Frage von yodash, 54

Fundamente?

in einer Baubeschreibung steht: Fundamente 45 /35 cm - Betongüte B 160. Ist das ein Sttreifenfundament oder eine geschütte Platte?

Antwort
von yodash, 9

Moin zusammen,

es handelt sich um ein Haus von 1973. Ich benötige Klarheit über das Fundament zwecks Sanierung iim Keller gegen Feuchtigkeitschäden der Außenwände.

Wenn es Streifenfundamente sind, muss zusätzlich zur Außenabdichtung eine Horizontalsperre eingebracht werden. Ist es eine Platte oder eine Platte auf Streifenfundamenten, kann man darauf verzichten.

Ist für mich daher für die Kostenkalkulation wichtig.


Antwort
von enginmachine, 1

Früher wurdeb die Häuser auf Streifenfundamente gebaut. Dieses ist 45cm breit und 35cm hoch. Darauf wurden die Kellerwände gestellt und dazwischen drin die Bodenplatte ca 10-15 cm dick mit Glattstrich meistens ohne Bewehrung gegossen. B 160 ist ein ganz schlechter Beton, den man heute wohl für bewehrten Beton micht mehr her nimmt. 

Wenn du die Kellerwabd einigermasen trocken bringen willst, dann außen ausgraben, Verputzen, Dichtungsschlämme drauf, oder / und Bitumendickbeschichtung, Dämmung 10cm und Noppenschotzbahn, dann mit faustgroßen Steinen verfüllen. Boden mit Schweissbahnen abdichten und schwimmenden Estrich drauf. Meistens braucht man dann auch noch eine Zwangslüftung, da sie nie ganz trocken werden.

Antwort
von 123phil, 25

Was soll dennn auf die Fundamente drauf?Sollen Wände gestellt werden,ist das der Querschnitt.Kommen Stützen etc.drauf ist das Länge/Breite.Ich vermute das es sich um Fundamente handelt wo anschließent eine Bodenplatte draufkommt unterhalb der Frostgrenze.Also ist ein Keller geplant.

Antwort
von Hegemon, 15

Das dürfte ein Streifenfundament sein, 45 breit und 35 hoch. Und - da nicht frostfreie Tiefe - ein Fundament unter einen Innenwand. Die Betongüte wird schon seit Jahrzehnten nicht mehr so angegeben.

Plattendicken sind oft so um die 20 cm.

Antwort
von IGEL999, 41

Einzelfundament 35x45 cm; Tiefe nicht abgegeben, also mindestens Frostfrei = 80-120 cm; je nach Region.

Betongüte wird heute nicht mehr mit "B" bezeichnet.

Kommentar von yodash ,

Hi Igel, also keine Platte sonder Streifenfundament - oder? Aber ich kann mit dem Maß 45/35 nix anfangen. Was bedeutet das bitte?

Kommentar von IGEL999 ,

Ohne Plan könnte es auch ein Streifenfundament unter einer Innenwand sein. Tippe aber eher auf ein Einzelfundament. Also unter einer Stütze. Für eine Außenwand ist es nicht tief genug. 

Hast du nen Plan vom Keller?

Bei EF würde es heißen: 45 lang und 35 cm breit.

Bei StrF: 45 cm breit; 35 tieg

Kommentar von yodash ,

Hab ne Zeichnung vom Keller. Haus ist 17 x 9.5 m. Außenwände 36,5 KS. Deswegen irritieren mich ja die Angaben in der Baubeschr. bezgl. der Fundamente.

Kommentar von IGEL999 ,

Also ist das Haus unterkellert. Dann muss das Fundament nicht frostsicher gegründet werden.

Ok, dann 45 cm breit. F. sitzt mittig unter allen Wänden.

Antwort
von janfred1401, 21

Das werden Streifenfundamente sein. Einzelfundamente gibt es bei einem EFH kaum, ausser wenn später Pfeiler draufkommen.

Also Streifenfundamente 45 breit 35 Tief.

Bei der Betongüte B160 kann es sich auch nicht um eine Platte handeln, da diese bewehrt wäre und da nimmt man für Stahlbeton eine bessere Güte.

Kommentar von IGEL999 ,

B160 kommt mit aus der DDR und war ein B15. Heute C12/15. wer schreibt das heute noch in ne Beschreibung??

Kommentar von Jackie251 ,

B160 hat nichts mit der DDR zu tun.
Der war so in der DIN 1045 definiert bis zur Ausgabe von 1959.
Die DDR hatte die DINs weitgehend als TGL übernommen. Erst im Jahr 1972 hat die BRD auf SI Einheiten gewechselt und somit den Beton dann als BN15  bezeichnet.
In der DDR wurden Kilopond beibehalten (bis 1981) und dies auch danach noch vielfach als Bezeichnung erhalten, da vielfach Fertigteile nach alten Entwürfen hergestellt wurden.

Zudem wird häufig vergessen - selbst von Fachleuten - dass Betone zu den Zeiten von B160 noch anders geprüfert wurden. So galt damals der Mittelwert der Betonfestigkeiten und nicht das 5% Quantil wie heute. Dazu kommen noch einige weitere Faktoren, sodass man eben nicht einfach die alte Würfeldruckfestigkeit mit der heutigen vergleichen kann.

Ein B160 wird konservativ als C8/10 eingestuft. Seit sogar die Nachrechnungsritlinie davon ausgegeht, ist es rechtlich bestenfalls gewagt eine höhere Festigkeit zu unterstellen.
Ich lese die Frage übrigens nicht so als das es jemand heute in eine Baubeschreibung geschrieben hat. Es wird schlicht ein historisches Dokument sein.

Kommentar von janfred1401 ,

Ja, der Fragessteller wollte ja nur wissen, was gemeint ist. Mir war das mit der DDR nicht bekannt, aber ich habe Ostblock gerechnet/vermutet. Jeden Fall ist es von der Güte her nicht für eine bewehrte Bodenplatte geeignet, sondern für unbewehrten Beton.

Kommentar von Jackie251 ,

Oh, hattest du nicht mal gesagt du hättest lange im Betonbau gearbeitet?
Es ist zwar richtig das heute ein StB-Bodenplatte in C8/10 nicht mehr den Vorschriften entspricht.
Von 1930 - Mitte der 70er (also genau in dem Zeitraum in dem der Beton mit B160 bezeichnet war) war B160 jedoch DER Beton für einfache Stahlbetonkonstruktionen. Für höher beanspruchte Bauteile gab es dann noch den B225. Schon für den B300 benötigte man in den 50ern noch eine ZiE der Baupolizei.
Später kamen dann zwar B500 und co. dazu, jedoch nur in Fertigteilwerken und im Spannbetonbau.

Wenn man auf einem alten Bauplan/-beschreibung also die Bezeichnung B160 findet ist es recht wahrscheinlich, dass es sich um Stahlbeton handelt.

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