Habe mich in eine Deckenlampe bei IKEA verliebt aber wohne in Lateinamerika (dahin sind die Schweden leider immer noch nicht vorgestoßen), Stromnetz also mit 110V. Würde jetzt gerne wissen, ob ich da eventuell die Fassung und das Kabel auswechseln müßte damit die Lampe dort funktioniert. Kennt sich doch bestimmt jemand von Euch mit aus, oder? Danke für alle Antworten!
Hallo, als gelernter Elektriker kann man sich da das Lachen nicht verkneifen. Natürlich kannst Du die Lampe kaufen und auch nutzen. Mußt nur Glüphlampen mit 110 V Spannung einschrauben.
Beim Anschließen an der Klemme sind aber unbedingt die farblichen Draht-Kennungen zu beachten. Bitte einen entsprechenden Handwerker um Hilfe, da ich die dort üblichen Farbkennungen und die Anzahl der Drähte (= Stromkreis-Aufteilungen in der Leuchte) nicht kenne.

Es fließt ein etwa doppelt so hoher Strom wie mit 230V. Wenn die gleiche Wattzahl der Birne verwendet wird. Leistung durch Spannung ist Strom. Kommt auf den Kabelquerschnitt an ich denke aber schon.
Kommt auf das Leuchtmittel an. Bei Hochvoltlampen (Glühbirnen und halogen) musst du die Glühbirnen austauschen. Bei niedervolthalogen musst du den Trafo austauschen. Bei sparlampen musst du die Energiesparlampe austauschen. Wobei manche universal sein könnten. Theoretisch machbar, praktisch keine Ahnung. Bei teureren Energiesparlampen musst du eventuell den Ballast austauschen. Bei LED-Leuchtmittel kann es funktionieren, du hast nur ein glühen oder sie brennen gar nicht. Kommt bei LED auf die interne Schaltung an. Da frag aber lieber einen Elektriker, elektroniker. Hin wie her, ich würde einen Elektriker vor Ort damit beauftragen die Lampen umzurüsten. Aufpassen würde ich bei lampen, die eine hohe Wattzahl haben, da der doppelte Strom fliesst kann es sein, dass sich Kabel übermässig erwärmen.
JoGerman am 18. Juni 2008 22:59 Wenn ein 230 Volt-Leuchtmittel an 110 Volt angeschlossen wird, fließt nicht der doppelte, sondern der halbe Strom. Denn hier ist nicht die Leistung ausschlaggebend, sondern der Widerstand. (Bei einer 60 Watt-Glühlampe rund 850 Ohm)
Die Glühlampe wird also mit nur 30 bis 40% der normalen Helligkeit glühen. Die Kabel und Fassungen sind bei 110 Volt ohne weiteres verwendbar.
Gruß DER ELEKTRIKER
Das stimmt schon - nur wird man eben typischerweise keine 230V Lampe an 110V betreiben, sondern eine 75W Glühlampe (230V) gegen eine 75W Glühlampe (110V) austauschen (spätestens dann wenn die "Originalglühbirne" kaputt gegangen ist ist). Dann fließt wie Fritz64 schrieb ein in etwa doppelt so hoher Strom. In der Regel machen das die Leitungen ohne weiteres mit, aber wenn die Leistung weit über 200W hinaus geht, dann sollte man schon mal den Querschnitt prüfen.
Darüberhinaus geht die Spannung quadratisch in die Leistung ein (bei gleichem Widerstand). Die von Dir erwähnten 60W-Glühbirne wird eine elektrische Leistung von ca. 14W aufnehmen (110V*110V/850Ohm), also nicht mal ein Viertel der Nennleistung. Da sich die Lichtleistung aber nicht linear zur elektrischen Leistung verhält wird die Helligkeit noch weit unter einem Viertel der Helligkeit einer 60W-Lampe liegen.
Gruß WasWeissDennIch

Stecker und Fassung austauschen reicht. Schalter und Kabel sind auf jeden Fall zu gebrauchen.
Falsch! Hier ist überhaupt nichts anderes auszutauschen, nur die Glühlampen!!
Delot am 17. Juni 2008 20:40 Weißt du ob die Fassung und der Stecker passt? Landesübliche Birnen währen schon von Vorteil oder?
Die Fragestellerin hat von einer Deckenlampe geschrieben und da ist grundsätzlich kein Stecker dran!!
Delot am 17. Juni 2008 21:05 OK OK hab mich zu allgemein gehalten. Noch lange kein Grund so patzig zu sein. Glühbirnefassungen folgen Weltweit dem E Standard (Edison Gewinde) allerdings hauptsächlich bei der E27 Fassung. Bei den kleineren gibt z.B. in Amerika Sonderbauformen die kleiner sind als unsere E14 Fassungen...

Glübirnen leuchten nur halb so hell, LEDs noch scgwächer, andere Läuchtmittel funktionieren kaum. Die Lampen an sich und dimmer funktionieren durchaus!
Das stimmt so nicht ganz, wenn ich Glühlampen an eine Klemme anschließe, dann ist es egal, ob ich braun auf blau, oder blau auf blau oder braun auf braun anschließe, es muß nur ein Kreislauf vorhanden sein, in manch anderen Fällen, z.B. beim Zusammenklemmen in einer Abzweigdose ist es nicht egal!
Da mag sein und es sind auch nicht immer übereinstimmende Farben an beiden Anschlüssen vorhanden. Es gibt aber noch eine ganze Menge Zusatzwissen, was in der Regel nur gelernten Elektrikern bekannt ist (...und ich bin einer davon!).
Ich gebe Dir mal noch folgenden Hinweis: Um eine Lampe zum Leuchten zu bringen, braucht man bekanntlich immer 2 Leiter: Den Null-Leiter (ungefährlich) und die PHASE (gefährlich).
Beim Anklemmen von Leuchten sollte die PHASE (möglichst) immer auf den FUSSKONTAKT jeder Fassung geklemmt werden und der Null-Leiter entsprechend auf den Seitenkontakt. Das hat etwas mit Sicherheit zu tun. Wenn Leute im Finstern an einer Lampenfassung herumfummeln, erwischen sie mit den Fingern immer zuerst den Seitenkontakt der Fassung und das kann lebensgefährlich werden, wenn dort die PHASE draufgeklemmt wurde.
Deshalb beachten: Ist an der Leuchte ein schwarzer Draht vorhanden, dann geht der mit Sicherheit (zumindest sollte es so sein) auf den Fusskontakt. Ist kein schwarzer Draht vorhanden, sondern nur eine brauner (und blauer und evtl. grün-gelber), dann ist der brauner auf den Fusskontakt geschalten.
Also in Zukunft auf sowas achten! Ist man sich trotzdem unsicher, dann nochmal in der leeren Fassung mit dem Phasenprüfer nachprüfen, wo die PHASE angeschlossen ist.
Besser ist es deshalb, in solchen Foren (oder Plattformen) die Fragensteller mit solchen Problemen an einen Fachmann in der Nähe zu verweisen. Nur dieser kann die tatsächlich dort vorhandenen Verhältnisse ansehen und entsprechend handeln.