Frage von AzonaFr3sH, 130

Wofür kurze Belichtungszeiten bei DSLR?

Hallo Community, ich habe mir gestern eine Spiegelreflexkamera gekauft und nach einigem herumprobieren (im manuellen Modus) ist mir aufgefallen, dass die Kamera eine sehr kurze Verschlusszeit hat (1/4000), doch auch auf der kleinsten Blende (f3.5) ist das Bild immer unterbelichtet. Der ISO-Wert, habe ich häufig im Internet gelesen, soll bei 100 eingestellt sein. Jetzt habe ich die Frage, ob ich den ISO-Wert bei solch kurzen Verschlusszeiten höher drehen muss, oder liegt das an was anderem? Weil sonst bringt mir so eine kurze Verschlusszeit ja gar nichts. Ach ja, die Kamera ist eine Nikon D3300. Danke schon mal.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 59

Will man bei großer Helligkeit Portraitfotos machen und weit aufblenden, ist man ganz schnell bei 1/4000sec. In Innenraeumen und bei bewoelktem Himmel kommt man aber eher nicht in diese Belichtungsregionen. Schau mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtwert

Da wird das ganz gut erklaert. Je groeßer (im Bild) und schneller das Motiv, desto hoeher sollte die Verschlusszeit sein (wenn man die Bewegung einfrieren will). Fuer die meisten Sportarten sollte 1/1000sec ausreichen, aber fuer Nahaufnahmen beim Golfen oder Bogenschießen z.B. kann das durchaus zu langsam sein.  

Kommentar von AzonaFr3sH ,

Ahh und bei potraitfotos will man die offene blende wegen dem dadurch scharfem hintergrund haben oder liege ich da falsch?

Kommentar von Airbus380 ,

Ja genau, man nimmt da gerne Blende 2 bis 4. Je nach dem, wie viel man scharf haben will. Der Hintergrund soll ja allermeistens unscharf/cremig/flaechig sein und nicht vom Hauptmotiv ablenken. 

Antwort
von alexbeckphoto, 85

das die kamera eine sehr kurze verschlusszeit hat (1/4000)

Das kannst du einstellen. DU kannst da auch 30 Sekunden oder mehr einstellen. Wenn 1/4000 zu kurz ist, dann stellst du halt auf 1/500. Wie steht in der Anleitung

Kommentar von AzonaFr3sH ,

ja doch ich will für sportbilder eher kurze verschlusszeiten, aber das stimmt, 1/500 sek langen da auch, danke :)

Kommentar von alexbeckphoto ,

du kannst ja auch kurze Belichtungszeite einstellen, dann musst du aber auch im gegenzug entweder die Blende weiter auf machen (1 Blendenwert, also bei Kameras meist 3 Drittel-Stufen pro halbierter Belichtungszeit) oder die ISO erhöhen (doppelte ISO pro halbe Belichtungszeit.

Wenn du also von 1/500 auf 1/1000 sekunde verkürzt, dann musst du entweder die ISO von z.B. 200 auf 400 erhöhen, oder die Blende von z.B. 5.6 auf 4 auf machen

Kommentar von AzonaFr3sH ,

danke!! :)

Antwort
von EnzoHoley, 46

zum Beispiel bei Sportfotografie damit die Personen/Tiere/gegenstände schaf sind und nicht verwischt

Kommentar von AzonaFr3sH ,

ja

Kommentar von ANSuck ,

Schaf, besonders bei Tieren wichtig!

;-)

Antwort
von ANSuck, 52

Deiner Frage nach zu schließen bist du blutiger Anfänger. Ob ein Bild richtig belichtet ist oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. Einige davon findest du hier:

Belichtungsart: hast du auf einen Punkt (Spot) belichtet oder die Matrixmessung verwendet? Hast du einen Belichtungswert angemessen und gespeichert?

Belichtungskorrektur: hast du eventuell die Belichtungskorrektur versehentlich bedient und daher um einige EV unterbelichtet?

Belichtungsmesser: was hat der Belichtungsmesser im Sucher angezeigt? War er im Plus-Bereich oder bei Minus?

Erste gute Ergebnisse erzielst du im Automatik-Modus. Wenn du den Zusammenhang von ISO-Wert, Blende und Belichtungszeit verstanden hast und die Situation schon vor dem Messen halbwegs richtig einschätzen kannst, dann erst empfehle ich die Experimente im manuellen Modus!

Viel Erfolg!

Kommentar von AzonaFr3sH ,

danke für die antwort erstmals :) Aber, meine frage war es, wieso man richtig kurze belichtungszeiten braucht, denn bei sportbildern reichen locker auch 1/1000sek und bei einer belichtungszeit von 1/4000 oder sogar mehr reicht die blende meistens (außer bei guten kameras) nicht mehr aus, das das bild nicht unterbelichtet ist, somit muss man den ISO-Wert hochdrehen, welches rauschen verursacht...daher die frage, wieso man so kurze verschlusszeiten braucht :) Und den zusammenhang von ISO, verschluss und blende verstehe ich, einigermaßen

Kommentar von ANSuck ,

Ich verstehe deine Antwort nicht.

Ich kann mit einer Achttausendstel Sekunde (1/8000) belichten. Mit lichtstarken Objektiven (1:2.8 bzw. 1:1.8) oder sehr hellen Umgebungen gibt es da überhaupt keine Probleme. Natürlichen reichen für (manche) Sportarten 0,001 Sekunde Belichtungszeit aus, aber im Rennsport oder wenn du einen Abfahrtsläufer aus der Nähe einfangen willst, dann wirst du kürzer belichten müssen.

Du schreibst, dass die Blende meistens (außer bei guten Kameras) nicht mehr ausreicht, um korrekt zu belichten. Hm, das hängt nicht von der Kamera ab, sondern vom Objektiv und der Fähigkeit, möglichst viel Licht durchzulassen. Da reicht ein 1:4 oder 1:5.6 eben nicht aus. Außer, du willst ein Selfie mit Atomblitz im Hintergrund machen. Und das Thema Rauschen bei höheren ISO-Werten hast du ja bei neuen Kameras fast nicht mehr.

Wie gesagt, die Profigeräte können sehr kurz belichten und das hat auch seine Berechtigung.

Antwort
von FoxundFixy, 61

Entgegen deiner angelesenen Iso-Geschichte sage ich ,daß das Unsinn ist . Stell die Iso auf Auto , begrenze sie aber bis 1600 oder 3200 ( ganz wie dein Rauschempfinden ist ),sonst wirst du nämlich nie vernünftig belichtete Fotos machen. Die Iso kannst du nehmen ,wenn es entweder sehr hell ist oder du im Dunkeln mit Stativ arbeitest. Außerdem benutzt niemand 1/4000 sek , außer man will Düsenjäger scharf im Flug ablichten

Kommentar von AzonaFr3sH ,

danke :) ja das war halt der maximale wert (nur so als beispiel)

Kommentar von FoxundFixy ,

Meine kann sogar 1/8000 . Keine Ahnung wozu man das braucht,wahrscheinlich um eine Kanonenkugel im Flug zu erwischen. :-)

Mein Rat an dich ist ,benutze mehrheitlich die Blendenvorwahl A(V). Ich benutze sie zu 80% meiner Bilder und wahrscheinlich machen wohl die meisten Fotografen so. Und kauf dir ein vernünftiges Objektiv ,am besten eins mit Blende 2,8 oder besser kleiner

Antwort
von Skinman, 32

Mach dich mal mit den Grundlagen des Fotografierens vertraut.

Wenn du das nicht machst, dann war es größtenteils Verschwendung, sich eine DSLR zu kaufen. Und es ist wirklich nicht übertrieben kniffelig, wenngleich komplizierter als die Automatik machen zu lassen.

http://fotolehrgang.de/

Kommentar von AzonaFr3sH ,

ich kenne de grundlagen...

Kommentar von Skinman ,

Nein, sorry. Tust du nicht mal ansatzweise. Das geht aus deiner Fragestellung hervor.

Das ist überhaupt keine Wertung und nicht böse gemeint, da bist du in zahlreicher Gesellschaft, aber es ist nun mal so ;-) allein schon "ich hab im Internet gelesen, dass man am Besten immer bei ISO 100 bleibt"... Junge Junge.

Du kannst dir einreden, dass es nicht so ist, aber davon hast du letztlich nichts. Davon werden auch deine Bilder nicht besser.

Antwort
von larry2010, 65

bei 100 ist de rfilm sehr lichtempfindlich und die bilder werden bei meinem vater dann zu hell. gibt leider in vielen läden keine anderen diafilme mehr.

im übrigen ist es so, das man alle einstellungen druchprobieren sollte, um die utnerschiede zu sehen.

ich persönlich mir ein buchladen über grundlagen gekauft

Kommentar von AzonaFr3sH ,

danke! allerdings rede ich von digitalen Spiegelreflexkameras und der ISO-wert 100 ist der kleinste...

Kommentar von larry2010 ,

es ist egal, ob man eine analoge kamera hat oder eine digitale.

sicher kann man bei der analogen de risowert nicht verändern, indme man knöpfe drückt, aber auch stellt man belichtungszeiten und bleneden ein, je nachdem wie das licht ist und was man fotografiert

Kommentar von AzonaFr3sH ,

ja aber du hast von filmen und dias geredet ja die analoge ist mir in dem fall egal :)

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