Frage von SSinner, 627

Frührente wegen bipolarer Störung/manisch depressiv ohne 5 Jahre gearbeitet zu haben?

Hallo ihr Lieben,

Danke erstmal, dass ihr euch hier rein klickt in meine Frage.

Ich habe schon extrem viel "gegoogelt" (ist das Wort nicht schon mittlerweile eingedeutscht?) und sehr viel zum Thema gelesen (Bipolare Störung/Manisch Depressiv/Frührente/Amtsarzt). ... Aber irgendwie trifft das alles nicht so ganz auf mich zu. Daher dachte ich mal, ich stelle auch so eine Frage :D

Wie ihr gemerkt habt, geht also darum, dass ich eine bipolare Störung habe/manisch depressiv bin und ich in Frührente gehen möchte (ohne 5 Jahre vorher gearbeitet zu haben), da ich mich nicht in der Lage sehe, irgendwo wie ein Musterarbeiter zu -schaffen-. Es gibt -logischerweise- immer diese Höhen und Tiefen, die man vorher natürlich (leider) nicht berechnen kann. Ich wusste auch lange Zeit nicht, dass ich eine bipolare Störung habe. Das habe ich erst selbst vor kurzem herausgefunden, als ich mich in das Thema "Depressionen" eingelesen habe - und alles was ich gelesen habe.... Ja, das bin ich :( Das musste ich es leider eingestehen.

So, ich versuche es wirklich kurz zu machen und nur das wichtigste, was zu meiner Frage beiträgt. Hier meine Frage konkret:

Kann ich Frührente beantragen wegen bipolarer Störung auch wenn ich vorher nicht 5 Jahre gearbeitet habe? Und muss ich dem Amt selber sagen, dass die mir einen Termin beim Amtsarzt geben sollen oder soll ich abwarten, bis die mich selber dazu einladen? Wenn ja, nach wie viel Wochen geschiet das?

Zu meiner Person: - 28 Jahre alt - Kleinkind; 3,5 Jahre alt - 2008 ins Ausland umgesiedelt bis 2013 (also nicht in Deutschland gemeldet, nicht für DE gearbeitet)

Krankheitsbild: 1) Schon seitdem ich denken kann, war ich immer depressiv. Ich habe mit 8 Jahren sogar schon über den Tod gegrübelt, bin immer panisch aufgestanden und habe geweint, weil ich nur schwarz sehe und dass danach nichts mehr ist, keine Oma, keine Mama kein nichts. Ich hatte Angst - der Zustand hält bis jetzt noch an. Ich darf nicht über den Tod nachdenken. Denn ich glaube nicht an Engelchen und über den Wolken leben. 2) Ich habe in meiner Jugend extrem viele Drogen genommen. Das ist auch irgendwo bei der Polizei verzeichnet^^ 3) Ich habe mit ca. 19 oder 20 angefangen "Alkoholikerin zu sein" (als ob das ein Job wäre). Das hat letztes Jahr urplötzlich aufgehört. Es kommt aber langsam wieder zurück und ich habe das Verlangen, wieder mehr trinken zu wollen. 3) Ab dem 19. oder 20. Lebensjahr habe ich mich geritzt (jaja ist dumm darum geht es auch nicht also bitte weg mit den "Belehrungen"). Am linken Arm und an den Beinen. 4) Ich habe des öfteren versucht mir das Leben zu nehmen, habe mir die Pulsadern aufgeschnitten und musste deswegen mehrmals in die Psychatrie. Ja, nach dem 3. mal wollten die mich einbehalten, aber meine Mutter ist gekommen und hat viel geredet (sie ist Krankenschwester) und daher bin ich "heile" aus der Sache wieder raus. Seitdem habe ich nicht mehr versucht meine Pul (ANTWORT WEITER LESEN!)

Antwort
von SSinner, 473

sadern aufzuschlitzen.

4) später habe ich einen job angenommen in thailand und hatte davor extreme panikanfälle. ich war auch stationiert. meiner meinung nach hätten die ärzte das schon früher erkennen kännen, wenn man ausreichend nachgefragt hätte.

Der tolle und hochangepriesene job als "deutsch sekretärin für eine anerkannte firma" hat sich als nutzloser Call Center Agent bei der CLBS in Chiang Mai Thailand herausgestellt, die Calls annimmt für Ebuero Deutschland - DAS hat mir auch nicht wirklich geholfen

5) Da war ich nun - Noch depressiver als vorher und die tolkle Alkidame - Mit Whiskeyflasche auf ins Call Center um auch ja den Quatsch erzählen zu koennen, den der Bildschirm mir anzeigte.
Ich habe letzen Endes gekündigt und als Englischlehrerin im Kindergarten gearbeit - bis ich schwanger wurde.

6) Habe ich einen "tollen" Mann kennen gelernt, der am Anfang nett war und mich am Ende, nachdem wir Sex hatten, wie den letzten Abschaum behandelt hat. Er hat mich immer geschlagen.
Auch als ich schwanger war, hat er in meinen Bauch geschlagen, seinen Sohn.

7) Nix wurde besser - die Schläge härter und schlimmer, bis ich krankenhausreif war. Er hat mich krankenhausreif getreten. Meine ganze rechte Gesichtshälte ist bis heute gelähmt und mir sind nach und nach die Zähne ausgefallen, weil ich eine spezielle Zahnklammer tragen musste (3 Monate), damit mein Kiefer wieder richtig zusammen wächst.

8) Ich bin seitdem ich 19/20 bin magersüchtig/bulimie erkrankt und musste im ausland mehrmals ins krankenhaus wegen vitamin (kaliummangel) ins krankenhaus

9) Seitdem ich in Deutschland bin, gehts mir nicht besser.
Ich bin auf jeden Fall eine unzuverlässige Arbeitskraft.
Ich moechte mich nur an meinen Sohn erfreuen und selbst das fällt mir schon schwer.

10) Ich bin seit Januar beim Psychiater - alle Psychiater sind voll (Therapieplatz) und nur er nimmt mich so "dazwischen" damit er mir Tabletten verschreiben konnte. Jetzt gehe ich nur hin und hole mir Rezepte und die Krankschreibung. Anfang Februar die 2.

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Kann ich Frührente beantragen wegen bipolarer Störung auch wenn ich vorher nicht 5 Jahre gearbeitet habe? Und muss ich dem Amt selber sagen, dass die mir einen Termin beim Amtsarzt geben sollen oder soll ich abwarten, bis die mich selber dazu einladen? Wenn ja, nach wie viel Wochen geschiet das?

Kommentar von SSinner ,

Achso in Thailand hat mich mein Therapeut dann als F32 depressiv betitelt.

Ich bin eigentlich zum Arzt wegen meiner Bulimie/Magersucht. Habe dann viel gegoogelt und was von Depressionen gelesen und dann bin ich immer weiter in das Thema bis ich irgendwann auf einer Seite war, die das Thema Manisch Depressiv erklärte.

Und das, genau DAS - Bin ich.
Es war so, als ob mich jemand kennen würde.
Ich habe es also selbst für mich heraus gefunden.
Tolle Ärzte haben wir.

Expertenantwort
von Konrad Huber, Experte für Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung, 324

Hallo SSinner,

Sie schreiben unter anderem:

Frührente wegen bipolarer Störung/manisch depressiv ohne 5 Jahre gearbeitet zu haben?

Antwort:

2016 - 28 Jahre = 188 geboren!

Wer nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit und kann jederzeit auf leichte Tätigkeiten am allegemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden, auch wenn dort keine leichten Tätigkeiten verfügbar sind!

Frührente = Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung setzt zunächst einmal voraus, daß Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen müßen!

Das heißt im Klartext:

Sie müßen auf Ihrem DRV-Rentenkonto mindestens 60 Beitragsmonate, davon in den letzten 5 Jahren 36 Beitragsmonate oder gleichwertige Ersatzzeiten nachweisen!  Von dieser gesetzlichen Regelung gibt es nur sehr wenige Ausnahmen!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Bringen Sie in jedem Fall Ihre eigene Krankenakte laut dem Roten-Faden auf Vordermann!

google>>

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

Sichern Sie sich einen kompetenten Rechtsbeistand! Entweder Mitgliedschaft im VDK oder Fachanwalt im Zusammenhang mit Beratungs- und Prozesskostenhilfe:

google>>

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

google>>

gruene-hilfe.de/haeufige-fragen-an-die-gruene-hilfe/beratungshilfe-und-prozesskostenhilfe/

Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Sozialamt nach Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232620/publicationFile/54129/grundsicherung_hilfe_fuer_rentner.pdf

Holen Sie sich Rat und Beistand von:

http://www.cjd.de/

google>>

patientenberatung.de/de

google>>

caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/onlineberatung

google>>

diakonie.de/service-navigator.html?action=map&e=Lebensberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von SSinner ,

Hallo,

Vielen Dank für die Infos - Das hatte ich auch alles schon gelesen :) Also Dank google.

Ich habe mich nun für den Weg entschieden, es selber in die Hand zu nehmen, sprich ich habe bei meiner SGBII Stelle angerufen und dort Bescheid gegeben, was mit mir los ist und das in Zukunft noch mehr Krankmeldungen folgen werde, meine Therapie erst im Mai beginnt, weil alle Psychiater voll sind und ich nicht 1 Stunde bis zum freien Psychiater fahen kann - Stationär ist auch keine Option, da ich einen Sohn habe und mich um meinen Kleinen kümmern moechte, ansonsten werden die Depressionen nur noch schlimmer. Auch für  mein Kind wäre es schrecklich, mich nicht bei ihm zu haben.

So, ich habe angerufen, dort Bescheid gegeben wie die Sachlage ist und die Dame meinte, sie leitet es an meine zuständige Mitarbeiterin mit, welche sich dann bei mir melden wird.

Ich habe mir jedenfalsl gedacht, dass ich nicht so eine von denen sein moechte, die "alles bis dahin schiebt, bis die sich einschalten". Also schaffe ich klare Verhältnisse von vorne an und man kann es mir am Ende nicht vorhalten.

Außerdem - Ich habe damals gearbeitet. Während des Abiturs und auch während des Studiums als unmittelbar nach meinem Studium als einfach Verkaufskraft bei Penny. Ich denke, ich komme schon auf mindestens 36 Monate Arbeit.

Aber wird denn sowas mit gezählt? Auch die Arbeit als Nebenjob während des Abi´s und des Studiums? Muss ja eigentlich, schicließlich hatte ich ja natürlich auch da einen Sozialversicheurngsschein. Vielleicht habe ich ja dann doch Glück.

Ansonsten wird es wohl so sein, dass ich immer Geld vom SGBII erhalte aber nicht arbeiten muss.

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