Indy72 am 13.02.2008 um 10:52 Uhr
Ist es möglich, im fortgeschrittenen Erwachsenenalter einen Führerschein trotz Aufmerksamkatisdefizitsyndrom zu machen? Eine Freundin von mir ist schon grob über 40. Nun will sie beruflich bedingt einen Führerschein machen. Einmal musste sie schon abbrechen. Nun hat sich herausgestellt, dass sie unter Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leidet und weiß nicht, ob es dann Sinn macht. Was wäre dabei zu beachten? Gibt es für solche Fälle spezielle Fahrschulen?

Dein Vorschlag mit dem Fahradfahren ist echt gut.
Aber wenn sie unbedingt den FS machen will, wirst du sie nicht davon abhalten können. Sie wird voraussichtlich eine Menge Geld investieren für das Unternehmen Führerschein mit ungewissem Ausgang.
Stell dir vor, es geht rechts zur Prüfung und sie biegt nach links ab...

Ich kann mir vorstellen, dass es gefährlich werden kann, wenn sie ihre Medikamente mal nicht genommen hat. Wenn sie gut eingestellt ist und weiß, wie sie damit umgehen muss, spricht da nichts gegen. ob es spezielle Fahrschulen gibt, weiß ich nicht.
Indy72 am 13. Februar 2008 11:06 Außer "ungefährlichen" Nahrungsergänzungsmitteln nimmt sie nichts. Hat aber auch diverse Probs, die ihr das Fahren erschweren würden. Verträgt, kein Stress, keine Hecktik, verwechselt links und rechts...
Katzentatze am 13. Februar 2008 11:16 Dann würde ich ihr eher davon abraten.
Wieselchen am 13. Februar 2008 11:21 Dann ist ein Führerschein nicht gut. Der heutige Straßenverkehr fordert die volle Aufmerksamkeit, jede Menge Gelassenheit und Stressresistenz. Links und rechts verwechseln mehr Menschen als du glaubst, das allein wäre kein Hinderungsgrund. Aber der Rest...
Indy72 am 13. Februar 2008 12:10 Ich wollte ihr ertmals das Fahrradfahren beibringen... Konnte sie jedoch noch nicht dazu bewegen. Das wäre schion ein kleiner Fortschritt und eine gute Übung.
Es ist mir völlig neu, dass ADSler keinen Führerschein machen können/ sollen. Die meisten, die ich kenne haben einen und fahren oft auch schon lange und unfallfrei Auto. In diesem Thread geht es auch um das Thema: http://www.sghl.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=3462
ADS-ähnliche Symptome und as Verwechseln von rechts und links kommen auch bei umgeschulten Linkshändern vor:
Viele umgeschulte Linkshänder entwickeln die Symptome, die heute unter dem Ober- begriff "Aufmerksamkeitsstörung" zusammengefasst werden. Lernstörungen sind ein Teil davon. Zu der Symptomatik gehören per Definition z.B. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und mangelnde Problemlösefähigkeiten. Lernstörungen wie Lese-Rechtsschreibschwäche und/ oder Rechenschwäche gehören ebenfalls dazu. Motorische Unruhe, Ungeduld und eine Neigung zu Wutausbrüchen sind Teil dieser Störungen. Ein Minderwertigkeitsgefühl ist bei den meisten Betroffenen fest- zustellen.
Indy72 am 14. Februar 2008 10:59 Danke!
Ich denke, sie sollte es einfach probieren. Fahrlehrer sind im Allgemeinen verantwortungsbewusst genug, es einem Fahrschüler mitzuteilen, wenn sie ihn nicht für geeignet halten. Vielleicht sollte sie sich im Vorfeld genau über eine passende Fahrschule erkundigen und den Fahrlehrer schon vorher kennen lernen, um zu sehen, ob sie mit ihm klar kommt.
Das denke ich. Aber ich will sie nicht entmutigen. Das würde sie schlecht aufnehmen. Wenn man etwas wirklich will, dann kann man es auch schaffen.