Frage von Niklaus,

Gab es in der DDR einen Kapitalstock für die zu zahlenden Renten?

Wie wurden die Renten in der DDR finanziert?

Antwort von xyungeloest,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

in der ddr hat jeder 60 mark vom monatlichen gehalt oder lohn für alles abgezogen bekommen. egal wie hoch das gehalt war.

wenn einer ab 620 mark verdient hat, konnte er in eine zusatzrente einzahlen und bekam dann als rentner einen kleinen aufschlag auf die rente.

ansonsten waren die renten für alle gleich. des halb haben die rentner auch meistens bis zum abwinken noch weiter gearbeitet.

die renten wurden von staat finanziert und waren ziemlich mickerig.

das hat mir jetzt grad alles eine kollegin erzählt, die in der damaligen drr gelebt hat.

bei den intelligenzrenten, für lehrer ect. und für die staatsgrößen sah es natürlich anders aus.

Antwort von Claud18,

Die Pflicht-Sozialversicherungsbeiträge betrugen 10% vom Brutto, ab einem Bruttoverdienst von 600.- Mark waren es nur noch 60.- Mark insgesamt. Es zahlten nicht alle 60.- Mark. Wer z. B. 700.- Mark verdiente, zahlte 60.- Mark. Wer 540.- Mark verdiente, zahlte 54.- Mark. Dann gab es noch die freiwillige Zusatzrente für Leute, die mehr als 600.- Mark verdienten, diese betrug dann bis zu einem Verdienst von 1200.- Mark wieder 10% vom Zusatzverdienst. Mit 700.- Mark bezahlte man dann zu seinen 60.- Mark noch 10.- Mark Zusatzrente. Das Geld erhielt m. E. alles die Sozialversicherung, und daraus wurden dann auch die Renten finanziert.

Antwort von ogdan,

Nein. Kapitalstock bedeutet ja, daß jeder Versicherte für sich selbst einzahlt und aus den angesammelten Einzahlungen im Alter Auszahlungen erhält.

Auch in der DDR wurden die Rentenbeiträge monatlich von den im aktiven Berufsleben stehenden Menschen eingenommen und sofort an die nicht mehr arbeitenden Rentner ausgezahlt.

Seit Anfang der 80er Jahre reichten die Einzahlungen der Erwerbstätigen nicht mehr aus, so daß aus Steuermitteln bzw. aufgenommenen Staatsschulden die Renten bezuschusst werden mussten. Da die DDR mehrfach vor dem Staatsbankrott stand, wurden die Renten mehrfach verspätet ausgezahlt.

Die auch dazu aufgenommenen Schulden der DDR wurden von Gesamtdeutschland im Rahmen des "Erblasten Tilgungsfonds" durch Gesamtdeutschland abgezahlt. Der letzte Rest der insgesamt 171.000.000.000 EURO (171 Mrd) wurde Ende 2008 von uns allen bezahlt.

Insgesamt war in der DDR keinerlei "Kapital" vorhanden. Selbst die Summe des DDR Staatseigentums war, wie eine Studie aus dem Jahr 2004 festgestellt hat, wegen des hohen Sanierungsbedarfs und der Umweltschäden negativ.

Antwort von Horst1209,

Die Grundversorgung waren die 60 Mark pro Monat,die gezahlt wurden. Dann gab es noch die freiwillige Zusatzrentenversicherung wo nochmals pro Monat 60 Mark gezahlt werden konnten. Das erhöhte die Rente und dann gab es für viele Bereiche ( wie z.B. für gesellschaftliche Organisationen, Partei, FDJ usw. )Zusatzanwaltschaften. Alle diese Formen, die gezahlt wurden werden anerkannt und liegen der heutigen Rente im vereinten Deutschland zu Grunde. Das erklärt auch warum im Osten die Rente teilweise heute höher ist. Es wurde ja auch länger gearbeitet, gemeinsam mit den Frauen.

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