Für den Radsport trainieren?

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4 Antworten

Die Spritzigkeit auf dem Rad wird im Spannungsdreieck zwischen

- Kraft

- Ausdauer

- Schnelligkeit

bestimmt.

Eine unverzichtbare Komponente mit Schlüsselfunktion beim Radsport ist ein radsportspezifisches Krafttraining.

Dieses erstreckt sich inbesondere auf:

- Beinstrecker

- Beinbeuger

- Wade

- Brust

- Rücken

- Trizeps

Der gute Radfahrer wir also im Kraftraum gebacken.

Ferner betreibst Du Grundlagentraining für Deine Ausdauer und Schnelligkeit.

Dabei werden die Trainingseinheiten in mehrere Phasen unterteilt:

2 Wochen Vorbereitungstraining

Phase 1 (4 Wochen): Grundlagenausdauertraining 1


Phase 2 (4 Wochen): Grundlagenausdauertraining 2

Phase 3 (4 Wochen): Grundlagenausdauertraining 3

Phase 4: (4 Wochen): Aufbautraining 1

Phase 5: (4 Wochen): Aufbautraining 2

Phase 5: (4 Wochen): Aufbautraining 3

Phase 6: (2 Wochen): Höchsleistungsphase

Wettkampf.

Im Training werden Umfänge und Intensitäten systematisch gesteigert.

Wie es der Name schon sagt, trainierst Du in den ersten 3 Phasen Deine Basics, die Grundlagenausdauer, ohne die läuft gar nichts.

Die höheren Intensitäten kommen dann im Aufbautraining dran.

Empfohlene Lektüre:

Die Trainingsfibel für Radsportler von Joe Friel

Günter

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Kommentar von KeineAhnungHa
01.12.2016, 07:23

Danke dir für deine Ausführliche und gute Antwort. Eine Frage habe ich zu den Phasen. Welche "Aufgaben" kommen in den Phasen? 

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Was @GuenterLeipzig schreibt, ist nach meiner Meinung eher für Fortgeschrittene.

Fang mal einfach an und fahr so lange wie Du Dich wohlfühlst. Mal fährst Du eine kürzere Strecke zügig und mal eine längere Strecke in etwas gemäßigterem Tempo.

Einen Tacho bzw. ein Smartphone am Rad wirst Du haben, dann kannst Du Geschwindigkeit und Entfernung kontrollieren und wirst schnell lernen, Deine Leistungsfähigkeit einzuschätzen. Dann kannst Du für Dich entscheiden, ob Du mehr Wert auf Ausdauer, also möglichst lange Strecken oder Geschwindigkeit, also möglichst hohes Tempo legst.

So kannst Du selbst feststellen, was Dir am meisten Spaß macht und was für Dich persönlich an Training "reicht". Ohne Deine persönlichen Vorstellungen zu kennen, kann man hier schlecht einen Ratschlag für einen Trainingsumfang geben.

Ein spezielles Krafttraining, gezieltes Grundlagentraining und dann vielleicht sogar Wettkämpfe kommen dann später, wenn Du wirklich Spaß am sportlichen Radfahren gefunden hast und den entsprechenden Ehrgeiz entwickelst.

Wenn Du Lust hast, suche Dir eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft und zusammen fährt, das geht am besten über einen Verein, falls so etwas bei Dir in der Nähe gibt. Da bekommst Du die besten Tipps von Leuten mit Erfahrung.

Die Kleidung ist natürlich von der Jahreszeit und den Witterungsbedingungen abhängig, das kann man auch nicht so pauschal beantworten, da gibt es zu viele Möglichkeiten. Auch das musst Du selbst ausprobieren. Das einzige, was für mich unverzichtbar ist, ist eine Radfahrhose mit Sitzpolster, sonst bekommt man in der Regel schnell Probleme und, noch wichtiger, ein Helm. Ohne den bin ich noch keinen Meter gefahren und das hat mich schon bei drei Unfällen/Stürzen vor schlimmeren Folgen bewahrt.

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Günter Leipzig hat natürlich schon perfekt geantwortet. Von mir nur ein Beitrag als Hobbyfahrer:

- Ein 10-km-Trainingsstrecke habe ich auch, doch die geht ständig bergauf, 400 Höhenmeter. (Die 10 km Downhill anschließend zähle ich nicht mit. Die sind Vergnügen.)

- Diese 10 km sind für mich alten Mann ein guter Einstieg um überhaupt einigermaßen fit zu werden. Dann aber bieten sie mir zu wenig Widerstand. Auch mit der Kleidung bekomme ich Probleme. Man kommt durchgeschwitzt oben an, wo es nochmal ein paar Grad kälter ist, und muss dann wieder runter. Das geht eigentlich nur mit zusätzlichen Klamotten.

- Deshalb gehe ich Laufen bei diesem Wetter. Ich weiß aus Erfahrung, dass kein Nichtläufer auf dem Rad eine Chance gegen mich hat, wenn ich meine Bergstrecke in unter 1:20 laufe.

- Zusätzlich mache ich noch etwas Gymnastik, Stretching und ein paar Kraftübungen zuhause. Bei mir geht es meistens auch um das Gewicht. Arbeite ich nur an der Kondition, sehe ich hinterher aus, als ob man mir die Luft rausgelassen hätte, gleiche schlappe Figur nur dünner.  

- Meine Gegner (Kumpel) mache ich bergauf platt mit diesem Training. Einen Sprint gewinne ich nicht, bin ich auch nicht der Typ für. Wegfahren im Flachen kann mir aber auch niemand. Hinten dranhängen geht immer.

 

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ja, 10km ist gut, fürs aufwärmnen.

Günter Leipzig hat eh gut geantwortet. Aber 10 km schnell ist gut für kurze Bahnrennen oder für den Endkampf oder Zwischwertungen auf 180km Etappen. 

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