Frage von tschainik, 22

Gab es eigentlich viele Adlige in der DDR, und wie lebten sie?

Viele Leser denken jetzt sofort an Manfred von Ardenne, Karl-Eduard von Schnitzler und ggf. an den ehemaligen Stalingrad-General Arno von Lenski. In meinem Bücherregal habe ich die "Lebenserinnerungen" von Manfred von Ardenne und weiß daher, dass Ulbricht ihn nach anfänglicher Skepsis gefördert hat (O-Ton Ulbricht :"da gommt eener mit verrickten Ideen, aber wenn es uns nitzt, ja?" . Und Sudel-Ede wurde von Ulbricht zurechtgewiesen, weil es das "von" aus seinem Namen streichen wollte.(O-ton Ulbricht :"Biste verrickt, die Leute sollen doch sehen, wer zu uns gommt, ja ?" Und der ostpreußische Landadlige Arno von Lenski lernte in Krasnogorsk bei Moskau Wilhelm Pieck kennen, der ihn zur Mitarbeit beim Aufbau eines neuen Staates unter kommunistischer Führung einlud.Lenski war Genaral bei der Kasernierten Volkspolizei, bzw. bei der NVA der Anfangsjahre. Daneben gab es sicherlich auch viele Adlige, die sich "über den Krieg gerettet haben", in der DDR blieben, ihren Mann z.B. als Arzt, Buchhalter oder Ingenieur standen und hofften, dass doch möglichst viel von Ihrem Besitz blieb. Ende der sechziger Jahre gab es einen DEFA-Film "Genosse Prinz". * Der Protagonist dieses Films war ein blaublütiger Mitarbeiter im staatlichen Außenhandel mit Nähe zum Hause "Hohenlohe*" Jedensfalls hat mich auch dieser Film inspiriert, der oben genannten Frage einmal nachzugehen. Ich hoffe auf viele interessante Antworten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten