Frage von zsofiaa, 63

Führerschein mit Diabetes, Vorraussetzungen?

Hallo. Ich werde nächsten Monat 17 Jahre alt und möchte dann auch bald mit meinem Führerschein beginnen. Allerdings habe ich Diabetes mellitus Typ 1. Ich habe mich jetzt ein wenig durchs Internet gelesen und bin immer wieder darauf gestoßen, dass Diabetiker mit Neigungen zur Unterzuckerung schlechtere Chancen auf den Führerschein haben. Ich jedoch neige eher zur Überzuckerung und frage mich jetzt, ob ich ebenfalls schlechte Chancen habe. Allerdings finde ich nirgendwo einen Hinweis darauf, dass Überzuckerungen auch Probleme machen können. Weiß da jemand mehr? Vielleicht jemand, der sich WIRKLICH auskennt? Eine weitere Frage noch: Ich habe ebenfalls gelesen, dass man den Diabetes NUR angeben muss, wenn direkt danach gefragt wird. Wenn jedoch nur allgemein nach Erkrankungen gefragt wird, kann man den Diabetes verschweigen. Stimmt das? Und was passiert wenn dann tatsächlich ein Unfall durch eine Unter/Überzuckerung passiert und der Diabetes nicht angeben wurde? Danke im Voraus.

Antwort
von diePest, 24

Also .. die Angabe von Krankheiten bei Kl. B tatsächlich freiwillig. 

Solltest du aber eine dir bekannte Krankheit (die auf dem Gesundheitsbogen genannt wird) verschweigen und es geschieht ein Unfall .. und es kommt raus das es aufgrund der Krankheit war, hast du ein Problem. 

Gibt es an .. 

Du wirst ein Gutachten einreichen müssen .. das kostet zwar extra, aber es geht ja auch um deine und die Gesundheit anderer ... wer will schon eine Gefahr im Straßenverkehr sein. 

Alle Anträge die wir bislang eingereicht hatten mit an Diabetes erkrankten Schülern, wurden genehmigt. Wenn du soweit gut eingestellt bist, hast du nichts zu befürchten. 

Kommentar von zsofiaa ,

Das ist ja mein Problem. Ich habe einen erhöten HBA1C Wert und der lässt sich einfach nicht richtig einstellen.

Kommentar von melman86c ,

Wenn er die Krankheit angibt, und den Führerschein bekommt und dann aufgrund dieser Krankheit einen Unfall baut, während nachgewiesen ist, dass dieser Zustand durch sein Verschulden entstand dann ist er doch genau so dran oder nicht?

Kommentar von diePest ,

Nein, die Situation wird dann anders beurteilt. 

Kommentar von diePest ,

Was sagt denn dein Arzt dazu?

Antwort
von melman86c, 39

Es muss nachgewiesen werden, dass dein Diabetes nicht deine Fahrsicherheit beeinträchtigt. Ich würde es nicht angeben.


Guck mal hier:

http://www.diabetes-und-recht.de/fuehrerschein/

Kommentar von Christophror ,

Ach wie toll und wenn du Diabetes hättest und mich tot fährst, weil du am Steuer zusammengebrochen bist? Wirklich sozial sowas. Wenn man eine Erkrankung hat muss man die angeben und nicht verschweigen. Auch wenn man deshalb vielleicht keinen Führerschein machen kann braucht man sich wenigstens keine Sorgen jemanden wegen seiner Erkrankung zu töten.

Kommentar von melman86c ,

Wenn ich es nicht angebe, trage ich die Verantwortung. Ich selbst, würde es nicht angeben, da ich mir zutraue zu gewährleisten das ich nicht zusammenbrechen werde. Da ist es das selbe wie bei der Übermüdung. Wer trotz nahender Unter oder Überzuckerungssymptome nicht anhält und sich durch geeignete Maßnahmen nicht in den Normalzustand begibt hat tatsächlich nichts im Straßenverkehr verloren.

Deiner Ansicht nach dürfte auch keiner Führerschein machen, der Alkohol trinkt, denn er könnte ja betrunken Auto fahren.

Nochmal für den TE.

Leichte Fahrzeuge: Ja!

Schwere Fahrzeuge: Unter bestimmten Vorrausetzungen.

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