Frage von Pannonia22, 41

Führerschein weg, wenn man Straße "wild" überquert?

Ich hab mal gehört, dass die Polizei mal jemandem den Führerschein eingezogen hat, nur weil er außerhalb einer Ampel die Straße überquert hat. Da frage ich mich schon: Mit welchem Recht ist hier ein Führerscheinentzug zu begründen? Ich kann es ja verstehen, wenn der Führerschein weg ist, weil man als Fußgänger eine rote Ampel überquert hat. Aber einfach eine Straße "wild" überqueren?! Was ist daran etwa so schlimm? Wenn jemand kommt und sagt, "Vorbild für Kinder" - was für eine "tolle" Begründung, dann dürfte man viele Sachen sonst nicht tun, wenn es danach ginge? Gefährdung des Straßenverkehrs? Man bringt sich in erster Linie doch selbst in Gefahr - und bestimmt zahlt keine Versicherung, wenn man vom Auto erfasst wird. Das ist auch die einzig nachvollziehbare Sanktion. Also was soll das Ganze?

Antwort
von Shiranam, 25

Ich denke, da hat Dir jemand einen Bären aufgebunden.

Oder es ist nicht ganz so harmlos gewesen. Vielleicht hat er absichtlich Autofahrer gefährdet. Das kann man durch plötzliches Auftauchen auf der Straße.

Antwort
von miboki, 21

Hast Du auch daran gedacht, dass es für einen Autofahrer, der einen Menschen verletzt oder gar tötet traumatisch ist - auch wenn er unschuldig ist. Es kann ja auch passieren, dass der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, weil er einem unbefugt die Fahrbahn querenden Fußgänger ausweichen will. 

Es gibt Situationen im Straßenverkehr, die im Einzelfall darauf schließen lassen, dass eine Person durch ihr Verhalten charakterlich nicht geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Das trifft besonders auf unbelehrbare Mehrfachtäter  zu, die nicht bereit sind, sich an Regeln zu halten.

Kommentar von Pannonia22 ,

Naja, das sind wohl eher besonders hartnäckige Einzelfälle. Die Mehrheit der Leute, die Straßen "wild" überquert (auch "Jaywalking" genannt), geht erstmal sicher, dass ein Auto weit weg genug ist, bevor sie dann rübergehen. Die Mehrheit der Autofahrer hupt nötigenfalls rechtzeitig.

Wenn's nach dir ginge, müssten die Wiener Linien usw. jemanden, der sich vor die U-Bahn geworfen hat und es überlebt, Hausverbot erteilen. Glaubst du etwa ernsthaft, dass die Verkehrsbetriebe so was machen?

Kommentar von miboki ,

Ich habe keine Ahnung, was die Verkehrbetriebe in Wien machen. Ein zivilrechtliches Hausverbot ist aber auch nicht vergleichbar mit einer ordnungs- oder strafrechtlichen Entscheidung,

Als ich noch Verkehrsordnungwidrigkeiten in Norddeutschland bearbeitet habe, habe ich miterlebt, wie ein Richter einem Dauer-Falschparker die charakterliche Eignung abgesprochen und die Fahrerlaubnis entzogen hat. Es ist also durchaus möglich, im Einzelfall wegen einer vermeindlichen Bagatelle den Führerschein entzogen zu bekommen. 

Antwort
von Lexus1206, 28

Also wenn manche so fahren, sollten sie gar nicht mehr fahren, zum Schutze für die, die mit auf der Straße sind sowie Fahrer und Fußgänger.

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