen.

Antwort
von atzef, 109

Im ehemaligen Stasispitzelland? Mehr Zusammenhalt? Wo man sich kaum sicher sein konnte, dass man nicht von engsten Freunden und Verwandten ausgespäht wurde? Absurde Euphemiserung der DDR-Verhältnisse!

Kommentar von PeVau ,

Du musst vorsichtig sein beim Schreiben. Mit Geifer versaut man sich die Tastatur und mit Lügen die Reputation. Letzteres wird dich wahrscheinlich weniger stören.

Kommentar von atzef ,

Von welchen Lügen schwafelst du? Möchtest du die flächendeckende Bespitzelung der DDR-Bevölkerung durch die Stasi mittels IMs aus dem Freundes-, Verwandten- und Familienkreis als "Lüge" bezeichnen? Und traust dich dann noch von "Reputation" zu schwadronieren?

Kommentar von PeVau ,

Die Lüge besteht in dem von dir gezeichneten Bild der DDR, das mit der Realität nichts gemein hat und mit dem du dich als ewiggestriger Kalter Krieger outest, der sich am Schänden einer Leiche gütlich tut.

Kommentar von atzef ,

In der DDR herrschte untereinander gerade wegen dieser allgemeinen Spitzelei unter den Menschen großes Misstrauen. Diese Feststellung ist keine "Lüge", sondern Alltagsrealität in der DDR gewesen.

Aus diesem Grunde ist dann ja auch u.a. die DDR von ihrer Bevölkerung so umstandslos auf den Müllhaufen der Geschichte befördert worden und die Stasi die bestgehasste Institution der DDR gewesen.

Aber wenn nicht sein darf, was nicht in das Muster ideologischer Rechtgläubigkeit passt, muss man selbst noch solche Banalitäten zu Lügen umfälschen, um seine Nibelungentreue zu einem Verbrecheregime zu "legitimieren".

In diesem Umgang mit der Realität stehen stalinistische Politversager den Neonazis wirklich nicht nach. :-)

Kommentar von PeVau ,

In der DDR herrschte untereinander gerade wegen dieser allgemeinen Spitzelei unter den Menschen großes Misstrauen. Diese Feststellung ist keine "Lüge", sondern Alltagsrealität in der DDR gewesen.

Das ist die typisch westdeutsche Rezeption, nach der die DDR-Gesellschaft vom MfS allgegenwärtig dominiert gewesen sein soll. Das ist aber hanebüchener Unsinn!

Das hat mit der Lebenswirklichkeit der DDR-Bevölkerung nichts zu tun, vielleicht mit der Lebenswirklichkeit der wenigen wirklichen Oppositionellen, deren Zahl aber so marginal war, dass sie noch nicht einmal als eine die Regel bestätigende Ausnahme taugt.

Ein Verbrecherregime ist ein Regime, dass im Ausland Kriege führt, um andere Völker und Länder unter seinen Willen zu zwingen. Davon hat die BRD jetzt schon mehr, als die DDR je gehabt hat.

Und moralische Politversager sind die, die sich in Nibelungentreue der transatlantischen Komplizenschaft verschreiben und bar jedes sozialen Verantwortungsgefühls dem neoliberalen Sozialdarwinismus das Wort reden. Damit stehen sie den Neonazis von NPD, Identitären, Antideutschen, Antinationalen und AfD in nichts nach.

Kommentar von atzef ,

Ich war häufig genug in der DDR, um aus eigenem Erleben beurteilen zu können, wie die Leute sich verhalten haben, wenn es zu kritischen Diskussionen kam...

Und ich war live in Ostberlin dabei, als am 9. Nov. die Mauer fiel und das Spitzelregime seinen faktisch letzten Atemzug tat.

Die Totalüberwachung der DDR-Bürger füllt unzählige Akten und war jedem DDR-Bürger zu jedem zeitpunkt bewusst.

Die DDR ist alltäglich von Spitzelheerscharen zwar nicht "dominiert" gewesen (worin soll sich das denn ausdrücken?), die DDR-Bevölkerung aber eben alltäglich lückenlos überwacht und bespitzelt worden.

Ihr stalinistischen Versager habt die eigentlich bestechende Idee vom Sozialismus als Alternative zum Kapitalismus so gründlich kurz und klein diskreditiert, dass ihr sie und euch bis zm St. Nimmerleinstag verbrannt habt.

Ud angesichts deiner uneinsichtigen Verstocktheit ist das auch nur gut so.

Kommentar von Huckebein3 ,

Ich war häufig genug in der DDR, um aus eigenem Erleben beurteilen zu können, wie die Leute sich verhalten haben, wenn es zu kritischen Diskussionen kam...

...und ich 36 Jahre lang Tag für Tag, eine Zeit, in der ich unzählige kritische Diskussionen erlebt habe und weder Spitzel noch Oppositioneller war.

Deine Weiheit, die einer dir eingepaukten Voreingenommenheit geschuldet ist und jegliche kritische Distanz zu dir selbst un deinem System, das dich erzogen hat, ausschließt, ist keinen Pfifferling wert, solange du in deiner bornierten Überheblichkeit das Zukreuzekriechen aller Ex-Ossis erwartest. DU hast denen ausschließlich indoktriniertes Geschwafel entgegenzusetzen.

Kommentar von atzef ,

Ach na ja, ein bisschen Mauerfall und das klägliche Ende des SED-Spitzelregimes eigentlich schon auch noch, gelle...?! :-)

Was hast du denn gemacht, wenn du kein Spitzel und kein Oppositioneller warst?

Kommentar von Huckebein3 ,


@atzef,

Ich will deiner verärgert herüberkommenden Reaktion mal sachlich begegnen und dir deine Frage beantworten:

Ich war wie die gesamte
DDR-Bevölkerung Nutznießer der sozialen Angebote wie kostenlose Bildung, kostenloses Studium, kostenlose medizinische Versorgung.

Ich
war kein Parteimitglied, ich war in der FDJ wie unsere Kanzlerin und 90% aller Jugendlichen, allerdings nicht konfessionell gebunden, bin bei einer alleinerziehenden Mutter - ebenso parteilos -  aufgewachsen, die zwei Studienabschlüsse und meinen Bruder und mich allein erzogen hat, ohne dass uns jemand in die Schublade der Unterschicht steckte, habe vonder Stasi und ihren Aufgaben gewusst, aber ihre Ableger, die IM, nicht
erlebt und keine Ambitionen auf westliche Demokratie verspürt, wofür ichmich wohl nicht zu entschuldigen habe.

So wie mir ging es dem Großteil der DDR-Bevölkerung, die nicht den Drang nach dem Westen und dessen Konsumverlockungen hatte und im Lande geblieben ist.

Dass
du und deine Gesinnungsgefährten ("Genossen" will ich dir mal nicht zumuten:)) mit eurem Tunnelblick nur entweder Oppositionelle oder Stasiknechte seht (eine Minderheit, gemessen an der Zahl der erwachsenenDDR-Bevölkerung), ist Zeichen für die politische BIldung, die euch euersouveräner Staat angedeihen ließ.
Auf jeden Fall war die DDR souverän genug, sich von anderen Mächten nicht in Kriege verwickeln zu lassen.

Bananen
(stellvertretend für noch einiges andere konsumierbare) und
Reisefreiheit hatte der Westen der DDR voraus, vielleicht noch einiges mehr, was jedoch für eine grundsätzliche Beurteilung beider Systeme hier zu weit führen würde.

Das alles schließt nicht aus, dass es Kritikwürdiges bezüglich der DDR zur Genüge gab, aber sich durchaus im Rahmen hält angesichts der bundesdeutschen Wirklichkeit...

P.S. Ich lese gerade deinen Kommentar unter PeVau, dass "sein Gepöbel dich nach Bautzen gebracht hätte", wobei PeVau hier der letzte ist, der pöbelt.

Dieses Privileg haben hier andere, atzef!


Kommentar von PeVau ,

Es mag ja sein, dass du oft in der DDR warst, aber so wie du tickst, hast du nur das wahrgenommen, was in den bereits bestehendes Weltbild gepasst hat, bzw. hast es dir zurechtgebogen, damit dein DDR-Bild bestätigt wird.

Ich habe dort gelebt, sehr bewusst und auch kritisch, wenn auch nicht oppositionell. Ich habe dort gelebt, verstehst du das? Und da soll ich mir von einem alten Kalten Krieger, Verstocktheit vorwerfen lassen, nur weil ich es besser weiß als du und ich nicht dein plattes DDR-Bild übernehme. Willst du mir als Blinder tatsächlich etwas über Farben erzählen? Oh, welche Anmaßung!

Was regst du dich denn über die verlorene Alternative zum Kapitalismus auf? Du hättest doch keine gewollt! Du gehörst doch auch zu den Sozialdarwinisten, die bürgerlichen Liberalismus schon für linkssein halten. Es reicht aber nicht aus, Menschen aller Völker (außer Russen natürlich) für gleichwertig zu halten, um links zu sein. Dafür braucht man auch eine soziale Alternative. Und eine solche soziale Alternative ist eben nicht im Kapitalismus machbar.

Dass der Sozialismus gescheitert ist, hat sicher auch mit nicht überwundenem Stalinismus zu tun, aber es hat auch etwas mit Kaltem Krieg, mit Wirtschaftskrieg und seinen Folgen zu tun.

Du findest die Idee vom Sozialismus als Alternative zum Kapitalismus bestechend? Warum hast du das bisher noch nie geschrieben? Warum verteidigst du jede neoliberale Schweinerei? Ist deine "Menschenfreundlichkeit" etwa nur ein theoretisches Konstrukt? Und die Menschen, die im reichen Europa zunehmend wirtschaftlich und sozial an den Rand gedrängt werden interessieren dich einen Sche*ß?

Worauf gründest du deinen moralischen Chauvinismus?

Kommentar von atzef ,

Dein Gepöbel hätte mich in der DDR nach Bautzen gebracht - heute bringt mich das nur noch zum Kopfschütteln und zum erleichterten Aufatmen, wenn ich mir die wahlpolitische und gesellschaftliche Randständigkeit dieses verklärten und problemignoranten Weltbildes vergegenwärtige.

Kommentar von PeVau ,

Du überschätzt dich. Typen wie du sind nicht nach Bautzen gekommen. Du wärst genau wie hier gut angepasst gewesen. :-)

Und was das Pöbeln betrifft, so kann jeder selbst sehen, wer von uns beiden näher am Pöbeln ist.

Kommentar von SchIaufuchs ,

Wenn Deine Debattengegner durch "wahlpolitische und gesellschaftliche Randständigkeit" zu kennzeichnen sind, atzef, wozu dann immer der Aufwand, ihre Argumente niederringen zu wollen?

Kommentar von atzef ,

Ich muss hier nichts aufwändig "niederringen".

Wenn man die Einpferchung der DDR hinter einer mörderischen Mauer zu einem freiwilligen Verbeib der DDR-Bevölkerung umlügt, besorgen das die Huckebeins und PeVaus doch schon selber. :-)

"So wie mir ging es dem Großteil der DDR-Bevölkerung, die nicht den Drang nach dem Westen und dessen Konsumverlockungen hatte und im Lande geblieben ist."

Kommentar von SchIaufuchs ,

Ich verstehe überhaupt nicht, warum Du so geladen reagieren musst..

Antwort
von voayager, 85

Wir leben in einer ausgeprochenen Ellenbogengesellschaft, daraus leite alles Weitere ab.

Kommentar von lupoklick ,

gääähn !!!     

Kommentar von PeVau ,

Manche Wahrheiten sind eben so banal, dass sie langweilen. Deshalb bleiben es aber Wahrheiten.

Kommentar von 666Phoenix ,

... und sollten immer mal wieder betont werden!

Antwort
von Mignon4, 107

Kiel und Hamburg sind Rivalen? In welcher Beziehung? Woher hast du das? Das ist mir ganz neu! :-)

Kommentar von Beantworter1112 ,

Habe ich mal gehört. ^^

Kommentar von Mignon4 ,

Da hast du völlig falsch gehört. :-))

Kommentar von lupoklick ,

Es gibt eher eine Rivalität zwischen Lübeck und Kiel.....

Kommentar von SchIaufuchs ,

Ob er aber über Oberammergau oder aber über Unterammergau fährt ...

Antwort
von exxonvaldez, 159

In der DDR hatte man andere Sorgen also solche Albernheiten!

Das Zusammenleben war geprägt von gegenseitigem Misstrauen, überall lauerte der Staat und die Stasi. Seine Meinung konnte man noch nicht mal in den eigenen vier Wänden offen aussprechen.

Kommentar von Beantworter1112 ,

Man kanns auch übertreiben.

Kommentar von exxonvaldez ,

Das ist nicht übertrieben.

Kommentar von Mignon4 ,

@ Beantworter1112

"Exxonvaldez" hat Recht und keineswegs übertrieben! Es war wirklich so. Als die Menschen nach der Wende Einsicht in ihre Stasi-Akten nahmen, hat sich in vielen Fällen herausgestellt, dass sie von Familienmitgliedern bespitzelt wurden. In Einzelfällen sogar vom Ehepartner.

Kommentar von Aaaaaaasking ,

da muss ich dir leider recht geben

Kommentar von Huckebein3 ,

@Aaaaaaaasking,

ich bitte dich! Du bist laut deinem Profil 13 Jahre alt. Was weißt du denn über die DDR?

Kommentar von Lazarius ,

"Exxonvaldez" hat Recht und keineswegs
übertrieben!

Das mag wohl sein. Was nach der Wende war, wurde aber hier gar nicht gefragt. Es geht um die tiefste DDR-Zeit und um den Zusammenhalt und nicht um das Bespitzeln.

Kommentar von Lazarius ,

Diese Aussage kann ich so nicht bestätigen. Die Stasi gab es zwar, arbeitete aber im Hintergrund, ohne dass man sie bemerkte.

Leute, die aber öffentlich agierten und gegen das System vorgingen, bekamen die Macht des Staates zu spüren.

Kommentar von 666Phoenix ,

exxon

Seine Meinung konnte man noch nicht mal in den eigenen vier Wänden offen aussprechen.

Diese Wände würde ich gern mal sehen wollen! Fliegengitter oder so??

Kommentar von exxonvaldez ,

Abhörwanzen!

Schon mal davon gehört?

Kommentar von atzef ,

Oder auch spitzelnde Familienmitglieder.

Kommentar von 666Phoenix ,

atzef, "spitzelnde Familienmitglieder"?

Hast Du Erfahrung mit Deinen Mitgliedern sammeln müssen??

Kommentar von 666Phoenix ,

exxon

Zu viele Wildwestfilme gesehen? Denkst Du, die DDR hatte so viele Mittel gehabt, um für jede Wohnung eine Wanze zu installieren? Ja?? Denkst Du das???

Dann "denke" weiter!

Kommentar von exxonvaldez ,

Hier ist mal ne Doku vom ZDF:

https://www.youtube.com/watch?v=wnCkzQxb-Lk

Die DDR war eine üble Diktatur!

Kommentar von Dahika ,

Seine Meinung konnte man noch nicht mal in den eigenen vier Wänden offen aussprechen.

Na, das will ich jetzt nicht unbedingt sagen. Ich habe Leute in Kleinmutz bei Berlin besucht und auch in Leipzig. Die zogen dann in meiner Gegenwart in den eigenen vier Wänden mächtig vom Leder. Ich war überrascht und schockiert über den Hass, der da hochkam. Ich kann mir aber denken, dass sie dasselbe gegenüber Nachbarn, Sportfreunden und Kollegen nicht äußerten. Sie konnten bei mir, Kölnerin, wohl davon ausgehen, dass ich nicht bei der Stasi war. Und deswegen packten sie aus. Aber wie!

Kommentar von Huckebein3 ,

@exxonvaldez,

Hast du in der DDR gelebt, dass du es so genau weißt?:)

Antwort
von soissesPDF, 41

Nein, 91.000 hauptamtliche Stasi's und 750.000 IM's waren ganz sicher kein Zeichen für Zusammenhalt. Ebensowenig die Diktatoren von der SED.

Antwort
von Modem1, 34

Dort gab es auch Streit und Missgunst.Und Andere Ansch... eißen  war auch an der Tagesordnung.Die  Arbeits -Brigade musste sich verpflichten ein Tagebuch zu führen,gemeinsam ein Museum,Kino zu besuchen um Brigade der sozialistischen Arbeit zu werden. Da gabs ne Prämie 50.- DDR Mark pro Person.Im Mietshaus wurde durch einen Mieter ein Hausbuch geführt wo Besuche zum Beispiel aus den Westen notiert wurde.Ich kannte zwei Produktionsleiter und ein Kaderleiter (Einstellungsbüro Chef) die für das Ministerium für Staatssicherheit arbeiteten.Mein Onkel war Produktionsleiter, dessen Sohn  Reisekader einer Handballmannschaft der ebenfalls beim MFS nebenbei tätig war.Ja es war wirklich gaaanz nett!! Schaaade das waren noch goldene Zeiten.

Kommentar von Huckebein3 ,

Wie schön, Modem, dass dich heute keiner mehr ansch......t und du nicht ausspinoniert wirst, durch nichts und niemanden.:)

Das Hausbuch kenne ich auch. Es beinhaltete lediglich Namen der Personen, die in einer Wohnung lebten und die Adressen, wohin eventuell ein Mieter umgezogen ist. Jeder hatte Zugang zu diesem Hausbuch, und keiner hat jemals eine Eintragung zum Verhalten eines Mieters darin gefunden, was auch zu gewaltigen Auseinandersetzungen geführt hätte. Oder hast du so etwas in deinem dir bekannten Hausbuch gefunden? Offenbar durftest du es ja einsehen!

Ins Brigade-Tagebuch kamen Eintragungen über gemeinsame Unternehmungen außerhalb der Arbeitszeit, also über gemeinsam verbrachte Freizeit, woran überhaupt nichts Schlechtes ist. Selbstverständlich hat es immer Außenseiter gegeben, die für solche Sachen nichts übrig hatten und ständig am Nörgeln waren. Gehörst du etwas auch zu denen?

Auch ich hatte dort, wo ich arbeitete, Kollegen, die beim MfS waren (Ministerium für Staatssicherheit), was nichts mit IM zu tun haben musste, sondern mit der besonderen Situation der DDR in der Nachbarschaft der Bundesrepublik.

Es gibt sicher noch einiges, woran man sich im Nachhinein nochmal so richtig hochziehen kann.

Kommentar von Modem1 ,

Na schön das es immer eine Entschuldigung gibt ,Mutter führte das Hausbuch und hatte schon mal Besuch von den Schlapphüten.Die erkundigten sich über einen Mieter.Ich habe sogar das Brigade-buch geführt. "rum-genörgelt" haben doch viele.Zum Beispiel weils keine Reifen gab oder eine Auspuffanlage.Das wurde alles toleriert.Nur die Substanz selber zu kritisieren zum Beispiel die Reisebeschränkungen kosteten mir 6 Jahre meines Lebens.

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