Frage von MissDeathMetal, 97

Freundin und Kollegin als RB?

Da bei mir evtl ein Pferdekauf ansteht schaue ich mich ein wenig nach dem Organisatorischen um, sprich Stall, Pferd, Ausrüstung, usw. Vor kurzem habe ich erfahren dass meine Kollegin eine RB sucht und das käme mir sehr entgegen, da ich schulisch bedingt doch hin und wieder einmal gut eingespannt bin. Sie kennt mich eig seit Klein auf und ist meine Arbeitskollegin. Mein Vater ist ihr bzw unser Chef. Ich persönlich halte sehr viel von ihr und traue ihr auch viel zu, sie ist zwar lange nicht mehr geritten aber ich weiß, dass sie Gefühl für das Tier hat und keinen Blödsinn mit dem Pferd macht. Zudem haben wir die gleichen Interessen und Ansichten und sie lässt sich auch etwas sagen. Als Tierheilpraktikerin hat sie auch eine gute Fachmeinung und sieht, wenn sich etwas am Pferd verändert. Kurz gesagt: Sie würde sich perfekt eignen.

Nun aber die Fragen... ich möchte eig nichts verlangen, da in meinen Augen eine zuverlässige RB unbezahlbar ist. Unterricht will sie nehmen, den würde sie auch selbst zahlen. Außerdem würde sie Akupunktur, Blutegel, Homöopathie usw am Pferd ausüben wenn es nötig ist (auch um Erfahrung zu sammeln). Daher möchte ich nichts verlangen. Meine Mutter sieht das kritisch, obwohl sie sie auch schon ewig kennt. "Was nichts kostet ist nichts wert". Hm. Da hat sie sicherlich Recht... würdet ihr doch etwas nehmen? Dabei löst sie ja ein Problem für mich, fände es eig unfair sie da noch zahlen zu lassen. Und wenn, dann hätte ich mit einem Preis von 20€ pro Monat für 1-2x die Woche gerechnet. Aber da ich das Geld nicht brauche in dem Sinne... was meint ihr?

Und meine Mutter sieht auch ein Problem darin dass sie eine Freundin/lange Bekannte von mir ist. Mit dem Job wird das aber nichts zutun haben, das Pferd gehört dann mir und mein Vater (der Chef) hat nicht mitzureden was das angeht, das regle ich. Hattet oder habt ihr Freundinnen als RB? Findet ihr das empfehlenswert?

Freue mich über eure Einschätzung, Meinung und Erfahrung! :)

Antwort
von maradome, 97

Also ich würde sagen das die 20€ gerechtfertigt sind. Du musst ja auch deine Versicherung andern lassen und fremdreiter eintragen lassen. Somit wird die Versicherung teurer. Und wenn sich deine Freundin irgendwo anders ne RB suchen muss, dann wird sie mit 50-100€ rechnen müssen.

Kommentar von MissDeathMetal ,

Das Pferd wird so oder so Fremdreiter und RB-verischert, da auch meine Mutter hin und wieder drauf reiten möchte und ich auch andere Freunde habe, die in der Not mal übernehmen :) Danke für deine Meinung!

Antwort
von LyciaKarma, 52

Mein Problem wäre eher, dass ich keine gute Freundin am Pferd haben wollte..  

Wenn man sich doch mal uneinig ist, geht schnell die ganze Freundschaft in die Brüche.  

Aber das musst du wissen. Ich würde dafür, wie du es jetzt beschreibst, vielleicht einen Freundschaftsbetrag nehmen. Eben sowas wie die 20€. Das ist auch versicherungstechnisch wichtig!  

Und bitte trotzdem einen Vertrag abschließen. 

Antwort
von Isildur, 39

Hallo,

bei einer solch "perfekten" Reitbeteiligung würde ich auch kein Geld nehmen. Natürlich wird häufig mit Sachen vorsichtiger umgegangen die Geld gekostet haben, aber wer die Einstellung hat "ist für lau, also sch**ß drauf" ist ja nun auch nicht die perfekte RB - und danach klingt sie laut deiner Beschreibung auch nicht. Ich finde das gegen kostenlos nichts spricht.

Ich persönlich würde keine Freundin als RB nehmen. Das kommt aber auch immer auf den "Typ" Mensch an. Ich würde auch nie eine Beziehung mit einem meiner Kollegen eingehen und gehe auch nicht über das "kollegiale" Miteinander hinaus. Sprich ich treffe mich privat nicht mit meinen Kollegen. Bei Pferden scheiden sich bekanntlich die Geister und mir persönlich wäre es viel zu heikel dass die Meinungen da doch mal sehr divergieren und sich das auch in den Privaten und beruflichen/familären Kreis hineindrängt. Wenn sie eine lockere Bekannte ist, würde ich das anders sehen, eine gute Freundin dürfte natürlich reiten - ohne Frage, aber als RB würde ich sie nicht nehmen.

Antwort
von Boxerfrau, 73

Mhm also ich würde auch lieber eine Freundin nehmen als jemanden Fremden. Allerdings finde ich, es wäre gut zu überlegen ob man eine Rb wirklich auf einer Basis von gegenseitigen Gefallen handhaben möchte. Selbst wenn man sich schon 100 Jahre kennt. Ich würde wohl ehr einen festen Betrag aus machen den sie für das Pferd bezahlt und würde ihr Geld bezahlen falls das Pferd mal eine Behandlung braucht.

Kommentar von MissDeathMetal ,

sie möchte einfach vieles machen um auch Erfahrung am Pferd zu sammeln was die Tierheilpraktik angeht. Hunde, Katzen, usw kann sie sehr gut, aber Pferd ist eben noch recht neu für sie. Ich habe da auch nichts dagegen wenn sie das möchte. Und mir persönlich wäre es lieber wenn ich die Kosten besser einplanen kann, also nicht doch mal plötzlich große Ausgaben hab und zuvor immer kleine :D Aber ich werde darüber nachdenken, ich verstehe den Gedanken dahinter :) Und vllt ist es auch einfach sicherer ohne Gefallensbasis... Danke! 

Antwort
von Riverside85, 38

Ich war auch erst skeptisch als meine beste Freundin aus dem Stall meine RB wurde. Aber nach fast 5 Monaten muß ich sagen: Es klappt super. Mir ist es einfach auch wichtig, die Person, die ich an mein Pferd lasse, einschätzen zu können. Und bei ihr weiß ich, wie sie mit Pferden umgeht, weiß was sie kann und was nicht. Ich weiß, daß ich ihr vertrauen kann und daß sie sich an Absprachen hält. Eigentlich hat das auch die Freundschaft gestärkt, da ich nicht auf einmal nur die mit dem eigenen Pferd bin und sie außen vor bleibt, sondern weil sie mit dabei ist. Man wächst auch zusammen mit der Erfahrung.

Wichtig ist, daß ihr dieselbe Grundeinstellung, dieselbe Herangehensweise ans Reiten und den Umgang mit dem Pferd habt. Wenn das nicht der Fall ist, wird's schwierig. 

Trotzdem halte ich nichts von kostenlosen RBs. Meine Freundin zahlt ganz normal den Preis, den ich auch von jeder Fremden verlangt hätte. Dafür hat sie ein gutes, braves Pferd, mit dem sie viele Möglichkeiten hat. Außerdem sollte man eben auch die RB und die Freundschaft ein bißchen voneinander abgrenzen, eben auch indem man keinen kostenlosen "Freundschaftsdienst" anbietet. So fällt es leichter, auch mal Freundschaft von RB zu trennen im Zweifelsfall. 

Und glaub mir, mit eigenem Pferd bist du vielleicht noch froh über jeden Euro extra. Wenn du es wirklich akut gar nicht brauchst, dann lege den Betrag zurück für mögliche Tierarztrechnungen. Wenn man ein Pferd hat, hat man nie zu viel Geld. 

Kommentar von MissDeathMetal ,

oke vielen dank für deine Erfahrungen! :) Ich würde dann nur so 20€ verlangen, wenn überhaupt.. ich kann gott sei dank bei all den Punkten zustimmen, ich kann sie einschätzen, wir haben die gleichen Interessen und die gleiche Herangehensweise und ich kann ihr vertrauen. Außerdem ist sie sehr zuverlässig. Klar freue ich mich über jeden Euro, aber ich möchte das einfach nicht als verlässliche Einnahmequelle berechnen :D 

Kommentar von Riverside85 ,

Dann paßt das doch schon mal sehr gut.

Nein, du mußt natürlich immer damit rechnen, daß mal eine RB abspringt und du mal ein paar Monate ohne dastehst. Trotzdem würde ich die RB nicht unter Wert vergeben, denn du bietest ja auch etwas dafür. Und die RB wird ja auch deine gesamte Ausrüstung (Sattel etc) mitbenutzen, und deren Pflege und Wartung gehen ja auf deine Kosten. Außerdem kann man so im Streitfall Vorwürfe und Gegenrechnen vermeiden so nach dem Motto "sei mal nett zu mir, schließlich lasse ich dich kostenlos auf meinem Pferd reiten". Ich finde man sollte immer vermeiden, daß einer sich so in der Schuld steht oder sich das eben so anfühlt. 

Antwort
von RainbowHorse, 36

Ich weiss nicht, dass hört sich zwar alles gut an aber was ist wenn ihr euch mal streitet oder so.
Also ich würde es nicht machen.

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