Furchtbar hier im Elternhaus bin aber abhängig?

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5 Antworten

Hallo
Joggigijoggi

Ich bin jetzt schon fast Oma (demnächst), erinnere mich aber gut daran, als ich 20 war. Meine Eltern haben mir auch viel vorgeschrieben und wollten Entscheidungen für mich treffen. Natürlich war ich finanziell völlig abhängig (Studium). Habe damals aber gesagt, dass ich ausziehe und mich um einen Wohnheimplatz gekümmert. Meine Eltern waren damals voll dagegen, aber einmal eine Entscheidung getroffen, haben sie mir zwar immer noch dagegen geredet, letztendlich aber doch unterstützt.

Du hast ja wohl 1000 € im Monat. Für ein Zimmerchen reicht das doch vielleicht, und für den Lebensunterhalt kannst du ja mit ihnen verhandeln. Es geht! Übrigens je nach Wohnort auch mit 1000 €. Unsere mittlere Tochter ist mit 20 ausgezogen und hat neben der Miete (1 Zimmer, unter 300) noch ca. 400 € von uns bekommen (mehr ging bei 3 Kindern dann auch nicht). Sie ist damit hingekommen. Wir haben noch Nebenkosten übernommen, das waren aber insgesamt immer noch  keine 1000 €. Unser Sohn, mit 19 raus, wurde gleichermaßen unterstützt (auch nur 1 Zimmer) und kommt auch zurecht. Jetzt ist unsere dritte (24) raus und muss auch noch unterstützt werden, da sie noch im Studium ist. Bräuchten alle drei mehr als 1000 €, oh je. Dann ginge gar nichts mehr.

Übrigens konnte ich mit meinem Vater damals drüber sprechen, warum es für mich der richtige Weg war auszuziehen (mit meiner Mutter wäre es schwieriger gewesen). Und er hat es verstanden. Wie soll man denn selbständig werden, wenn alle Entscheidungen abgenommen und die Wege vorgeschrieben werden.

Versuch doch mal in Ruhe mit deinen Eltern zu reden. Vielleicht kennst du ja auch jemanden, der vielleicht eine Einliegerwohnung hat, die recht günstig zu mieten ist. Ich kenn dich nicht, weiß also nicht, was du an Luxus gewöhnt bist. Große Ansprüche darfst du halt nicht stellen sondern mit einer kleinen Lösung
zufrieden sein (1 Zimmer?). Ich finde es super, dass du so engagiert bist, dass
du nach der Ausbildung noch dein Abi machen möchtest. Viele schaffen den Sprung in diese Richtung nicht mehr. Versuche eine friedliche Lösung mit deinen Eltern zu finden, das ist seeehr wichtig. Sonst verliert ihr euch. Versuch ihnen klar zu machen, dass dir das Abi sehr wichtig ist und dass sie durch ihr Ausbremsen dir Steine in den Weg legen, auch wenn sie sicher davon überzeugt sind, das Beste für dich zu wollen und dich in dem Glauben leiten möchten (gib ihnen das Gefühl, dass du das weißt und schätzt). Aber wenn deine Vorstellung eine andere ist, Weiterbildung eine große Rolle spielt (und nicht „ich tingel jetzt mal ein Jahr durch einen anderen Kontinent – ziellos“), dann lassen sie sich vielleicht überzeugen.

Im schlimmsten Notfall mach ihnen klar, dass du dir für deine Weiterbildung ihre Unterstützung wünscht und nicht ihre Blockade. Deine Ausbildung sollte  doch auch ihnen sein. Sons  verlieren sie dich eher als dass sie dir helfen.

Ich wünsche dir jedenfalls super viel Erfolg bei deinen weiteren Vorhaben.

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Hi,

das ist schon echt hart und bitter. Wenn Du mit Deinem eigenen Geld nicht entscheiden kannst, wann Du Dir ein Auto kaufen darfst? Wo sind wir denn? Ich mein..Das ist doch Dein Geld und Deine Sache und dabei ist es auch egal, ob Du noch Zuhause wohnst oder nicht. Warum sagen Deine Eltern denn kauf Dir erst nächstes Jahr ein Auto?

Miete zahlen ist auch hart bei den eigenen Eltern. Gut, das machen zwar viele..Aber meine Familie hat es nie so gemacht. Meine Familie sagt viel mehr, dass sie eher glücklich sind, wenn ich Zuhause bin und ich da bin. Da verlangen die kein Geld von den eigenen Kindern. Allerdings gibt man als Kind dann trotzdem freiwillig mal 100 oder 200 Euro im Monat. Je nachdem, wie es die Finanzen zulassen. Also so "Miete" oder ähnliches, sollte das Kind eher freiwillig zahlen - einfach um zu zeigen: Danke!
Aber es von den Kindern ausdrücklich zu verlangen, so nachdem Motto: Kostet Geld hier zu wohnen! Das finde ich schon hart.. Denn früher musste man doch auch nichts zahlen..

Dass Du mit 1000 Euro Netto im Monat keine großen Sprünge machen kannst - also alleine mit Wohnung - stimmt leider.
Wenn Du unabhängig werden möchtest, dann müsstest Du nebenbei noch einen 450 Euro Job annehmen und selbst dann ist das noch alles etwas schwierig oder Du ziehst in eine WG, wo Du weniger Miete zahlen musst.

Das ist alles echt ne schwere Lage.

lg

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Kommentar von lillian92
02.05.2016, 21:51

Wo lebt ihr bitte alle?
Mit 1000 € im Monat lässt sich eine Mietwohnung leicht stemmen.

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Zieh aus. Regel dein eigenes Leben. Du willst nichts vorgeschrieben bekommen, aber fürs trotzdem auf jegliche Vorschriften und Regeln und wunderst dich danach noch mehr kommen:D viel Glück

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Kommentar von Loveschocolate
02.05.2016, 21:44

*hörst trotzdem auf

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Zieh einfach aus. Miete kannst Du auch für Deine eigene Wohnung zahlen.

Du bist ERWACHSEN - also handle auch so.

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Kommentar von Joggijoggi
02.05.2016, 21:42

Mit 1000 Euro wird das schwer 

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Sorry, aber für was gehen die 1000 € im Monat bitte drauf?

Die andren haben recht: Zieh einfach aus. Mit 1000 € im Monat ist das mehr als leicht möglich.

Ich sage das als jemand, der mit 700 € im Monat mit 19 von zuhause ausgezogen ist. Zuerst in ein WG-Zimmer (weil es sich schneller organisieren ließ) und ein paar Monate später in eine eigene Wohnung. Ich hatte nie ein Probleme oder musste wirklich zurückstecken. Ich bin arbeiten gegangen und habe nebenbei an der Abendschule mein Abi gemacht. Glaub mir, das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Also heul nicht rum, und ändere deine Situation.

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