Frage von italie2015, 62

Gab es in den 80ern ein einheitliches Telefon, das man mieten musste, wenn man eins haben wollte?

Und ab wann gab es wieder Wettbewerb im Markt, sodass man sich ein Modell kaufen konnte?

Antwort
von dan030, 4

In den 80ern war die Deutsche Bundespost noch ein Staatsunternehmen mit Monopol. Mitte der 80er wurde die Privatisierung ganz langsam und schrittweise eingeleitet.

Bereits zu Bundespost-Zeiten gab es mehrere Arten von Telefonen, die man zu unterschiedlichen Preisen mieten konnte. Späte Mitte der 80er wurde auch die Möglichkeit angeboten, Telefone kaufen zu können. Der Anschluss musste allerdings immer noch von der Bundespost gemacht werden.

Wirklich liberalisiert wurde das alles aber erst in den frühen 90ern. Da gab es dann auch Drittanbieter von Telefonen, die legal angeschlossen werden durften. (In den 80ern konnte man auch schon Telefone auf dem freien Markt kaufen, deren Anschluss ans Netz war aber formal illegal.)

In den frühen 90ern wurde dann dazu übergegangen, vom früher vorherrschenden Festanschluss (Kabel an Kontakt-Schraubklemme fest angebunden) auf die heute noch immer bekannte TAE-Dose überzugehen.

Mitte der 90er kam dann das ISDN-Netz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war dann auch der Punkt gekommen, wo man - auch auf dem Markt der Analoggeräte - tatsächlich einen ernsthaften Marktwettbewerb bei den Endgeräten hatte.

Antwort
von derhandkuss, 21

Dies war damals im Festnetz ein Standardmodell, was Du auch mieten konntest:  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/Telefon04_2.jpg

Später gab es dasselbe Modell statt mit Wählscheibe auch mit Wähltasten. (Die Telekom gab es damals noch nicht, gemietet wurde das dann über die damalige Deutsche Bundespost Bereich Fernmeldedienste.)

Irgend wann erlaubte die damalige Bundespost auch eigene Geräte anzuschaffen, ohne dass Du eines von denen mieten musstest.

Kommentar von italie2015 ,

klasse, danke. weißt du auch zufällig wann die Bundespost das erlaubt hat?

Kommentar von derhandkuss ,

Ich habe diese Zeit damals noch miterlebt. Ich weiß aber nicht mehr, wann die Bundespost damals eigene Geräte erstmalig zugelassen hat. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern.

Antwort
von Machtgarnix, 17

ab Mitte der 80er wurde die damalige Post privatisiert und zur Telekom umgenannt, somit haben die auch ihr Monopolstellung verloren, weil sich schnell die Konkurenz breit gemacht hat. Und ja, bis dahin gab es nur Leihtelefone.

Kommentar von italie2015 ,

danke. aber man konnte sich schon andere modelle von normalen unternehmen kaufen, oder gab es wirklich nur die leihtelefone bis zur Postreform?

Kommentar von Machtgarnix ,

ja, es gab wrirklich nur diese einheitlichen Telefone mit Wählscheibe, das einzige was man sich aussuchen konnte war entweder grün oder hellbeige

Kommentar von Machtgarnix ,

2,50 Mark im Monat hat das gekostet.

Kommentar von italie2015 ,

ok, cool!

weißt du auch zufällig wann es mit den Leihtelefonen aufgehört hat und man sich das gewünschte modell bei normalen Unternehmen kaufen konnte? eventuell auch warum?

Kommentar von Machtgarnix ,

wie ich schon geschrieben habe, konnte man ab Mitte der 80er sich auf dem Markt Telefone kaufen. Da gab es die unmöglichsten Modelle, manche waren durchsichtig, andere hatten Tierfiguren,... Telefone kannst du dir heute noch ausleihen.

Antwort
von lesterb42, 3

Ich erinnere mich daran, dass man sogar eine Verlängerungsschnur für das Telefon mieten musste für 0,10 DM/Monat.

Antwort
von kuechentiger, 20

Ganz einheitlich waren die nicht, gabs früher nur von der Bundespost bis ca.1993/94. Ab dann wurde das privatisiert und man konnte sie woanders kaufen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fernsprechtischapparat

Antwort
von SebRmR, 6

https://de.wikipedia.org/wiki/Fernsprechtischapparat

Ein paar Modelle, an die sich die Älteren noch gut erinnern werden.
Wenn ich mich recht erinnere, konnte man damals keine Telefone kaufen (oder sie waren sehr teuer), sondern man hat sie von der Post gemietet.

Erst Anfang der 1990er Jahre wurde die Post privatisiert und der Telefonmarkt liberalisiert.

Antwort
von butz1510, 21

Ich würde mal sagen, ab Anfang der 90er Jahre konnte man Telefone einfach kaufen. Die Telefone vorher waren auch nicht einheitlich. Man konnte sich das Modell aussuchen, musste aber ggf. mehr "Miete" dafür zahlen. 

Kommentar von italie2015 ,

danke. es wird immer gesagt, dass sich während dieser Zeit die Konkurrenz breit gemacht hat, das muss ja heißen, dass man sich zu der zeit schon andere Modelle von unabhängigen Unternehmen kaufen konnte, ist das richtig? oder gab es wirklich nur die verschiedenen modelle der Bundespost?

Kommentar von butz1510 ,

Nein, es gab z.B. auch welche von Siemens und SEL. Letzteres hatten z.B. wir in den 70ern. War aber auch nur ein olles Graues. (Allerdings war ich da noch ein Kind und somit völlig desinteressiert.)

Kommentar von italie2015 ,

aah, das war dann ein gekauftes modell, richtig? :-) interessant^^

Kommentar von butz1510 ,

Richtig. War gekauft, wohl in den 60ern, da wir ein Geschäft hatten und das Telefon gebraucht wurde.

Antwort
von laurent1709, 22

in den 70er ja

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