Maximus40 am 12.07.2009 um 11:12 Uhr
Wieso sind einige Menschen der Meinung, dass man sich Freundschaften verdienen muss.
Bislang dachte ich, sie entwickeln sich von selbst.
Wie steht ihr zum Thema Freundschaft?

Freundschaft kann man sich nicht verdienen, ich finde eine Freundschaft wächst von selbst. Bei gegenseitigen Freundschaftsgefühlen entsteht irgendwie auch alles von selbst, man muss sich nicht fragen "was soll ich dafür tun, um mit dem befreundet zu sein", sondern das ist einfach da: Hilfbereitschaft, Beistand, miteinander freuen und weinen, oder auch einfach nur da sein - nicht nur bei Partys und feiern sondern auch in schwierigen Zeiten.
Meine Freunde sind für mich meine Herzverwandschaft. Die sind nicht "angeboren", wie Eltern und Geschwister, sondern sind sie eben von Herzen ausgewählt.
p.s.
Freundschaften hier (bei GF) kann man damit nicht vergleichen, für mich ist das eigentlich eher ein Einverständnis und Sympathiebekundung mit dem Geschriebenen, aber das ist uns sicher allen klar.
Wobei ich sagen muss, dass ich über andere Wissensportale, wo ich wesentlich länger dabei bin, auch ein paar gute Freunde gefunden habe. Aber zuerst schrieben wir uns, dann trafen wir uns ...und das hat schon gedauert - aufgrund der Entfernung, bis man wirklich richtig befreundet waren.
D.h. auch das kann man nicht ausschließen :-).

Freundschaft wird nicht verdient. Sie wächst durch gute Pflege von allein.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:18 Danke, so sehe ich das auch. :-)

..meine Freundschaft muss man sich nicht verdienen,meine Freunde suche ich mir selber aus,und bestimmte Spinner fallen da mal ganz schnell durchs Raster,es gibt welche die möchte ich nicht geschenkt haben,es wiedert mich an ,an solche nur zu denken,geschweige ihnen die Hand geben zu müssen,Grosskotzigkeit,Überheblichkeit und vortäuschen falscher Tatsachen,..auf solche "Freunde" kann ich verzichten,..die Freunde die ich hab,darauf kann ich mich verlassen,sie stehen zu mir ,...,:-)
Maximus40 am 12. Juli 2009 16:33 Eine deutliche und ehrliche Ansage Wernilein. Wahrscheinlich wirst du gerade deswegen sehr geschätzt. :-)

hast schon recht..freunde verdienen hört sich an, als wäre das nur sowas wie ein geschäft. aber bei echten freunden muss auch immer was zurückkommen, wenn man auch mal was gegeben hat. das leben ist schließlich ein geben und nehmen.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:21 Danke, stimmt schon was du schreibst.
Freundschaft ist auch ein GEBEN und Nehmen, also ich muß schon etwas DAFÜR TUN, damit es eine Freundschaft wird...das ist damit gemeint
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:20 So betrachtet ist es sicherlich richtig, danke.

Ich hab gemerkt wenn es dir schlecht geht, merkt man die Freunde. ich bin vor 2 1/2 jahren schwer krank geworden, von meinen grosen Freundenkreis ist 1 übrig geblieben. Die anderen konten mit mir nicht umgehen. Die eine Freundin von mir, hat sich ihre Freundschaft verdint.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:19 Danke, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Verdienst einer Freundschaft durchaus seine Berechtigung haben kann.

Es gibt hier Leute, die melden sich an und wollen sofort Freunde haben. Ich möchte erst einmal wissen mit wem ich es zu tun habe. Das ersieht man nur aus Fragen und Antworten.
kochstuebchen am 12. Juli 2009 11:21 Ich denka mal, daß Du hier einiges verwechselst und außerdem, jede Freundschaft steht mal in der Anfangsphase, bei Deiner Einstellung wirst Du es schwer haben wirkiche Freunde zu finden.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:23 Das ist richtig.
Meine Frage war auf beide Formen der Freundschaft bezogen: Virtuell und außerhalb der Computerwelt.

Eine echte Freundschaft erkennt man erst dann, wenn es einen selber schlecht geht. Sprüche ablassen kann jeder, aber die Bereitschaft Hilfe zu leisten, zeigt den Charakter eines Menschen. Und ich meine nicht solche Lappalien, mir ist ein Fingernagel abgebrochen, hast du mal ne Feile.
Jeder kann mal in eine ernste missliche Lage kommen, und ich finde erst dann erkennt man die richtigen Freunde. Somit verdient man sich auch eine Freundschaft.
Maximus40 am 12. Juli 2009 13:11 Danke Lupus für diese Einschätzung.

Bevor ich jemanden als meinen Freund bezeichne, muss ich ihn schon sehr genau kennen und wissen, wie er tickt. Er muss nicht immer meiner Meinung sein, Kritik aushalten können, mit mir lachen und mit mir weinen können und da sein, wenn ich ihn brauche. Das Gleiche gilt für mich im umgekehrten Fall. Nur dann ist die Bezeichnung „Freund“ gerechtfertigt.
Maximus40 am 12. Juli 2009 16:34 Eine wirklich gute Zusammenfassung. Danke dir. :-)

Ich denke auch dass sich eine Freundschaft entwickelt, jedoch muss man sich ihres Erhaltes immer wieder verdient machen.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:19 Wie bei einer guten Ehe halt auch, oder? :-) Danke für deinen Beitrag

Gute Freundschaften endwickeln sich über jahre. Es wird sich zeigen wer freund ist oder nicht. Das wirst Du erkennen wenn du mal hilfe brauchst , oder einer braucht hilfe von dir.

Sichere Freunde erkennst Du in unsicherer Lage - und nur die haben sich meine Freundschaft verdient... LG

Hier bei GF möchte ich doch schonmal von dem Freundesanwärter gehört haben oder zumindest einen Diskussionsgrund erfahren
.
Internet allgemein: ob die geschlossenen Freundschaften stabil sind, ob sie bei persönlichem Treffen weiterbestehen würden, weiss ich nicht - da habe ich noch keine Erfahrungen - will sagen: habe noch niemanden persönlich kennengelernt, mit dem ich virtuell befreundet bin
.
Privat: ich schliesse nicht sehr schnell Freundschaft, aber wenn, bin ich "treu bis in den Tod", man/frau kann sich auf mich verlassen. Bekannte habe ich viele, Freunde etwa 3 ;-). Da haben auch schwere Erkrankungen, finanzielle Krisen und Suchtsituationen nichts geändert - ich bin da.
Eine enge Freundschaft lösen: wenn ich 2-3 x in meinem Vertrauen tief erschüttert werde, ist die Freundschaft beendet (z.B. Geheimnisse ausplaudern, um sich wichtig zu machen - alles schon erlebt... ;-(.... )
Maximus40 am 12. Juli 2009 17:33 Es ist eine schöne Erfahrung über das Internet eine Person kennen zu lernen, zu der sich eine richtig feste Freundschaft entwickelt.
Danke für deinen ausführlichen Beitrag. :-)
Freundschaften entstehen aus gegenseitigem Wohlwollen, das gezeigt wird.
Es gibt verschiedene Arten der Motive. Der Nutzen oder das Angenehme, das die Freundschaft verschafft, kann eine Rolle spielen. Eine echte Freundschaft, in der jemand in vollem Sinn Freund ist, kann so etwas zwar auch enthalten, ist aber nicht darauf beschränkt, sonden richtet sich auf persönliche Eigenschaften und die Wesensart. Durch das Verhalten im Miteinander entsteht Verbundenheit. Die beteiligten Personen empfinden etwas an der anderen Person als liebenswert. Es gibt Übereinstimmungen.
Freundschaft entwickelt sich, dies ist eine richtige Einschätzung. Sie kann nicht einfach durch Pochen auf Verdienste sozusagen wie in einem Geschäftsvorgang "erkauft" werden. So etwas würde am ehesten in Richtung auf den Typ Nutzen-Freundschaft gehen, die auch weniger stabil ist (zerfällt, wenn die Nutzengrundlage nicht mehr vorhanden ist).
Freundschaft kann mehr oder weniger intensiv sein (enge und lose Freundschaften). Freundschaft lebt davon, gepflegt zu werden. So wird sie aufrechterhalten. Das Geben ist wechselseitig (ohne dabei allerdings ein genaues Ausmaß zu berechnen). Freunde sind für einander da, wenn sie auf Unterstützung angewiesen und die andere Person dazu in der Lage ist (zumindest als seelischer Beistand). Darin kann sich die Freundschaft bewähren.
Im Internet können Unbekannte einen Kontaktwunsch haben. Dann meinen vermutlich einige, ohne ein Kennenlernen aufgrund von Beiträgen (können zeigen, ob die Personen für einen selbst liebenswert sind, Schätzenswertes beitragen, Gemeinsamkeiten vorhanden sind und ein Einklang besteht) gebe es keine Grundlage für das Schließen einer Freundschaft.
Auf dieser Plattform kann auch einfach mit einer Kontaktaufnahme die Möglichkeit persönlicher Nachrichten hergestellt werden. Nach meinem Eindruck wird die Angelegenheit hier unterschiedlich gehandhabt ("Freunde" als Kontakte oder nur als echte persönliche Freundschaften).

unter Freundschaft verdienen versteht man, daß man innerhalb der Freundschaft die vielleicht frisch ist, immer für den anderen da sein muß. Indem man Feunden immer hilft ( wenn man kann), sie tröstet, Ihnen zur Seite steht, Ihnen auch in ganz traurigen Zeiten zur Seite steht, hat man sich die Freundschaft verdient. Von nichts, kommt nichts!
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:24 Danke schön. Das deckt sich mit vielen anderen Beiträgen.
Es kommt halt auf die Betrachtungsweise an.
Im Ergebnis ist man nicht aus sich selbst heraus befreundet.

Ich glaube du kennst den Unterschied nicht zwischen Freunden und Bekannten
frischling am 12. Juli 2009 11:17 Ich glaube, den kennt er sehr gut!
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:22 Danke, es scheint Menschen zu geben, die mich schon recht gut einschätzen können.
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:17 Was hat das mit meiner Frage zu tun?
Selbstverständlich ist mir der Unterschied bekannt.
Mir wäre eine adäquate Antwort auf meine Frage lieber gewesen als so ein einfaches Dahergetippe!
Tux31 am 12. Juli 2009 11:26 In einer Not wirst du schon merkem , wer deine richtigen Freunde sind, alles andere sind gute Bekannte
Maximus40 am 12. Juli 2009 11:35 Auch diese Erfahrung durfte ich bereits machen (bin auch schon ein paar Tage älter).
Meine Freundschaften haben sich jedoch entwickelt, was jedoch nicht bedeuten soll, dass man sich nicht weiter darum bemühen sollte.

Eigentlich habe ich aurate (s.oben) meinen Kommentar als Antwort gegeben. Aber der gilt natürlich auch als Antwort auf Deine Frage.
Freunde im wirkliche Leben - und virtuelle Freunde hier - dazwischen liegen doch reale Welten. Hier zeigen wir nur unser gutes Gesicht,- unsere Schwächen wohl nur selten. Und die gehören bei einer wirklichen Freundschaft dazu. Und daß man dann dennoch - oder gerade deshalb -zueinander hält.
Maximus40 am 13. Juli 2009 20:58 Hätte fast oben meinen Kommentar dazu abgegeben.
Du hast zwei eindrucksvolle Beispiele aufgezeigt. Zunächst bezieht sich meine Frage weder auf GF oder das virtuelle Leben ausschließlich, sondern bezieht es lediglich mit ein.
Um auf deine Antwort zurück zu kommen.
Ich hatte zum einen das Glück eine wirklich intensive Freundschaft über das Internet entstehen zu lassen, aus der eine reale tiefe Freundschaft entstanden ist.
Zum anderen habe ich erst vor ein paar Jahren einen Menschen kennen gelernt, den ich mittlerweile zu meinem engsten Freund zähle. Das, obwohl ich die 30 bereits deutlich überschritten habe (um mir mal selbst zu schmeicheln) :-)
Vielen Dank also für deinen Beitrag.

Freundschaft muß man sich nicht verdienen. Freundschaft entwickelt sich. Es wird wohl so sein, das sich manche Leute einbilden sich eine Freundschaft verdienen zu müssen, weil es ihnen zu langsam geht. Es braucht eben oft sehr viel Zeit, das sich eine Freundschaft entwickelt. Es ist nicht wichtig viele Freunde zu haben. Wichtig ist, wahre Freunde zu haben, die zu einem stehen und es ernst meinen.
Was für eine erfreuliche Erfahrung für Dich, auch hier tatsächliche Freunde gefunden zu haben. Der Ausdruck "Freund" hier macht mir schon ein wenig zu schaffen. Aber der Hinweis einer meiner GF-Freunde, daß es sich um virtuelle Freundschaften handelt, neutralisiert es dann auf ein Normalmaß. Da mir aber auch kein besserer Ausdruck einfällt, akzeptiere ich ihn. Ich stelle jedenfalls immer wieder fest, daß es schon oft die Menschen sind, die mich zu ihren Freunden (virtuell) genommen haben, deren Meinung meiner sehr nahe kommt. Oft nur besser ausgedrückt. Richtige Freunde (innen) hat man im Leben nur sehr wenige, die aber dann das ganze Leben. Und ich glaube, je älter man wird, desto seltener schließt man echte Freundschaften. Aber manchmal doch - und das ist dann ein zusätzliches Geschenk, nicht Verdienst.
Ein toller Beitrag. Danke für deine Schilderung aurata.