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Fuehlt Ihr Euch Europaeisch?

gefragt von klinsi am 24.03.2007 um 12:21 Uhr

Anlaesslich des 50. Geburtstages des EU wuerd ich gern mal wissen wie Ihr Europa seht, und ob Ihr Euch Europaeisch fuehlt?


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Reply


waldmeister
beantwortet von waldmeister am 24. März 2007 14:34
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ich komme aus der nürnberger gegend u fühle mich in erster linie fränkisch. ich lebe hier, ich geh hier arbeiten, ich kenn die kultur. mit europa hab ich doch recht wenig zu tun u fühl mich deshalb auch nicht europäisch.


anonym
beantwortet von Bohumil am 25. März 2007 22:18
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Ich finde, diese Frage kann man nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Ich fühle mich durchaus als Europäer, wenn ich zum Beispiel in Afrika oder Asien bin. Ich spüre auch die europäische Kultur, wenn ich französische Kathedralen oder italienische Burgen ansehe. Und ich fühle mich auch in den Baltenstaaten, in Polen und Tschechien als Europäer, weil mich auch dort vieles an unsere gemeinsame Kultur erinnert. Und ich fühle mich ganz besonders als Europäer, wenn amerikanische Politiker über das "alte Europa" lästern, weil wir uns noch gut erinnern, was Kriege und Überfälle auf fremde Staaten bedeuten. Schade aber, dass die EU zu schnell gewachsen ist, ohne vorher die Regeln für unser Zusammenleben festzulegen.


anonym
beantwortet von bassposaunist am 25. März 2007 14:29
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Ich fühle mich auch als Europäer, neben meiner regionalen und nationalen Herkunft. Das hat weniger mit der Organisation EU zu tun, sondern mehr mit dem Gedanken Europa. Im Gegensatz zu den USA ist Europa sozialer, vereinigt viele Kulturen und ist friedensbewahrend.

Kommentar von Bece02c8c849b90df9c28c89236807dfsmallPatBo am 25. März 2007 22:14

Große europäische Friedensbewahrer: Großbritannien, Spanien, Polen?

Kommentar von bassposaunist am 26. März 2007 17:52
  1. Es gibt seit 50 Jahren keine europäischen Bürgerkriege. Dieser Frieden ist etwas besonderes, wenn man sich die europäische Geschichte betrachtet. Für diese Leistung bin ich stolz auf die EU.
  2. Was die Außenpolitik betrifft, so gibt es zwar die von dir genannten Ausnahmen, aber es gibt mehr positive Beispiele als negative. Deswegen finde ich ist meine Antwort berechtigt bewesen - man beachte den Vergleich zu den USA.

demosthenes
beantwortet von demosthenes am 25. März 2007 22:03
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Ich fühle mich nicht "europäisch", obwohl ich schon sehe, was wir als Exportnation von der EU haben.

Viele Argumente, die hier gebracht wurden, kann ich persönlich nur wenig nachvollziehen:

  • Als Norddeutscher mit einem Hang zu Skandinavien habe ich nichts von der "gemeinsamen Währung", da unsere nördlichen Nachbarn zu schlau waren, hier mitzumachen.

  • Die Grenzkontrolle in England ist genauso pingelig, wie sie immer schon war.

  • Eine gemeinsame Regierung haben wir nicht und das von uns gewählte Europäische Parlament hat kaum etwas zu sagen.

  • Wenn ich heute hörte, dass der polnische Ministerpräsident knapp eine Stunde nachdem er die "Berliner Erklärung" unterzeichnet hatte, den Medien zu Protokoll gab, er halte sie für völlig unrealistisch, dann frage ich mich, was das ganze aufwendige und teure Kaspertheater eigentlich sollte.

  • Kulturell fühle ich mich selbst den Indern näher als etwa den Bulgaren oder Rumänen.

  • Wenn ich höre, dass in Kürze alle möglichen ex-jugoslawischen Reststaaten dazu gehören sollen, die sich zur Zeit nur deshalb nicht "offen" bekriegen, weil dort noch reichlich fremde Truppen für Ruhe sorgen, dann wird mir schlecht.

  • Wenn ich sehe, wie sich alle Politiker winden wie die Aale, wenn es darum geht, einmal die Grenzen Europas zu definieren, dann, so fürchte ich, werden auch Israel, Marokko, Algerien, ... eines Tages Mitglieder werden.


PatBo
beantwortet von PatBo am 25. März 2007 22:12
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Kein Stückchen ein Europäer. Jedes Volk hat seine Kultur, Sprache und Tradition. Und MULTIKULTI funktioniert nicht, wie wir z.Bsp. in Berlin sehen. Auch nicht mit unseren Nachbarn. Es ist interessant in andere Länder zu fahren, andere Sitten und Kulturen kennen zu lernen, aber dabei bleibe ich doch immer ein Deutscher in positivem Sinne.





anonym
beantwortet von Emilia am 24. April 2007 15:51
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Mit einem gesunden Nationalgefühl, was in Deutschland durch seine Geschichte oft problematisch angesehen wird, kann man sich dann auch durchaus mit etwas größerem identifizieren, oder?


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 24. März 2007 13:01
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Ja, ich denke und fühle europäisch.

Im Gegensatz zu Kabark finde ich auch, dass wir längst in einem Vereinigten Europa leben.

  • Wir haben eine gemeinsame Währung.
  • Wir haben einen gemeinsamen Binnenmarkt.
  • Wir haben eine gemeinsame Regierung.
  • Wir haben eine gemeinsame Außengrenze.
  • Wir haben eine gemeinsame Kultur.

Natürlich können alle diese verallgemeinerten Aussagen von mir durch Spitzfindigkeiten auseinandergenommen werden -- und natürlich ist es schade, dass die Schweiz noch nicht "im Boot" ist, aber das wird schon ...

Wenn ich bedenke, dass Karolus Magnus mit der Idee schon sehr weit war und dass es soo lange gedauert hat, bis 1957 der Grundstein gelegt wurde, dann habe ich viel Geduld.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:10

Deine Antwort ist gut, Ulf! Aber: Wir haben ja noch nicht mal 'ne gemeinsame Sprache... ;-)

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 24. März 2007 13:19

Doch, klar - Englisch. Wurde 1936 als Weltsprache festgelegt und sowohl die deutschen Abgesandten als auch die Esperanto-Vertreter haben dafür gestimmt.

Diverse Softwareprojekte, die eine Mittelsprache für die immense Übersetzungsarbeit in den EU-Gremien entwickeln und damit die Übersetzungskosten verringern sollte, wurden wieder eingestellt. Esperanto kann als Mittelsprache dienen. Aber alle Europäer verstehen Englisch und viele empfangen wesentliche Fernsehprogramme nur in Englisch und leisten sich keine Synchronisierung wie wir Deutschen.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:24

Richtig. Aber so habe ich "gemeinsam" eigentlich nicht gemeint...

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 24. März 2007 13:25

Haben wir doch! Esperanto

Leider wird diese in den Schulen immer noch nicht gelehrt und von viel zu wenigen gesprochen!

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:30

Man kann doch dieses Kunstprodukt nicht allen Ernstes als Gemeinsamkeit werten wollen...

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 24. März 2007 13:36

Denn die von oben verordnete neue deutsche Rechtschreibung? ;-)

Esperanto ne nur estas la lingvo internacia, sed ankau helpo por lerni aliajn lingvojn.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:37

Wie belieben?

Kommentar von 91869f9f8d6f767b7b960a41d133fc67small Albert am 24. März 2007 13:40

Beiträge dürfen nur in deutscher Sprache verfasst werden.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 24. März 2007 14:12

Der Beitrag enthielt auch deutsche Sprache. Der Esperanto-Satz war als Beispiel für ein Unterthema dieser Frage zu verstehen. Hier werden auch des öfteren englische oder französische Zitate und Textbeispiele gebracht.

Die Übersetzung ist so banal wie die Sprache selbst:

Esperanto ist nicht nur 'die internationale Sprache', sondern auch eine Hilfe beim Lernen anderer Sprachen.

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 24. März 2007 14:18

Das habe ich jetzt sogar sinngemäß verstanden! :))


Paolo Konelli
beantwortet von Paolo Konelli am 24. März 2007 13:31
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Nein, ich fühl mich auch nicht als Europäer. Bringt nur zusätzliche Probleme aller Art mit sich. Deutschland sollte sich lieber erstmal mit voller Kraft auf die Probleme im eigenen Land konzentrieren, anstatt sich zusätzliche Probleme durch andere Länder aufzuhalsen.

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 24. März 2007 13:32

Ola Rodriguez.

Was haben die Probleme Deutschlands mit der Frage zu tun? Versteh ich nicht.


Kabark
beantwortet von Kabark am 24. März 2007 12:41
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Wenn wir dereinst die Vereinigten Staaten von Europa haben (Himmel hilf)...dann könnte man sich evtl. als Europäer fühlen. Jetzt jedenfalls ist es ein zusammengekleistertes Konglomerat aus sehr eigenständigen Nationen und ein "United Europe" wirds imho nie geben...


Solf
beantwortet von Solf am 24. März 2007 13:50
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Als Schweizer kann ich da leider nichts dazu beitragen.. !

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:52

Sei froh! :-) Und bleibt bloss, wie ihr seid!

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallSolf am 24. März 2007 13:58

bin da auch deiner Meinung..

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 14:01

Wer mal auf einer Landsgemeinde in AI war, der wünscht sich keine parlamentarische Demokratie mehr :-)))

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallSolf am 24. März 2007 14:04

kennst dich aber gut aus in der direkten Demokratie.. wohne gleich um die Ecke in SG.


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 24. März 2007 14:32
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Ich fühle mich als Deutsche.Nicht als Europäerin. Vielleicht das einzige Gute: im Urlaub haben wir alle eine Währung, auch wenn ich mir die DM zurück wünsche! Wir haben unsere eigene Sprache, unsere eigene Kultur. Europa ist teilweise doch nur etwas hausgemachtes.


krauthexe
beantwortet von krauthexe am 24. März 2007 13:07
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Nein,ich fühle mich nicht europäisch.Trotz der EU vertritt doch jeder Staat zuerst mal seine eigenen Interessen und denkt nicht wirklich "europäisch".

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 24. März 2007 13:17

Die Begründung passt nicht wirklich. Denn dann wären wir Deutschen sicher nicht die größten Nettozahler in der EU.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 24. März 2007 13:21

Ich habe auch nicht vom Bezahlen gesprochen.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:26

Je mehr man zahlt, umso europäischer??

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 24. März 2007 13:34

So kann man es auch betrachten,nicht schlecht.:-)


Albert
beantwortet von Albert am 24. März 2007 13:14
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Nein, ich fühle mich überhaupt nicht als Europäer.

Übrigens geht mir das EU-Gequatsche der Politiker langsam auf die dreizehn.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 24. März 2007 13:25

Oder so. ;-)

Kommentar von Bohumil am 25. März 2007 22:19

Auch wenn du dich nicht so fühlst, so bist du doch einer.




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