Bei der Glyx – Diät geht es darum Nahrungsmittel mit einem möglichst niedrigen glykämischen Index zu essen um abzunehmen. Wer hat damit positive Erfahrungen gemacht?
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...es funktioniert meiner Einschätzung nach nicht mehr und nicht weniger als alles andere, was es auf dem Sektor gibt (Trennkost, Glyx, Abnehmen im Schlaf, nach Blutgruppe... etc.pp). Vieles ist "Trend", hilft dem einen mehr, dem anderen weniger, und ist nach einer Weile (in der es sprichwörtlich "in aller Munde" war) immer weniger interessant. Schaden kann es sicher nicht, aber ob es mehr nützt als alles andere!? Ich glaube kaum.... (hatte mir seinerzeit auch mal Lektüre dazu besorgt, dann aber wieder beiseite gelegt)

Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist der GI für sich allein kein sinnvolles Kriterium zur Beurteilung von Lebensmitteln. Die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hänge zudem von mehreren Faktoren ab wie Zubereitung, Temperatur, Fett- und Ballaststoffgehalt. Empfehlenswerte Lebensmittel wie Kartoffeln würden zu Unrecht abgelehnt. Zitat: „Glyx-Diäten propagieren, die Lösung des Problems Übergewicht sei allein die Reduzierung des glykämischen Index, die Höhe der Energie- und Fettzufuhr gelte dabei als irrelevant. Bei diesen Diäten werden ernährungswissenschaftliche Tatsachen mit falschen und unbewiesenen Behauptungen vermischt. (...) Die Beurteilung des glykämischen Index ist als alleiniger Faktor der Gewichtsreduktion unsinnig, da die Blutzuckerwirksamkeit von zahlreichen anderen Faktoren mitbestimmt wird, wie etwa Flüssigkeitsgehalt der Nahrung, Temperatur sowie Fett- und Ballaststoffgehalt einer Mahlzeit.“
„Die Behauptung der Glyx- und LOGI-Anhänger, die Zufuhr von Kohlenhydraten mit hohem GI würden zwangsläufig eine "überschießende" Insulinausschüttung bewirken, die zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels unter das Ausgangsniveau bzw. sogar zu einer Hypoglykämie und damit zwangsläufig zu Heißhunger führen würde, ist nicht haltbar und entbehrt jeglicher physiologischen Grundlage.“
Die aufgenommene Kalorienmenge wird vernachlässigt. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt als der Körper verbraucht, nimmt jedoch zu, unabhängig vom Glyx. Fett enthält keine Kohlenhydrate und hat daher einen niedrigen GI, enthält aber relativ viele Kalorien. So hat eine Scheibe Brot mit Butter und Käse einen niedrigeren GI als eine trockene Scheibe Brot.[2] Die meisten Nahrungsmittel werden nicht isoliert gegessen, sondern mit anderen zusammen. Die einzelnen GI-Werte können aber nicht einfach addiert werden, das führt zu falschen Ergebnissen. Außerdem schwankt die glykämische Reaktion des Körpers auf dasselbe Lebensmittel bei derselben Person teilweise erheblich, selbst innerhalb eines Tages.
Eine fünfjährige Studie mit 1255 Personen, die 2006 im British Journal of Nutrition publiziert wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem glykämischen Index und dem Blutzuckerspiegel gibt. Die Studienleiterin Elizabeth Mayer-Davis folgerte: „Der glykämische Index ist weder für Wissenschafter noch für Konsumenten zur Entwicklung einer gesunden Ernährung hilfreich“.

Es funktioniert gut. Allerdings musst du dich später auch weiter gesund und ausgewogen ernähren. Denn der JoJo-Effekt tritt nach der diät auch hier auf.
Ein Freund von mir hat damit fantastisch abgenommen. Ich habe es dann auch versucht. Bei mir geht es nicht!
Ich kann nicht einfach auf z.B. Kartoffel über lange Zeit verzichten. Ich bekomme dann eine Abneigung z.B.
gegen Fleisch, ja es wird mir beim Essen übel, obwohl ich es gerne esse. Das normalisiert sich erst wieder
nach dem Essen von Kartoffeln. Darum habe ich das aufgegeben.
Im Grunde muß man sagen, man sollte keine Diät zur Gewichtsreduktion anfangen, die man kein Leben lang
durchhalten kann! Deshalb spricht man von einer Umstellung der Ernährung!
Übrigens hat der Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm in seinem Buch "Diätlos glücklich" beschrieben,
dass ihm keine der großen Gesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Bundesverband der
Ökotrophologen) auch nur eine Studie benennen, die die gesundheitlichen Vorteile des Abnehmens belegen.
Eine Literaturstudie, die er in Auftrag gegeben hatte, erbrachten über 20 Langzeitstudien (inzwischen sind
es über 25), die zeigen, dass durch Abnehmen die Lebenserwartung verkürzt wird! Also. Abnehmen nur wenns
sein muß!
Noch ein Tip: Eine in den letzten Wochen veröffentlichte Fütterungsstudie an Mäusen hat gezeigt, dass
Fructose (Fruchtzucker) im Gegensatz zur Glukose (Haushaltszucker) schnell dick macht. Fructose wird in der
Leber direkt in Fett umgewandelt und nimmt nicht wie die Glukose am Insulinstoffwechsel teil und macht
deshalb nicht satt! Deshalb darauf auchten, dass in Getränken keine Fructose enthalten ist. Es ist eben ein
bedeutender Unterschied, ob man eien Flasche Apfelsaft trinkt, oder die 20 bis 30 Äpfel isst, aus denen er
hergestellt wird. Nach der Flasche ist man nicht satt und kann wahrscheinlich noch eine weitere trinken.
Aber beim Essen der Äpfel bekommt man jede Menge Balaststoffe mit, die auch sättigen!