Frage von Panderos, 32

Für "Experten": Inwiefern ergibt folgende zwei Zeitreise-"Regeln" über Veränderung Sinn?

Immer wieder hört man von diesen Grundsätzen:.

1: Wenn du in die Vergangenheit (Zeitreise übrigens ausschl. auf Vergangenheitsreisen bezogen) reist, darf dein altes "Ich" dich nicht sehen; ergibt Sinn. Es sei denn, du erinnerst dich schon selbst daran, schätze ich. Sonst radierst du dich so wie du existierst unter Annahme der Existenz von Zeitlinien selbst aus. Oder schlimmer? Paradoxen müssen da doch gar nicht notwendigerweise entstehen, oder?

2: Dann gibt es noch die Regel, dass dein früheres Ich irgendwie so wenig wie möglich wissen sollte, über die Dinge, die man in der Zeitreise tut. Wird sowohl in Harry Potter als auch irgendwie in Steins;Gate aufgegriffen. HP3-Spoiler: Die Zeitreisen sind da erstens bereits geschehen und folglich ändern sie die Vergangenheit gar nicht (weshalb in HP wohl der Determinismus existiert, oder das von Anfang an in einer zweiten Zeitlinie spielt, aber ich begebe mich hier auf einen schmalen Pfad).

Heißt, wenn du siehst, dass deine Freundin einen Unfall hat und stirbt, kannst du sie nur dann retten, indem du das Szenario bei der Vergangenheitsreise 1:1 aus der Sicht von dir noch einmal machst, damit du im Endeffekt nicht unbedingt etwas geändert hast.

Das verwirrt mich ganz besonders. Du HAST doch was geändert; wieso spielt es eine Rolle, ob du nur von dem Unfall gehört hast, ihn aus weiter Ferne sahst oder direkt daneben standest und des nunmehr Verstorbenen letzten Worte hörtest? Was interessiert es die Zeit, ob in diesem Moment die Wahrnehmung dieser einen Person gleich bleibt, wo doch letzten Endes trotzdem alles verändert wurde, nur halt nicht im Moment, sondern durch die Kausalität?

Zeitreisen sind innerhalb dieser Frage natürlich grundsätzlich nur auf Basis von Science-Fiction diskutabel, aber ich beziehe mich ja auch auf die Regeln in Sci-Fi- oder Fantasyfilmen.

Antwort
von Ahzmandius, 4

Regel 1 macht logisch gesehen keinen Sinn. Allerdings ist die Frage ob Logik überhaupt funktioniert, wenn Zeitreisen möglich ist.

Es wäre durch Zeitreisen möglch aus A->B zu machen B->A (Ein Beispiel steht ganz unten).

Es sei denn, du erinnerst dich schon selbst daran

Wenn du dich daran erinnerst, dass du dich selbst als Zeitreisenden gesehen hast, hätte die Zeit da schon ausgelöscht worden sein müssen.

Paradoxen müssen da doch gar nicht notwendigerweise entstehen, oder?

Ich kenne die Regel eher so, dass man sein junges Ich nicht berühren durfte, weil ein und das selbe Objekt nicht den gleichen Raum belegen darf (Time Cop). Das ist aber eh niemals der Fall.

Regel 2 soll dazu dienen die Zukunft vor ungewollten Änderungen zu schützen. Das Problem ist, dass selbst das Auftauchen in der Vergangenheit schon eine Änderung darstellt.

weshalb in HP wohl der Determinismus existiert

Das muss so sein, damit der ganze Kram mit den Prophezeiungen funktioniert.

Prinzipiell sind Zeitreisen problematisch. Echte Zeitreisen wären nicht Kausal.

Das heißt du könntest quasi dich selbst zeugen z.B.

Antwort
von Dxmklvw, 18

Die Problematik liegt meiner Ansicht nach in der eigentlich noch gar nicht ernsthaft gestellten Frage, ob Gegenwart bzw. eine noch gar nicht stattgefundene Gegenwart in der Vergangenheit existieren kann.

Der gleichwertige Umkehrschluß wäre ja auch, ob eine Vergangenheit in die Gegenwart (eines Zeitreisenden) so transportiert werden kann, daß die Vergangenheit die Gegenwartseigenschaft "lebendig" annimmt.

Einen Film kann man durchaus noch einmal von vorne abspielen. Aber die aktuelle Szene (den Zeitreisenden) so in den schon abgespielten Anfang einer Filmrolle zu schieben, daß dann diese Stelle zur aktuell durch Linse laufende Szene wird, halte ich für recht fragwürdig.

Auch ist es so, daß jegliche Änderung eines Details immer das Ganze verändert. Ein einziges aufgewirbeltes Bakterium ist je nach sonstigen Umständen theoretisch in der Lage, die Bevölkerung eines Landes zu dezimieren.

Insgesamt meine ich, daß es lediglich möglich ist, daß Bewußtsein auf Zustände in der Vergangenheit zu richten (abhängig von diversen dazu benötigten Daten). Doch das geschieht ja bereits seit eh und je in Form von "sich erinnern" oder "in der Gegenwart etwas altes ausgraben und daraus Rückschlüsse ziehen".

Deshalb halte ich Zeitreisen-Inhalte von Science-Fiction-Filmen für zu sehr ins Irrationale verannte Fantasie.

Antwort
von Ju202, 17

Ob es diese Regeln für Romane und Filme gibt, weiß ich nicht. Aber wenn Zeitreisen möglich sind, sind auch angeblich paradoxe Sachen möglich.

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