Frage von Raidgodzz, 203

Führt die Tatsache, dass unser Wissen über die Welt zunimmt dazu, dass die Bedeutung der Religion abnimmt?

Antwort
von unhalt, 43

Diese Frage wird in der Science-Fiktion immer gern behandelt. Hierbei gibt es Utopien mit mehr oder weniger Religion. Gerne wird auch der Buddhismus als letzte verbleibende Religion dargestellt, da er im grunde eher eine Lebensphilosophie ist. Um diese frage beantwortet zu bekommen solltest du philosofische Arbeiten dazu lesen oder eine Zeitmaschiene erfinden. Mit anderen Worten: die Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden.

Denk doch mal nach wie viel Einfluss Religion auf unser heutiges Leben hat. Du denkst fast nichts? Falsch: Christliche Organisationen gibt es sehr viele... Religion ändert sich, jedoch ist sie seit Jahrtausenden eng in die Zivilisation eingeflochten. Auch wird es für Religion noch lange hinreichend Nährboden geben, da es noch lange Fragen geben wird, die die Wissenschaft nicht ausreichend beantworten kann.

Bevor du mich kritisierst, solltest du noch wissen, dass ich Naturwissenschaftler bin; also mache ich mir über sowas schon halbwegs sinvolle gedanken. ;)

lg

Antwort
von Nadelwald75, 27

Hallo Raidgodzz,

Wissen im Sinn von Wissenschaft steht nicht im Widerspruch zur Religion.

In Kurzfassung: Wissenschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie die Dinge sind, Religion damit warum und wozu sie sind. Das sind unterschiedliche Aufgabengebiete.

Interessant ist aber in diesem Zusammenhang: Je mehr das Wissen zunimmt (Forschung, Wissenschaft, Technik....), desto größer wird der Bereich, den es noch zu erforschen gilt.

Für den "Gläubigen" kann das auch heißen: Je mehr man im Bereich der Wissenschaft weiß, desto größer wird das Staunen über die Schöpfung Gottes.

Antwort
von jaycher, 39

Ich denke, dass sich Glaube und Wissenschaft nicht zwingendermassen widersprechen. Eher, dass das eine das andere belegt bzw. widerlegt und die Wissenschaft u.a. dazu da ist, den Glauben besser zu verstehen. Religion ist eine Einstellungs- und offensichtlich eine Glaubenssache. Ich bin zwar gläubig, glaube aber nicht naiv, sondern versuche religiöse Fakten und Ereignisse durch die Wissenschaft für mich persönlich "nachzuweisen". Trotzdem denke ich, dass Gott zu "hoch" für den menschlichen Verstand ist und es Dinge gibt, die wir einfach nicht verstehen können und sollen. Erkenntnis kommt dann, wenn es so sein soll.

Antwort
von schlauebox123, 44

Ich denke schon, dass dies zum Teil stimmt...
Aber man muss allgemein auch sagen, dass wir der Kirche gegenüber viel unabhängiger geworden sind und nicht jeder mehr einen Gott "brauch" um glücklich leben zu können und nicht jeder mehr die Zeit und Lust aufbringt sich mit Religion zu beschäftigen.
Die liebe zu Gott war damals viel bedingungsloser, wie ich finde. Passiert uns heute etwas schlechtes, stellen wir direkt Gott in Frage "und da uns ja das schlechte passieren konnte, kann es ja auch kein Gott geben"?!...
Damals ging es den Menschen auch schlecht, nur haben die Menschen die Begründung und den "Schuldigen" für das Schlechte was ihnen widerfahren ist, erst bei sich selbst gesucht und nicht bei ihrem Gott (klar ist auch, dass die Kirche manchmal ihren Profit daraus gezogen hat)
Heute wird es auch keinem mehr übel genommen, wenn er sich als ungläubig bezeichnet. Früher wäre sowas fast undenkbar.
Wir Menschen haben uns eben über die Zeit hinweg entwickelt und somit auch unser Wissen erweitert und das Weltbild verändert
viele Wissenschaftler bringen durchaus glaubwürdige "Beweise" für die Evolutionstheorie. Durch die in den letzten Jahren bekannt gegeben Skandale in den Kirchen und manchen Fakten von Wissenschaftlern, ist die Kirche bei vielen auch in Verruf geraten und die Bibelinhalte fragwürdiger.
Spielen also viele Faktoren mit, nicht nur die Zunahme unserer Bildung, denke ich.

(Atheist)

Antwort
von MarkusPK, 37

Ich finde es traurig, dass es trotz des Zuwachses an Wissen immer noch Menschen gibt, sie sich diesem Wissen notfalls sogar mit Gewalt verschließen und mit Scheuklappen irgendeines übersteigerten Glaubens durch die Welt gehen. Dieser religiöse Übereifer resultiert aber nicht aus der Fortschrittsgesellschaft heraus, sondern hat immer den Grund der eigenen Unzufriedenheit. In Zeiten, in denen man Andersartigkeit mit Argwohn betrachtet und allegemeine Unzufriedenheit und das Gefühl der Unsicherheit herrscht, haben es religiöse Populisten genauso leicht wie jene aus der Politik, die einfach gestrickten Massen auf ihre Seite zu bringen.

Wissenschaft und Glaube müssen sich meiner Meinung nach aber gegenseitig nicht ausschließen. Die Wissenschaft gibt uns Antworten über die Beschaffenheit der Welt im Hier und Jetzt, während uns die Religion Antworten über die Welt danach liefern kann und wie wir auf dieser Welt ein gutes Leben führen. Ein Mensch, der sich mit beidem gleichermaßen beschäftigt und einen offenen Horizont hat, kann auf Populisten egal aus welcher Richtung nicht hereinfallen, weil er weiß, dass diese nur mit einem Mittel arbeiten: mit dem Schüren von Angst, die dann zu einem grundlosen Hass auf ein Feindbild wird.

Antwort
von danhof, 28

Das ist vielleicht das Wunschdenken einiger Atheisten.

Allerdings glaube ich das nicht. Wir leben in einem Land, das sich recht aufgeklärt nennt. Man ist, wie es so nett heißt, im "21. Jahrhundert angekommen". Technologisch glänzen wir durch Hochgeschwindigkeitszüge, eine weit entwickelte Medizin und bildgebende Verfahren und Kochmöglichkeiten, die mit Zauberei arbeiten (Mikrowellen, Induktionsherd, MRT).

Wissen über die Welt, also Wissenschaft, ist eine tolle und wichtige Sache.

Was aber hat das mit z.B. der Bibel zu tun? Die Bibel behauptet von sich nicht, ein wissenschaftliches Standardwerk zu sein. In der Bibel wird uns Jesus Christus vorgestellt. Es wird uns gezeigt, wie er lebte und wirkte, und wie sich Gott unser Handeln wünscht. Es wird aufgezeigt, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen sollen, um in Frieden leben zu können. Und natürlich hauptsächlich auch, wie wir das ewige Leben erhalten können.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, die nicht miteinander gemischt werden sollten. Aber natürlich können sie beide nebeneinander existieren. Es gibt genügend Beispiele für gläubige Wissenschaftler.

Antwort
von fricktorel, 6

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) verführt die Menschheit dermaßen (2.Kor.4,4), dass diese dem falschen Gott glaubt (Eph.2,2) oder "keinem" (Ps.53,1-2).

Deshalb wird die Liebe "in Vielen" erkalten (Mt.24,12).

Antwort
von SelinaPlath, 28

Ich würde sagen das kommt ganz auf die Religion an und was sie vermittelt oder lehrt. Da es unzählige Religionen gibt, finde ich kann man diese Frage so pauschal gar nicht beantworten.

Meine Religion/Glaube zum Beispiel wird durch Historische Funde und durch wissenschaftliche Erkenntnisse, also Wissen, sogar gestärkt!

Kommentar von Abahatchi ,

Meine Religion/Glaube zum Beispiel wird durch Historische Funde und durch wissenschaftliche Erkenntnisse, also Wissen, sogar gestärkt!

Ein konkretes Beispiel wäre sehr nett.

Kommentar von SelinaPlath ,

Ich gebe dir auch gerne mehr als nur eins! ;)

Die Sintflut wurde lange als eins der größen Märchen abgestempelt, bis man 1960 die Arche an genau dem Ort fand, der in der Bibel beschrieben wird.

1924 fand man die Städte Sodom und Gomorra, (Lot wohnte dort) die unter buchstäblich Millionen von kleinen Bällen, die fast nur aus Schwefel bestehen. Auf einem benachbarten Berg stieß man auf eine mit Kalk und Schwefel bedeckte, 50 m dicke Salzschickt.

Auch der Durchzug durchs Rote Meer wurde Jahrzehnte lang als Maßlose Übertreibung abgetan. Allerdings fand man 2012 auf dem Meeresgrund hunderte von Ägyptischen Überresten, darunter Kriegswagen und Knochen von Menschen und Pferden, die genau in die Zeit dadiert werden

Die Fossilfunde sprechen für die Schöpfung. Dazu der Palöontologe und Evolutionsforscher David M. Raup: "Statt eine allmähliche Entstehung von Leben zu entdecken haben die Geologen aus Darwins und auch aus unserer Zeit äußerst unzusammenhängende, ungereimte Dokumentationen vorgefunden. Will sagen: Arten erscheinen urplötzlich, weisen kaum oder gar keine Veränderungen auf und sind mit einem Mal wieder verschwunden."

Man spricht hier von der "Kambrischen Explosion".

Es gibt noch so einiges mehr, das war nur mal ein kleiner Ausschnitt.

Kommentar von Abahatchi ,

Die Sintflut wurde lange als eins der größen Märchen abgestempelt, bis man 1960 die Arche an genau dem Ort fand, der in der Bibel beschrieben wird.

Es wurde nirgend eine Arche gefunden.

1924 fand man die Städte Sodom und Gomorra, (Lot wohnte dort) die unter buchstäblich Millionen von kleinen Bällen, die fast nur aus Schwefel bestehen.

Ach und Harry Potter konnte zaubern und der Wolf hatte beim Fressen eines der sieben Geißlein vergessen, weil es sich in der Standuhr versteckte. 

Für Deine hanebüchen Märchen hier, gibt es keinerlei Belege. Des weiteren bringst Du so viel in Deinen kurzen Ausführungen durcheinander. Es macht noch nicht einmal Sinn, sich damit zu befassen, weil es so schlecht ist, dasz man es kaum fassen kann. Wenn Du wenigsten raffiniert versucht hättest, Deinen Blödsinn hier breit zu treten aber nein, es musz auch noch offensichtlich Blödsinn sein.

Kommentar von unhalt ,

Nun, sie hatt es zumindest versucht. :)
Wobei manches nur fast ganz unplausibel klingt. Aber vielleicht bekommen wir ja noch irgendwelche vertrauenswürdige Quellen?

lg

Kommentar von OhNobody ,

Hallo Abahatchi und unhalt,

schaut mal hier:

In der Bibel wird die Zerstörung von Sodom und Gomorra durch Feuer beschrieben, und es wird gesagt, daß es in jenem Gebiet Asphaltgruben gab (1Mo 14:3, 10; 19:12-28). 

Viele Gelehrte sind der Ansicht, daß der Wasserspiegel des Toten Meeres in der Vergangenheit gestiegen sein mag, so daß sich das Südende des Meeres beträchtlich vergrößerte und das Gebiet, wo die beiden Städte gestanden haben mögen, überschwemmt wurde. Untersuchungen ergaben, daß es sich dabei um ein ausgebranntes Öl- und Asphaltgebiet handelt. 

Darüber schreibt Jack Finegan in seinem Buch Light From the Ancient Past (1959, S. 147): 

„Eine sorgfältige Prüfung der literarischen, geologischen und archäologischen Beweise führt zu der Schlußfolgerung, daß sich die berüchtigten ‚Städte des Tales‘ (1. Mose 19:29) in dem Gebiet befanden, das jetzt unter Wasser liegt, . . . und daß ihre Vernichtung durch ein großes Erdbeben eintrat, wahrscheinlich begleitet von Explosionen, Blitzen, Entzündungen von Erdgas und einem allgemeinen Brand.“

Es gibt noch mehr Quellen — aber euer Motto ist: "was nicht sein darf, ist auch nicht". Macht einfach so weiter. Nichtwissen ist schließlich auch Wissen. Und eure respektlose Art, die könnt ihr euch *piiiiiip* ...

Kommentar von SelinaPlath ,

Erstens wäre es sehr net nicht so abwertend mit mir zu sprechen/schreiben, denn das tue ich mit dir ja auch nicht.

und Zweitens bevor du alles verteufelst wäre es doch mal sinnvoll dich mit der Thematik zu beschäftigen, was du ja offensichtlich noch nicht getan hast, bzw. wolltest! Wie kommst du z.B. darauf, dass die Arche nicht gefunden  wurde? Es gibt sehr viele Berichte darüber, schau doch erstmal nach bevor du mich als Lügnerin oder bescheuert abstempelst!

Dann würde mich auch interessieren was ich denn alles durcheinander bringe.

Ich habe respentvoll mit dir geschrieben, bitte bring auch mir ein kleines bischen Respekt entgegen!

Kommentar von SelinaPlath ,

Eins muss ich tatsächlich berichtigen, da hab ich im Satz was vergesen!

"1924 fand man die Städte Sodom und Gomorra, (Lot wohnte dort) die unter buchstäblich Millionen von kleinen Bällen, die fast nur aus Schwefel bestehen, begraben liegt. (Also die Städte wurden unter den Schwefelbällen gefunden.)

Kommentar von Abahatchi ,

es gibt von einigen wenigen verschieden Thesen über die "Entdeckung" Sodom und Gomorra,  die aber von der erdrückenden Mehrheit der Archäologen und Historiker in keiner Weise geteilt wird. 

Mal eine andere Frage, hatte Schliemann Troja gefunden?

Es gibt sehr viele Berichte darüber,

Von Däniken und über Harry Potter gibt es auch viele Bücher.

Grusz Abahatchi

Kommentar von SelinaPlath ,

Du setzt Romane/Märchenbücher/Since Fiction mit Historischen Funden gleich?

So wie du das schreibst kann man ja dann gar keinem Bericht, der jemals verfasst wurde, mehr glauben!

Viel Glück mit der Einstellung!

Liebe Grüße Selina

Kommentar von Abahatchi ,

Du setzt Romane/Märchenbücher/Since Fiction mit Historischen Funden gleich?

Tue ich dies? 

Wenn irgendwo jemand Mauern findet, dann ist dies erst einmal nur ein Beweis dafür, dasz er da Mauern gefunden hat. Es kommt also darauf an, was Leute ihren belegten Funden andichten. 

Darum der Vermerkt mit Troja. Was belegt denn, dasz die  von Schliemann gefundenen Sielungsreste das angebliche Troja sind? Schliemann hat nachweisbar Siedlungsreste gefunden. Welche der Funde vor Ort belegen, dasz dies Troja ist. Welche antike Karte vermerkt die von Schliemann gefundene Städte auch als Troja. Falls es Ortsangaben von Troja gibt, dann sind die so genau, als würde man in 10 000 Jahren Düsseldorf ausgraben und rufen: Wir haben Köln gefunden. 

Archäologen gehen schon lange davon aus, dasz Schliemann zwar etwas sehr interessantes gefunden hat aber Troja?

So wie du das schreibst kann man ja dann gar keinem Bericht, der jemals verfasst wurde, mehr glauben!

Glauben so wie so schon mal nicht, man kann aber, wenn man den Fakten nichts andichtet, sich wenigstens auf diese Fakten verlassen. Schliemann hatte bei seinen Ausgrabungen vermutlich einen Schatz gefunden ((Warum vermutlich? Weil es Indizien dafür gibt, dasz er den Schatz von wo anders hat und nur seiner Ausgrabung untergemogelt hat)). Weil er aber davon überzeugt war, er hätte Troja gefunden, folgerte er unzulässiger Weise, dieser Schatz sei der Schatz des Priamos. Das ist also mal wieder zirkuläre Logik, denn den aus einer These heraus zum Schatz des Priamos gemachten Schatz, er wiederum als Belegt für die Findung Trojas nimmt. 

Ebenso verhält es sich mit Sodom und Gomorra bei Deinen Beispielen! Viel Glück mit der Einstellung!

Grusz Abahatchi

Kommentar von Abahatchi ,

PS

Welche der Funde vor Ort belegen, dasz dies Troja ist. 

Der Satz war als Frage gedacht!

Welche der Funde vor Ort belegen, dasz dies Troja ist?

Kommentar von SelinaPlath ,

Gutes Argument! Allerdings habe ich nicht behauptet, dass Troja gefunden wurde!

Sodom und Gomorra werden in der Bibel beschrieben, dass es eine Wohlhabende Stadt war, dass Feuer und Schwefel vom Himmel fiel, dass Lotsfrau zur Salzsäule wurde....genau das alles fand man. Gut nehmen wir mal an, das alles wäre trotzdem irgendwie aus den Fingern gezogen....was ist dann mit der Arche (Das Holzboot wurde auf Noahs Zeit dadiert, und ist genauso wie in der Bibel beschrieben gebaut...Ich kann mir nicht vorstellen, dass das reiner Zufall ist!), den Ägyptischen funden im Roten Meer, Ninive wurde gefunden, die Fossilfunde, und und und...das sind alles immernoch genug Beweise für mich!

Selbst wenn von den 100 Beweisen Tatsächlich 5 nicht stimmen sollten, dann sind doch 95 immer noch sehr viele, oder?

Das ist zumindest meine persönliche Meinung, du darfst das selbstverständlich anders sehen!

P.S. Das wollte ich bei der letzen Antwort schon schreiben: Vielen Dank, dass du respektvoll mit mir schreibst, das schätze ich sehr!

Antwort
von Meatwad, 30

Ja, genau so ist es.

Bildung ist der größte Feind der Religionen. Sofern die Religion es nicht schafft, Bildung zu unterdrücken, hat sie auf Dauer keine Chance. Gott sei Dank! ;)

Kommentar von MarkusPK ,

Falsch. Bildung ist höchstens ein Feind von religiösem Übereifer. Sogar so ein großer böser Feind, dass sich Fundamentalisten ihr mit allen Mitteln entziehen. "Lüge!", schreien sie hysterisch und halten sich die Ohren und Augen zu. 

Aber wer sich entschließt, zu hören und zu sehen, der kann Gottes Wunder dieser Welt in der heutigen Zeit sogar erklären und versteht viele von ihnen. Die Wissenschaft erweitert den Horizont, muss aber den Glauben nicht angreifen. Sie können nebeneinander existieren und sich sogar gegenseitig positiv beeinflussen. Negativ nur dann, wenn man einem von beidem eine größere Rolle zugesteht als dem anderen. Ich sage immer: die Wissenschaft erklärt uns die Beschaffenheit der Welt, während der Glaube uns lehren kann, wie wir uns auf ihr zu verhalten haben.

Kommentar von Abahatchi ,

wer sich entschließt, zu hören und zu sehen, der kann Gottes Wunder dieser Welt in der heutigen Zeit sogar erklären

Zirkelschlusz, weil in der Aussage, dasz Gottes Wunder heute erklärte werden können, einfach unbewiesen unterstellt wird, dasz was wir in der Welt sehen Wunder Gottes seien. 

Für wie blöd haltet Ihr uns eigentlich, uns jedes Mal einen Bären aufbinden zu wollen. Wir wissen was Zirkelschlüsse sind und Ihr könnte es auch nachlesen, wenn Ihr wollt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zirkelschluss

Kommentar von danhof ,

Ich halte mich für sehr gebildet (und komm mir jetzt nicht wieder mit dieser komischen Theorie, nach der man selbst als Depp nicht erkennt, dass man ein Depp ist). Ich habe sogar Wissenschaft an einer ordentlichen Universität studiert.

Und nun der Oberhammer: Ich habe mich mit über 30 Jahren zum Christlichen Glauben, zu Jesus bekehrt.

Was nun? Bin ich ein bedauerlicher Einzelfall? Oder dann eben doch doof?

Übrigens kann ich weder in der Bibel, noch in unseren Hauskreisen, noch in unseren Predigten etwas von unterdrückter Bildung erkennen.

Im Gegenteil. Seit ich an Gott glaube, hat sich der Grauschleier der unbeantworteten Fragen vor meinen Augen entfernt. Mir wurden sozusagen die Augen geöffnet.

Ist einen Versuch Wert, oder? Ich lade herzlich zum Gottesdienst ein.

Kommentar von MarkusPK ,

Solange du deine Augen trotzdem in alle Richtungen offen lässt und nicht nur die ganze Zeit stur auf den Altar blickst, sitzt man im Gottesdienst bestimmt gern neben dir. Der Glaube lüftet jedoch niemals irgendwelche Schleier, sondern gibt uns bloß die Kraft, die Dinge, die wir nicht wissen und die hinter diesem Schleier vielleicht für immer verborgen liegen, als etwas gegebenes, aber für uns unergründliches zu akzeptieren. Nur die Wissenschaft kann aufstehen und die Schleier beiseite ziehen. Du kannst zwar glauben, du würdest die Schleier nun dank seines Glaubens durchschauen und die Wahheit bereits vorher kennen, doch ich garantiere dir, dass es hinter dem Schleier doch etwas anders aussieht als du es gegenwärtig glaubst. Du darfst also nicht enttäuscht sein, wenn die Wissenschaft mehr und mehr Schleier abreißt und du dann erkennen musst, dass die Wahrheit dahinter doch eine andere als die von dir geglaubte ist. Sei nicht enttäuscht, sei dankbar und weiterhin neugierig: Denn obwohl viele Schleier durch die Wissenschaft fallen, tun sich immer wieder neue dahinter hervor.

Kommentar von Abahatchi ,

(und komm mir jetzt nicht wieder mit dieser komischen Theorie, nach der man selbst als Depp nicht erkennt, dass man ein Depp ist).

Ist aber so.

Ich habe sogar Wissenschaft an einer ordentlichen Universität studiert.

Und ich bin Donald Trump und freue mich immer, dasz man mich hier nicht enttarnt. 

Antwort
von Elilein, 65

Ja das ist richtig.

Religionen wurden aus 2 Gründen geschaffen:

1. Um zu kontrollieren. Du siehst heute ja selber immernoch wie unglaublich stark sich Leute von Religionen beeinflussen lassen, sie richten ihr gesamtes Leben häufig danach aus. Organistionen wie die Kirche hatten davon einen großen Vorteil, da sie so nach vollkommener Willkür handeln und regieren konnten und immer alles mit der Religion entschuldigen konnten.

2. Aus Angst und Unwissenheit. Damals wussten die Menschen quasi gar nichts über die Welt, selbst Regen war für sie etwas göttliches, was es nur aus einem ganz besonderen Grund geben musste. "Übernatürliche" Phänomene wie ein Gewitter, ein Meteorit oder Krankheiten konnten nicht logisch hinterfragt werden, da über physikalische oder chemische Gegebenheiten nichts bekannt war. Niemand hat hinterfragt warum etwas passiert, was auch daran lag, dass die Leute häufig Angst vor einer Antwort auf diese Fragen hatten. Ein göttliches Wesen als allgemeingültige Entschuldigung für alles zu nennen nahm den Menschen dadurch häufig die Angst, da sie sich immer darauf berufen konnten.

Da wir heute viel mehr über die Welt und die Logik hinter Vorgängen wissen brauchen wir keine Religionen und höheren Wesen mehr als Entschuldigung für unsere Unwissenheit.

LG Elilein

Kommentar von Tybald89 ,

Gute Antwort. Allerdings erklären deine Punkte lediglich die Obsoleszenz der Kirche und der Religion bezüglich des Weltbildes. Die Religion als Lebensphilosophie (Leitfaden des Handelns) bleibt dadurch immer noch wertvoll. Ich bin selbst nicht religiös und halte nicht viel davon, aber ich finde, dass das dazu gesagt werden sollte =)

Kommentar von MarkusPK ,

Deine höheren Wesen sind dann trotzdem Atome, Strings und Quarks, Wurmlöcher und sogar die Zeit. All dies sind Modelle aus der Physik, zu denen es zwar einige belegbare Theorien gibt, die dadurch aber trotzdem nur möglich, wahrscheinlich und anmehmbar bleiben. Sicher wissen tun wir über diese Dinge fast gar nichts, nicht einmal, ob sie tatsächlich existieren. Auch in der Wissenschaft herrscht in vielen Bereichen also große Unwissenheit und es wird jede Menge nur angenommen und geglaubt. Ein Wissenschaftler, der objektiv forschen will, kommt ohne diese Annahmen genauso wenig aus wie jeder andere Mensch auch. Annahmen bestimmen unser Leben weit mehr als unser Wissen. Jedes Problem, dass wir haben, ist das Resultat irgendeiner (meist falschen) Annahme. 

Welche Entschuldigung benutzt du also, wenn du trotz (oder sogar wegen?) deines Wissens Fehler machst? Und wer ist der größere Narr? Der, der den Blitz als eine gewaltige, göttliche Macht fürchtet, oder der, der seine Entstehung zwar erklären kann, dem aber die Ehrfurcht vor seiner zerstörerischen Kraft fehlt?

Antwort
von DJFlashD, 68

Ja... Religion entstand eher aus dem ungewissen, sozusagen als Erklärungsversuch für dinge von denen man keine ahnung hatte..
Die traditionen der Kirche will ich trotzdem nicht aufgeben ^^ (weihnachten, ostern, Hochzeit ect...)

Kommentar von unhalt ,

Die traditionen der Kirche will ich trotzdem nicht aufgeben ^^ (weihnachten, ostern, Hochzeit ect...)

Ein Grund, warum Religion noch lange bestand haben wird. :)

Ob Religion durch die Wissenschaft vertrieben wird oder nicht ist letzten Endes eine Galubenssache, da wir über die Zukunft reden. Sind wir jetzt religiös? :o

Und doch, klar werden viele Theorien der Religionen durch wissenschaft zerstört. Aber manches von dem man glaubte dass es wirkt, das wird sogar wissenschaftlich untermauert. Beeten beispielsweise hat natürlich Psychologische Effekte. ;)

Ich könnte darüber stundenlang diskutieren. :)

lg

Kommentar von Abahatchi ,

Ein Grund, warum Religion noch lange bestand haben wird. :)

ich denke nicht, denn es gibt viele Bräuche, die selbst Christen von den Heiden übernahmen. So ist es auch in Deutschland üblich, dasz aus Tradition und nicht der Religion wegen, die meisten Atheisten oder Ungläubigen Weihnachten, Ostern, Pfingsten feiern. 

Grusz Abahatchi

Kommentar von unhalt ,

"Heidentum" ist zwar letzten endes auch Glaube, aber du hast recht, vieles wird als Tradition aufrecht erhalten.
Aber die Bräuche helfen auch dem Aufrechterhalten von Religion, oder nicht?

lg

Kommentar von Abahatchi ,

"Heidentum" ist zwar letzten endes auch Glaube,

Von etwas anderem bin ich auch nicht ausgegangen.

Kommentar von Abahatchi ,

Aber die Bräuche helfen auch dem Aufrechterhalten von Religion, oder nicht?

Oder auch nicht, auf deutschem Gebiet wurde nach dem 2. Weltkrieg vornehmlich auf dem Gebiet der DDR die Jugendweihe gefeiert. Diese ist auch nur ein Brauch, der durch die starke Ausprägung im Bereich der sogenannten neuen Bundesländer nun auch zunehmend für die wachsende Zahl an Atheisten in den sogenannten alten Bundesländern den Menschen den Weg in die Kirchen für Firmung und Konfirmation unnötig macht.

Kommentar von unhalt ,

Hm, mag sein dass ich mit den Bräuchen daneben liege. Ich glaube dass müsste man auch von Fall zu Fall betrachten.

lg

Kommentar von DJFlashD ,

tjaja aber wenn sonst nichts mehr hilft, beten doch die meisten noch ^^

Kommentar von unhalt ,

dito :)

Antwort
von AntwortMarkus, 35

Das Gegenteil ist der Fall.

Lustiger Weise bewahrheiten sich immer mehr Dinge, die in der Bibel stehen.

Kommentar von unhalt ,

Wäre schön, wenn du dazu mehr schreiben würdest. So sind das erstmal nur zwei Thesen.

lg

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