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Funktioniert UV-Kleidung?

gefragt von yogitee am 15.03.2007 um 22:01 Uhr

Gibt es bei UV-Kleidung Qualitätsunterschiede? Worauf muss ich achten? Und: Lohnt sich der Kauf?


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Reply


anonym
beantwortet von einem Gast am 18. März 2007 18:15
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Es gibt nicht nur Qualitätsunterschiede sondern auch Unterschiede in der Art des Sonnenschutzes. Es gibt Produkte bei denen Titandioxid in die Faser eingebaut wird. Oder es werden UV-Absorber wie Oxalanilid, Benzotriazol und Chlorotriaz in speziellen technischen Verfahren auf die Textilien aufgebracht. Hier muss man durch Waschen mit einer Reduzierung des Schutzfaktors rechnen. Ausserdem gibt es (in den USA) Waschmittelzusätze die beim Waschen verwendet werden können. In Deutschland wurde ein vergleichbares Produkt vom Markt genommen (zu wenig Akzeptanz). Qualitativ besser ist also sicher Kleidung bei der der UV Schutz in Form von Titanoxid bei der Herstellung fest in der Faser verankert wird. Hier bleibt die Schutzfunktion während der gesamten Lebensdauer des Textils erhalten. Grundsätzlich sollte man beachten, dass bei Produkten bei denen der UV Schutz fett auf der Faser fett appliziert wird, die Meinungen über Nutzen und eventueller Gesundheitsgefährdung auseinander gehen. Fachärzte für Dermatolgie warnen vor Produkten bei denen Solartex eingesetzt wird. Laut ÖKO Test handelt es sich hier um eine Anilinverbindung die Leber-, Blut- und Nierenschädigend sein kann.
Man kann allerdings schon bei der Auswahl der Kleidung Schutzmassnahmen berücksichtigen ohne zusätzliches Geld für UV Kleidung auszugeben. Baumwolle, Viskose und Leinen haben einen geringeren Sonnenschutz als Nylon, Wolle und Seide. Den besten Schutz bietet Polyester. Farben sind auch wichtig. Dunkle Farben schützen besser als helle. Kräftiges Grün und Rot ist am besten. Wichtig: die Farbe muss lichtecht sein. Faustregel: dichte, schwere Textilien in dunklen Farben. So gibt es auch Schutzkleidung, die den Schutz nur aus besonders dicht gewebten Stoffen und speziellen Farben bezieht (USF bis 40).
Zertifizierte Kleidung gibt den Schutzfaktor mit der Bezeichnung USF oder UPF an. Einfache Beispiele:
ein weisses Baumwoll-Thirt hat einen Schutzfaktor von 10 (nass weniger).
Dichte Baumwollkleidung ungefähr 20.
UV Schutzkleidung zwischen 20 und 80.




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