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Fürsorglichkeit - kein hohes Gut mehr?

gefragt von Wieselchen1Wieselchen1 am 25.09.2008 um 1:54 Uhr

Ich stelle doch immer mehr fest, dass in unserer Gesellschaft Fürsorglichkeit für vernachlässigbar gehalten wird. Deinen Freunden geht es nicht gut? Ja und, gehen wir halt ohne sie feiern.... Der Kollege hat private Probleme? Was juckt es mich, solange er am Arbeitsplatz funktioniert. Die Oma von nebenan hat sich seit zwei Tagen nicht mehr blicken lassen? Ha, die schwirrt doch bestimmt auf irgeneiner Kaffeefahrt herum... Dein Bruder braucht Deine Hilfe? Hat der denn keine Freunde, die ihm helfen können.....

Jemand, der sein altes Handy mit einer Prepaidkarte bestückt und einer Frau schenkt, aus Kostengründen ihr Festnetztelefon absperren lassen musste, ist viel zu selten heutzutage.... Jemand, der mal eben bei der Nachbarin anklingelt und fragt, ob alles in Ordnung ist... der dem Kollegen auch mal stillschweigend ein paar Arbeiten erspart, indem er sie selbst macht...

Nun meine Frage: Wie schätzt ihr diesen Wert für die Gesellschaft und für Euch persönlich ein?

LG

Wieselchen


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1hoss43
beantwortet von 1hoss43 am 25. September 2008 01:58
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Um den Spiegel der heutigen Gesellschaft zu zeigen:

Fürsorglichkeit?

In welchem Fremdwörterbuch kann man dieses Wort nachschlagen?

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:00

Und wie stehst Du persönlich dazu?

LG

Wieselchen

Kommentar von 86f3bb116164da57fb1dd2d86f36c6c2small1hoss43 am 25. September 2008 02:12

Ich hasse die og. Einstellung unserer Gesellschaft.

Keiner scheint daran zu denken, daß er morgen schon krank und/oder bewegungsunfähig allein in der Wohnung liegen kann.

Ich persönlich hatte hier gerade 2 "Problemfälle" im Haus. Lebe hier in einem Hochhaus, welches zu 80% aus Ferienwohnungen besteht.

Der 1. "Problemfall" war eine 72-jährige Rentnerin, die ich seit 1 Woche nicht gesehen habe. Gestern habe ich sie telefonisch in ihrer Berliner Wohnung erreicht.

Der 2. "Problemfall" war eine 35-jährige Frau, die sehr stark psychisch labil ist und unter Vormundschaft steht. Die habe ich seit fast 14 Tagen nicht gesehen. Da habe ich bei der Diakonie angerufen und gefragt, ob da was bekannt ist. Nun habe ich erfahren, daß sie in der Psychatrie vorübergehend stationär eingewiesen ist.

Ich kümmere mich also schon darum, was in meiner Umgebung vorgeht.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 06:50

Danke schön, Hoss, für Deine sehr schöne und ausführliche Antwort. Ich bin hier ja noch neu in meiner Nachbarschaft, daher konnte ich solche Bekanntschaften noch nicht schließen. Dennoch bemühe ich mich, in meinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis genauso zu handeln.

LG

Wieselchen

Kommentar von D48e2ba0d2b968305a5b46bb1887a5a9smallUrbanessa am 25. September 2008 17:28

... dann bist DU doch der beste Beweis dafür, dass die Deutschen durchaus fürsorglich sind und sich um ihre Mitmenschen kümmern. :-)

Kommentar von 86f3bb116164da57fb1dd2d86f36c6c2small1hoss43 am 25. September 2008 20:24

@Urbanessa

Was hilft 1 unter 1000?

Ich bin halt der Meinung, wenn jeder nur ein klein wenig für seinen Nächsten mitdenkt, tun sich alle etwas leichter. Was bricht mir denn ab, wenn ich z.B. einer kleinen Person etwas aus der obersten Reihe im Supermarktregal herrunter reiche? Was vergebe ich mir, wenn ich einer Mutter eben helfe, ihren Kinderwagen in den/die Bus/Straßenbahn zu heben? Oder jemandem die Türe offenhalte, dem Nachbarn vom Einkaufen was mitzubringen, oder oder. Es sind ja oft nur Kleinigkeiten, die aber jedem das Leben leichter machen können. Ich bin zu 80% Schwerbehindert und bringe das fertig, wie leicht sollte es also gesunden Menschen fallen?

Aber immer wieder muß ich feststellen, daß bei den Leuten die Maxime gilt:

"Wenn jeder nur an sich denkt, ist auch an alle gedacht!"

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:14

Mit Hass können wir unsere derzeitige Gesellschaft nicht aus ihrem Tief, vor ihrem Abgrund retten. Angesagt ist, auch einmal zu hinterfragen, warum eigentlich Menschen krank werden? Sollten sie womöglich ein Leben geführt haben, was eben nicht dem GANZEN diente? Ist Krankheit den nichts anderes, als dass uns die Krankheit darauf aufmerksam macht, in unserem Leben etwas zu ändern? (Dehtlefsen/Dahlke: Krankheit als Weg) GALLARIAOY


Urbanessa
beantwortet von Urbanessa am 25. September 2008 02:30
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Ich habe nicht den Eindruck, dass sich niemand um seine Nachbarn oder Freunde schert, im Gegenteil. Ich bin durch meinen Beruf sehr viel unterwegs, und so lange ich noch in Deutschland gelebt habe, hatte ich immer einen so guten Draht zu den Nachbarn, dass die sich um meine verwaiste Wohnung gekümmert oder die Post angenommen haben. Der Kneipenwirt unter meiner Wohnung begrüßte mich, wenn ich aus dem Taxi stieg, oft mit einer Apfelschorle auf dem Gehweg und dem Kommentar, er habe sich schon Sorgen gemacht, weil er mich so lange nicht mehr gesehen habe - dabei habe ich nie IN seinem Lokal verkehrt, sondern bin immer nur dran vorbeigegangen. Ich habe es sehr oft gesehen, dass wirlfremde Menschen spontan irgendwo mit angefasst haben - sei es beim Verladen großer Gegenstände auf dem IKEA-Parkplatz oder wenn jemand bei Glatteis ausrutscht. Uswusf.

.

Ich finde, die Deutschen sind sehr aufmerksam und freundlich und hilfsbereit und viel, viel besser als ihr Ruf in den eigenen Reihen. Gerade auch in Bezug auf Fürsorglichkeit. Und ich habe in der Großstadt gelebt (Berlin). Die Hilfsbereitschaft und Fürsorglichkeit in ländlichen Gegenden geht dann noch einmal zwei Takte weiter.

Kommentar von 80a8de69641ad17b1a24b5bb6749e80csmallspatzi am 25. September 2008 02:37

danke, urbanessa, schöner beitrag

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 06:53

Urbanessa, Dein Bericht lässt mich wieder hoffen :)

Leider deckt es sich so gar nicht mit meinen Beobachtungen. Da könnte es höchstens sein, dass Dich einer anmeckert, wenn Du mit deinem vollbepackten Einkaufswagen nicht sofort Platz machen kannst, weil dieses Teil einfach zu schwer zum Anschieben ist....

LG

Wieselchen

Kommentar von D48e2ba0d2b968305a5b46bb1887a5a9smallUrbanessa am 25. September 2008 19:34

Also, Deine Erfahrungen kann ich ganz und gar nicht teilen, Wieselchen, und es tut mir aufrichtig leid, dass Du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Klar gibt es immer mal Leute, die sich nicht zu benehmen wissen, aber das gilt ja überall auf der Welt. Und auch wir selber haben mal 'nen schlechten Tag. Aber ich kenne Deutschland als ein Land, in dem man sich gern gegenseitig die Tür aufhält, im Bus für ältere Herrschaften aufsteht, ohne drum gebeten zu werden der jungen Mutti hilft, den Kinderwagen die U-Bahntreppe hochzutragen und der alten Dame nebenan die Einkaufstüten abnimmt. Vor ein paar Jahren habe ich mal mit dem Rad auf einer Landstraße neben dem Straßengraben gesessen, ich hatte angehalten, weil ich ein Handytelefonat führen musste. Und mehrere Autofahrer haben einfach so angehalten und gefragt, ob ich eine Radpanne hatte und ob es mir gut ginge und ob sie helfen könnten.

.

Mir haben schon so oft wildfremde Menschen einfach so geholfen - ich mache das andersherum allerdings auch immer, wenn ich sehe, dass Hilfe benötigt wird. Ich glaube, what goes around, comes around. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wer selber gibt, dem wird gern geholfen. Das ist einfach eine Frage der Einstellung, und die überträgt sich auf die Ausstrahlung.

.

Was mich dagegen immer wieder irritiert, ist, wie schlecht viele Deutsche über ihr eigenes Volk sprechen. Ich kann das überhaupt nicht begreifen. Deutsche sind meiner Erfahrung nach wunderbare Menschen, sie sind weder mürrisch noch unfreundlich noch egoistisch noch blind in Bezug auf andere (Ausnahmen bestätigen die Regel...), und ich kann mir absolut nicht erklären, warum so viele Deutsche glauben, dass sie auf "den Deutschen" herumhacken müssen. Etwas weniger und dafür ehrlichere Selbstkritik wäre da wohl angebracht. (Und wer glaubt, mit seiner schlechten Meinung über Deutschland/die Deutschen allgemein Recht zu haben, der sollte vielleicht einfach mal für ein paar Jahre ins Ausland ziehen ... Da merkt man ziemlich schnell, wie schön es sich doch zwischen lauter Deutschen in Deutschland lebt und wie nett und offen und hilfsbereit das eigene Volk doch ist...)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 26. September 2008 02:44

Urbanessa, Deine Meinung in allen Ehren, aber ich teile sie überhaupt nicht, denn es sind die Einzelfälle, die einander helfen. Die von Dir beschriebene Fürsorglichkeit habe ich viel zu selten hier in der BRD erleben dürfen. Und die Berichte der anderen User bestärken mich in meiner Ansicht, dass nicht ich die Ausnahme bin sondern eher Du.... Es wäre toll, wenn alle mal wieder so denken würden wie Du.

LG

Wieselchen

Kommentar von D48e2ba0d2b968305a5b46bb1887a5a9smallUrbanessa am 30. September 2008 02:36

Nein, Wieselchen, das sind keine Einzelfälle, das sind Beispiele für Dinge, die mir in Deutschland als "typisch" aufgefallen sind. Ich habe in Deutschland und Frankreich gelebt und habe berufsbedingt viele Länder bereist. Jetzt lebe jetzt in den USA, pendele aber häufig zurück nach Deutschland. Und die Deutschen sind (auich im internationalen Vergleich, den ich ja inzwischen habe) immer noch so hilfsbereit, freundlich und fürsorglich, wie sie waren, als ich vor gerade mal zwei Jahren das bislang letzte Mal ausgewandert bin. Ich kann über diese Miesmacherei über "die Deutschen" (und dann auch noch aus den eigenen Reihen) immer wieder nur den Kopf schütteln, denn mit meinen Erfahrungen deckt sich das, was Du empfindest, absolut nicht.

.

Dass die Userberichte mehrheitlich mit Dir übereinstimmen, wundert mich nicht, gibt aber kaum eine repräsentatives Bild wider. Bekanntermaßen melden Menschen sich vor allem dann zu Wort, wenn sie etwas zu kritisieren habe. Auch bei GF. Für Lob nehmen sich sehr viel weniger Leute Zeit (und das kann ich in meinem Beruf schon seit eineinhalb Jahrzehnten beobachten). Die User, die sich hier zu Wort gemeldet haben und Dir zustimmen könnten also dieMehrheit repräsentieren, aber ebenso (und sehr viel wahrscheinlicher) könnten sie die Minderheit der Berufspessimisten und Prinzipnörgler repräsentieren.


neomatt
beantwortet von neomatt am 25. September 2008 02:41
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Da fällt mir ein alter Spruch aus Kindertagen ein:
Es gibt sie nicht in großer Schar,
die guten Menschen. Sie sind rar.
Ich weiß, wie man sie finden kann:
Sei selber gut, das zieht sie an.
Das scheint nur vielen zu Anstrengend zu sein. Mal die Nachbarin auf der Etage zu fragen ob sie was vom Bäcker braucht wenn man sowieso hingeht und sie nicht mehr gut zu Fuß ist - kein Aufwand eigentlich, für sie aber eine große Hilfe.
Leider musste ich andererseits schon feststellen, dass man auch leicht ausgenutzt werden kann, aber das ist ein anderes Thema.
Gute Frage wiedermal vom Nachtwiesel ;)

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 06:55

Danke für die Blumen, Neomatt :)

Ich gebe Dir aber schon Recht. Manchmal frage ich mich aber auch, ob da nicht so ein bisschen die Angst vor der Zurückweisung dahintersteckt, wenn die Menschen nicht so aufeinander zu gehen. Oft auch Gedankenlosigkeit (die ich persönlich immer als sehr schmerzhaft empfinde), aber eben auch dieses Gefühl, nicht als aufdringlich gelten zu wollen...

LG

Wieselchen


pitimas
beantwortet von pitimas am 25. September 2008 05:13
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Tja Wieselchen, wie immer ein sehr gute Frage aber m.E. keine Frage, auf die man vorschnell eine allgemeingültige Antwort geben sollte. Du kennst mich ja inzwischen ein bißchen und weißt, daß ich es nicht lassen kann, allen Dingen auf den Grund zu gehen.

Auf den ersten Blick sind natürlich deine angeführten Beispiele dazu angetan, spontan für die Fürsorglichkeit zu stimmen und das würde ich auch. Bei näherem Betrachten sollte man aber doch ein wenig differenzieren.

Wie weit darf Fürsorglichkeit gehen? Mische ich mich evtl. zu sehr in die Privatsphäre des Anderen ein? Trete ich ihm zu nahe? Fühlt er sich bedrängt? Will er überhaupt Hilfe annehmen? Schämt er sich vielleicht? Wird ihm dadurch erst seine Hilflosigkeit bewußt? Will ich wirklich helfen oder will ich mich nur wichtig machen?

Ich könnte diese Fragen noch eine ganze Weile fortsetzen aber ich glaube, daß es schon etwas deutlich geworden ist, daß bei solchen wohlgemeinten Aktionen auch eine Portion Überlegung und Zurückhaltung nicht verkehrt ist. Wie bei vielen anderen Gelegenheiten ist halt auch hier eine gewisse Feinfühligkeit, Fingerspitzengefühl und Sensibilität unerlässlich, denn sonst richtet man u.U. mehr Schaden als Nutzen an und zerbricht evtl. viel Porzellan. Das wollte ich nur angemerkt haben.

LG pitimas

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 07:00

Ich verstehe Deinen Standpunkt, Pitimas. Dennoch finde ich, dass man zumindest seine Hilfe anbieten und signalisieren sollte, dass dieses Angebot von Herzen kommt. Denn viele Menschen wollen nur den anderen nicht zur Last fallen, vielleicht auch, weil sie diese Gleichgültigkeit und den Egoismus bereits zur Genüge kennengelernt haben.

LG

Wieselchen

Kommentar von C58e287f7aed4ff6244b22627e2fa35esmallpitimas am 25. September 2008 23:49

……..natürlich gibt es das auch zur Genüge. Ich stand ein Leben lang unter dem Einfluß des "Helfersyndroms" -des helfen müssen- ( sehr viele Menschen der Heilberufe sind davon betroffen ), weil ich geliebt sein wollte. Auch das kann ein---teilweises zwanghaftenes—Motiv für Fürsorglichkeit sein. Wollte eigentlich nur ein wenig sensibilisieren, daß hinter den moralisch hoch geschätzten Begriffen wie Fürsorglichkeit, Wertschätzung, Wahrhaftigkeit, Standhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Pflichtbewußt usw. usw.--- mehr steckt, als es vordergründig erscheinen mag und sich ein Hinterfragen lohnt.

Trotzdem sollten natürlich diese Prinzipien ein hohes Gut in unserer Gesellschaft und auch bei uns persönlich darstellen.

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:24

Ja, pitimas, DEINEN Ausführungen können wir nur zustimmen. Es gibt viele Menschen mit diesem so genannten Helfersymdrom, die nicht mit ihrem Wirken, mit dazu beitragen, dass dem GANZEN gedient wird. Da viele Menschen nicht willens sind, sich zu korrigeiren, sollte man sie in ihrem Leid belassen, damit das Leid so groß wird, dass sie endlich beginnen, zu besinnen, und ihrem Leben eine neue Perspektive geben. Es grüßt DICH, der OY, die GALLARIAOY


spatzi
beantwortet von spatzi am 25. September 2008 01:57
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ja. mehr davon. aber keine frage für nachts um 2, denke ich. zumindest für mich nicht. gute nacht




Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 01:59

lächel... mir fallen solche Fragen immer erst um die Zeit ein...

Schlaf schön und träum was Schönes :)

LG

Wieselchen

Kommentar von Ce4e59039f482a65a443ee194399e03fsmallGrueneFee am 25. September 2008 01:59

ist klar schatzi


VanNelle
beantwortet von VanNelle am 25. September 2008 02:03
2x
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Wie heißt´s ? : Es gibt nichts Gutes, außer man tut es...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:04

So sehe ich das auch, danke für Deine Antwort.

LG

Wieselchen

Kommentar von 80a8de69641ad17b1a24b5bb6749e80csmallspatzi am 25. September 2008 02:06

...Tucholsky

Kommentar von 8459984bf1a31db42968acfeab28b825smallVanNelle am 25. September 2008 02:12

Tucholsky-bäh, Schatzi- gut ? Oder wie soll man diesen fürsorglichen Kommentar verstehen?

Kommentar von 80a8de69641ad17b1a24b5bb6749e80csmallspatzi am 25. September 2008 02:20

hast du verfolgungswahn? das ist eine quellenangabe. die habe ich für dich gemacht. insofern war das tatsächlich fürsorglich

Kommentar von C58e287f7aed4ff6244b22627e2fa35esmallpitimas am 25. September 2008 04:30

.....manchmal sind die Grenzen aber auch fließend. Könnte auch als "Bevormundung" aufgefaßt werden. mitgroßenSchrittenzurTüreileundDeckungsuche


pippi60
beantwortet von pippi60 am 25. September 2008 02:05
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Doch, ich glaube, die Fürsorglichkeit ist mir nicht abhanden gekommen. Aber ich war mal zu sozial eingestellt, deswegen schaue ich jetzt schon genauer hin. Aber wenn jemand echt Hilfe braucht, dann bin ich da, dann kannst Du mit mir rechnen!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:07

Natürlich muss man differenzieren, denn sonst braucht man sich selber auf und dann bleibt nichts mehr an Kraft für sich selber übrig.

Danke für Deine Antwort

LG

Wieselchen


anonym
beantwortet von Siam1 am 25. September 2008 02:08
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Diese Frage stellt man sich meist dann wenn man selbst(ob verschuldet oder nicht)in der Misere steckt.Tatsache ist, daß das Leben nicht immer glatt verläuft.Selbst dann machen sich die viele Menschen keine Gedanken darüber was sie dazu beitragen können.Das klingt so einfach,aber niemand nimmt sich die Zeit dafür.Die Rechnung kommt dafür später... Für mich ist "es"das höchste Gut,damit ich zufrieden in den Spiegel schauen kann.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:11

Ich bin weder verschuldet noch arbeitslos, gesundheitlich geht es mir sehr gut. Das ist nicht die Motivation für meine Frage. Ich schaue mich halt nur um und erschrecke immer mehr über die Kälte und den Egoismus, der heutzutage "en vogue" zu sein scheint...

LG

Wieselchen

Kommentar von Siam1 am 25. September 2008 02:14

Hallo Wieselchen habe ich nicht so gemeint,das war auf die Frage bezogen. Sorry,wegen des Mißverständnis.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 06:58

Hey, Siam, kein Problem, vielleicht war ich auch einfach nur zu empfindlich :)

LG

Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:32

Möchte DIR ein Kompliment aussprechen, weil DU sehr treffsicher erkanntest, worauf es wahrlich ankommt. GALLARIAOY


GrueneFee
beantwortet von GrueneFee am 25. September 2008 01:56
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Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 01:58

Ja, manchmal mag das angebracht sein, aber immer? Wieviel ist Fürsorglichkeit wert?

LG

Wieselchen


DieAbby
beantwortet von DieAbby am 25. September 2008 01:59
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gesellschaft entwickelt sich zurück. der stärkere gewinnt. von wegen überpopulation und so...

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:01

Aber da kann man doch mit der Bewahrung solcher Werte gegensteuern?

LG

Wieselchen

Kommentar von 44e7c6a93bc93b325dbde0fd3168196dsmallDieAbby am 25. September 2008 02:02

durch aus. der fortschritt hats herbei geführt, meiner meinung nach. jetzt braucht man nur sich selbst. gemeinschaft zählt nicht mehr.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:04

Oh doch, die Gemeinschaft wird ja um so mehr gebraucht. Schau Dir die Zahlen der Bedürftigen an, der kranken und Schwachen. Es mag sich nur kein Mensch mehr drum kümmern...

LG

Wieselchen

Kommentar von 44e7c6a93bc93b325dbde0fd3168196dsmallDieAbby am 25. September 2008 02:07

ja klar MÜSSTE es mehr gemeinschaft geben. aber klappt gut allein. keine symbiose zwischen den menschen und keine gottesfurcht.

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 02:09

Es klappt nur dann gut allein, solange man erfolgreich ist...

LG

Wieselchen

Kommentar von 44e7c6a93bc93b325dbde0fd3168196dsmallDieAbby am 25. September 2008 02:18

ja, schon komisch, dass "bildungsschawche"- oder "wenigverdienende"-, "unter-mittelklasse"-famillien (wie auch immer man die politisch korrekt nennt) einen stärkeren zusammen halt haben als die oberen klassen. wie meine mama schon sagte: je ordentlicher das haus um so unordentlicher ist es in deren köpfen =D

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 06:57

Das ist es irgendwie. Die, die oben angekommen sind, verlieren auf eine Art und Weise den Kontakt zur Basis... Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

LG

Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:29

Was bedeutet erfolgreich, wieselchen? Brauchen wir überhaupt Erfolg?, wenn wir ein glückliches Leben durchleben dürfen! Das Streben nach Erfolg, nach finanziellen Erfolg, ist nicht dass, was wahrlich glücklich macht, sondern die Erkenntnis, dass man mit seinem TUN dem GANZEN diente. GALLARIAOY

Kommentar von Fc79fbbeff80352f2626db4f72e0c114smallpippi60 am 25. September 2008 02:09

Und genau wenn der Stärkere gewinnt, sollte man auch mal zurückblicken. Da stehen viele, die nicht wissen, wie es weiter gehen soll!


dingsvomdach
beantwortet von dingsvomdach am 25. September 2008 11:00
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die Menschen sind sehr egoistisch. Dem Freund X geht es schlecht,mir geht es aber gut=den lassen wir zuhause er zerstört nur unsere gute Stimmung. Ganz schlimme Einstellung.Gerade da erkennt man wirkliche Freunde/nette Menschen,die helfen ohne daß man lange betteln muß. Und das Beste:diese Menschen erwarten keine Gegenleistung.Das macht Freunde/nette Menschen/besondere Menschen aus. Leider gibt es genug Menschen mit dem Motto:Mir geht es nicht gut-dir soll ich helfen obwohl ich Hilfe zugesagt habe=vergiß es!! Herzlichkeit,Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft erwartet zwar jeder aber nur wenige sind bereit dies auch wirklich zu geben!

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 25. September 2008 11:03

Danke für Deine Antwort.

LG

Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:38

Wenn DU meinst, dass die Menschen, zu mindest viele Menschen Igoisten sind, dann übersiehst DU, dass ein gewisser Igoismus zum Überleben erforderlich ist. Kenne genug Menschen, die sich für andere Menschen aufopferten, und als Dank dafür früher ins Gras beißen mussten. Grundsätzlich sollten wir Menschen hilfsbereit sein, wenn eine Situation eintritt, wo der Erkrankte nicht mehr selbst handeln kann. In all den Fällen, wo der Mensch noch die Fähigkeit besitzt, durch eine Änderung seines irdischen Lebens, auch sich selbst zu helfen, ist keine Fremdhilfe erforderlich. GALLARIAOY

Kommentar von Simple_avatar7smalldingsvomdach am 24. Oktober 2008 09:09

du bist aber sehr fleißig was das Thema betrifft! Das Wort nennt sich übrigens EGOIST aber sei es drum.Du hast völlig Recht,sich völlig zu vergessen/für andere da sein aber nicht für sich selbst ist auch verkehrt.Selbst wenn manche Mitmenschen schimpfen:du bist ein Egoist finde ich das teilweise nicht mal schlimm weil:wer kümmert sich um mich,wer kennt denn die Bedürfnisse/Wünsche so genau wie der Mensch selbst und wenn keine Hilfe da ist-ja da kümmere ich mich um mich selbst und schon wird man als Egoist abgestempelt!Es geht ja nicht nur um Hilfsbereitschaft/Fürsorglichkeit bei einer Erkrankung,das ganze "miteinander leben und arbeiten" ist ein Helfen und Geholfen werden-ein Geben und Nehmen verstehst du?Das gesunde Mittelmaß sollte gefunden werden.


anonym
beantwortet von fianna74 am 26. September 2008 11:56
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Zum Thema Fürsorglichkeit scheint es heutzutage etwas verdrehte, fast perverse Ansichten zu geben, sicher auch bedingt durch Medienbilder etc. So scheint ECHTE Fürsorglichkeit und Hilfe wirklich selten geworden sein: allein die Situation jemand wird auf offener Straße oder in öffentlichen Verkehrsmitteln angegriffen, kann sich nicht allein wehren, niemand springt zur Hilfe oder hilft dem Verletzten obwohl es genügend Mitmenschen gibt, die drumherum stehen! Das andere Extrem, welches mir vor kurzem passierte: wir sind in ein Haus in einem Ort aufs Land gezogen, in Bayern (wir kommen nicht von dort, sondern aus dem Norden und Mitteldeutschland) Auch unsere Einstellungen sind komplett anders als die der Menschen, die dort wohnen. Von daher ziehen wir auch bald wieder weg: nach Mitteldeutschland. Nun hat sich nach unser relativ baldigen Kündigung unsere damalige Maklerin gemeldet, uns ständig telefonisch, sowie per Klingeln an der tür regelrecht belästigt: was denn los wäre und man müsse sich um unsere Kinder Sorgen machen, wir wären depressiv etc. pp.... Wir dachten, wir hören nicht recht! Sie fühlte sich vollkommen im Recht, da sie meinte: sie sei an einem strahlenden Sommertag vorbeigekommen, da seien alle Rollos (Anmerkung: diese sind lichtdurchlässig) unten gewesen und ich, sowie die Kinder im Haus! Und mein Mann würde soviel mit den Kinder unternehmen (Spielplatz, einkaufen), also sieht man ihn viel häufiger und das würde auf offensichtliche Depressionen der Mutter hindeuten! Man könnte ja nicht vorsichtig genug sein, in Bezug auf das was man heutzutage so alles in punkto Kindswohl mitbekommt... Ich fand das einfach nur unverschämt, intolerant und übertrieben. Habe ihr gesagt, sie soll nicht soviel Bildzeitung lesen! Derartige Einmischungen in die Intimssphäre ohne irgendwelche begründeten Verdachtsmomente sind einfach das Letzte meiner Ansicht nach und haben mit Fürsorglichkeit wenig zu tun, eher mit Wichtigtuerei und Narzissmus der betreffenden Person. Diese hat dann auch allen unseren Nachbarn das selbe erzählt und unseren Ruf massiv beschädigt. Ich verstehe mittlerweile wieso auch bei Ausländischen Mitbürgern öfter mal die Rolläden unten bleiben: Schutz vor den neugierigen Blicken intoleranter Leute, die sicher keine Fürsorglichkeit im Sinn haben. Echte Fürsorglichkeit gibt es kaum noch, dazu ist die Gesellschaft zu anonym geworden und bereits in Schule und Beruf werden Einzelleistungen in Konkurenz abgefragt und gefördert. Gemeinschaftssinn herzustellen ist schwierig. Da hilft auch entsprechende Erziehung wenig, wenn die Gesellschaft völlig anders geartet ist. Man sollte sich am besten ein paar richtig gute Freunde bewahren und aufrechterhalten auf die man im Notfall zählen kann.

Kommentar von fianna74 am 26. September 2008 14:23

Was mir zu dem Thema noch einfällt ist folgendes: dass es immer mehr Ängste und einen größer werdenden Mangel an Fürsorglichkeit in der Gesellschaft gibt könnte auch daran liegen dass immer mehr Leute, Massenmedien, Nachrichten propagieren: "die Gesellschaft ist gefährlich. Es laufen so viele Verrückte herum, Gewalt lauert überall. Du kannst jederzeit und überall zusammengeschlagen werden, wenn Du jemandem blöd kommst, Du kannst nie sicher sein, mische Dich lieber nicht ein, sonst bekommst Du eins drauf. Die Gesellschaft ist nicht fürsorglich."

Dies kommt einer selbsterfüllenden Prophezeihung gleich. Und jemand, der die Welt für so furchtbar hält, dass sogar Hilfeleistung gefährlich werden könnte, der hilft auch nicht. Wer die Gesellschaft für so durchtrieben und kriminell hält, wie die Medien sie tagtäglich im Überfluss präsentieren, der ist nicht mehr fürsorglich, sondern verängstigt und mißtrauisch. Der mischt sich bereits grenzüberschreitend bei lediglich irgendwo heruntergelassenen Rollos an einem Sommertag ein bezüglich Kindesmißhandlung (ein völlig verqueres Weltbild) und sitzt nebedran, wenn um ihn herum eine Schlägerei losgeht und traut sich nicht dazwischenzugehen.

Das beste Mittel, wenn man mehr Fürsorglichkeit herstellen möchte ist meiner Ansicht nach: Angstfreiheit und Vorbild sein. Schöne Grüße Fianna

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 16. Oktober 2008 13:16

Hallo Fianna,

Dein Kommentar überzeugt mich mehr als Deine Antwort, denn eine einzelne Person, die m.E. nicht fürsorglich sondern klatschsüchtig ist, zeichnet für mich noch kein ganzes Weltbild.

Die Aussage des Kommentars aber hat für mich Hand und Fuß, DH!

LG

Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:42

Für den letzten Satz geben wir DIR ein dickes Lob. GALLARIAOY


MrsCN
beantwortet von MrsCN am 12. Oktober 2008 13:12
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ich finde das schon wichtig. meine freunde und ich haben uns seit neuestem vorgenommen, jedem fremden in der s-bahn "gesundheit" zu wünschen, oder unsere hilfe anzubieten. die meisten menschen sind dann immer völlig verdutzt, das ist schon mal ein schlechtes zeichen.

Kommentar von D5b542e44ff79984f795302ee909fd84smallMilkyWay am 12. Oktober 2008 13:27

ich hab schon genug selber um die ohren,da muss ich mich nicht um andere bemühen,die mir total fremd sind !!

Kommentar von 10822e04482f863af2688a5974c51c97smallMrsCN am 12. Oktober 2008 15:18

meine diagnose: höchstwahrscheinlich bauen sie im alltagsgeschehen mit ihren mitmenschen ihre kindheitstraumata ab. öffnen Sie sich... und hören Sie auf, MICH ZU VERFOLGEN!

Kommentar von D5b542e44ff79984f795302ee909fd84smallMilkyWay am 13. Oktober 2008 19:07

ich verfolge sie,denn ich komme von einem anderen planeten..tja,gott ist halt überall !! =))

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:44

Du solltest DICH einmal in eine pychoenergetische Therapie begeben, denn DU lebtst an der wahren, irdischen Realtät vorbei. GALLARIAOY

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 16. Oktober 2008 13:13

Ein schöner Gedanke, dass sich Mitmenschlichkeit und Fürsorglichkeit wieder mehr durchsetzen könnten.

LG

Wieselchen


GALLARIAOY
beantwortet von GALLARIAOY am 23. Oktober 2008 20:08
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Wenn wir menschlich Irdischen mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit (BUDDHA) unsere Mitmenschen beobachten, werden wir im rechten Moment das tun, was letztlich dem GANZEN dient. Wenn es dem GANZEN dient, wird es auch dem irdischen Menschen helfen, der eine Hilfestellung benötigt. GALLARIAOY

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 29. Oktober 2008 21:03

Das ist mir zu einfach, GALLARIA OY. Letztendlich unterstellt Ihr damit, dass wir ruhig wegsehen können und uns dann einreden können, dass es schon recht so ist. Ihr unterstellt, dass Menschlichkeit und Fürsorglichkeit keine freie Entscheidung des Einzelnen ist und ein Gewissen, sei es gut oder schlecht, nicht nötig. Also leben wir alle tumb vor uns her und kümmern uns nicht um den Anderen, weil Buddha und sein Ganzes schon dafür sorgen wird, dass sich einer schon irgendwie kümmert?
Fatal, erschreckend und leichtsinnig empfinde ich diese Einstellung. Sie verführt genau zu dieser bequemen "Wir werden gern regiert"-Haltung, die letztendlich das letzte bisschen Menschlichkeit auf unserer Welt zerstört.
LG
Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 30. Oktober 2008 08:54

Wir, der OY, stimmen DEINER Ausführung, wieselchen, nicht zu. Wenn wir in der Aufmerksamkeit/Achtsamkeit unseren Mitmenschen begegnen, werden wir aus uns selbst das tun, was wahrlich dem GANZEN dient. BUDDHA (oder auch GOTT) hat damit nichts zu tun. Es liegt an uns selbst, aus uns selbst das zu tun, was zu tun ist. Achtsamkeit üben heißt nicht, es einer Drittperson zu überlassen, zu tun.

Und, wir, der OY, fanden es eben mehr als dumm, dass wir DICH mit diesem Solipist verwechselten. Sind mit den Geflogenheiten im gutefrage.de noch nicht so vertraut.

Haben mit Interesse einige DEINER Antworten gelesen, und feststellen dürfen, dass DEINE Antworten einen gewissen Tiefgang haben, was bei vielen anderen Zusendungen nicht zu erkennen ist.

Und noch mal zum >WIR des OY<. Wir mussten erkennen, dass unser >ICH, ICH BIN<, obwohl feinstofflicher Natur, sterblich ist. Gleichzeitig erkannte uns ICH, dass es ein >WIR, WIR SIND< gibt, was vor unserem Zeugungsakt schon war, und nach unserem irdischen, körperlichen Tod noch sein wird, was zumindest den menschlich, irdischen Tod nicht kennt, also offensichtich ewig lebt. Und so entschloss sich unser ICH, unser EGO, sich diesem WIR anzubiedern. Und, wir erleben seit dem immer mehr, zu irdischen Lebzeiten, was ewiges Leben wahrlich ist. Und die Tage, wo wir das Gefühl haben schon ewig zu sein, nehmen zu. Und, dieses Gefühl irgendwo zu sein, wo man schon immer war, mag etwas ungewöhnlich sein, verstärkt uns jedoch in unserer Überzeugung, dass es das so genannte ewige Leben wahrlich gibt. Wobei dieses ewige Leben, ein unpersönliches Leben ist, und mit der einmal im HIER und JETZT gelebten Person nur noch das gemeinsam hat, dass das, was diese irdische, menschliche Person einmal trug und durchwebte, womöglich von diesem menschlich Irdischen geläutert worden ist. Es grüsst der OY, die GALLARIAOY

Kommentar von Bb904a70a750c5fdc16c32511c9b26basmallWieselchen1 am 2. November 2008 07:56

Ihr schreibt: "Wenn wir in der Aufmerksamkeit/Achtsamkeit unseren Mitmenschen begegnen, werden wir aus uns selbst das tun, was wahrlich dem GANZEN dient."
Nun, wenn dem so wäre, könnte es nicht passieren, dass ein zusammengetretenes Mädchen erstens überhaupt zusammengetreten wird, weil dann schon irgendwer beherzt eingegriffen hätte. Und es könnte nicht passieren, dass dieses junge Mädchen dann noch über eine Stunde in der Kälte auf dem Gehweg liegen muss und die Leute im großen Bogen um sie herumgehen, am hellichten Tag, in einer nicht gerade unbewohnten Gegend, die noch nicht mal als kriminell gewertet wird.
Und es könnte nicht sein, dass ein Nachbar sich zwar hinter dem Rücken große Sorgen um ein Nachbarskind macht, aber weder die Eltern anspricht und Hilfe anbietet noch zumindest das Jugendamt informiert.
Hier wird in keinster Weise dem Ganzen gedient, sondern nur dem eigenen Interesse, was sich hier in der Pflege eigener Vorurteile und der eigenen Bequemlichkeit dient.
Hier komme ich noch nicht einmal mit meiner Haltung "Wer weiß, wofür es gut ist" weiter. Denn dass einer dieser Menschen an anderer Stelle dafür die Gelegenheit bekommt und nutzt, Großes zu ermöglichen, oder Schlimmes zu verhindern, dafür reicht mein Vertrauen ins Schicksal nicht.
LG
Wieselchen

Kommentar von 8d755ac3d5bb9127d76fdc5e04308e45smallGALLARIAOY am 2. November 2008 08:19

Liebes wieselchen, wenn wir irdischen Menschen gelernt hätten in dieser von uns verstandenen Aufmerksamkeit zu leben, würde es eben nicht zu solchen Auswirkungen kommen, wie DU dieses mit Recht beanstandest. Leider haben auch die diversen Religionen nicht dazu begetragen, dass diese Achtsamkeit gelebt wird, die BUDDHA und auch wir meinen. Wer in dieser Achtsamkeit lebt, wird nicht zulassen, dass vor seinen Augen etwas geschieht, was gegen das GANZE sich richtet, und im Besonderen, wenn irdische Menschen leiden müssen, weil ihre Mitmenschen nichts hinzulernten. Wir schrieben seinerzeit diesem W. Georg Bush einen offenen Brief, nach welchem Gewissen diese Greueltaten verantworten könne, die in seinem Auftrag ausgeführt wurden!?? So schrieben wir dem Papst der Katholiken, Herrn Professor Ratzinger auch einen offenen Brief, wo wir ihn auffoerderten, doch endlich zur Wahrheit zurück zu kehren, die JESUS vorlebte. G. GALLARIA OY, der OY




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