Frage von Chriyovime, 42

Gab es früher eine verpflichtende Teilnahme am Geldsystem?

Seit der Einführung der Krankenversicherungspflicht und der Unbefreibarkeit des GEZ Beitrages, ist jeder Erwachsene gezwungen am Geldsystem teilzunehmen, selbst dann wenn er keinerlei Leistungen in Anspruch nimmt.

Gab es früher auch verpflichtende Geldzahlungen für Bürger, denen man sich nicht entziehenen konnte? Außer mit Auswandern, Gefängnis oder Selbstmord?

Stimmt es, dass man in den voraus gegangenen Jahrzehnten, nur dann Schulden anhäufen konnte, wenn man etwas verdient oder konsumiert hat? Gab es eine Zeit, in der Kinder ohne anteilige Staatsschulden geboren wurden?

War das seit Bestehen der BRD immer so oder ist das eine Entwicklung der letzten Jahre? Nach meinem Kenntnisstand, war es hier z. B. im Jahr 1960 möglich, ohne Geld zu leben und man hat dabei gegen keine Gesetze verstoßen.

Ich bin an Fakten interessiert und nicht an persönlichen Meinungen, da ich diese, womöglich vermeintliche Tatsache, mit dieser Frage nicht bewerten möchte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Blogger78, 26

Der mir älteste bekannte überlieferte Vorfall war die Einführung der Tempelsteuer, welche seitens der regierenden Personen in Form von Zahlung in einer definierten Währung zu entrichten war. Das war zu Beginn der Zeitrechnung.

Da die Menschen dieses definierte Geld nicht benutzten, waren an den Tempeln sogenannte Geldwechsler. Dort konnte man Waren gegen Gebühr eintauschen gegen die Währung und gegen Gebühr wieder zurücktauschen. Man war also quasi gezwungen den Zins mitzubringen.
Davor gab es wohl kein Schuldverhältnis, bei dem der Zins zwanghaft in Form einer definierten Währung fällig war und damit der Schuldner vom Währungssystem abhängig war.

Jesus Christus hatte der Überlieferung nach damals die Tische der Geldwechsler umgeworfen und geprädigt, dass die Christen sich nicht auf das "Teufelsspiel" einlassen sollen.

Die Zentralbanken wurden erst viel später gegründet. Jesus würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er, dass heute jeder Mensch auf dem Planet und die Staaten vom "Spiel mit dem Teufel" in Abhängigkeit geraten sind.

Und was machen die Christen dagegen?

Kommentar von Chriyovime ,

Das "Spiel mit dem Teufel" trifft es irgendwie sehr gut. Scheinbar hat man schon vor 2000 Jahren, eine Teilnahme am Geldsystem, zwingend "gefördert".

"Und was machen die Christen dagegen?"

Sie sind anscheinend "trunken vom Wein" und nehmen Jesus als Maskottchen für den Vatikan. Vielleicht sollte ich mir eine Peitsche anschaffen..

Kommentar von Blogger78 ,

"Trunken vom Wein". Das trifft definitiv auf die Kirche zu! 😁 Ja - sie predigten Wasser und tranken Wein. Und vorallem horten Sie bis heute Geld.

Antwort
von hyp3rbolicus, 19

mich würde interessieren wie du das meinst mit den 60ern ohne geld leben zu können.
dad wshrungsystem ist viel älter wurde nur ab und an angepasst oder aufgrund von superinflation ausgetauscht (nach Weltkrieg)

Ich weiß gar nicht wie das mit den steuern früher realisiert wurde kann mir vorstellen dass es eine Zeit gab zu der es ein festbetrag war da die Datenverarbeitung ja erst in den letzten paar Jahrzehnten diese umfangreiche Analyse möglich gemacht hat.

Kommentar von hyp3rbolicus ,

(nur Spekulation)

Kommentar von Chriyovime ,

Vielen Dank! Ich habe das Jahr 1960 als Beispiel genommen, da dies nach meinem Wissensstand, die Zeit war, in der die ersten Staatsschulden in der BRD aufgenommen wurden.

Seitdem wird man demnach mit Schulden geboren. Früher musste ich nur GEZ Gebühren bezahlen, wenn ich auch Leistungen in Anspruch genommen habe. Auch der Krankenversicherungsbeitrag wurde nur dann fällig, wenn ich Versicherungsschutz beantragt hatte.

Man konnte sich quasi der Teilnahme am Geldsystem entziehen, ohne gegen Gesetze zu verstoßen.

Heute hat ein Mensch eine Schuldenlast nur durch seine Geburt zu tragen. Durch die anteilige Staatsverschuldung, welche vor 1960 evtl. nicht bestanden hat.

Man muss Krankenversicherungsbeiträge entrichten, nur weil man lebt und nicht weil man Versicherungsschutz in Anspruch nehmen will.

Man muss GEZ Gebühren entrichten, wenn man einen Wohnsitz angemeldet hat und nicht wenn man die Leistungen in Anspruch nimmt.

Eine Teilnahme am Geldsystem wäre daher, wenn dies stimmt, verpflichtend, da man ansonsten gegen geltendes Recht verstößt.

Kommentar von hyp3rbolicus ,

aber man muss doch so oder so am "Geldsystem teilnehmen". Selbst wenn man einen Bauernhof hat mit genug Nahrung usw und ein eigenes Stromaggregat etc kauft man sich doch trotzdem mal was z.b Möbel. Klar könnte man das alles selber machen aber iwann gibt es eine Grenze an der man eine Dienstleistung in Anspruch nehmen will die eben Geld verlangt.

Antwort
von hyp3rbolicus, 16

da fällt mir ein: ich hab mal ne Doku gesehn (einige Jahre her) da wurde ein mann gezeigt der sein Ausweis zurück gegeben hat und einfach im wald wohnt. der hat kein geld gehabt und sich such nichts zu essen gekauft. kann mir aber nicht vorstellen das er es lange durchgehalten hat oder es geduldet wurde. aber es ist möglich ohne geld zu leben

Kommentar von Chriyovime ,

Ja, nur leider verstößt er heute automatisch gegen Gesetze, was, und darauf zielt meine Frage ab, wohl erst seit ein paar Jahren der Fall ist.

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