Führungszeugnis Regel für Personenbeförderungsschein?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Hallo kovvallier,

was im Führungszeugnis steht und was eben nicht drin steht, findest Du im folgendem Gesetz:

Im Bezug auf Deine Frage gilt:

(1) In das Führungszeugnis werden die in den §§ 4 bis 16 bezeichneten Eintragungen aufgenommen. Soweit in Absatz 2 Nr. 3 bis 9 hiervon Ausnahmen zugelassen werden, gelten diese nicht bei Verurteilungen wegen einer Straftat nach den §§ 174 bis 180 oder 182 des Strafgesetzbuches.                                                      



(2) Nicht aufgenommen werden

5. Verurteilungen, durch die auf

  • a) Geldstrafe von nicht mehr als neunzig Tagessätzen,
  • b) Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten

erkannt worden ist, wenn im Register keine weitere Strafe eingetragen ist,

Im Bezug auf die Geldstrafe gilt, das Geldstrafen nie direkt in Eurobeträgen verhängt werden, sondern in Tagesätzen.

Ein Tagessatz entspricht immer 1/30 Deines monatlichen Einkommens.

Du hast geschrieben:

wurde vor 2 jahren zur 800 € Geldstrafe wegen Unfallflucht verurteilt. Damals war ich noch in der Ausbildung und habe 760 € netto verdient

Bei 760 Euro ist die Rechnung also wie folgt: 760 geteilt durch 30 ergibt einen Tagessatz von aufgerundet 25 Euro.

Du wurdest zu 800 Euro Geldstrafe verurteilt. Das heißt: 800 Euro geteilt durch einen Tagessatz von 25 Euro ergibt  32 Tagessätze.

Kurzum: Mit 32 Tagesätzen liegst Du weit unten den 90 Tagesätzen die zu einem Eintrag im Führungszeugnis führen würden.

Wenn Du nun Dein Führungszeugnis beantragst, wird in diesem stehen:

Keine Einträge vorhanden

Das heißt, Deinem Personenbeförderungsschein steht die damalige Verurteilung nicht im Wege.

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kovvallier
30.10.2015, 15:44

Hallo TheGrow

vielen dank für Ihre schnelle Antwort. Durch diese Erklärung bin ich jetzt beruhigt.

Schöne Grüße

0