Frage von Sandra2997, 27

Fristlose Kündigung zurück ziehen?

Hallo,

Ich habe folgende Situaton:

Wegen einer peinlichen Auseinandersetztung mit der Hausmeisterin ist sie zu der Hausverwaltung und wollte das diese ein Schreiben aufsetzten mir mit einer fristlosen Kündigung zu drohen. Diese landete einige Tage später in meiner Post. Darin stand, dass wenn ich zu der besagten Auseinandersetztung bis zum 05.08.2016 nicht Stellung beziehe, ich fristlos gekündigt werde. Nun hab ich entschieden nicht weiterin einem Haus zu leben, wo man wegen persönlichen Gründen nach freier Laune rausgeschmissen werden kann. Daraufhin habe ich mir nun eine neue Wohnung gesucht in die ich künftig einziehen könnte. Um die Kündigungsfrist zu entgehen würde ich deswegen die fristlose Kündigung entgegen nehmen um direkt aus dem Saftladen raus zu kommen. Dafür darf ich mich bloß nicht zu der Auseinandersetztung äußern und es käme wie mir angedroht wurde die Kündigung.

Nun meine Frage: Kann die Hausverwaltung diese Drohung fristlose Kündigung zurück ziehen, weil sie merken das ich wohl tatsächlich fristlos gekündigt werden will um sofort umziehen zu können?

Danke für die Antworten

Antwort
von Achim19651, 17

Moin,

ich würde in diesem Fall genau am 05.08. ein Schreiben der Hausverwaltung zukommen lassen, daß ich zu der Auseinandersetzung keine Stellung nehme und daher die fristlose Kündigung als ausgesprochen betrachte. Würde ich zusammen mit den Schlüssel abgeben.

Ohne Details zu kennen ist es mehr als zweifelhaft, daß eine fristlose Kündigung durch den Vermieter überhaupt möglich und wirksam ist. Mit Deiner Annahme wird es eine gegenseitige Willenserklärung.

Wenn Du dich absichern willst, sprich mit einem auf Mietrecht spezialisierten Anwalt darüber.

Gruss

Kommentar von Sandra2997 ,

Danke für deine Antwort :) noch eine Frage: wie meinst du das, dass die fristlose Kündigung durch den Vermieter nicht wirksam sein sollte ?

Kommentar von Achim19651 ,

Wegen einer bloßen Auseinandersetzung mit der Hausmeisterin kann er eine Wohnung nicht fristlos kündigen, das Recht hat er nicht. Dazu müsstest Du schon fortgesetzt mit der Miete im Rückstand sein und/oder die Wohnung grob vertragswidrig benutzen.

Kommentar von Sandra2997 ,

Das wäre natürlich schlecht, wenn ich dann den Schüssel abgeschickt habe und er es als Kündigung meinerseits ansieht und mir eine Kündigungsfrist von 3 Monaten rein drückt

Kommentar von Achim19651 ,

Deswegen die feine Formulierung, daß Du die fristlose Kündigung durch den Vermieter als ausgesprochen betrachtest. Da bleibt Platz für Interpretationen, während die Stellungnahmefrist ja wohl recht eindeutig ist.

Kommentar von Sandra2997 ,

Sehr gut das werde ich tun, danke. noch eine Frage wegen der Wohnungsübergabe. ich habe die Befürchtung das bei dieser die Hausmeisterin dabei sein wird und versucht Mängel (die eigentlich nicht da sind) zu finden, um meine Kaution zu senken. kann ich in mein Schreiben (mit Schlüssel) betonen das die Hausmeisterin an der Wohnungsübergabe nicht teilhaben soll um so etwas zu verhindern. und ist es damit auch gültig?

Kommentar von Achim19651 ,

Mit den Fragen solltest Du wohl doch besser zu einem Rechtsanwalt gehen. Von mir (und ich kann nur von mir reden bzw. schreiben) würde die Hausverwaltung eine besenreine Wohnung bekommen, von der ich vorher einen Haufen Fotos gemacht hätte. Den Schlüssel würde ich abgeben mit einem netten Schreiben, dass ich dem Zahlungseingang der Kaution bis zum ... entgegensehe. Würde aber einen Teufel tun, die fristlose Kündigung schriftlich zu akzeptieren.

Bei einer fristlosen Kündigung durch den Vermieter ist es nicht Dein Problem, Modalitäten festzulegen. Er hat die Fristen und Übergabetermine zu setzen.

Wenn Du das nicht - zur Not auch gerichtlich - durchziehen willst, lass es besser bleiben.

Antwort
von JennaPolly, 1

Das klingt ja krass! Also wenn sie dir mit der Kündigung drohen und du nichts dagegen hast würde ich diese auch in Anspruch nehmen, wirksam oder nicht, wenn du dich darauf einlässt ist es sowieso erstmal wirksam, kann dich ja keiner zwingen in einem Haus zu wohnen wo die dich nicht wollen, anders wäre es natürlich wenn du in dem Haus wohnen bleiben wollen würdest, dann könntest du natürlich dagegen vorgehen. Ich würde ein Schreiben aufsetzen in dem du Stellung zu der Kündigung beziehst und diese somit bestätigst indem du dich nicht zu dem Vorfall mit der Putzfrau äußern möchtest. 

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