Frage von Heikot0102, 32

Fünf Monate vor Mietbeginn fand eine Sperrmüllentsorgung statt ,nun verlangt der Vermieter in den Nebenkosten eine Anteilige Beteiligung?

müssen Kosten die vor Mietbeginn , hier eine Sperrmüllentsorgung am 03.02.2015,, entstanden als anteilige Nebenkosten in der Nebenkostenabrechnung akzeptiert werden, wenn der Mietbeginn am 07.09.2016 begann. Der Vermieter wurde per Einschreiben gebeten Stellung zu beziehen. Nachb6 Wochen immer noch keine Antwort bezüglich unserer Weigerung. Danke für die Mühen

Antwort
von bwhoch2, 6

Bei uns ist Sperrmüllentsorgung längst abgeschafft. Hat jemand Sperrmüll zu entsorgen, bringt er ihn zum Containerhof und zahlt je m³. Einwandfreies Verursacherprinzip.

Allerdings: Gerade in größeren Städten kann es sein, dass die regelmäßige Abholung von Sperrmüll, z. B. 2x im Jahr zur standardmäßigen Leistung der Müllbeseitigung zählt, die durch satzungsgemäß festgelegte Gebühren von jedem zu bezahlen sind, egal ob jemand Sperrmüll überhaupt zum Entsorgen hat oder nicht.

Ist das so, dann werden die jährlich dafür anfallenden Gebühren zeitanteilig auf die Mieter umgelegt. Dabei ist es dann völlig egal, wann die Abfuhr war, also ob ein Mieter schon in der Wohnung wohnte, als einer oder beide Termine waren oder nicht.

Beispiel: 1. Termin im Februar, 2, Termin im September. Gebühren insgesamt 100 €. Findet ein Wohnungswechsel genau am 1. Oktober statt, hat der neue Mieter 25 € zu zahlen, egal wann die Termine waren.

Wenn es also so ist - bitte selbst prüfen -, dann sind die Gebühren in Deiner Abrechnung korrekt umgelegt.

Angenommen, Du wärest innerhalb der gleichen Stadt umgezogen, müßtest Du dafür in der Abrechnung der alten Wohnung wohl 75 € zahlen, konntest dort auch wirklich zwei Termine voll ausnutzen, hast Du am Ende auch wieder 100 € bezahlt.

Wenn Du von außerhalb zugezogen bist, also von wo es keine solche Regelung gab, hast Du die A-Karte gezogen. Wenn Du irgendwann wieder wegziehst aus dem Gebiet, zahlst Du entsprechend weniger. Vielleicht gleicht es sich dann wieder aus.

Antwort
von schleudermaxe, 4

... aber was denn bitte für eine Weigerung?

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben hat ein Vermieter doch alle Kosten und Lasten seines Grundstücks, auch die nicht umlagefähigen, in eine Abrechnung einzustellen und ob da ein Mieter mit einverstanden ist oder nicht, ist doch den Gerichten egal.

Ein Mieter hat solche Kostenanteile zu wuppen, wenn diese regelmäßig anfallen, so die Gerichte hier bei uns.

Ebenso hat ein Mieter anteilig zu wuppen die Kosten für den Winterdienst Anfang 2015, oder übersehe ich etwas?

Und Stellung beziehen muß ein Vermieter erst dann, wenn der Mieter in die Abrechnungsunterlagen geschaut hat, so auch die Gerichte (hier bei uns).

Macht er das nicht, hat er sein Einspruchsrecht verwirkt.

Somit einfach einmal einen Termin vereinbaren, oder?

Von unseren Grundstücken lassen wir einmal jährlich abfahren und sind damit im grünen Bereich.


Antwort
von anitari, 5

Ich bezweifel stark das diese, sicher einmaligen, Kosten umgelegt werden dürfen.

Davon abgesehen muß der Vermieter alle im Abrechnungszeitraum entstandenen Kosten als Grundlage für die Abrechnung nehmen.

Auch die die vor Mietbeginn eines Mieters entstanden sind. Er muß sie dann nur anteilig für den Nutzungszeitraum abrechnen.

Antwort
von suessf, 13

Ich sehe das pragmatisch so:

- Das ist monatlicher Bestandteil deiner Miete, welchem eine Mischkostenrechnung zugrunde liegt, welche die Jahreskosten entsprechend umlegt.

- Wenn du schon meinst, dass du für dieses Jahr da - anteilig (!) - nichts zu zahlen hättest, dann holt dich das spätestens dann wieder ein, wenn du kurz vor der jährlichen Sperrmüllentsorgung kündigst und du dann auch nicht im Nachhinein sagen kannst, aber das habe ich nicht mehr ausgenutzt und deswegen möchte ich im Nachhinein wieder die letzten 11 Monate retour bezahlt haben....

-> das ganze gleicht sich über die Zeit und über alle Mieter aus. Da gibt es also nicht wirklich was zu motzen. Du motzt ja auch nicht, wenn du weniger Müll produzierst, wie dein Nachbar und doch gleich viel zahlst oder wenn du weniger im Internet surfst, als andere und dein Abo gleich teuer ist.....

Antwort
von brummitga, 20

wenn du zum Zeitpunkt der Aktion noch nicht da gewohnt hast, kann dir der VM auch keine anteiligen Kosten aufs Auge drücken.Wenn er sich nicht meldet, wird er wohl begriffen haben, dass seine Forderung nicht ganz sauber war.

Antwort
von Saisonarbeiter2, 20

was nützt dir eine antwort, wenn du schon vor 6 wochen dem VM mitgeteilt hast, dass du das nicht zahlst? nun musst du seine antwort auch abwarten.


im übrigen müssen NK vom 03.02.2015 bis spätestens 03.02.2016 abgerechnet sein.


Kommentar von anitari ,

Betriebskosten müssen binnen 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraumes abgerechnet werden.

Wann welche Kosten im Abrechnungszeitraum entstanden sind ist völlig egal.

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