Frage von MonkeyKing, 244

Für oder gegen ein Bedingungslosen Grundeinkommen?

Die Diskussion um ein allgemeines Grundeinkommen, bedingungslos oder nicht, hat in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen. Dabei ist die Idee nicht neu, sie wird in verschiedenen Kreisen schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts diskutiert. Unsere heutige Gesellschaft, besonders in den entwickelten Industrienationen, ist mitten in einem Wandel - wir werden immer älter und die Automatisierung von Berufen nimmt, durch die Fortschritte u.a. in Technologien wie Robotik, künsticher Intelligenz, Fertigungstechniken (3D Druck) und nicht zuletzt auch das Internet, immer mehr zu. Für gering bis durchschnittlich qualifizierte wird es immer Schwerer eine Beschäftigung zu finden mit der man eine Familie ernähren kann. Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) wird von vielen als Lösung für dieses Dilemma gesehen für ein Gesellschaftsmodell in dem auch in Zukunft niemand an den Rand gedrängt wird. Weiterhin versprechen sich viele Protagonisten des BGE davon mehr persönliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für das Individuum.

Antwort
von Interesierter, 57
Bin dagegen.

Schon der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" suggeriert: Hier gibts Geld für lau. Dies ist schon von vornherein die falsche Grundrichtung. Das bedingungslose Grundeinkommen würde dafür sorgen, dass sich Leistung nicht mehr lohnt, denn je mehr Geld du verteilen willst, umso mehr müsstest du an anderer Stelle einnehmen. Nur aber wem willst du das wegnehmen? Willst du die arbeitende Bevölkerung noch höher belasten? Soll sich Arbeit und Leistung noch weniger lohnen?

Weiter stünde das bedingungslose Grundeinkommen ja jedem zu. Der Arbeitslose würde es genauso bekommen wie der Millionär. Einer 6-köpfigen Familie stünde 6x so viel zu, wie einer alleinstehenden Person. Die Kosten würden die heutigen weit übersteigen. Wie willst du das finanzieren?

Nein, die Gewährung von Sozialleistungen an die Bedürftigkeit zu knüpfen, ist schon richtig.

Antwort
von Joergi666, 91

mir fehlt die Option dazwischen zum abstimmen. Den grundsätzlichen Gedanken finde ich super- alleine auch schon deswegen weil man sich die Arbeitsagenturen und Jobcenter in der jetzigen Form komplett sparen könnte und damit einhergehend eine Menge unnützer Bürokratie abgeschafft würde. Im Detail hab ich aber so viele Punkte bei denen ich mir sicher bin, dass sie sich nicht umsetzen lassen werden- ich hab mal lange mit einer Professorin, die Expertin auf dem Gebiet und überzeugt vom BGE ist, diskutiert und auch da wurde klar, dass es unzählige Aspekte in den Modellen gibt die extrem spekulativ sind. Dennoch bin ich gespannt auf die Ergebnisse der ja nun weltweit laufenden Versuche zum BGE.

Kommentar von MonkeyKing ,

Stimmt, ich habe den Abstimmungspunkt "weder noch" vergessen. Ich teile übrigens viele deiner Bedenken.

Kommentar von BigBen38 ,

Das Problem der "Modellversuche" - sie werden in der Form scheitern...

Weil es zwingend nötig ist, die Weichen entsprechend zu stellen...

Das wird bewusst versäumt um dann sagen zu können "wir haben es ja gleich gesagt, das funktioniert nicht"

Antwort
von Geraldianer, 78
Bin dagegen.

Beim BGE sollte ausgeschlossen werden, dass jeder Mensch die gleichen Leistungen erhält. Die Mietkosten in einer Stadt wie München sind mehr als doppelt so hoch wie in Weiden.

Außerdem sollten Menschen ausgeschlossen werden. die einen sehr reichen Partner oder ein sehr großes ererbtes Vermögen haben. Ich habe jedenfalls keine Lust, für diese Leute Steuern zu zahlen.

Für Menschen mit besonderen Bedarf (Pflegebedürftige, Behinderte, ...) muss weiterhin eine Sicherung der Existenz durch Zusatzleistungen möglich sein.

Schließlich sollte die Mehrheit der Bürger auch die Möglichkeit haben, durch Leistungskürzung junge Menschen zu einer Ausbildung zu drängen.

Wenn diese Gesichtspunkte in ein BGE eingearbeitet werden, sind wir praktisch bei der aktuellen Lösung.

Kommentar von lesterb42 ,

Vernünftige Argumente, hat aber mit bedingungslos nichts mehr zu tun, geht eher in die Richtung Hartz 4, haben wir aber schon.

Antwort
von LordFantleroy, 59
Bin dagegen.

Weil es Unternehmen begünstigt, die sich dadurch der Lohnnebenkosten entledigen können, die der Arbeitnehmer dann zukünftig selbst zu entrichten hat. Eine Abschaffung der gesetzlichen Sozialversicherungen wird außerdem dazu führen, dass dessen Beitragssätze zukünftig nicht mehr im politischen Prozess festgelegt werden, sondern von profitorientierten Versicherungsunternehmen ohne demokratische Legitimation.

Kommentar von MonkeyKing ,

Das kommt ganz auf die genaue Ausgestaltung an. Ein BGE kann es sowieso nicht geben ohne dass das Steuersystem grundlegend reformiert wird.

Antwort
von wfwbinder, 88
Bin dafür.

Man muss es kühl betrachten. Viel Arbeit könnte damit gespart werden. Das Antragsverfahren für Bafög, Grundsicherung, ALG II.

Eingebettet in eine Steuer- udn Sozialreform, könnte man dasmit dem Bafög z. B. über die Steuer der Eltern wieder revidieren, die Auszahlung des BGE würde als eine Art negative Steuer über das Finanzamt erfolgen.Allein die Einsparungen im Bereich Grundsicherungsverwaltung und auf den Bafögstellen würde einen Haufen Geld sparen.

Auch die Frage eine Grundrente würde sich klären und man könnte ggf. noch eine Reform der Krankenversicherung einbinden.

Kommentar von Interesierter ,

Nett geschrieben. Nur hat die Sache einen Haken: Wer soll das bezahlen?

Durch den Wegfall von Bürokratie würden Sie im Übrigen kaum etwas sparen. Ob die Leute nun Verwaltungstätigkeiten übernehmen und dafür vom Staat Gehalt bekommen oder ob sie nichts arbeiten und vom Staat BGE erhalten, kommt doch auf das Selbe heraus.

Kommentar von wfwbinder ,

Wir werden in relativ kurzer Zeit in Deutschland Arbeitskräftemangel haben. Und 2-3 Jahre Einstellungsstopp in der Verwaltung, ließe den Apparat schnell eindampfen.

Zur Frage, "wer soll das bezahlen?" kann man nur sagen, wir zahlen doch schon. Grundsicherung, ALG II, Wohngeld, Bafög usw. eine ganze Reihe von Transferleistungen. Nur mit einem großen Aufwand für die Verteilung.

Kommentar von Interesierter ,

Um als Single davon einigermaßen leben zu können, müsste das BGE bei rund 1000 € pro Person und Monat liegen. 

Bei über 80 Mio Einwohnern wären das rund 80 Mrd. pro Monat oder 960 Mrd. pro Jahr. Die von dir genannten Transferleistungen sind nur ein Bruchteil dessen.

Nun nochmals die Frage: "Wer soll das bezahlen?"

Kommentar von wfwbinder ,

Na ja, bei ca. 80-90 % würde davon ja wohl über die Besteuerung wieder weggeholt werden, oder meinst Du man würde Leuten wie mir die 1.000,- Euro zahlen und das nicht in die Besteuerung einbeziehen?

Deshlab schrieb ich ja als "negative Steuer," Also bei leute, die genug verdinen, geht das über die steuer sofort wieder weg.

Es würde nur die Rentner treffen, die Grunsicherung bekommen, oder langzeitarbeitslose usw.

Antwort
von OlliBjoern, 28
Bin dafür, aber...

Ich sage mal so: wenn wir einen theoretischen (!) Zustand beschreiben, in dem nur noch Maschinen "arbeiten", und Menschen dabei zuschauen, dann könnte man sich diese Sache durchaus überlegen. Aber von diesem Zustand sind wir noch (weit) entfernt.

Auch heute noch braucht man viel "Manpower", auch wenn diese zu einem Großteil irgendwo hinter einem Bildschirm sitzt. Auch die maschinelle Fertigung läuft nicht ganz von alleine, und man denke an die vielen Dienstleistungen, die gar nicht von Maschinen geleistet werden können.

Taxifahrer, Friseure, Altenpfleger machen alles noch in "Handarbeit". Und in der Verwaltung gibt es viele Leute, im Vertrieb, im Handel, als Ärzte, Wissenschaftler usw. usf.

Es stimmt zwar, dass vieles heute maschinell gemacht werden kann, aber ein Großteil der wichtigen Tätigkeiten dann eben doch nicht. Also: ich bin dafür, nur nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Irgendwann mal in der Zukunft.

Antwort
von Jewi14, 103
Bin dafür.

Man muss es ganz nüchtern sehen, die Zeiten von Vollbeschäftigung sind vorbei. Maschinen können schneller und besser produzieren.  Man kann nun die Arbeitslosen mit Zwang in irgendwelche Maßnahmen pressen die nichts helfen und viel Geld kosten. Genauso bewerben lassen, wo es gar keine Stellen gibt. Ja, so "krank" ist unser System.

Von daher ist das BGE sicherlich eine Überlegung wert. Jeder bekommst die Summe X + eine Krankenversicherung. Im Gegenzug werden alle anderen staatliche Leistungen abgeschafft. Damit dieses neue System aber funktioniert und bezahlbar ist, bedarf es umfassende Steuerreform.  Genau daran wird es scheitern. Unser Steuersystem ist stark fixiert auf die Besteuerung von Löhnen und Gehältern.

Antwort
von BigBen38, 101
Bin dafür, aber...

Das BGE allein kann so nicht funktionieren..

Dennoch ist es sinnvoll und gut, wenn man es richtig macht.

Doch dazu muss einiges verändert werden - vor allem in den Köpfen der Menschen.

Es herrscht noch immer der Irrglaube, das man mehr und länger arbeiten muss damit die Gesellschaft noch alles bezahlen kann...

Das ist schlicht falsch.

Die Geldmenge ist stets die Gleiche...

Damit meine ich NICHT das es jeher weltweit 100 Mio oder 600 MRD sind ..

Sondern, das es stets 100% und somit 100% Kaufkraft sind.

Allein die Verteilung und Bewertung differiert.

Es gibt auch nur 100% ARBEIT ...sowohl in Deutschland als auch in der Welt...

Wenn nun 20% der Menschen mehr und mehr arbeiten, um ihr Auskommen zu haben - und sie alleine die 100% benötigter Produktivität erwirtschaften, bleibt für die anderen 80% keine Arbeit übrig...

Völlig egal ob wir bis 70, 80 oder 170 Jahren arbeiten müssen.

Man braucht einen Schlüssel, der die Wertmenge gerecht verteilt...doch da haben die Trilliardäre angst vor ...

Also sagt man uns ...wir müssen härter, mehr und länger malochen und weniger verdienen...man verkauft die Menschen für dumm.

Kommentar von Interesierter ,

Hier irrst du dich. Der Wert des Geldes spiegelt sich in der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung wider. Je weniger gearbeitet wird, umso geringer die Wertschöpfung und umso geringer der Wert des Geldes.

Die Aussage, es gäbe nur 100% Arbeit, ist falsch. Arbeit ergibt sich aus Konsum und Investitionen. Damit diese aber nachhaltig funktionieren, muss die Wertschöpfung gewährleistet sein.

Schon damals, als die 35 Stunden Woche eingeführt werden sollte, dachte man, man könnte die Arbeit auf mehr Leute verteilen und damit mehr Gerechtigkeit schaffen. Das Ganze war ein Schuss in den Ofen. Volkswirtschaftlich ein Desaster. Dieses Experiment hat Millionen von Jobs gekostet.

Kommentar von BigBen38 ,

Millionen von Jobs kosten die 30 Mio Niedriglohnjobs, die 15 Mio verarmten Rentnern und die 10 Mio H4 Empfänger, die sich nix mehr kaufen können, weshalb der Binnenmarkt in Trümmern liegt.

Aber nur bei dem jetzigen System ist das so - dies System bricht eh zusammen.

Kommentar von Interesierter ,

Ein Einkommen für lau beseitigt aber dieses Problem nicht. 

Geld vom Staat, welches nicht durch Wertschöpfung gedeckt ist, wird letztlich zu griechischen Verhältnissen führen. Damit ist niemandem gedient. 

Kommentar von BigBen38 ,

Darum sagen ja alle vernünftigen, das die Rahmenbedingungen dafür stimmen müssen.

Antwort
von Vierjahreszeit, 70

Wenn das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) die Grundlage dafür sein soll, dass die einzelne Person freiwillig arbeitet, frage ich mich, weshalb die meisten Sozialhilfeempfänger hierzu ein anderes Beispiel geben? Dass allgemein und auf Dauer freiwillig gearbeitet wird, diese Behauptung geht an der Lebensrealität vorbei. Ohne Leistung wird es auf Dauer keine Gegenleistung geben. Das Leben ist ein Geben und ein Nehmen. Wenn es Menschen gibt, die arbeiten und solche, die nicht arbeiten, aber das BGE erhalten, führt dies zu einem ungerechten System. Die Arbeitenden werden sich dann fragen, warum sie "malochen" sollen, wenn es auch so geht. Also lehnen sie sich genauso zurück wie die anderen. Die Folge ist insgesamt ein Nachlassen der wirtschaftlichen Leistung. Die Wertschöpfung als Voraussetzung für die Geldversorgung entfällt. Folge: Zusammenbruch des Systems. Die Diskussion über das BGE ist die Folge eines Wohlstandes, bei dem die Befürworter nicht (mehr) wissen, woher das Geld und der Wohlstand kommen.

Antwort
von barfussjim, 39
Bin dagegen.

Verschiedene Gründe sprechen m. E. dagegen, selbst WENN die Finanzierung über Einkommens-, Vermögens- und Verbrauchssteuer möglich wäre. Das BGE sieht vor, dass ausnahmslos jeder Bürger monatlich den gleichen Geldbetrag überwiesen bekommt.

- Die Lebenshaltungskosten sind aber regional sehr verschieden. In Leipzig kann man von 800 Euro im Monat bescheiden leben, in München kann man gleich auf der Straße campieren

- Der individuelle Lebensbedarf der Menschen ist verschieden. Ein Behinderter oder chronisch Kranker braucht mehr zum Leben.

- Arbeit für Geringqualifizierte würde sich kaum mehr lohnen. Putzfrauen, Müllmänner, Lagerarbeiter, Kassierer etc. würden sich lieber auf der sozialen Hängematte ausruhen. Halbtags - oder Minijobs, mit denen sich viele Ehepartner, Studenten etc. etwas dazuverdienen, würden ganz wegfallen.

- Der Nachwuchs reicher Familien, der in jungen Jahren ohnehin großzügig finanziell unterstützt wird, bekäme auf Kosten der Allgemeinheit ein Extra-Taschengeld für die monatliche Shopping-Tour 

- Ein Land, das ein BGE einführt, müsste sich massiv gegen Zuwanderung aus ärmeren Ländern ohne BGE abschotten

Ein System aus Sozialleistungen, die sich am persönlichen Bedarf von Menschen in sozialen Notlagen orientieren, ist sinnvoller. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung ist nicht auf ein BGE angewiesen, Besserverdiener und vermögende Personen schon gar nicht. Deswegen gibt es in Deutschland hierfür keinen Bedarf. Eine Chance auf Umsetzung sehe ich auch in anderen Ländern nicht.



Antwort
von CamelWolf, 53
Bin dagegen.

Ich denke, das bedingungslose Grundeinkommen wird die Inflation so anheizen, dass die Kaufkraft des Grundeinkommens am Ende nicht höher sein wird als der jetzige Sozialhilfesatz.

Antwort
von lupoducto, 21
Bin dafür.

Weil ein Bedingungsloses Grundeinkommen uns wieder zum Wesentlichen führt - weg von Wachstumsideologie und Konsumterror und Existenzangst, hin zu Kreativität, sozialem Bewusstsein und zur Würde des Menschen als Zentrum allen Handelns und nicht der Kapitalvermehrung einiger weniger.

Antwort
von Ginalolofrigida, 17
Bin dagegen.

Die Vorstellung des geldsorgenfreien Herrn Götz ist sehr lieb gemeint, nur leider utopisch und ohne praktischen Nutzen.

Es mag sein, daß jetzt irgendwo in Deutschland 1000€ noch reichen, um anständig bescheiden zu leben. Wenn diese Umverteilung beginnen sollte, werden viele, die jetzt noch für ein bißchen mehr in Vollzeit schuften, die Hände in den Schoß legen. Was bedeutet, daß die Güter und Dienstleistungen sofort teuerer werden. Die gutgemeinten 1000€ werden sehr bald für niemand mehr reichen, um davon zu leben. Der Kern der Idee aber ist, daß der Mensch aus Spaß (frei von negativen Druck) arbeiten soll (eine kantische Ader in der Weltsicht von Herrn Götz), die absolut nicht funktioniert. Denn wenn der Mensch nur aus Spaß arbeiten sollte, dann nicht nach Anweisung. Es ist wie immer, eine starre, sehr männlich geprägte Blindheit, den Minuspol anzuerkennen als was es ist, die Schattenseite, die negativen Aspekte, die erst das Gleichgewicht eines Systems schaffen.

Der BGE würde zu einer Art Taschengeld für Erwachsene verkommen, die noch mehr Begehrlichkeiten und eine Implosion des nationalen Systems verschafft.

Kommentar von MonkeyKing ,

Weder hat der Herr Götz das BGE  erfunden, noch handelt es sich dabei um eine rein männliche Idee. Der Kern ist auch nicht der Spaß der Arbeit sondern eine Antwort auf die sozialen Umwälzungen zu finden die uns bevorstehen. 

Kommentar von Ginalolofrigida ,

Oberflächlich, dein Kommentar. Auch wenn der dm Gründer die Idee nicht zuallererst gehabt hat, ist er doch einer der prominentesten und aktivsten Unterstützer der Idee. So wie Merkel symbolisch für die Willkommenskultur steht, zum Beispiel... "Rein männlich" ist gar niemand auf der Welt, da müsste der aus der sagen wir, Rippe seines Vaters entstanden sein, und dieser wiederum...etc. Mit männlich war die Art zu denken gemeint, die nur das (gute) Ziel im Auge hat, und dabei das Unerwünschte verdrängt, die erst das Ziel erstrebenswert macht. 

Und der Kern der Idee ist doch auch ohne Arbeit genug Geld für ein anständiges Leben zu haben, oder etwa nicht? Eine Antwort ist eine Reaktion auf eine Frage, in der Antwort den Kern zu orten schmälert die Bedeutung der Fragestellung.

Antwort
von martinzuhause, 96

"mehr persönliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten für das Individuum.

und das darf der steuerzahler dann finanzieren? sinnvoller wäre es da das jeder der geld haben will dafür eine gegenleistung erbringt.

Kommentar von Jewi14 ,

Das BGE erfordert eine umfassende Steuerreform, mit dem jetzigen geht es natürlich nicht.

Du denkst im klassischen Sinne. Wer arbeitet, muss Geld dafür bekommen. Nur arbeiten kann man auch ohne dafür Geld zu bekommen. Denke mal an Hausarbeit oder eben Ehrenamtliche. Ein Umdenken was Arbeit ist, muss daher auch erfolgen.

Kommentar von Interesierter ,

Natürlich kannst du auch arbeiten ohne Geld dafür zu bekommen. Nur anders herum funktioniert das nicht. Wenn du nicht arbeitest, woher soll dann das Geld für deine Bezahlung kommen. Die Wertschöpfung, also die Grundsage eines jeden Wirtschaftens fehlt.

Ausserdem wirst du das Phänomen sehen, dass viele Leute, die Geld ohne Arbeit bekommen, eben auch nicht arbeiten werden.
Die Versorgung wird dann an denen hängen bleiben, die noch malochen. Diese dürfen dann noch mehr abdrücken.

Das ist weder sozial, noch gerecht.

Kommentar von MonkeyKing ,

Im Grunde stimme ich dir zu in dem Sinne, dass ich ein "Bedingungsloses" Grundeinkommen nicht richtig finde. Es sollte schon ab gewisse Bedingungen geknüpft werden aber nicht umbedingt im herkömmlichen Sinne durch Erwerbsarbeit. Wer keine bezahlten Erwerbstätigkeit nachgeht sollte zumindest, sagen wir mal 2 Tage in der Woche, einer menschenwürdigen Tätigkeit nachgehen die der Gemeinschaft hilft. Also alles was heute zutage so mit Zivildienst (ok gibt es nicht mehr) bzw. Ehrenamt abgedeckt wird. 

Antwort
von TomRichter, 24
Bin dafür.

So lange die Zahl der Arbeitslosen ein zigfaches der Zahl der offenen Stellen beträgt, ist es völlig egal, ob einer arbeitslos ist, weil er nicht arbeiten will - täte er wollen und fände er einen Arbeitsplatz, ware an seiner Statt eben ein anderer arbeitslos.

Was soll also der Quatsch, mit viel Aufwand die Arbeitslosen zu schikanieren? Jedem sein Grundeinkommen geben, irgendwo zwischen den von manchen angestrebten tausend Euro und dem derzeitigen Hartz IV gelegen, da werden sich weiterhin genügend Arbeitswillige finden, die entweder Spaß an ihrer Arbeit haben, oder mehr Geld haben wollen.

Antwort
von Frikadello, 8
Bin dafür.

Ich bin dafür, wenn jeder einen Betrag X erhalten würden von den er Leben kann, wären viele Probleme gelöst. Wenn jemand mehr Geld haben will muss er eben Arbeiten und wem das Reicht bleibt daheim. Das wäre auch Ideal für Familen mit Kindern, da müssen nicht beide Eltern arbeiten und können dennoch ein anständiges Leben leben. Aber ich denke aber das wird hier nie in Deutschland gemacht werden. Leider

Antwort
von myzyny03, 76
Bin dafür.

ja, ich bin dafür. Das dezeitige System wird nicht mehr lange funktionieren.

Kommentar von martinzuhause ,

dann bekommt jeder mehr und keiner muss dafür etwas machen. na, ob das da länger funktioniert?

Antwort
von luibrand, 17

Die Kommentare und Antworten hier sind am Status Quo orientiert, anstatt sich der Idee des Grundeinkommens zu öffnen: das heutige Fiskalsystem muß komplett umgeformt werden, es braucht die Konsumsteuer, jeder Konsum trägt damit den GE- Topf, der Reiche etwas mehr, der Arme etwas weniger, alle sind dann in ein System integriert, egal ob jungoder alt, reich oder arm, faul oder fleissig, krank oder gesund ! Aus dem Sozialsystem der Almosen wird ein Solidarsystem ! Das Geld ist nicht das Problem - es ist bereits vorhanden, sondern der Neidgedanke in den Köpfen der Gegner, die dem Nachbarn alle Schändlichkeiten unterstellt, sich selbst aber auf den moralisch einwandfreien Sockel stellt.Was man seinem Nachbarn unterstellt hat man vor der eigenen Türe zusammen gefegt ! Solange die Mehrheit dem (faulen, nichtsnutzigen) Nachbarn die selbstgemachte Marmelade nicht gönnt, hat Solidarität (BGE) keine Chance.

Antwort
von warehouse14, 74
Bin dafür, aber...

...das muss weltweit passieren, sonst funktioniert es nicht auf Dauer.

Hat man ja schon am kommunistischen/ sozialistischen Staatsmodell gesehen, daß es scheitert, wenn der Kapitalismus mit seinem Egoismus dazwischenfunkt.

warehouse14

Kommentar von MonkeyKing ,

Andererseits muss auch jemand anfangen..

Kommentar von Vierjahreszeit ,

Bei welchem der sozialistischen Staaten hat der Kapitalismus dazwischengefunkt? Ich kenne kein Beispiel. Die sozialistischen Staaten sind durch Misswirtschaft, Korruption und gegenseitiger Begünstigung durch die Parteifunktionäre gescheitert.

Kommentar von warehouse14 ,

... und genau das sind kapitalistische Eigenschaften. Vor allem die Korruption.

Und dann beachte mal, was mit Handelsembargos und so passiert. Man ruiniert einen Staat, der einem nicht in den Kram passt, auch durch Handelsverweigerung.

Wo sollen Rohstoffe herkommen, wenn sie keiner liefern will? Klar, man kann dann sich darüber lustig machen, daß die Leute nichts zu tun haben, weil Rohstoffe fehlen.

Aber ist das wirklich lustig?

Kommentar von Vierjahreszeit ,

Deine Argumente sind so zusammenhanglos zahlreich wie ein "warehouse". Da kann man sich nur abwenden.

Kommentar von warehouse14 ,

@Vierjahreszeit:

Ich hab wenigstens Argumente... ;)

Kommentar von luibrand ,

Die im Sozialismus korrupt waren, sind heute im Kapitalismus unter den Reichsten - siehe China. Also hat der Kapitalismus doch dazwischen gefunkt, nur zum Nachteil der Armen ! 

Antwort
von Halbammi, 38
Bin dagegen.

Weil es faule Menschen noch fauler machen wird. Gerechtigkeit heisst nicht, dass ich anderen den Hintern hinterhertragen muss.

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