Frage von Lenigaga, 35

Fukushima Geografie Vortrag?

Ich halte einen Vortag über den Reaktorunfall in Fukushima in den Fächern Geografie und Biologie. Da ich den geografischen Teil zu 70% einbauen soll (und den Biologischen zu 30%), wollte ich fragen, wie ich den geografischen Teil gestallten sollte, also auf was ich eingehen soll. (Besuche Oberstufe eines Gymnasiums)

Antwort
von Enzylexikon, 15

Interessant wären vielleicht folgende Umstände

Lage und Definition von Fukushima

Deutliche Unterscheidung zwischen der Präfektur Fukushima, der gleichnamigen Stadt und den beiden Kernkraftwerken Fukushima Daiichi und Fukushima Daini.

Lage der Präfektur innerhalb der Region Tohoku im Nordosten der größten japanischen Hauptinsel näher erläutern.

Irrtümer ausräumen

Wie die Beschäftigung mit dem Thema zeigen wird, ist nicht die gesamte Präfektur eine unbewohnbare "Atomwüste" und besteht auch nicht nur aus Geisterstädten, in denen einige sturköpfige Senioren ausharren.

Stattdessen gibt es dort Städte, wie etwa Koriyama, in denen das Leben weitgehend normal abläuft und höchstens die Anzeigetafeln von Messposten an den Atomunfall erinnern.

Viele Lebensmittel aus der Region sind sowohl innerhalb Japans, als auch für den internationalen Handel wieder freigegeben. So ist die Präfektur unter anderem für die Pfirsiche berühmt.

Bewaldung:

Große Teile der Präfektur Fukushima sind bewaldet. Ein wesentlicher Teil des Fallouts ging also auf Wälder nieder. Bislang gibt es kein Konzept, wie diese Wälder effektiv dekontaminiert werden können.

Stattdessen werden Wildschweine mit Dosimetern ausgestattet, um auf diese Weise an Strahlungsdaten aus unbewohnten Gebieten zu können.

Bislang werden Waldgebiete nur in einem geringen Kilometer-Umkreis von landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungen dekontaminiert.

Eine erneute Kontamination bereits dekontaminierter Gebiete ist aufgrund der Bewaldung jedoch möglich.

Dennoch haben die Wälder gewissermaßen eine Schutzfunktion erfüllt und den radioaktiven Niederschlag von anderen Teilen der Präfektur, sowie des Landes fern gehalten.

Küstenlage:

Da das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi an der Küste liegt, besteht grundsätzlich die Gefahr, das radioaktives Material ins Meer gelangen könnte.

Dass sich Tsunami dort verheerend an der Küste auswirken, zeigte sich ja bereits nach dem Tohoku-Großbeben 2011.

Als Gegenmaßnahmen zu einer möglichen Meereskontamination wurde der Boden des Hafenbeckens betoniert, um das Aufwirbeln von potentiell kontaminierten Sedimenten zu verhindern.

Auch wird durch so genannte Schlickzäune der Wasseraustausch des Hafens mit dem offenen Meer eingedämmt.

Abwasserleitungen, durch die in der Vergangenheit radioaktiv belastetes Wasser ins offene Meer gelangte, wurden umverlegt, so dass sie nun in sicherere Hafenbecken münden.

Gewässer

Flüsse sind nicht nur eine Quelle für den Fischfang von Süßwasserfischen, sondern spielten auch während der Ereignisse nach den Reaktorkatastrophen eine wichtige Rolle.

So wurde beispielsweise von verantwortungslosen Dekontaminationsarbeitern kontaminiertes Laub einfach in die Flüsse gekippt. Auch finden sich dort immer wieder radioaktive Elemente unklarer Herkunft.

Offene Zisternen und Brunnen dienen als Quelle für Trinkwasser und zur Bewässerung in der Landwirtschaft. Sie waren ebenfalls vom radioaktiven Fallout betroffen, so dass sich dort radioaktiv belastete Sedimente am Boden absetzten.

Die Bedenken, durch Umweltfaktoren, wie starke Regenfälle, könnte das Material aufgewirbelt werden, sehen die Behörden als übertrieben an. Zudem ist unklar, wie man die Ablagerungen ausbaggern soll, ohne dabei das Wasser zu belasten.

Auch Streit um Zuständigkeiten behindert die Einigung, wie mit den Brunnen zu verfahren ist.

Das sind ein paar Punkte, die mir im Zusammenhang von AKW-Katastrophe und Geographie einfallen.

Quelle für eigene Recherche

Nahezu täglich aktuelle Meldungen in deutscher Sprache gibt es seit mehr als fünf Jahren auf http://www.spreadnews.de

Antwort
von maki1, 9

Du solltest in deinen Vortrag wissenschaftlich vorgehen, als Einleitung und Ausblick kannst du persönliche Anmerkungen machen. Ansonsten solltest du alles unter Fachthemen beleuchten, Lage, Bevölkerungsdichte, Tektonik usw. In etwa wie hier nur mehr auf den Punkt und vielleicht nur einen Schwerpunkt ausarbeiten und sagen warum du diesen beleuchtest.

http://www.fvss.de/assets/media/jahresarbeiten/erdkunde/Jahresarbeit%20Fukushima...

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