Frage von lillyrose91, 140

Führt jede Frauenärztin einen Brust Ultraschall durch?

Hallo. ☺ In meiner Familie, haben alle Frauen Brustkrebs. Jetzt gerade meine Oma. Die Ärztin die meine Oma behandelt, meinte gleich zu mir, wenn es so in der Familie ist sollte ich auch mal einen Brust Ultraschall durchführen lassen. Bin erst 24. Von den Krankenkassen wird das ja nicht übernommen. Also ne IGEL Leistung. Meine Frage wäre: Kann sowas jeder Frauenarzt/ jede Frauenärztin durchführen oder gibt es nur ein paar die sowas machen? Kann mir da jemand was zu erzählen? Hatte von euch vielleicht jemand schon ein Brust Ultraschall und kann auch darüber was sagen? Würde mich freuen. Liebe Grüße. ☺

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GynOnkologie, 79

Guten Abend!
Sie sollten einen erfahrenen Gynäkologen aufsuchen, der das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen wird.

In den meisten Fällen haben alle Gynäkologen Ultraschallgeräte und können diese auch auswerten. Gynäkologen mit der DEGUM Auszeichnung sind sogar darauf spezialisiert. Da es sich bei Ihnen jedoch lediglich um Vorsorgeuntersuchung handelt, muss individuell entschieden werden, ob Ultraschall da die richtige Methode ist.
Generell fühlen sich Ultraschalluntersuchungen kühl an, haben aber keinerlei schmerzhaften Nach/Neben-Wirkungen

Mit freundlichen Grüßen
L.Heine
Spezialist für
Gynäkologische Onkologie

Kommentar von lillyrose91 ,

Dankeschön für die Antwort! ☺ Welche Methode wäre denn Ihrer Meinung nach die Beste?

Kommentar von GynOnkologie ,

Eine Methode die von Ärzten angewendet wird, ist sicherlich das Abtasten der Brust. Dies ist auch eine, bei erfahrenen Frauenärzten in dem Gebiet, gute Methode.
Ein weiteres bildgebendes Verfahren ist die Mammografie, welche jedoch aufgrund der Strahlenbelastung seltener durchgeführt werden sollte.
Als dritte Alternative käme dann die Mammasonografie (Brustultraschall) in Frage. Dabei ist der große Vorteil, dass keine Strahlenbelastung entsteht.
Meiner Meinung nach ist die Mammasonografie die beste Möglichkeit der Diagnose. Dies hängt jedoch davon ab, was der jeweilige Gynäkologe in Ihrer Brust fühlt. (Z.b. ob es in Ihrer Brust Knotenartige Geschwülste etc. gibt.) Erst dann wird er entscheiden, welches bildgebende Verfahren nötig ist bzw. ob eines nötig ist.

Sollte danach der Verdacht auf etwas bösartiges entstehen, werden weitere Verfahren wie z.B. eine Computertomographie oder eine Magnetresonanzthomographie eingeleitet.

Antwort
von Thaliasp, 140

Ich habe alle 3 Monate eine Ultra Schall Untersuchung der Brüste. Ich weiss nicht ob alle Frauenärzte so ein Gerät in der Praxis haben. Der Anschaffungspreis ist sehr hoch. Du müsstest dich halt erkundigen ob bei deiner Ärztin/Arzt das auch möglich ist. Du musst das unbedingt sagen dass in deiner Familie alle Brustkrebs haben. Sollte deine Ärztin/Arzt kein solches Gerät haben könntest du diesen Untersuch bestimmt auch im Krankenhaus machen lassen. Der Untersuch selber schmerzt nicht, du bekommst ein Gel auf die Brüste und dann fährt der Arzt bei deinen Brüsten mit einem speziellen Gerät hin und her und auf einem Monitor kann dann deine Brust von innen dargestellt werden. Allfällige Veränderungen werden sichtbar und können erstmalig vom Untersucher beurteilt werden.

Kommentar von lillyrose91 ,

Danke für deine Beschreibung der Untersuchung. ☺ Werde mich demnächst mal bei meiner Frauenärztin erkundigen, ob diese ein Ultraschall Gerät besitzt.

Antwort
von Joschi2591, 72

Grundsätzlich ist die Beurteilung von Ultraschallaufnahmen, insbesondere der Brust bei Krebsvorsorge, sehr diffizil und bedarf einer guten Schulung/Ausbildung und jahrelanger Erfahrung. Nicht jeder Frauenarzt/ärztin, der ein US-Gerät hat, ist auch ein guter Diagnostiker von US-Aufnahmen. Da lohnt es sich, zu speziellen Zentren zu gehen. Dort sitzen mehrere Ärzte, die die Bilder getrennt und gemeinsam beurteilen, ehe sie ein Urteil/eine Diagnose abgeben.

In Deinem Fall lohnt es sich, mit Deiner KK Kontakt aufzunehmen. Bei genetischer/familiärer Vorbelastung wird eventuell anders entschieden, was die Kostenübernahme angeht.

Kommentar von lillyrose91 ,

Vielen Dank! ☺ Werde morgen mal diesbezüglich meine Krankenkasse befragen. lg.

Antwort
von GynOnkologie, 51

Eine Methode die von Ärzten angewendet wird, ist sicherlich das Abtasten der Brust. Dies ist auch eine, bei erfahrenen Frauenärzten in dem Gebiet, gute Methode.
Ein weiteres bildgebendes Verfahren ist die Mammografie, welche jedoch aufgrund der Strahlenbelastung seltener durchgeführt werden sollte.
Als dritte Alternative käme dann die Mammasonografie (Brustultraschall) in Frage. Dabei ist der große Vorteil, dass keine Strahlenbelastung entsteht.
Meiner Meinung nach ist die Mammasonografie die beste Möglichkeit der Diagnose. Dies hängt jedoch davon ab, was der jeweilige Gynäkologe in Ihrer Brust fühlt. (Z.b. ob es in Ihrer Brust Knotenartige Geschwülste etc. gibt.) Erst dann wird er entscheiden, welches bildgebende Verfahren nötig ist bzw. ob eines nötig ist.

Sollte danach der Verdacht auf etwas bösartiges entstehen, werden weitere Verfahren wie z.B. eine Computertomographie oder eine Magnetresonanzthomographie eingeleitet.

Kommentar von lillyrose91 ,

Vielen lieben Dank für die gute Erklärung! ☺😊

Antwort
von LotteMotte50, 57

du solltest mit der Krankenkasse sprechen denn wenn es bei dir in der Familie liegt dann denke ich mal das die das bezahlen oder meintest du eventuell Mammographie ? Also bei Darmkrebs ist es so 

Kommentar von sternenmeer57 ,

Ja, sie bekommt es kostenlos.

Kommentar von lillyrose91 ,

Nein, ich meinte wirklich Ultraschall, da die Ärztin im Krankenhaus meinte, das erst ein Ultraschall ratsam wäre und wenn dort irgendwas auffällig sein sollte, werde ich sowieso zu anderen Untersuchungen müssen. Bei der Mammographie, ist ja bei jungen Frauen das Brust Gewebe noch so dicht. Daher denke ich, auch immer nicht so eindeutig? Aber, danke für deine Antwort! Werde morgen mal bei meiner Krankenkasse anrufen. ☺ Lg.

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