Frage von AudiPa, 32

Führerschein wiederbekommen, was tun?

Guten Tag, meinen Bruder wurde letztes Jahr im Oktober von der Polizei kontrolliert, dort wurde ca. 15g Cannabis gefunden. Ein Drogenschnelltest reagierte auf THC positiv. Daraufhin wurde ihm im Krankenhaus Blut entnommen. Die Ergebnisse ergaben folgendes: 4,4ng/ml THC und 33,3 THC-COOH Nach ein paar Wochen kam ein Schreiben von der Führerscheinstelle, die die Fahrerlaubnis entziehen wollen. Eine Entlastung durch ein medizinisch-psychologisches Gutachten ist nicht möglich, so wurde dies in dem Schreiben vermerkt.

Ein weiteres Schreiben kam von der Staatsanwaltschaft, die ihm ein Fahrverbot von 1 Monat und einer Geldstrafe ausgesprochen haben.

Mein Bruder bekam keinen gerichtlichen Bescheid von einer Sperrfrist etc. Was muss er nun tun, um den Führerschein wieder zu erhalten?

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Antwort
von Dommie1306, 16

Hallo,

die Fahrerlaubnisbehörde und das Gericht sind zwei unterschiedliche Instanzen im Bereich der Fahrerlaubnis. Von der Staatsanwaltschaft wurde nur ein Monat Fahrverbot verhängt, das ist ja bereits rum. Die Fahrerlaubnisbehörde ihrerseits kann aber die Fahrerlaubnis ebenfalls entziehen, was bereits passiert ist.

Dein Bruder muss ich mit der Fahrerlaubnisbehörde in Verbindung setzen und um Neuerteilung der Fahrerlaubnis bitten. Sobald er dies macht, muss er eine zeitlang (in der Regel 6-12 Monate) Urinproben abgeben. Sollten diese alle negativ sein, wird er zur MPU zugelassen. Sobald er diese bestanden hat, kann er die Fahrerlaubnis erneut erwerben.

2 Sachen diesbezüglich: Die Urintests können auch sehr spontan, weniger als 24 Stunden, angesetzt werden. Deswegen sollte er allein dafür schon immer clean sein. Unabhängig davon haben Drogen und Autofahren in der Kombination nichts zusammen zu suchen. Ich würde daher raten, dass er allgemein clean wird...

Viel Erfolg

Kommentar von AudiPa ,

Danke erstmal für deine Antwort. er ist bereits seit Februar clean und hat nichts mehr geraucht und auch keinen Alkohol getrunken.

Kommentar von Dommie1306 ,

Ja, dann sollten doch die Tests kein Problem sein. Wie gesagt, bei der Fahrerlaubnisbehörde anrufen...

Antwort
von Dachtichsmir, 4

Schon wieder:

Nach dem Entzug der FE besteht eine "Sperrfrist" für die Neuerteilung von sechs Monaten. Es ist ein entsprechender Antrag zu stellen, Laufzeit ca. acht Wochen. Die Fahrerlaubnisbehörde muss die Vorlage eines positiven Gutachtens von einer anerkannten MPU-Stelle fordern. Ohne Vorbereitung wie etwa bei Impuls ( Drugstop ) ist eine solche Prüfung kaum zu bestehen. Denn der Abstinenznachweis ist nur ein Teil dieser Prüfung. Der Gutachter muss nämlich die Frage, ob zukünftig zu erwarten ist, dass der Proband drogenfrei leben wird,  positiv beantworten. Dabei lassen die von Dir genannten Werte auf einen akuten Rausch und regelmäßigen Konsum schließen. Das ist teuer und mühsam. Aber ansonsten kann man auch gleich ca. 450,-- € MPU- Kosten aus dem Fenster werfen.

Antwort
von tryanswer, 23

Sich mit der Führerscheinstelle in Verbindung setzen und fragen, wann eine Entlastung durch die MPU möglich ist. - Das dürfte bei BTM-Mißbrauch etwa nach einem Jahr frühstens möglich sein.

Antwort
von Evileul, 23

Ein Jahr drogen tests danach wird er zur MPU zugelassen und wenn er besteht bekommt er den Führerschein zurück.

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