Frage von KiwiKana, 66

Freundin von Namen abbringen?

Hallo liebe Community, eine gute Freundin von mir (21) ist mit ihrem ersten Kind schwanger. Es wird wohl ein Junge. Der Kindsvater ist überzeugter Buddhist (seit einem Jahr...) weswegen sie auf die Glorreiche Idee gekommen ist, ihr Kind mit erstem Namen Siddhartha zu nennen. Das Kind würde dann Siddhartha Johann Melvis M. heißen. Ich bin selber mit einem Außergewönlichen Namen aufgewachsen, und weiß daher wie schwer das ist (Mobbing passiert öfter wegen dem Namen als man denkt.) Ihr Freund will das auch umbedingt, aber die beiden sind erst seit kurzem (ca 9 Monate, was zum Kinderkriegen echt früh ist) zusammen. Haltet ihr den Namen für in Ordnung? Und wenn Nein, was sind noch argumente sie davon abzubringen, ihr Kind so zu nennen?

Lg

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Antwort
von mopani, 24

Das ist lustig, Zitat: "überzeugter Buddhist (seit einem Jahr...)". Das ist in etwa so als würde man mit dem Plan zum Militärdienst einberufen werden am Morgen ein Rekrut und am Abend ein 4-Sterne-General zu sein. 

Buddhismus ist eine Philosophie, die ursprünglich nicht zum Sinn hatte andere Menschen auf seine persönliche Sichtweise zu prägen. Wer heute davon ausgeht Buddha, also Siddhartha Gautama wäre ohne Makel gewesen, der hat nicht einmal ansatzweise einen Plan dazu. Zudem sind eine Vielzahl heute bekannter Buddha-Weisheiten gar nicht von Buddha. Es sind viel mehr Gedanken anderer, die sich glauben gemacht haben ihre persönliche Sicht sei nicht ihre eigene gewesen, sondern an Buddha festgemacht ausschließlich sein Gedanke. Anhänger-Naivität, die man auch aus Religionen kennt.

Es gibt nur eine Philosophie, die wirklich gewinnbringend ist, der Eklektizismus. In diesem ist der Grundsatz geprägt, dass man sich alle positiven Gesichtspunkte der Existenz zu eigen macht. Egal von wo man sie gewinnen kann. Davon beseelt folgt man der Vernunft, reguliert durch Selbstdisziplin. Denn wer nicht erkannt hat, dass wahre "Göttlichkeit" nur in einem selber steckt, dem ist einfach nicht zu helfen.

Antwort
von Ranzino, 30
Der Name ist schrecklich!

Melvis ? Nee, bitte nicht. Und wie kommt die Frau auf die Idee, die Religion des Kindsvaters dem Sohn aufzudrücken ?

Also insgesamt recht verpeilt, die Gute.

Antwort
von JG1990, 11
Der Name ist schrecklich!

Ich denke, dass der Name Siddhartha durchaus eine schlechte Wahl ist. Nicht nur, dass er für das Kind schwer zu sprechen ist, muss er ständig buchstabiert werden und ich kann mir auch vorstellen, dass er bzgl. dieses Namens gemobbt wird. Kinder können grausam sein.

Außerdem, wenn sie sich erst so kurz kennen ist das schon sehr gewagt. Und wenn der Vater erst 1 Jahr Buddhist ist, stellt sich doch die Frage, ob er das auch bleibt? Wenn er nächstes Jahr vielleicht doch den katholischen oder sonstigen Glauben animmt, ist der Name Siddhartha dann doch rcht unpassend ist.

Vielleicht kannst du sie überreden,ihn als Zweitnamen einzusetzten? Johann
Siddhartha ist zwar auch etwas sehr speziell, aber vielleicht doch etwas besser.

Antwort
von karin69, 7
Der Name ist schrecklich!

ICH FINDE DEN NAMEN SCHRECKLICH‼️

Als Kinderkrankenschwester habe ich schon so einige EIGENHEITEN, was den Namen angeht, erlebt... 

Da dachte ich so manches Mal schon: 
DAS ARME KIND!! 😳



Nicht nur Kunstnamen wie Pepsi-Cola, Schokominze und Despot können für ein Kind zur Qual werden. Welche Witze die kleine Schaklin über sich ergehen lassen muss, kann man nur ahnen.


Doch selbst etablierte Vornamen wie Astrid, Chloe oder Zoe sorgen manchmal für Ärger.

Die einen Eltern wollen originell und individuell sein, die anderen setzen auf möglichst international klingende Namen. 

Zwar führen bisher immer noch klassische Vornamen wie Marie, Maximilian und Lukas die Liste der beliebtesten Vornamen an. Doch dazwischen mischen sich Don Armani Karl-Heinz, Zoe und Chloe.

Während noch in den 1970er-Jahren überwiegend Birgits, Ralfs und Torstens die Schulbänke drückten, werden im Jahr 2020 neben Ben, Mia und Luisa auch Schaklyn, Aimee, Ronny und Maybee sitzen. 

Neu ist die Schreibform "Schaklin", die Eltern aus Eschweiler bei Aachen durchgesetzt haben.
Dass Eltern ihren Kindern ausländische Namen geben, ist nicht ungewöhnlich, werden sie eingedeutscht und lauten sie auch noch Kevin, Schantal und Schaklin landen solche Kinder schnell in der Schublade "Unterschicht.


"

Für Witze und Bücher wurden solche Namen verfasst. Aus dem Buchtitel: "Schantall, tu ma die Omma winken" ist mittlerweile sogar ein geflügeltes Wort geworden.



"Früher kam Jens aus Hamburg und Maria aus München!"
 Seit Jahren stellen Forscher fest, dass sich die Kriterien verändert haben, nach denen Eltern einen Vornamen für ihr Baby aussuchen.

Setzte man früher vornehmlich auf Tradition, gehen Väter und Mütter heute andere Wege. Vor Jahrzehnten noch verriet der Vorname beispielsweise relativ zuverlässig, aus welcher Region sein Träger stammte.

In Norddeutschland hörten Kinder auf typisch friesische Namen wie Jens, Fiete, Elke oder Silke. In Süddeutschland hingegen traf man vermehrt auf die Namensvetter biblischer Gestalten wie Maria und Josef.




 Heute überwiegen ästhetische Kriterien bei der Namenswahl, Ganz besonders achten Eltern darauf, dass der Name ihres Kindes schön klingt, sich gut anhört."

Vornamen würden dabei nicht nur androgyner - etwa, wenn Luca als Mädchen- und Jungenname vergeben wird.
Im Zuge der Globalisierung soll es außerdem ein Name sein, den die Menschen auch im Ausland aussprechen können.


Ein Maximilian - kurz Max - fällt später beim Auslandssemester weniger auf als ein Günther. 
Manche Eltern fürchten, dass ein falscher Vorname dem Nachwuchs später zum Nachteil gereichen könnte. Kann Günther als Anwalt in New York genauso erfolgreich sein wie ein Max oder Leo? „Guundr? What’s that?! Could you spell your name please?!“ Dann lieber doch gleich international.




Chantal und Kevin: Zum Single-Dasein verdammt?
 
Zumal einschlägige Studien zeigen, dass unser Vorname großen Einfluss auf unser Leben hat. Einem Maximilian attestieren viele, dass er klug ist und aus einer wohlhabenden Familie stammt. Bei einem Günther oder Werner geht man davon aus, dass es sich um eine ältere Person handelt.



Und Chantals und Kevins? Die haben nicht nur in der Schule das Nachsehen, weil Lehrer sie laut Studien automatisch in der unteren sozialen Schicht verorten. Ihnen droht sogar häufiger ein Leben als Single: Zumindest nährt ein Psychologenteam von der Berliner Humboldt-Universität mit einer Studie aus dem Jahr 2012 diesen Verdacht. 

Die Forscher untersuchten die Klickraten eines Online-Dating-Portals und kamen zum Schluss, dass die Profile von Männern namens Alexander häufiger angeklickt werden als jene von Kevins oder Chantals.





Doch nicht nur Chantal und Don Armani Karl-Heinz sorgen für Witze in der Schule. Selbst gewöhnlich klingendere Namen können Kinder zur Zielscheibe des Spotts machen. 


Eine Zoe zum Beispiel hört sich nach „Zoo“ an. Eine Chloe trifft es noch schlimmer. Sie wird gleich zum „Klo“ degradiert. 
Und die Astrid hat doch bestimmt etwas mit „Arschtritt“ zu tun. 


Eine Marie-Johanna wird mit Sicherheit eine Marihuana-Züchterin. 

So wie sich Melitta immerzu Geschichten über Kaffeefilter anhören muss, wird einer Liane unterstellt, dass sie aus dem Dschungel kommt.





Wie so vieles liegt es an den Eltern, auch HIER dem Kind das Leben SO EINFACH wie möglich zu machen. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!! 👍



PS:
 Und im Falle Deiner Freinde?

Manches ist halt einfach nur Geschmackssache, aber Sie sollten dran denken, dass Kinder ein Leben lang den Namen mit sich tragen und damit leben müssen!! 

WENIGER IST WIE SO OFT MEHR!

Viel Glück bei der richtigen Entscheidung‼️

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