Frage von hundemensch97, 89

Freundin hat plötzlich große angst vor bewerbung?

Meine beste Freundin wurde in eine Maßnahme eingeteilt. Seitdem hat sie sich total verändert und ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Sie möchte nicht weiterhin zu der Maßnahme gehen aber wenn sie unentschuldigt fehlt wird ihr halt das Geld gekürzt. Sie hat Angst zum Arzt zu gehen und sich eine Krankschreibung geben zu lassen. Sie möchte unbedingt einen Teilzeit Job machen oder eine Ausbildung aber plötzlich traut sie sich nicht mehr dort anzurufen oder persönlich dort nachzufragen. Sie steckt fast den ganzen Tag in ihrem Zimmer und ignoriert mich teilweise sogar :/ Sie hat mich auch gebeten ihr zu helfen beim Bewerbungen schreiben aber dann muss ich erstmal eine halbe Stunde mit ihr diskutieren bis sie diese dann auch endlich mal abschickt. Früher war das nicht so woran könnte das liegen? Wie kann ich ihr helfen?

Antwort
von blackforestlady, 66

Wahrscheinlich hat sie Versagensängste, dass sie so reagiert. Du musst ihr klar machen, dass eine Ausbildung und der zukünftige Beruf wichtig ist. Vielleicht braucht sie auch eine Therapie, damit Ängste behandelt werden oder einfach nur einen Schubs damit sie in die Gänge kommt.

Antwort
von emily2001, 69

Hallo,

deine Freundin fühlt sich womögich "unter Zwang", sie sollte diese Maßnahme beenden und sich selbst bewerben (aber ich glaube nicht, daß sie dazu in der Lage wäre). Ich würde empfehlen, daß ihr Arzt sie krank schreibt. Sie müßte eigentlich eine Therapie machen, wenn es so schlimm ist.

Wenn sie sich nicht behandeln läßt, und wenn sie unerlaubt fern vom Unterricht bleibt, dann muß sie wahrscheinlich die Kosten der Maßnahme erstatten.

Emmy


Antwort
von matti60, 65

Ich kann mir gut vorstellen, dass es kein gutes Gefühl ist "in eine Maßnahme eingeteilt" zu sein. Ich kenne den "Zwang" etwas beim Arbeitsamt oder Jobcenter tun zu müssen, damit das Geld nicht gekürzt wird. Wenigstens kommt man dort etwas unter die Leute und vielleicht erhält man ein paar Tipps für Bewerbungen und Austausch mit Gleichgesinnten. Vielleicht ist die Angst deiner Freundin nicht so stark wie es auf den ersten Blick scheint. Ratsam wäre ein Gespräch, eine Beratung, beim Jobcenter / Arbeitsberater über die Wünsche und Ziele dieser Freundin, welchen Beruf sie will oder welche Stärken sie hat. Vielleicht helfen auch ein paar Tage krankschreiben, aber die Maßnahme sollte sie nicht abbrechen. Danach geht es meist wieder leichter mit den Bewerbungen. Ich sehe es nicht als ambivalent, wenn sie einerseits dich um Hilfe bittet, andererseits lange diskutiert. Denke es ist nur das Gefühl unter Zwang etwas zu machen. Vielleicht war das Vorgespräch vor der Maßnahme nicht so geschickt verlaufen und nicht ausführlich beraten. Aber das lässt sich nun ja nicht mehr ändern. Ich war insgesamt viele Jahre arbeitssuchend und habe sehr viel mit AA oder Jobcenter zu tun gehabt.

Antwort
von Punica08, 52

Oh, wow, wie gegensätzlich. Einerseits um Hilfe bitten und andererseits diese nicht annehmen wollen. Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht ist sie sich unsicher oder schämt sich? Irgendwas ist da ja los... wenn das so plötzlich kommt. Vielleicht wird sie von irgendwem unter Druck gesetzt?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten