G. Lesch im TV: „Wer nicht weiß der muss glauben.“ Daraus logisch: Wissen ist…?wie subjektiv, objektiv,real, wirklich, richtig ist diese Behauptung? Was alles folgt logisch aus dieser Behauptung?
Die Behauptung ist überzogen und als logische Folgerung falsch. Wer etwas nicht weiß, hat kein Wissen darüber. Glauben ist aber nicht die einzige Möglichkeit, wie dies geschehen kann. Möglich ist auch, an nichts zu denken oder einfach zu zweifeln. Glauben ist nicht das kontradiktorische Gegenteil von Wissen.
Logisch folgt aus dem Satz: Glauben ist etwas anderes als Wissen.
das ist zentrales thema der philosophie. man geht davon aus, dass es im prinzip kein objektives wissen an sich gibt. skeptiker streiten sowieso die existenz von wissen jeder art ab. das paradoxe ist ja: wenn du weißt, dann heißt das nicht, dass du wirklich weißt, sondern du GLAUBST zu wissen (bedenke das berühmte Zitat Sokrates': "Ich weiß, daß ich nichts weiß." dein wissen, egal wie "fundiert", ist also immer glaube, nämlich die überzeugung zu wissen. und überzeugungen sind glaube. das hebelt die ganze behauptung eigentlich aus.
cmk7145 am 9. Dezember 2007 16:01 es scheint mir auch eine zentrale frage im medizinischen bereich zu sein :-)

Eine Information von der ein Einzelner oder eine Gruppe Kenntnis hat ;-)

Ich kenn nur den Spruch von angeblich Lenin - Wissen ist Macht ! Der Spass bei uns war dann die Wiederrede - Nichtwissen - macht nichts.

Wissen ist einfach (zu erlangen). Glauben ist schwierig (zu erlangen und zu erhalten)