Frage von Shadyyy92, 136

Für die Eltern zu einem andern Glauben konventieren! Zählt das dann...(Islam)?

Mein Freund und ich würden gerne Heiraten. Ich bin muslimin, er Christ. unsere Eltern wünschen sich jedoch von beiden Seiten jeweils gläubig zu heiraten. wenn wir für die Eltern evtl. konventieren um heiraten. zählt das im islam als konventiert! oder ist das vom wahren willen her bzw. der Absicht die man hat abhängig?

Antwort
von Belruh, 42

Ich sage mal so, liebe kennt keine Grenzen. Warum sollten zwei Menschen nicht heiraten dürfen, nur weil sie beide anders betitelt werden? Der Eine wird als Muslim betitelt, der Andere als Christ, ja und? Ihr seid beide Menschen, und jeder Mensch sollte heiraten können wen er will.

Wenn es euren Eltern nicht passt dann denkt vielleicht mal darüber nach, beide eure Religion zu verlassen, und konfessionslos zu werden? Dann nehmt ihr beide, Hand in Hand, denselben Schritt, und keiner muss für den anderen konvertieren. Zudem spart ihr immens an Zeit und Geld, und es ist kein so grosser Aufwand. Wenn ihr dann heiratet, einfach zum Standesamt gehen und nach einer Trauung fragen. Wenn sie Zeit für euch haben dann dauert es nicht lange und ihr seid Eheleute. Für die Feier nach der Trauung könnt ihr etwas besorgen was deine und seine Eltern zufriedenstellt. Ich meine eine Hochzeitsfeier mit islamischen und christlichen Elementen.

Was meinst du, wäre das etwas?

Antwort
von saidJ, 24

Esselamu alejkum
Grundsätzlich hätte es zu dieser Beziehung niemals kommen dürfen da
1. Es keine unehelichen Beziehungen gibt im Islam
2. Einer Muslimin ein nicht Muslim verboten ist diese Kontakt hätte nichtmal zustande kommen sollen
3. Wenn er nur "konvertiert " damit deine Eltern eine Ruhe geben zählt es logischerweise sowieso nicht entweder er konvertiert aus überzeugung oder er ist genau so nicht Muslim wie vor der Schahada  .

Kommentar von Shadyyy92 ,

ve aleykumselam

Antwort
von Liquidchild, 52

Man konvertiert ja nicht für eine Woche in eine andere Religion, das geht nicht :D 

Ihr könntet doch einmal die Hochzeit traditionell christlich feiern für die Christlichen Verwandten und dann noch einmal muslimisch, für die muslimischen Verwandten. Konvertieren ist da ja gar nicht nötig

Kommentar von Shadyyy92 ,

Hab in den oberen antworten eins kommentiert, da steht die Begründung drauf wieso das Thema konventieren eine rolle spielt :D ist leider mich so einfacg wie man denkt deshalb :(

Kommentar von Shadyyy92 ,

Auf die Antwort von maramiez hab ich kommentiert

Kommentar von Liquidchild ,

Das wäre aber ziemlich entehrend für beide Religionen, wenn man nur für ein Fest konvertiert und das auch nur, weil es die Eltern so wollen. Also ich würde einfach die Hochzeit 2 x feiern, das ist doch aufwand genug :D 

Kommentar von Shadyyy92 ,

Ja stimmt. Danke :D

Antwort
von MaraMiez, 45

Also willst du kurzzeitig zum Christentum konvertieren, damit ihr christlich heiraten könnt und danach konvertiert ihr beide zum Islam, um so auch nochmal heiraten zu können? Und dann? Konvertiert er wieder zurück zum Christentum? (Oder in welcher Reihenfolge auch immer ihr das vor habt.)

Wozu? Es ist eure Hochzeit. Ist ja toll, dass ihr euren Eltern eine Freude machen wollt, aber es geht dabei um euch, nicht um eure Eltern. Die sollten euch eine Freude machen, indem sie keien Wünsche haben, wie ihr heiratet und das euch allein überlassen.

Ob das so überhaupt funktioniert und als "wirklich konvertiert" gilt, weiß ich nicht, aber ich persönlich würd das nicht so sehen, immerhin konvertiert man doch eigentlich aus Überzeugung, nicht weils für einen bestimmten Zweck so praktisch ist.

Kommentar von Shadyyy92 ,

Ja stimmt eig. es geht beim konventieren halt eher darum um jeweils gläubig konventieren zu können müsste man bei dem Erzbischof bzw bei dem imam halt dementsprechend den glauben akzeptieren. Im islam ist das eher einfacher, egal wo du bist man muss nur ein Satz aussprechen der einiges bestätigt. im Christentum aber wird man ja getauft und so, ist mehr aufwand. ich hätte nix dagegen es für seine Eltern zu tun, aber ich möchte nicht dadurch den islam verraten sozusagen. das geht dann schon über meine grenze, deshalb die frage... Um zu wissen ob man dann ständig hin und her konventieren muss oder es nicht nötig ist weil es in dem Falle eh nicht zählt eig sondern nur für die Eltern "zur Show" gebracht wird. es wäre für die auch in Ordnung nur standesamtlich zu heiraten. das Problem ist allerdings. das für seine Eltern es sehr wichtig ist weil deren glauben sehr sehr stark mit dessen Kultur verbunden ist. und dessen Nation ist nicht mehr das von früher, sie existieren nicht mehr in millionen anzahl. und meine Eltern möchten das weil es für uns an sich eig sehr wichtig ist. und mir eig auch. sonst wollen sie mich ihm vllt nicht "geben" wenn er um die Hand bitten kommt. so ist das bei uns halt... :)

Kommentar von Raubkatze45 ,

Den christlichen Standpunkt kann ich dir sagen.

Wenn du vom Erzbischof sprichst, ist dein Freund offenbar katholisch und ihr braucht eine Dispens vom Bischof. Das ist zwar möglich unter der Auflage, dass die Kinder christlich erzogen werden, aber eine Konversion nur wegen der Eltern ist niemals möglich. Bevor es nämlich zur Taufe kommt, muss ein mehrmonatiger Konvertitenunterricht stattfinden, damit man über den Glauben Bescheid weiß, dem man angehören möchte. Schon beim Kundtun deiner Absicht, dies nur um der Schwiegereltern willen zu tun, würde es dazu erst gar nicht kommen. Und dies mit Recht! Es geht nicht um ein Zeremonienspiel, sondern um eine Entscheidung vor Gott. Ein gläubiger Christ kann dem Islam nicht angehören und umgekehrt kann eine Muslima nicht Christin spielen und dem christlichen Gott ein christliches Glaubensbekenntnis vorspielen.

Deine Frage, ob es "gilt", muss deshalb verneint werden. Die Konversion  wäre aus christlicher Sicht ungültig und ich kann mir nicht vorstellen, dass christliche Schwiegereltern eine Zeremonie   vorziehen. Soweit mir bekannt ist, darf im Islam zwar ein muslimischer Mann eine Christin heiraten, aber nicht eine Muslima einen christlichen Mann  - außer, er konvertiert zum Islam. Auch ein Lippenbekenntnis zum Islam bedeutet für den christlichen Partner eine Verleugnung seines Glaubens.


Kommentar von Shadyyy92 ,

Mir alles bekannt... versuchen halt nur iwie deshalb ne Lösung zu finden. Danke dir

Antwort
von Viktor1, 31

Hallo,
Ich kann mir nicht vorstellen, daß im Islam eine Handlung ohne innere Anteilnahme, also ohne echten Willen,"gültig" im Sinne einer "religiösen Wirkung" sein kann. Dies ist im Christentum auch nicht anders.
Du mußt dir überlegen, ob du Gott belügen und betrügen willst - darum geht es hier doch.
Wegen Eltern oder "Liebe" konvertiert man nicht.
Von Eltern löst man sich früher oder später, Liebe vergeht (sehr oft).
"Gott" (die Religion) bleibt - es sei denn du glaubst eh an nix.
Dann gibt es aber auch kein "gläubig heiraten".
Nein - heiratet jeder in seinem Glauben. Die Achtung vor der Überzeugung des Anderen wird euch stärker zueinander führen als verlogene Konversion.
Da bin ich mir ganz sicher.
Probleme gibt es höchstens, wenn man für die Kinder die Religion bestimmt.
Da solltest ihr sehr sehr ausführlich vorher darüber sprechen.
Da muß einer nachgeben - eine Bewährungsprobe für eure Liebe.
Gruß Viktor

Kommentar von Shadyyy92 ,

Hast recht. ich danke dir

Antwort
von AbuAziz, 8

Leider geht dies nicht, was ihr da plant. Eigentlich habt ihr schon falsch angefangen, du hättest dich nicht auf ihn einlassen dürfen. Muslima dürfen keinen Christen heiraten. Auch nicht mit ihm befreundet sein.

Allah sagt im Koran in Sure 2 Vers 221: Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzendienern, bevor sie glauben. Und ein gläubiger Sklave ist fürwahr besser als ein Götzendiener, auch wenn dieser euch gefallen sollte. Jene laden zum (Höllen)feuer ein. Allah aber lädt zum (Paradies)garten und zur Vergebung ein, mit Seiner Erlaubnis, und macht den Menschen Seine Zeichen klar, auf daß sie bedenken mögen.

Es wäre also möglich, dass er zum Islam konvertiert, allerdings nur wenn er davon überzeugt ist. Dann könntet ihr heiraten.

Etwas anderes können deine Eltern eigentlich auch nicht gut heißen. Sie können dich mit einem Christen nicht verheiraten. Und dass du konvertierst geht auch nicht. Damit würdest du den Islam verlassen.

Jetzt stell dir mal vor ihr sei hin und her konvertiert und habt geheiratet. Er ist dann wieder Christ und du Muslima? Sollte es so sein, dann musst du dich wieder scheiden lassen. Als Muslima darfst du nicht mit einem Christen verheiratet sein.

Kommentar von Weinberg ,

Allah sagt im Koran in Sure 2 Vers 221: Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzendienern, bevor sie glauben.

Christen (und Juden) sind aber keine "Götzendiener" !! Sondern gehören einer "Buchreligion" an .

Bei wortwörtlicher Auslegung dürfte also eine Muslima durchaus einen Christen oder Juden heiraten.

Was bei (männlichen) Muslimen ja ausdrückliche erlaubt ist...

Antwort
von UkhtFiDeen, 15

Wenn dein Freund die Shahada ausspricht, ohne ihre Bedingungen zu erfüllen, ist sein Bekenntnis & damit die Eheschließung ungültig. Voraussetzungen für die Gültigkeit des Glaubensbekenntnisses sind:

- al-Ilm (das Wissen)

,,Wisse denn, dass es keine Gottheit gibt außer Allah.“ [47:19]

al-Yaqiin (die Gewissheit)

,,Die Gläubigen sind nur jene, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und dann nicht zweifeln.“ [49:15]

al-Qabuul (die Akzeptanz)

,,Doch die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit Er zwischen ihnen richten möge, ist nichts anderes als: Wir hören und wir gehorchen. Und sie sind es, die Erfolg haben werden." [24:51]

- al-Inqiyaad (die Hingabe)

,,Und wer hat eine schönere Religion als jener, der sich Allah ergibt und dabei Güte übt.“ [4:125]

Sidq (die Wahrhaftigkeit)

,,Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten: Wir glauben, und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe gestellt? Und Wir stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Allah gewiss die erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiss wird Er die Lügner erkennen." [29:2,3]

al-Ikhlaas (die Aufrichtigkeit)

,,Und doch war ihnen nichts anderes befohlen worden, als Allah treu in lauterem Glauben zu dienen.“ [98:5]

- al-Muhabbah (die Liebe)

,,Und es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen zum Anbeten nehmen und lieben, wie man nur Allah lieben soll. Die aber, die glauben, lieben Allah noch mehr.“ [2:165]

- Kufr bit-Taghut (das Ablehnen von allem und jedem, das neben Allah verehrt wird)

,,Und in jedem Volk erweckten Wir einen Gesandten, der da predigte: Dient Allah und bleibt fern vom Taghut.“ [16:36]

Ganz abgesehen davon ist dir hoffentlich klar, dass dein Verhalten im Islam eine große Sünde ist. Allah, subhanahu wa ta'ala, sagt im Quran:

,,Und kommt der Unzucht nicht nahe; seht, das ist eine Schändlichkeit und ein übler Weg." [17:32]

Lass diese Beziehung, die Allah für uns verboten hat sein. Yaum al Qiyama wirst du Allah alleine antworten müssen; wieso sorgst du dich mehr darüber, was eure Eltern darüber denken...?

Kommentar von GermanMuslima95 ,

Danke ukhti, das ist super ausführlich, hundert Prozent korrekt und mit Beweisen.

Antwort
von user30, 48

öhm die eltern haben rein gar nichts zu entscheiden.

Kommentar von Shadyyy92 ,

Ne ne sie entscheiden nicht, aber sie hätten es gerne, und wir würden schon gern den zur liebe den die freude schenken :)

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