Frage von sibel99, 32

Für wen sind Rechtsschutzversicherungen am sinnvollsten?

Welche Personengruppen würden am meisten die Rechtsschutzversicherung benötigen, Personen die welchen Beruf haben? Zb bei Kfz- versicherungen sind es personen die öfters (zb im beruf) mit kraftfahrzeugen zu tun haben, aber bei Rechtsschutz fällt mir nichts ein...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RudiRatlos67, 24

Jeder geschäftsfähige Mensch schließt beinahe täglich Rechtsgeschäfte, das beginnt morgens beim Bäcker und endet abends beim Kauf einer Flasche Wein an der Tankstelle. Diese kleinen Rechtsgeschäfte sind den Aufwand nicht wert und werden im Zweifelsfall meist kulant geregelt. Kommt sowas bei teureren Rechtsgeschäften vor, werden die Handelspartner empfindlich und jeder vertritt seine Meinung. Es kommt zu einem Streitfall bei dem derjenige der im Unrecht ist, nicht nur die eigenen Kosten zu tragen hat, sondern auch die dessen Recht bestätigt wird. Das kann schnell ziemlich teuer werden. Darüber hinaus gibt es viele Ereignisse bei denen man ohne eine Absicht gehandelt hat und eines Vergehens, einer Straftat bezichtigt wird, oder sich gegen Verwaltungen wehren muss oder möchte. Um vor Gericht überhaupt eine Chance zu haben benötigt man teuren Bestand, zb. Anwalt, Steuerberater oder andere Sachverständige. Um nicht allein wegen dem immensen Kostenrisiko auf sein Recht zu verzichten, gibt es die RechtsschutzVersicherung. Sicher gibt es wichtigere Versicherungen, aber wer häufig teure Rechtsgeschäfte eingeht oder sich viel im öffentlichen verkehrsraum aufhält, der sollte schon überlegen, ob er das Risiko allein tragen möchte oder durch eine Versicherung abgedeckt.

Antwort
von Apolon, 27

Für wen sind Rechtsschutzversicherungen am sinnvollsten?

Für alle Personen, die mit einem Kfz durch die Straßen fahren,

Für alle Personen die in Miete wohnen,

Für alle Personen die berufstätig sind (Ausnahme Beamte)

Ich könnte meine Liste noch länger machen, aber dies sind die häufigsten Schadensfälle.

Antwort
von hyfi01, 10

Mal ein anderer Aspekt: Die Rechtsschutzversicherung ist in einem Streitfall das (gegnerische) Pendant zur Haftpflichtversicherung.


Jede Haftpflichtversicherung prüft ja zuerst die geltend gemachte Anspruchsgrundlage und wehrt ggf. ganz oder teilweise (Höhe des Anspruchs) ab. Der Haftpflichtversicherte kommt so in den Genuß einer Verteidigung durch den Haftpflichtversicherer, die auch eine gerichtliche Verteidigung und alle dort anfallenden Kosten umfasst. Vor allem bei hohen Ansprüchen wird der endgültige Schadenersatz oft erst vor Gericht festgelegt.


Der Anspruchsteller jedoch muss seine Kosten zur Durchsetzung seines Anspruchs (Anwalts,- Gerichts-, Gutachterkosten) entweder selbst, über Prozesskostenbeihilfe oder durch die RechtsschutzV bezahlen lassen.


Wenn ich also der Meinung bin, einen Anspruch auf Schadenersatz gegen einen anderen zu haben, muss ich den vor allem bei hohen Forderungen oft gerichtlich geltend machen. Die dort notwendigen Kosten muss ich verauslagen können: Entweder durch ausreichende eigene Mittel oder durch die RechtsschutzV.


Haftpflicht: Verteidigung gegen Schadenersatzansprüche.

Rechtsschutz: Durchsetzen von Schadenersatzforderungen.


Demzufolge braucht jeder, der Ansprüche gegen eine Haftpflichtversicherung durchsetzen möchte, eine RechtsschutzV oder die Gewissheit, halbwegs kostenfrei Prozesskostenbeihilfe zu erhalten.

Antwort
von angy2001, 31

Bei den KFZ-Versicherungen gibt es 2 Arten. Die KFZ-Haftpflichtversicherung muss jeder Eigentümer eines Kraftfahrzeuges haben -  nur dann bekommt er eine Zulassung für das Fahrzeug. Diese Haftpflichtversicherung ersetzt den Schaden, den man bei einem Unfall verursacht  am anderen Fahrzeug oder eben auch, wenn Menschen zu Schaden kommen. Die KFZ-Kaskoversicherung ersetzt Schäden am eigenen Fahrzeug, die bei einem Unfall entstehen, den man selbst verursacht hat.

Eine Rechtsschutzversicherung dient dazu, Kosten zu übernehmen, wenn man einen Rechtsanwalt benötigt. Das kann in verschiedenen Situationen im Leben der Fall sein. Z.B. bei einem Unfall, wenn geklärt werden muss, wer Schuld hat. Z.B. wenn man einer Straftat beschuldigt wird, z.B. wenn man sich mit seinem Arbeitgeber um Lohnzahlungen streitet ... Es kann also, wenn du so willst, jeder eine Rechtsschutzversicherung brauchen.

Antwort
von FeeGoToCof, 9

Als Mieter ganz klar eine Mietrechtsschutzversicherung - die Beiträge machen Dich nicht arm! Ein Privatrechtsschutzversicherung gibt es im Paket - bei Interesse - mit dazu. Heutzutage lebt es sich streitlustiger, als früher. Wenn ich alleine schon an die vielen Online-Transaktionen denke...

Antwort
von BadLuck86, 32

Das mit der KFZ-Versicherung war ein schlechtes Beispiel von dir, da die KFZ-Versicherung für jedes im Straßenverkehr geführtes Auto Pflicht ist. 

Eine Rechtsschutzversicherung kann jeder gebrauchen der mal vor hat einen Rechtsanwalt zu nutzen weil er ein Rechtsstreit hat. Das kann man nicht auf Personen- oder Berufsgruppen runterbrechen. So eine Rechtsschutzversicherungen kann bei vielen Streitigkeiten helfen Geld zu sparen. 

Antwort
von Buerger41, 24

Die Kfz-Haftpflicht ist eine Pflichtversicherung. Rechtsschutz nicht. Schon aus diesem Grunde sind beide nicht vergleichbar.

Eine Rechtsschutzversicherung sollten alle abschließen, bei denen die Wahrnehmung ihrer Rechte sonst an den finanziellen Möglichkeiten  scheitert.


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