Frage von Blackyblack89, 136

Fühle mich ausgegrenzt, was tun?

Hi.

Gestern habe ich meinen Freunden erzählt, dass ich Christin bin, was sie total überrascht haben, da ich nie drüber sprach und sie dachten ich sei Muslima, da mein Vater Moslem ist. Naja jedenfalls sprachen wir dann etwas über den Islam und Religionen und ich sagte ihnen ich will kein Muslim sein, da ich ja schon Christin bin und auch getauft wurde. Beim verabschieden redete dann komischerweise keiner mit mir und meine Freundinnin gingen gemeinsam Heim, also vor mir weg obwohl wir den selben Weg haben. Ich fühlte mich so komisch und mir kamen Erinnerungen an meiner alten Schule hoch, wo ich ja die ersten paar Jahre ignoriert wurde. Ich will nicht, dass ich wieder so ignoriert werden und habe Angst, dass sie nun über mich reden und sagen ich komme in die Hölle und so. Was kann ich tun?

Antwort
von SarahTee, 70

Hallo,

ich würde da jetzt nicht so viel hineininterpretieren. Wenn es in ein paar Tagen immer noch so ist, dann würde ich sie fragen, was ist. Vielleicht liegt es an etwas vollkommend anderem. Jemanden wegen seines Glaubens auszugrenzen ist nicht richtig. Der eine glaubt an Gott und der eine eben nicht oder er glaubt an eine andere Religion. Das ist doch vollkommend in Ordnung und wenn jemand nicht toleriert, dass die andere Person nun mal nicht das Gleiche glaub wie man selbst (gilt übrigens für alle Seiten), dann ist das keine Freundschaft.  Das hat was mit Toleranz zu tun und die sollte übrigens auch außerhalb von Freundschaften existieren.  Ich bin Katholikin und das akzeptieren meine Freunde, genauso wie ich ihre Meinung dazu akzeptiere.  Und wenn dich deine Freunde deshalb ausgrenzen, dann würde ich sie vor die Wahl stellen. Entweder ihr akzeptiert, dass ich Christen bin und lasst jeden den Glauben, der ihm am meisten hilft oder ich such mir andere Freunde. Unter Freunden sollte es keine Rolle spielen, woran an glaubt. Das Wichtigste ist doch, dass die Person damit glücklich ist.

Ich wünsch dir ganz viel Glück.

LG SarahTee

Antwort
von Maseriel, 77

Sprich mal mit ihnen, immerhin seit ihr Freundinnen und solange man mit dir darüber reden kann, ist nichts schlimmes dabei. Religionen sollte Menschen nicht voneinander trennen. LG Maseriel

Antwort
von Meatwad, 52

Das hat damit zu tun, daß Religion grundsätzlich eher entzweit, als zusammenzuführen. Natürlich nicht innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Da sind alle ganz dicke (bis sich einer nicht an die Regeln hält). Das gleiche Problem hättest du als Muslim in einem Freundeskreus voller Jesusgläubiger.

Was man da machen kann? Man könnte sich echte Freunde suchen. Oder man könnte erkennen, daß die ganzen Glaubensrichtungen Jacke wie Hose sind und man sich den ganzen Ärger auch sparen könnte. Oder man muss halt weiter mit der Ausgrenzung leben. Denn diese Menschen zu verändern, hat wenig Aussicht auf Erfolg.

Kommentar von Abahatchi ,

Religion grundsätzlich eher entzweit, als zusammenzuführen.

Das sieht man ja schon innerhalb "einer" Religion wie in Nordirland, oder als sich Evangelen und Katholiken in Jahrzehnten in Deutschland nieder metzelten. Aktuell wären ja auch vor allem Sunniten, Schiiten und Aleviten usw, zu nennen, die ja alle Muslime sind.

Religionen spalten Menschen, bringen sie auseinander. Gläubige haben mit ihrer Religion einen unüberwindbaren Klotz am Bein, mit dem sie, sollten sie ihre Religion absolut ernst nehmen, genau genommen keinen Partner heiraten können, wenn der die Religion nicht wechseln will.

Man könnte sich echte Freunde suchen.

Eben, denn wer sich von einem Abwendet, nur weil man Moslem, Jude oder Christ ist, der war einem ein Freund, der eigenen Person wegen.

Grusz Abahatchi

Antwort
von 1988Ritter, 49

Das kann ich Dir sagen was Du tun sollst.

Menschen die sich Dir gegenüber so verhalten wie Du es empfindest werden niemals Deine Freunde sein. Freundschaft zeichnet sich durch gegenseitige Wertschätzung aus, und nicht etwa durch Rasse, Ansicht oder Religion.

Menschen die Dich wegen Deiner Religion nicht wertschätzen wollen, auf die solltest Du dann verzichten.

Ich würde so ein Verhalten als skandalös empfinden, und solche Freunde bräuchten bei mir nicht mehr um die Ecke kommen.

Kommentar von Kapfenberger ,

Richtig!

Antwort
von Radgeber, 57

Höre auf zu glauben oder ziehe Kraft aus deiner Religion

Kommentar von Blackyblack89 ,

Wie aufhören? Ich höre doch nicht so einfach auf an meiner Religion zu glauben

Kommentar von Radgeber ,

Eine Möglichkeit wäre, dich mit deiner Religion auseinanderzusetzen und sie zu hinterfragen. Ich bin der Ansicht, dass das Christentum, bzw die Vorstellung von Gott und der ganzen Sache darum nicht richtig ist. Meiner Meinung nach ist Gott viel zu sehr von Menschlichen Vorstellungen geprägt und es fällt stark auf, dass es typisch Menschliche Gedankengänge sind. 

Kommentar von Viktor1 ,

Und du willst hier missionieren ? Hervorragend !!
Passt das jetzt ?

Kommentar von Radgeber ,

In ihrer Situation scheint die Religion das Problem zu sein. Ich versuche sie zum Nachdenken anzuregen. Ich glaube an keine Religion, die Gründe habe ich ja schon genannt. 

Ich habe ihr gesagt, was sie tun kann. Da sie nachgefragt hat, wie sie mit Religion "aufhören"  kann, habe ich ihr es versucht zu erklären. 

"Passt das jetzt?" versteh ich nicht ^^

Kommentar von Kapfenberger ,

Radgeber behalte deinen Müll für dich

Kommentar von Abahatchi ,

Zu spät, hatte gerade schon für ihn den Müll runter gebracht. Wolltest Du noch etwas von dem Müll haben? Vielleicht die vergammelten Bananenschalen oder die verfaulten Kartoffeln?

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