Frage von privat54, 72

fristlose kündigung wegen mietruckstand?

Antwort
von anitari, 16

Ja.

Ohne Abmahnung bei einem Betrag in Höhe von 2 Monatsmieten, möglich.

Wenn  binnen der letzten 2 Jahre nicht schon mal wegen Mietrückstand fristlos gekündigt wurde, kann man durch unverzügliche Zahlung des kompletten Rückstandes die Kündigung unwirksam machen.

Hat der Vermieter gleichzeitig wegen unregelmäßigen Mietzahlungen die fristgerechte Kündigung erklärt, bleibt diese jedoch wirksam.

Antwort
von deathwolf666, 27

Tja kannst nicht viel machen das Geld zahlen eventuell mit raten wenn es dein Vermieter zulässt oder du musst dir ne neue Wohnung suchen

Antwort
von ParagrafenChef, 23

Stell bitte deine Frage nächstes mal ordentlich!

Eine fristlose Kündigung wegen Mietrückständen bedeutet noch lange nicht, dass du aus der Wohnung raus musst.

Du musst die Kündigung nicht akzeptieren und kannst dieser schriftlich widersprechen. Dazu reichen wenige Zeilen das du eben dieser Wohnungskündigung widersprichst. Den Widerspruch richtest du an deinen Vermieter persönlich oder dessen Hausverwaltung.

Den Widerspruch solltest du nur aufsetzen, wenn du in der Lage bist innerhalb der nächsten ca. 2 Monate deine Mietschulden komplett zu begleichen, sowie die laufende Miete weiter bezahlen zu können.

Du musst nicht zu dem in der Kündigung benannten Datum aus der Wohnung raus. Der Vermieter oder wer auch immer, darf nicht mit den Schlüsseldienst oder ähnlichen auftauchen. Ohne deine Zustimmung darf er sich keinen Zutritt zu deiner Wohnung verschaffen. Das wäre sonst Hausfriedensbruch nach § 123 StGB . ( wenn die Wohnungstür offen ist und man sich trotz Verbot und fehlenden Räumungstitel Zutritt zur Wohnung verschafft )

Ein Räumungstitel darf nur von einem Gerichtsvollzieher vollstreckt werden.

Ein Hausfriedensbruch nach § 123 StGB in Verbindung mit Sachbeschädigung nach § 303 StGB kommt in Betracht, wenn ohne Einverständnis des Mieters, sowie ohne Räumungstitel und ohne Gerichtsvollzieher, sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft wird.

Wird ein unberechtigter Zutritt zur Wohnung vorgenommen und dann auch noch Sachen des Mieters vom Vermieter entwendet, so ist dies strafbarer Wohnungseinbruchdiebstahl nach § 244 StGB .

Wenn die Vermieter Partei vor hat, ohne Einverständnis des Mieters und ohne Räumungstitel, sich Zutritt zur Wohnung verschaffen zu wollen, so darf man dies gewaltsam verhindern. Die Grundlagen finden sich hierzu im § 32 StGB ( Notwehr ) und auch in § 127 StPO . ( Jedermann Festnahme Recht ) 

Erfolgte eine an sich berechtigte Wohnungskündigung, so muss man dennoch die Wohnung nicht verlassen. Das muss man nur, wenn man diese freiwillig verlässt oder ein Gerichtsvollzieher mit einem Räumungstitel vor der Tür steht.

Bleibt man trotz Wohnungskündigung in der Wohnung, so muss man weiter die im Mietvertrag vereinbarte Miete in voller Höhe weiter zahlen. Diese nennt sich dann juristisch "Nutzungsausfallentschädigung".

Hat man spätestens 2 Monate nach Eingang einer Räumungsklage der Vermieter Partei bei Gericht alle Mietschulden beglichen, so wird die Kündigung vom Gericht in der Regel geheilt, also als nichtig angesehen.

Aber auch nur dann, wenn man innerhalb der letzten 2 Jahre nicht schon einmal eine berechtigte Wohnungskündigung bekommen hat.

Kommentar von Redgirlreloadet ,

So siehts leider...traurig für die vermieter in Germany was man einmal in Haus hat wird man nichjt mehr los

Kommentar von ParagrafenChef ,

Das kommt auf die finanziellen Reserven und eigenen Rechtskenntnisse, sowie eventuell der Rechtsanwälte des Vermieters an. Und natürlich der Schnelligkeit der Justiz.

Viele Vermieter haben ja nicht nur das Problem säumige Mieter aus ihren Wohnungen zu bekommen, sondern dann den absolut abgewohnten, ja meist zerstörten Zustand der Wohnung ertragen und ggfs. kostenintensiv beseitigen zu müssen.

Es gibt aber auch Mieter, die einfach einen ( vorübergehenden ) finanziellen Engpass und deswegen Mietrückstände zu verzeichnen haben.

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