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Für wie sinnvoll haltet ihre ein Patientenverfügung?

gefragt von NiklausNiklaus am 30.05.2007 um 13:55 Uhr

Künstliche Lebenserhaltung oder im Koma liegen kann einem nach eine Unfall ja passieren. Wie denkt ihr über ein Patientenverfügung?


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waterlilies
beantwortet von waterlilies am 30. Mai 2007 13:58
10x
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Eine Patientenverfügung soll sicher stellen, dass die Umwelt den eigenen Willen kennt wenn man ihn selber nicht mehr äußern kann. Wer die künstliche Lebensverlängerung also tatsächlich für sich ablehnt sollte unbedingt eine solche Patientenverfügung machen.


anonym
beantwortet von Peggy76 am 30. Mai 2007 14:02
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Ich habe mit diesen Patienten täglich zu tun gehabt und es ist ein schweres Thema. Einerseits wollen die Angehörigen das Leiden ihres Patienten vermeiden oder verkürzen, andererseits fällt es schwer, dann auch wirklich den letzten Schritt zu gehn. Lebensverlängernde Maßnahmen zu unterlassen ist in unserem Gesundheitswesen sehr schwer, und wenn man das wirklich möchte, dann muß man es schriftlich haben. Es sollte aber hieb- und stichfest von einem Anwalt verfaßt werden. Und wenn ein Notfall eintritt, dann fragt meist in der ersten Hitze des Gefechtes leider keiner nach eventuellen Verfügungen...


wj2000
beantwortet von wj2000 am 30. Mai 2007 13:57
7x
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Patientenverfügung ist eine gute Sache, wenn sich die Ärzte daran halten. Habe leider die Erfahrung gemacht, dass sich manche Ärzte trotz Patientenverfügung eigene Festlegungen treffen, die nicht im Einklang mit der Patientenverfügung sind.

Kommentar von Simple_avatar2smallSambista am 30. Mai 2007 14:08

Ist das legal?

Kommentar von Ce19e92307de71c4c2e502d8d8b16da3smallwj2000 am 30. Mai 2007 14:14

Es gibt noch kein Gesetz, wo sich die Ärzte daran halten müssen!!

Kommentar von Auskunft am 30. Mai 2007 14:22

Letztendlich muß dann das Vormundschaftsgericht entscheiden.


FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe
beantwortet von FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe am 30. Mai 2007 14:00
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Jeder sollte eine Patientenverfügung, ein Testament und einen Organspendeausweis haben. Diese Probleme muss man den Hinterbliebenen nicht auch noch aufhalsen.


Sambista
beantwortet von Sambista am 30. Mai 2007 14:10
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So eine Patientenverfügung kann das Gewissen der Hinterbliebenen sehr entlasten - habe ich gerade bei einem Todesfall in der Familie erlebt. Die nächsten Angehörigen wissen, was der Kranke wollte und durften entsprechend die Ärzte instruieren.





xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 30. Mai 2007 14:42
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eine patientenverfügung ist eine gute sache.

leider ist sie auch sehr bürokratiebelastet, was eben doch viele ältere leutchen wieder davon abhält, eine solche verfügung aufzusetzen.

außerdem muss sich auch kein arzt daran halten, es ist für ihn leider immer noch eine kannbestimmung.

ich wünschte meine mutter könnte sich aber trotzdem endlich dazu durchringen und hoffe, dass es für die ärzte bald zum gesetz wird, sich daran zu halten.


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 30. Mai 2007 14:56
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Eine Patientenverfügung soll den Willen eines Patienten in der Situation offen legen, in der der Patient aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in der Lage ist. Dieser Wille ist für den Arzt bindend. Das Problem im Alltag ist eine unscharf formulierte Patientenverfügung, die leider nicht alle Krankheiten oder Zustände abdeckt - beispielsweise Schlaganfall mit Folge rechtsseitiger Lähmung und Sprachunfähigkeit, jedoch keine Lebensgefahr; ist das ein lebensunwürdiger Zustand, soll man Maßnahmen treffen, die dieses Leben erhalten sollen?- und unscharf formulierte Redewendungen wie "lebenserhaltende Maßnahmen" -gehört eine Magensonde dazu? - die es den Ärzten letztlich schwer machen, im Einzelfall, die richtige Entscheidung zu treffen. Ärzte sind auch keine Juristen, die über Feinheiten solcher Auslegungen entscheiden können. Zum zweiten kommt eine weitere Schwierigkeit hinzu, daß nämlich das Nichtdurchführen medizinischer Therapien strafbar ist im Sinne unterlassener Hilfeleistung. Der Arzt ist diesbezüglich gesetzlich nicht geschützt, und befindet sich im Klinikalltag im rechtsfreien Raum zumal er eine Entscheidung treffen muß bezüglich einer Fortführung einer (sinnlosen) Therapie. er kann nicht nicht entscheiden. Natürlich läßt sich so etwas über das Vormundschaftgericht klären, oft bleibt allerdings keine Zeit.

Die Patientenverfügung ist immer sinnvoll, denn sie bekundet den mutmaßlichen Willen eines Menschen, der sonst nur über einfühlsame Gespräche mit Angehörigen zu erfahren ist, und entlastet Angehörige in einer solchen schwierigen Situation von einer außerordentlich belastenden Entscheidung.


bommel65
beantwortet von bommel65 am 31. Mai 2007 00:49
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Eine Patientenverfügung macht auf jeden Fall Sinn, aber Achtung:
Im Ernstfall werden zwar die (vermeintlich) lebenserhaltenden Maschinen ausgeschaltet, aber die Ernährung darf per Gesetz nicht eingestellt werden - verhungern darf niemand in Deutschland.
Im Extremfall atmet der Totgeglaubte selbständig weiter, liegt womöglich im (Wach-) Koma und wird dann künstlich ernährt, was sicher nicht im Sinne der Betroffenen war...


mentecaptum
beantwortet von mentecaptum am 28. Dezember 2007 13:12
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Sehr sinnvoll, wenn wasserdicht formuliert und man Angehörige hat, die sie auch umsetzen. Sie muss immer aktuell sein und z.B. bei Krankenhausaufenthalten vorgelegt werden. Aber wenn die Maschinerie inpunkto lebenserhaltende Maßnahmen in Gang gesetzt wurde kann man in Deutschland leider nicht einfach wieder alles rückgänig machen, denn das wäre hier aktive Sterbehilfe,(leider)!Beispielsweise den Beatmungsschlauch (Tubus) wieder entfernen.


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