Frage von bagdader, 21

Für wie bedeutend für ihre Identität sehen heutige Bayern noch ihre Schriftsteller Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer an?

Noch vor einer Generation gab es kaum einen Bayern/eine Bayerin, der/die die beiden nicht zumindest dem Namen nach kannte. Viele hatten auch Werke beider Literaten gelesen und schwärmten regelrecht von ihren Idolen.

Ganghofer, der volkstümlichere von beiden, der auch früher die höheren Auflagen erzielte, war zugleich Lieblingsschriftsteller des Kaisers der Deutschen, Wilhelm II.

Ludwig Thoma hingegen war der weit anspruchsvollere Schriftsteller, der keine Klischees bediente und auch nicht Trivialware lieferte wie sein Freund Ganghofer. Er widmete sich intensiv den Dialektunterschieden in Bayern, betrieb sozialgeschichtliche Studien, war unglaublich sensibel, was das Erspüren von Launen und Stimmungen seiner Landsleute anbelangt, und er war in der Lage seine Leut' richtig zu verstehen und auch wiederzugeben. Freilich hat er auch Humorvolles geschrieben und solche Dinge, die ganz bewusst Geld einbringen sollten. Er war eben recht vielseitig.

Tja, beide kennt in meiner bayerischen Umgebung und bei meinen bayerischen Bekannten kaum noch einer. Aber sind meine Leute repräsentativ für alle Bayern?

Daher meine Frage, wie wichtig sind Euch Bayern diese beiden literarischen Größen Eurer Literaturgeschichte heute noch?

Bitte um möglichst viele ernst gemeinte Zuschriften. Danke.

Antwort
von ThePoetsWife, 6

Hallo Bagdader,

meine Heimat ist Bayern, ein kleines, idyllisches Dorf mit der Liebe zur Tracht, den Traditionen, der Sprache, den Bergen. Mein Dorf liegt mitten in einem Tal, umgeben von Bergen.

Die Romane von Ganghofer habe ich von meiner Großmutter geliehen, später vererbt bekommen.

Die Bücher von Ludwig Thoma habe ich schon in jungen Jahren gelesen.

Natürlich ist mein Interessengebiet nicht nur auf bayerische Schriftsteller gerichtet, von der klassischen Literatur bis zum Thriller, Romane, Historie ist alles dabei.

Bei mir sind sie nur ein Beiwerk, es gibt so viele wundervolle Bücher, aber ich liebe sie schon, gerade weil sie doch sehr volksnah geschrieben sind.

Liebe Grüße

Antwort
von Fontanefan,

Ich bin kein Bayer. 

Ich schätze Thoma. 

Zu Ganghofer sieh: http://fontanefan3.blogspot.de/search/label/Ganghofer

Michael Ende, den ich sehr schätze, habe ich bis heute nicht als Bayern wahrgenommen.

Antwort
von paulklaus,

Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich gestehen muss, Norddeutscher zu sein ! ; - ))

Ich kenne beine Schriftsteller, wobei mir Ganghofer ein wenig zuviel der bajuwarischen Idylle tut; dann schon eher Ludwig Thoma...

pk

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