Frage von TimF89, 57

Fristlose Kündigung auf Kündigung?

Hallo

Wenn ein Arbeitsverhältnis unter der Wahrung einer zweiwöchigen Kündigungsfrist, z.B. am 14.02 zum 14.03 durch den Arbeitnehmer gekündigt wird, kann der Arbeitgeber dann im Gegenzug aufgrund WICHTIGER Gründe fristlos kündigen?

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Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht & Kündigung, 32

Wenn Du nach Deiner Kündigung z.B. klaust, Deinen Vorgesetzten oder den AG schwer beleidigst oder sonstige Dinge vorliegen die eine weitere Zusammenarbeit unzumutbar machen, kann der AG selbstverständlich fristlos kündigen.

Was ist denn der "Wichtige" Grund? Der AG muss zwar den konkreten Grund im Kündigungsschreiben nicht angeben, bei einer fristlosen Kündigung muss er auf Nachfrage des AN aber Antwort geben (§ 626 Abs. 2 BGB). Bei so einer "Gegenkündigung" ist das ja meist nur die "Rache" des AG. Gegen die fristlose Kündigung kann der AN innerhalb von drei Wochen klagen.

Der AG kann aber, nimmt man Dein Beispiel, regulär eine Gegenkündigung aussprechen. Kündigt der AN am 14. Februar mit einer Frist von zwei Wochen zum 14. März, ist er ja sehr wahrscheinlich in der Probezeit. Da der AG innerhalb der Probezeit auch mit einer Frist von 14. Tagen ohne Angabe von Gründen kündigen kann, ist eine Kündigung die dem AN am 15. Februar zum 29. Februar zugeht, gültig und rechtens.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 20

Es müssen für eine fristlose Kündigung wichtige Gründe vorliegen, deine fristgerechte Kündigung gilt in dem Zusammenhalt aber nicht als wichtiger Grund.

Sind in der Kündigung keine Gründe angegeben, kannst du den Arbeitgeber um Angabe der Kündigungsgründe auffordern.Die Gründe müssen dir von ihm umgehend schriftlich mitgeteilt werden.

Du kannst anschließend innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht den Antrag stellen, dass man feststellen möchte, das die fristlose Kündigung nicht gerechtfertigt ist.


Antwort
von johnnymcmuff, 29

Das fristgerechte Kündigung schleißt eine fristlose Kündigung nicht aus, dazu muss es aber berechtigte Gründe geben.

Der Arbeitgeber muss damit rechnen, dass der Arbeitnehmer zum Arbeitsgericht geht, wenn er fadenscheinige Gründe angibt.

Antwort
von DarthMario72, 23

Wenn es dann einen wichtigen Grund für eine Kündigung durch den AG gibt, ist das durchaus möglich. Allerdings ist Deine Kündigung kein wichtiger Grund.

Antwort
von Nemesis900, 34

Ja, nur weil man in der Kündigungsfrist ist kann man nicht machen was man will.

Antwort
von Appelmus, 32

Wenn die Gründe ausreichend für eine fristlose Kündigung sind sicher.

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